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Vom Baum zum Bauprodukt: nachhaltige Städte wachsen im Wald

21.03.2018
Vergleich Rundholzpreisentwicklung Nadelholz

Internationaler Tag des Waldes am 21. März 2018

Die Zukunft nachhaltiger Städte ist ein uralter Baustoff: Holz. Gerade im urbanen Raum bietet der Holzbau zeitgemäße Lösungen: er ist flexibel, leicht und klimaschützend. Aber wie wird aus einem Baum ein Bauprodukt?

Die Fichte ist die wichtigste einheimische Holzart und das meist verwendete Bau- und Konstruktionsholz im Haus- und Wohnungsbau: bspw. für Dachtragwerke, Wand- und Deckenkonstruktionen. Auch Tanne, Douglasie und Kiefer lassen sich gut verarbeiten, sind langlebig und weisen bei geringem Gewicht eine hohe Steifigkeit auf. Doch nicht nur Nadel- sondern auch immer mehr Laubholz findet im Bausektor Verwendung – derzeit besonders im Innenbereich.

Vom Baum zum Bauprodukt

Im Wald wird der Baum zunächst gefällt, ehe er zum Sägewerk transportiert und dort zu Schnittholz verarbeitet wird. Basis für die Herstellung von Bauschnittholz ist der Stamm. Die Äste, Teile der Baumkrone und der obere Stammabschnitt werden hingegen als Brenn- oder Industrieholz verwendet oder in der Papier- und Zellstoffindustrie weiterverarbeitet.

Je nach Durchmesser, Länge und Güte des Rundholzes wird im Sägewerk entschieden, welche Schnittholzprodukte bei der Verarbeitung aus einzelnen Stämmen oder Stammabschnitten gefertigt werden. So entstehen Latten, Kanthölzer und Bretter, die entweder direkt verbaut oder bspw. zu Brettschichtholz weiterverarbeitet werden. Die bei der Bearbeitung des Stammes anfallende Rinde und Sägespäne wird für die Herstellung von Holzwerkstoffen oder zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt.

Holzbau in der Stadt

Ein zentraler Vorteil von Holz- und Holzhybridkonstruktionen sind die technischen Eigenschaften: Durch sein geringes Eigengewicht und seinen hohen Vorfertigungsgrad kann gerade in den Ballungszentren mit Holz schnell hochwertiger Wohnraum geschaffen: beispielsweise bei Aufstockungen und dem seriellen und modularen Bauen – gerade auf Dächern und in engen Baulücken. Der Holzbau im urbanen Raum dringt zudem in den letzten Jahren in neue Höhen und Dimensionen vor, wie beispielsweise das 24-stöckige HoHo in Wien belegen.

Ungeschlagen sind zudem die Klimaschutzeigenschaften des Holzes: Es ersetzt nicht nur energieintensive Materialien wie Stahl und Beton und senkt damit den Primärenergieverbrauch sowie die CO2-Emissionen im Bauwesen jährlich um 30 Millionen Tonnen. Sondern im nachwachsenden Bauholz werden zudem mehr als 2 Millionen Tonnen CO2 gespeichert und so der Atmosphäre entzogen.

Alle 20 Sekunden wächst ein Holzhaus nach

Für die Bewohnerinnen und Bewohner bietet das Wohnen im Holzhaus ein angenehmes Raumklima zum Wohlfühlen. Holz reguliert auf natürliche Weise den Innenraum – kühlend im Sommer und isolierend bei Kälte. Die Verfügbarkeit ist dabei gesichert: es wächst deutlich mehr Holz nach, als geerntet wird. „In Deutschlands Wäldern wächst etwa alle 20 Sekunden ein Holzhaus nach - pro Tag sind das also 4320 Häuser“, so Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes. Bezogen auf die derzeitige Bautätigkeit im Inland wäre bereits ein Drittel der jährlichen Holzernte ausreichend, um den Holzbedarf für gesamtes Neubauvolumen in Deutschland zu decken.

21.3. – Tag des Waldes

Am 21. März 2018 ist internationaler Tag des Waldes, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Wälder für nachhaltigere Städte. In Deutschland liegt der Anteil an Wohnbauten, die überwiegend aus Holz bestehen, im Durchschnitt bei 16 Prozent – Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit einer Holzbauquote von 27 Prozent – Tendenz steigend. „Zum Tag des Waldes rufen wir dazu auf, beim Thema Bauen künftig noch mehr auf den nachhaltigen Werkstoff Holz zu setzen – denn nachhaltige Städte wachsen im Wald“, so Schmidt abschließend.


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Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 500 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht die deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.