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Forstverein fordert mehr Akzeptanz und verstärkte Holzverwendung zur Erreichung der Klimaziele

Rubrik: Holzverwendung 24.06.2015
Forstvereinstagung in Flensburg: Verstärkte Holzverwendung zur Erreichung der Klimaziele des G7-Gipfels

Vom 17. bis 21. Juni 2015 fand in Flensburg die 67. Tagung des Deutschen Forstvereins e.V. (DFV) statt. Über 800 Teilnehmer folgten der diesjährigen Einladung zur größten europäischen forstwirtschaftlichen Fachtagung in den hohen Norden.

Im Rahmen von 23 Seminaren und über 40 Exkursionen standen unter anderem die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung WEHAM, die Bundeswaldinventur III (BWI3) sowie die Themen Waldbau, Landnutzung, Naturschutz, Holzlogistik sowie gesellschaftliche Ansprüche an den Wald im Fokus. Der DFV nutzte die Veranstaltung auch zur Kritik an der derzeitigen Forstpolitik, in deren Richtung zum Abschluss der Jahrestagung die folgenden fünf Kernforderungen formuliert wurden:

  • Mehr Wald für Deutschland
  • Verstärkte Holzverwendung zur Erreichung der Klimaziele des G7-Gipfels
  • Biodiversität in Wäldern muss erhalten bleiben
  • Stärkung der Forstwirtschaft in Politik und Gesellschaft
  • Beschluss einer internationalen Waldkonvention

"Während andere europäische Länder den Stellenwert der Forstwirtschaft in der nationalen Umwelt- und Wirtschaftspolitik hervorheben, werden in Deutschland die ökologischen wie ökonomischen Leistungen bestenfalls ignoriert", sagte Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins (DFV). Die Politik müsse Beiträge zur Akzeptanzsteigerung der Forstwirtschaft und deren gesellschaftlichen Leistungen liefern. Gerade der ländliche Raum sei auf die Arbeitsplätze in der Holz- und Forstwirtschaft angewiesen.

Der DFV plädiert vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und dem Erhalt der Biodiversität zudem für die Erhöhung des Waldanteils in Deutschland um 2,5 Millionen Hektar und eine verstärkte stoffliche Holzverwendung zur Speicherung von Kohlendioxid. "Die hohen Speicherfunktionen der naturnahen Wirtschaftswälder in Deutschland in Verbindung mit der langfristigen Einlagerung von CO2 in Gebäudeteilen und Holzprodukten sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft und ein Ausstieg aus der 'Kohlendioxid-Wirtschaft'", so Wilke.

Das internationale Panel der Tagung lenkte den Blick zudem auf die globale Situation der Wälder und forderte, den ins Stocken geratenen Prozess einer Waldkonvention zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Wälder fortzuführen.

Die Pressemitteilung des DFV zur Forstvereinstagung finden Sie hier.