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Holzverwendung kann mehr

Rubrik: Mitgliedernews 08.06.2021

Berlin, 08.06.2021

Klimaschutz-Sofortprogramm 2022

Holzverwendung kann mehr

Noch im Juni soll das Klimaschutz-Sofortprogramm 2022 zur Umsetzung der neuen Ziele des Klimaschutzgesetzes im Kabinett beschlossen werden. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) erkennt in dem Entwurf gute Ansätze, sieht aber bei weitem nicht alle Potenziale einer nachhaltigen Holzverwendung ausgeschöpft.

„Wir begrüßen, dass mit dem Entwurf eines Klimaschutz-Sofortprogramms 2022 Maßnahmen entwickelt werden, die neuen Klimaschutzziele umzusetzen. Die nachhaltige Holzverwendung steht seit jeher für Klimaschutz und vermeidet aktiv Emissionen“, erklärt DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus. „Dieser Beitrag wird im Klimaschutz-Sofortprogramm jedoch noch nicht ausgeschöpft. Dass Holz im Bau- und Verpackungsbereich, aber auch im Energiesektor erhebliche Klimaschutzpotenziale mit sich bringt, eröffnet Einsparmöglichkeiten, die weit über die der vorgesehenen Maßnahmen hinausgehen.“

Richtige Ansätze, aber Nachbesserungsbedarf nötig

Im Einzelnen erkennt der Verband viele gute Ansätze bei den vorgeschlagenen Maßnahmen: „Der Gebäudebereich ist die zentrale Stellschraube für den Klimaschutz in den nächsten Jahren. Die geplante Aufstockung der Bundesförderung effiziente Gebäude mit 4,5 Mrd. Euro ist daher ein ebenso wichtiger Schritt, wie die zeitnah angestrebte Novelle des Gebäudeenergiegesetzes. Hier gilt es, die Graue Energie in die Klimabilanz aller Baustoffe zu integrieren und durch neue Effizienzstandards den Weg zur Klimaneutralität zu ebnen. Zudem müsse auch der Einsatz von Laubholz im Gebäude stärker in den Fokus rücken“, betont Möbus. Unverständlich ist aus Sicht des Verbands jedoch die Absenkung der Fördersätze für Biomassekessel. „Ein solcher Schritt hemmt den Umstieg auf Erneuerbare Wärme. Nachhaltige Holzenergie aus Rest- und Abfallstoffen kann hier eine Schlüsselrolle einnehmen. Das gilt für den Gebäudesektor ebenso wie für die Dekarbonisierung der Industrie“, so Julia Möbus. Die Ausweitung des Förderprogramms Energieeffizienz in der Wirtschaft beurteilt der Verband demgegenüber als einen guten Ansatz.

Wiederbewaldung und Holzverwendung als Schlüssel

Um die Potenziale von Holz in allen Sektoren nutzen zu können, begrüßt der DeSH die Aufstockung der GAK-Fördermittel für den Erhalt der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Wiederbewaldung in den kommenden Jahren. „Die nachhaltige Holzverwendung bietet weitreichende, sektorübergreifende Potenziale zur Emissionsvermeidung. Wollen wir die Ziele des neuen Klimaschutzgesetzes erreichen, gilt es diese konsequent auszuschöpfen. Das Klimaschutz-Sofortprogramm bildet einen guten Ansatz, schöpft den möglichen Beitrag der umfassenden Holznutzung jedoch nicht aus“, betont Möbus.  

LULUCF-Sektorziel sorgt weiter für Verunsicherung

Das Klimaschutz-Sofortprogramm 2022 soll in den nächsten Jahren dazu beitragen, das kürzlich vom Kabinett beschlossene Klimaschutzgesetz umzusetzen und die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. „Auch wenn wir viele Maßnahmen des Sofortprogramms begrüßen, bleibt für uns nach wie vor unklar, wie der LULUCF-Sektor mit den natürlichen Ökosystemen, den Wäldern und Mooren seine CO2-Speicherleistung innerhalb kurzer Zeit so erheblich ausweiten soll. Dazu würden wir uns in den nächsten Wochen und Monaten einen intensiven Dialog über Möglichkeiten und Umsetzungsschritte wünschen“, sagt Möbus abschließend.

Die Pressemitteilung können Sie als pdf-Dokument hier herunterladen und nachlesen.

Pressekontakt:

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