Club Timber

Der Club Timber ist ein informelles Netzwerk der Säge- und Holzindustrie zur Förderung des Generationen- und Fachübergreifenden Dialogs. Es ist ein lockerer Zusammenschluss von Fach- und Führungskräften bzw. denen, die es noch werden wollen.

Der Club Timber dient als eine Plattform des Dialogs: Knüpfen von Kontakten, Austausch von aktuellen Informationen sowie Austragen fachlicher Diskussionen.

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Felix Lauel, Sprecher des Club Timbers

Felix Lauel ist der Sprecher des DeSH Club Timber. Er ist Mitglied der Geschäftsführung der Gebr. Eigelshoven GmbH & Co. KG in Würselen. 

Ansprechpartner beim Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. ist

Sebastian Rogalla
Tel.: 0611-72398-0
Schreiben Sie eine E-Mail

An wen richtet sich der Club Timber?

Der Club Timber ist grundsätzlich offen für alle, die in Unternehmen, Institutionen oder Organisationen der Holzwirtschaft beschäftigt sind oder waren bzw. sich der Branche in besonderer Weise verbunden fühlen:

  • junge Leistungsträger und Jungunternehmer der Holzwirtschaft
  • Fach- und Führungskräften in Bereichen wie zum Beispiel Unternehmensmanagement, Personal
  • Rohstoffeinkauf, Marketing, Vertrieb und Kommunikation
  • künftige Führungskräfte
  • Trainees in Unternehmen der Holzwirtschaft
  • Studenten eines Studiengangs der Holzwirtschaft, Holztechnik, Papiertechnik,…

 

Wozu dient Club Timber?

  • Der Netzwerkbildung, insbesondere unter der jungen Generation der deutschen Säge- und Holzindustrie
  • Der Förderung des generationsübergreifenden Dialogs und der Weitergabe von Erfahrung und Wissen
  • Dem interdisziplinären Austausch von aktuellen Brancheninformationen
  • Als Diskussions- und Weiterbildungsplattform
  • Der Nachwuchsförderung

 

Was sind unsere Themen?

Die Säge- und Holzindustrie, ist als eine vielseitige Branche täglich von unterschiedlichen Themen der unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Akteure beeinflusst. Dazu gehören juristische, wirtschaftliche, arbeitspolitische aber auch ökologische Fragestellungen. Als thematisches Kerngebiet der inhaltlichen Arbeit haben sich derzeit folgende Schwerpunkte ergeben:

  • Rohstoffsicherung
  • Umwelt / Zertifizierung / Nachhaltigkeit
  • Bioenergie
  • Erschließung neuer Märkte / Erweiterung des Produktportfolio
  • Aus- und Weiterbildung junger Nachwuchskräfte
  • Unternehmensnachfolge
  • Finanzierung / Rating
  • CE -Kennzeichnung
  • Forschung & Entwicklung (F&E)
Titelbild für Club Timber besucht die Paul Maschinenfabrik und das Sägewerk der B. Keck GmbH

Club Timber besucht die Paul Maschinenfabrik und das Sägewerk der B. Keck GmbH

08.04.2022 weiterlesen

Am 6. und 7. April 2022 fand die erste Club Timber Exkursion in diesem Jahr statt. Nachdem ein Zusammenkommen in den letzten zwei Jahren durch die Pandemie nicht möglich war, ist mit dem Ausflug zur Paul Maschinenfabrik in Dürmentingen und zum Sägewerk der B. Keck GmbH in Ehningen ein gelungener Auftakt für die informellen Treffen des JuniorInnenkreises der Sägeindustrie gelungen. Als Zusammenschluss von Fach- und Führungskräften und denen, die es werden wollen, dienen die Treffen dem generationen- und fachübergreifenden Dialog und bieten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich über Neuigkeiten auszutauschen und fachliches zu diskutieren.

Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die Besichtigung der Paul Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Dürmentingen. Als einer der führenden Hersteller von Kreissägemaschinen und Anlagen für die industrielle Verarbeitung von Holz ist die Firma in der Branche bekannt. Nachdem Club Timber Sprecher Felix Lauel alle 13 Teilnehmer der Exkursion, die aus ganz Deutschland angereist waren, begrüßen konnte, wurden sie  von Geschäftsführer Maximilian Paul und Verkaufsleiter Manfred Buck in Empfang genommen. Bei einem Mittagsimbiss stellten die beiden das Unternehmen vor und präsentierten exklusiv die ein oder andere Produktinnovation. Im Anschluss gab es eine Führung durch die Produktionsräume am Hauptstandort.

