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Aktuelle Nachrichten

Einschlagstopp gefährdet regionale Wertschöpfung 04.09.2018

Leonhard Nossol

Der Fokus der Rohholz verarbeitenden Unternehmen sowie der Forstwirtschaft lag in den vergangenen Monaten auf einer zügigen Aufarbeitung und dem Abtransport des Sturm- und Käferholzes. Mit Sorge sieht Leonhard Nossol, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR), jedoch den nun von der Forstwirtschaft öffentlich diskutierten Einschlagstopp. 

Flexible Tonnageregelung notwendig

Kalamitäten wie Sturm und Käferbefall sind Marktverwerfungen – und damit per se ungünstig für die Wertschöpfungskette Forst und Holz. Der auf den Klimawandel zurückzuführende Ausnahmesommer 2018 erhöht die Gefahr weiterer Schäden für den deutschen Wald. „Die Holzindustrie steht an der Seite ihrer langjährigen Geschäftspartner: Wir sind sehr bemüht, das Schadholz zügig abzufahren, um die Schäden der Waldbesitzer zu begrenzen“, so AGR-Präsident Leonhard Nossol. Begrenzte Lager- und zunehmend fehlende Transportkapazitäten erschweren jedoch die Situation. Es braucht gemeinsame Anstrengungen der Branche für flexiblere Tonnageregelungen im Holztransport, um in solchen Krisenzeiten die in kurzer Zeit anfallenden Mengen schnell aus den Wäldern fahren zu können. 

Frischholzmangel existenzbedrohend

„Den von der Forstwirtschaft vermehrt geforderten bundesweiten Stopp des Frischholzeinschlags lehnt die AGR entschieden ab“, so Nossol. Zahlreiche Produkte wie beispielsweise hochwertiges Papier oder OSB- und Dreischichtplatten für den Innenausbau können nur mit frischem Holz hergestellt werden. „Nach dem Einschlagstopp in Bayern berichten bereits erste Unternehmen von existenzbedrohendem Frischholzmangel.“ Angesichts der aktuell knappen Frachtkapazitäten im Holztransport sowie der finanziellen Mehrbelastung sind zusätzliche Holzimporte zum Ausgleich des Frischholzmangels für viele, gerade kleinere Unternehmen nicht realisierbar. Hinzu kommt, dass die Leistungsfähigkeit des deutschen Waldes und seine Umweltstandards deutlich höher sind als in den meisten anderen Ländern. „Ein bundesweiter Einschlagstopp wäre ein schwerer Schlag für die gesamte Wertschöpfungskette Forst und Holz in Deutschland“, bilanziert Nossol. 

Ziel: Klimastabile Mischwälder

Die Holzindustrie befürwortet die Forderung der Waldeigentümer nach stärkerer Unterstützung für den Umbau zu klimastabilen Mischwäldern. So sollten viel mehr als bislang geeignete Nadelbäume wie die Douglasie und die heimische Weißtanne unter Beimischung von Laubbäumen eingebracht werden, wo die Fichte klimawandelbedingt ausfällt.