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7. Internationaler Kongress der Säge- und Holzindustrie 2012
Sägeindustrie stellt sich den Anforderungen des Marktes und zeigt Aufbruchstimmung Der 7. Kongress am 19. und 20.1.2012, diesmal in Würzburg und damit wesentlich näher und zentraler gelegen für die Mehrheit der Teilnehmer, wurde mit gut 270 Teilnehmern besser angenommen als in Vorjahr. Die Wahl des Tagungsortes Würzburg hat sich demnach als richtig bestätigt und wurde von den Teilnehmern auch positiv bewertet.
Trotz relativ hohem Produktionsniveau leidet die Sägeindustrie aktuell unter der Diskrepanz der hohen Rohstoffkosten und vergleichsweise zu niedrigen Schnittholzerlösen. Durch die Tagung zog sich deshalb wie ein roter Faden das beherrschende Thema der Effizienzsteigerung. Deutlich wurde, dass die Nachhaltigkeit den Rohstoff in weiten Teilen limitiert, Wachstum nur durch Effizienzsteigerung und Weiterentwicklung der Wertschöpfung möglich wird.
Entsprechend standen Themen wie Ressourceneffizienz, Materialeffizienz, Energieeffizienz und die Umsetzung von aktuellen Entwicklungen am Markt m Vordergrund. Betriebswirtschaftliche Themen und die Weiterentwicklung der Sägetechnologie zum Erreichen einer höheren Wertschöpfung waren weitere Themen des zweitägigen Kongresses.
Ein highlight und auch historischer Moment des Kongresses war die erstmalige Vorführung des Einsatzes der Computer Tomographie beim high-speed CT-scanning von Stämmen und Schnittware durch Dr. Ing. Federico Giudiceandrea von Microtec. CT-scanning gibt den Blick frei ins Innere eines Stammes und erlaubt vielfältige Möglichkeiten der nutzerorientierten Selektierung, einen virtuellen Schnitt und deutliche Steigerung der Materialausbeute. Schon jetzt lässt sich erahnen, dass das CT-scanning einen Umbruch in der Sortierung von Rund- und Schnittholz auslösen wird, der in seiner vollen Auswirkung noch nicht abschätzbar ist.

Um ein erstes Fazit des Kongresses 2012 zu ziehen: Die Themen und auch der Tagungsort wurden durchweg sehr positiv bewertet und die Teilnahme bedeutet für die Besucher einen deutlichen Informationsvorsprung. Unübersehbar ist trotz der akuten Ertragsschwäche der Branche doch das Bemühen, die vielfältigen Herausforderungen des Marktes anzunehmen, sich den Themen zu stellen und gestaltend umzusetzen.
Ein großer Dank gilt den Referenten und Moderatoren, die sich sehr engagiert eingebracht haben sowie den Sponsoren und Fachausstellern für ihre hervorragende Unterstützung.

Zahl des Jahres 2011
Die Jahresproduktion der deutschen Sägeindustrie im Jahr 2011 mit ca. 23 Mio. cbm Schnittholz bindet
20.240.000 t CO2.
Dies entspricht dem CO2-Ausstoß von 1,33 Milliarden PKW-km, einer Strecke von 33.250 mal um den Globus.
Müller-Gei: Nachhaltigkeit, Vereinbarkeit von Naturschutz und Holznutzung sind das Erfolgsrezept, die beste Grundlage und Voraussetzungen für die heimischen holzbearbeitenden Betriebe und Sägewerke bieten
Der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS), Reinhard Müller-Gei, nutzte die Gelegenheit, auf dem Tag des deutschen Rohholzhandels im Mai 2011 vor dem Rohholzhandel einen Überblick über die aktuelle Situation der Branche geben und Entwicklungen aufzuzeigen, die für die heutige Situation und die zukünftige Entwicklung unseres Wirtschaftsbereiches eine große Rolle spielen werden.

Strukturelle Veränderungen zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts bewirkten eine Abnahme zahlreicher klein- und mittelständischer Sägewerksbetriebe und neue größere Betriebe sind entstanden. In einer globalisierten Welt hatten die Unternehmen der Sägeindustrie Gewinne durch Exportchancen verzeichnen können. Die Wirtschaftkrise dann markierte einen Wendepunkt und noch ist die weitere Entwicklung nicht absehbar.
Gleichzeitig stellen uns die Entwicklungen auf dem Einkaufsmarkt unseres Rohstoffes Holz vor neue Herausforderungen. Die Nachfrage nach Holz hat seit Jahren stark zugenommen, der Energieholzmarkt boomt und wir müssen uns angesichts der aktuellen Diskussion um Alternativen zur Kernenergie auf eine Verstärkung des Energieholztrends einstellen.
Internationale Verpflichtungen und Maßnahmen des Naturschutzes stellen die Umweltverträglichkeit der Holznutzung in Frage, Forst- und Holzwirtschaft müssen sich zunehmend für ihr wirtschaftliches Handeln in unseren Wäldern rechtfertigen.

Nachhaltigkeit und multifunktionale Forstwirtschaft, Vereinbarkeit von Naturschutz und Holznutzung auf der Fläche sind das Erfolgsrezept der deutschen Forstwirtschaft, die beste Grundlage und Voraussetzungen boten für die heimischen holzbearbeitenden Betriebe und Sägewerke. Leider haben wir zuletzt feststellen müssen, dass Naturschutz im Wald zunehmend bedeutet, Waldflächen nicht oder nur eingeschränkt zu bewirtschaften. Und während auf der einen Seite die Holznutzung eingeschränkt wird, erlebt Holz dank seiner Eigenschaften als klimafreundlicher weil CO2 -speichernder Bau- und Werkstoff einen Aufschwung, der auch durch staatliche Initiativen gefördert wird.
Die vollständige Textfassung des Beitrages von Herrn Müller-Gei kann bei uns abgerufen werden. |