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© DeSH

Das Unternehmen stellt eine breite Produktpalette an Maschinen und Anlagen zur Quer- und Längsbearbeitung von Massivholz- und Plattenwerkstoffen her. Hinzu kommen Scanner-, Sortier- und Stapeltechnik sowie komplette Systemlösungen. Beim Rundgang gab es dann Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche von der Herstellung bis zu Anwendung. So wurden die Hauseigenen Lösungen für Besäumungs- und Kapptechnik live präsentiert und für die vollumfängliche Produktion aus einer Hand geworben. Die Teilnehmer konnten dabei spannende Einblicke gewinnen und sich von der einen oder anderen Neuheit inspirieren lassen. Zum Abschied überreichte Felix Lauel dem Geschäftsführer noch ein Dankeschön.

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© DeSH

 

Nach der vierstündigen Betriebsbesichtigung wurde die Reise fortgesetzt. Im Hotel Kerzenstüble in Gärtringen gab es bei einem gemeinsamen Abendessen viel zu bereden. Egal ob über die vorangegangene Besichtigung, aktuelle Entwicklungen am Schnittholzmarkt, Veränderungen in den Betrieben oder politische Rahmenbedingungen – die letzte Club Timber Exkursion fand 2019 statt, so dass ein Zusammenkommen, der persönliche Austausch und angeregte Diskussionen sehr willkommen waren.

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© DeSH

Am nächsten Morgen traf man sich im wenige Kilometer entfernten Sägewerk der B. Keck GmbH in Ehningen. Das Familienunternehmen schaut auf eine über 115-jährige Geschichte zurück und wird inzwischen in der fünften Generation geführt. In einem kleinen Tal mit Bachlauf verarbeitet das Unternehmen als eines der zehn größten Laubholzsägewerke in Deutschland auch Nadelholz zu hochwertigem Schnittholz. Geschäftsführer Markus Rathke nahm alle Teilnehmer in Empfang und gewährte daraufhin bei einer Betriebsbesichtigung tiefe Einblicke in die Abläufe der Produktion. Als Produzent von Laub- und Nadelschnittholz ist das Sägewerk eher eine Besonderheit und damit auf unterschiedlichste Produkte spezialisiert, die von verschiedensten Kundensegmenten nachgefragt und zu rund 80 Prozent exportiert werden. Beim Gang über das Betriebsgelände vom Rundholzplatz, über die -aufgabe, zur Sägelinie, Sortierung und Trocknung ergaben sich viele Fragen, die vom Geschäftsführer ausführlich beantwortet wurden. Dabei ging es nicht nur um produktionsspezifische Themen, sondern auch um die angespannte Rundholzversorgung, Brandschutz oder Personalakquise. Zum Schluss fanden sich alle noch einmal zu einer Stärkung zusammen und Felix Lauel konnte Markus Rathke im Namen des Club Timber ein Dankeschön übergeben.

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© DeSH

Der DeSH bedankt sich bei allen Betrieben für ihre Bereitschaft, die Tore für die JuniorInnen unseres Verbandes zu öffnen und den Austausch im Rahmen des Club Timbers zu ermöglichen.

Junges Sägernetzwerk informiert sich über Ausbildung am Simulator

03.12.2019 weiterlesen

Ende Oktober traf sich das vom Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) initiierte Netzwerk Club Timber zu seiner diesjährigen Exkursion. Der Weg führte über die Landesgrenze hinweg ins Dreieck zwischen Saarland, Rheinland-Pfalz und der französischen Region Grand Est.

Schulungsraum
Schulungsraum
© DeSH

Vor inzwischen mehr als sechs Jahren rief der DeSH den Club Timber als Juniorenkreis der Säge- und Holzindustrie ins Leben. Rasch etablierte sich die Plattform als informelle Möglichkeit zum Knüpfen von überbetrieblichen Kontakten verbunden mit Austausch und fachlicher Diskussion. Für die Branche ist das Netzwerk, das auch Nicht-Mitgliedern offensteht, seitdem zu einem wichtigen Bestandteil des generationen- und fachübergreifenden Dialogs geworden. Regelmäßige Höhepunkte sind die Gruppenfahrten, die sich wechselnde thematische Schwerpunkte setzen und Betriebsbesichtigungen oftmals mit kulturellen Aspekten kombinieren. In diesem Jahr stand die computergestützte Ausbildung im fachlichen und die Stadt Metz im touristischen Fokus.

