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RiBeS: Gute Aussichten für die künftige Holzverfügbarkeit in Hessen 25.07.2018

Wappen des Landes Hessen<br><span style='float:right; font-size:11px;font-weight:normal;'>© Land Hessen</span> Wappen des Landes Hessen
© Land Hessen

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte kürzlich die überarbeitete Richtlinie für die Bewirtschaftung des Staatswaldes (RiBeS). Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) und der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) begrüßen besonders den Erhalt des Nadelholzanteils in hessischen Wäldern: Zwar soll der Kiefernanteil sinken, dies wird aber durch eine Anhebung des Anteils der ertragsstärkeren Douglasie kompensiert. Fachlich unbegründet sind jedoch die geplanten Flächenstilllegungen für den Biodiversitätsschutz sowie der Nutzungsverzicht von Holz unter der Derbholzgrenze. 

Nachhaltiger Rohstoff Holz aus heimischen Wäldern

38 Prozent der hessischen Wälder, also knapp 340.000 Hektar, sind Staatswald. Dessen Bewirtschaftungsrichtlinien wurden in einem einjährigen Novellierungsprozess überarbeitet, an dem sich auch die AGR und der DeSH beteiligten.Besonders angesichts der notwendigen, langfristigen Sicherung der Holzverfügbarkeit begrüßen die rohholzverarbeitenden Unternehmen den in der RiBeS vorgesehenen Erhalt der Nadelholzanteile und die Tatsache, dass Nadelholz als Grundlage für die Wirtschaftlichkeit der Wälder in die Richtlinien aufgenommen wurde (1.4.3).„Die Sicherung der künftigen Holzversorgung in Hessen begrüßen wir ausdrücklich“, so AGR-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge. „Der Wermutstropfen ist aus unserer Sicht die leichte Verringerung des Nadelholzanteils im hessischen Wald bis 2050 auf insgesamt 42 Prozent. Hoffnungsvoll stimmt jedoch die Verdoppelung des Anteils der ertragreichen Douglasie – dies verspricht ein gleichbleibendes, wenn nicht sogar steigendes Nutzungspotenzial.“

Ungerechtfertigte Flächenstilllegungen

DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt ergänzt: „Wir begrüßen das Bekenntnis zum integrativen Naturschutz in der Richtlinie. Umso unverständlicher ist, dass Biodiversitätsschutz nun doch vorrangig durch Flächenstilllegungen erreicht werden soll – bei Wäldern mit hohem Laubholzanteil sogar mit der Vorgabe 10 Prozent. Dies ist insofern ungerechtfertigt, als dass sich Artenvielfalt und Waldbewirtschaftung nicht ausschließen, sondern im Gegenteil im Wirtschaftswald mehr Pflanzenarten vorkommen als auf stillgelegten Flächen.“ 

Alternative: Weißtanne – Infotermin am 29. August in Frankenberg

Auch die Klimaschutzleistungen durch die Nutzung von Holz und die Nutzung alternativer klimastabiler Baumarten sind in der aktuellen Fassung der RiBeS gewürdigt (1.4.2).  Mit Blick auf den geplant gleichbleibenden Fichtenanteil mahnt Schmidt jedoch: „Die Fichte wird künftig angesichts des Klimawandels unter Druck geraten – eine sinnvolle Ergänzung ist die heimische Weißtanne.“ Hierzu findet am 29. August 2018 im hessischen Frankenberg eine Informationsveranstaltung statt, bei der Lars Schmidt zu den Chancen der Weißtanne für die Holzverarbeitung referieren wird.

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Pressekontakt

Melanie Wollenweber

Deutsche Säge- und Holzindustrie
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin

Tel.: +49 30 223204-90
Fax: +49 30 223204-89                                
E-Mail: presse@saegeindustrie.de
Internet: www.saegeindustrie.de
Twitter: @Saegeindustrie

Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie
Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) vertritt die Interessen der Branche auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht der DeSH für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.

Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V.
Dorotheenstraße 54                
10117 Berlin

Tel.: +49 30 / 72 02 04 38 84
Fax: +49 30/ 22 32 04 89        
E-Mail: presse@rohholzverbraucher.de
Internet: www.rohholzverbraucher.de
Twitter: @AGR_Berlin

Über die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V. (AGR) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für die Sicherung der Rohstoffversorgung der Holzindustrie ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die effiziente Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.

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