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Kein Klimaschutz ohne Holzverwendung 

Rubrik: Mitgliedernews 28.05.2021

Berlin, 28.05.2021

Neues Klimaschutzgesetz im Bundesrat

Kein Klimaschutz ohne Holzverwendung

Heute fand im Bundesrat eine intensive Debatte zum neuen Klimaschutzgesetz statt. Angesichts der deutlich verschärften Zielvorgaben für den Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) begrüßt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH), dass im Vorfeld der Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für das Erreichen der Klimaziele Rechnung getragen wurde. Zentrale Aufgabe wird nun sein, konkrete Maßnahmen zu deren Umsetzung zu entwickeln.

„Dass Deutschland bereits 2045 und damit fünf Jahre früher als bisher klimaneutral werden soll, begrüßen wir grundsätzlich. Die nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft trägt seit jeher zur Vermeidung von Emissionen und damit zum Klimaschutz in Deutschland bei. Umso gravierendere Effekte können mit den vorgesehenen Reduktionszielen für den LULUCF-Sektor verbunden sein“, kommentiert DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus das neue Klimaschutzgesetz, das heute im Bundesrat debattiert wurde. Was eigentlich zur Emissionsreduktion führen soll, könnte einen gegenteiligen Effekt haben: „Die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes dürfen nicht dazu führen, dass Nutzungsverbote im Wald und der Verzicht auf Holzverwendung als Lösung angesehen werden. Denn Holz speichert nicht nur CO2, sondern ersetzt auch klimaschädliche Stoffe und Materialien. Die auf diese Weise erzielten Emissionseinsparungen stehen dann auf dem Spiel. Es ist daher wichtig, dass der Bundesrat hier ein deutliches Signal für Waldwirtschaft und Holzverwendung setzt.“

Senkenleistung nur ein Teil des Klimaschutzeffektes

Der Gesetzentwurf sieht vor, die CO2-Speicherwirkung natürlicher Ökosysteme deutlich auszuweiten. Auf diese Weise soll der LULUCF-Bereich bis 2030 bereits 25 Mio. Tonnen Treibhausgase mehr aufnehmen, als er ausstößt. Dieser CO2-Ausstoß wird im Jahr 2030 laut der Projektion der Bundesregierung jedoch ca. 30 Mio. Tonnen betragen. Somit stehen erhebliche Einsparungsvorgaben von 55 Mio. Tonnen CO2 bereits in den nächsten Jahren den sehr langwierigen Entwicklungen der natürlichen Ökosysteme gegenüber. Wälder spielen dabei eine herausragende Rolle. So speichern Bäume beim Wachstum CO2 und binden dieses langfristig im Holz. Doch ist es nicht die Senkenleistung allein, die für enorme Emissionsvermeidungen sorgt. Der Ersatz klimaschädlicher Alternativen durch Holz vergrößert den Effekt erheblich. „Wir freuen uns, dass die Emissionsminderungen durch Wald und Holz in den Sektoren Gebäude, Energie und Industrie in die Debatte eingebracht wurden. Denn die neuen Minderungsziele verkennen diese Wechselwirkungen und gefährden somit das Klimaschutzpotential über alle Sektoren hinweg“, so Möbus.

Maßnahmen zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes nötig

Als nachwachsender Rohstoff trägt Holz maßgeblich zur klimafreundlichen Neuausrichtung aller Bereiche bei. „Für das Erreichen der Klimaziele können wir auf Holz als Bau- und Werkstoff oder als Energieträger nicht verzichten. Eine reine Fokussierung auf Kohlenstoffsenken greift zu kurz, denn gerade natürliche Ökosysteme sind Schwankungen oder Wettereinflüssen in besonderem Maße unterworfen. Daher ist es nun zentrale Aufgabe, schnellstmöglich Maßnahmen zur Umsetzung dieser Klimaziele zu entwickeln, um die vorhandenen Potentiale von Wald und Holz im vollen Umfang zu nutzen“, appelliert Möbus abschließend.

Die Pressemitteilung können Sie als pdf-Dokument hier herunterladen und nachlesen.

Pressekontakt:

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Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 400 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.