Mehr als Spielerei: Lernen am Simulator

Vom grenznahen Ausgangspunkt Saarbrücken startete die 20-köpfige Gruppe am 23. Oktober mit dem Bus zum Simulatoren-Hersteller ACREOS ins rund 100 Kilometer entfernte Hauconcourt bei Metz. Seit 2007 entwickelt, produziert und vertreibt das französische Unternehmen hochrealistische Simulatoren zur Aus- und Weiterbildung von Fahrern und Maschinenführern im Baugewerbe, Bergbau sowie in der Logistik, Land- und Forstwirtschaft. In Hauconcourt forscht und entwickelt ACREOS, das neben dem Firmensitz in Morhange, ebenfalls in der Metropolregion Metz, auch eine Dependance im kolumbianischen Bogotá unterhält. An den insgesamt nur 36 Mitarbeitern lässt sich der hohe Spezialisierungsgrad der Produktion ablesen. Basis sind festinstallierte Plattformen samt Sitz und Steuerelementen, die in kurzer Zeit in verschiedene Maschinensimulatoren umgewandelt werden können. Nach Auskunft des Unternehmens wurden in den vergangenen zwölf Jahren seit Bestehen weltweit 350 dieser Plattformen und 750 Simulationspakete an 220 Kunden ausgeliefert. Großes Interesse bei den Exkursionsteilnehmern weckte selbstverständlich der Simulator für ein Bandsägewerk, der ebenso dem Realitätscheck unterzogen werden durfte wie digitale Gabelstapler, Radlader, Muldenkipper, Bagger, Hafenkräne, LKWs und Busse. Club Timber-Sprecher Felix Lauel von der Firma Holz Eigelshoven in Würselen sah darin keinesfalls nur Spielerei: „Bei der Ausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker sowie bei der Überprüfung der Fähigkeiten von Fachkräften wird die Simulatorentechnik in Zukunft auch in der Sägeindustrie an Bedeutung gewinnen. Die Eindrücke, die wir durch das Testen und die Einblicke in die Programmierung gewonnen haben, sind deshalb sehr interessant.“

Club Timber
Timber Trainer
© DeSH

Kultur und Geschichte in Metz

Im Anschluss an die Besichtigung bei ACREOS nutzte die Gruppe die Gelegenheit für einen Besuch im nahen Metz. Die einstige Keltensiedlung fasst heute über 100.000 Einwohner und ist Hauptstadt des Départements Moselle. Sie war zudem Hauptort von Lothringen, das 2016 im Zuge einer Gebietsreform in der Region Grand Est aufgegangen ist. Während einer geführten Tour wurde den Teilnehmern die wechselhafte Geschichte der Stadt seit dem Mittelalter und vor allem seit den Kriegen ab 1871 erläutert. Diese lässt sich auch eindrücklich im Stadtbild ablesen: Die architektonische Vielfalt aus jahrhundertealten Kirchen, Befestigungsanlagen sowie modernen Museen wie der Außenstelle des Centre Pompidou beeindruckte und sorgte dafür, dass der kulturelle Aspekt auf dieser Reise nicht zu kurz kam.

Wo steht die Branche? Abendessen bietet Raum zur Diskussion

Das gemeinsame Abendessen im Hotel in Saarbrücken wurde dann nicht nur zur Rekapitulation des Tages genutzt, sondern wie gewohnt auch zur Diskussion aktueller Themen der Branche. Der Klimawandel und die damit verbundenen gesellschaftlichen, politischen und unternehmerischen Herausforderungen sind auch im Kreis des Club Timber das bestimmende Feld geworden: Welche Auswirkungen wird dieser auf die Rohstoffsicherung, Märkte und Produkte haben? Wie lässt sich das Potenzial der Holzindustrie besser nutzen und öffentlich kommunizieren? Welche Mittel braucht es für Forschung und Entwicklung? Wie lassen sich künftig qualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen und die Qualität in der Aus- und Weiterbildung verbessern?

Einblick in hohes Qualitätsmanagement

Club Timber
Teilnehmer
© DeSH

Am zweiten Tag stand nach dem Frühstück ein Besuch der elka-Holzwerke GmbH & Co. KG im rheinland-pfälzischen Morbach auf dem Programm. Bei sonnigem Herbstwetter wurde der Club Timber von Geschäftsführer Gerd Michael Lersch und Larissa Kuntz, Leiterin Produktion und Vertrieb, herzlich empfangen. Kuntz schilderte eingangs die über 100-jährige Geschichte des Betriebs bis hin zur Produktion in der heutigen Betriebsstätte mit einer Fläche von 24 Hektar. Inzwischen befindet sich das Familienunternehmen in der dritten Generation und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter am Standort Morbach. elka erweiterte die Schnittholz- und Holzwerkstoffproduktion in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder um Neu- und Weiterentwicklungen wie die esb-Frischholzplatte (elka strong board) oder Akustikplatten. Die Führung durch die moderne Fertigung lieferte einen tiefen Einblick in die betrieblichen Produktlinien und das hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement im Werk. Im Namen des Club Timber bedankte sich Sprecher Felix Lauel bei Kuntz für die offene und hochinformative Werksbesichtigung, bei der keine Frage unbeantwortet blieb. Sebastian Rogalla, Referent Mitgliederservice beim DeSH und Organisator des Club Timber, verabschiedete die Teilnehmer abschließend nicht ohne Hinweis auf die nächste Exkursion. 2020 soll es wieder in ein Nachbarland gehen: geplant ist eine Fahrt nach Österreich. Die meisten Teilnehmer legten sich spontan fest, dass man sich spätestens dort wiedersehe.

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