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Immissionsschutz und praxistaugliche Umsetzung vereint

16.12.2020
Immissionsschutz und praxistaugliche Umsetzung vereint

Berlin, 16.12.2020

Kabinettsbeschluss zur TA Luft

Immissionsschutz und praxistaugliche Umsetzung vereint

Heute hat das Bundeskabinett die Novelle der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) beschlossen. Nach über vierjährigen Beratungen findet der Novellierungsprozess auf Bundesebene nun einen vorläufigen Abschluss und die Bundesländer sind am Zug. Für den DeSH, der sich über Jahre in die Beratungen eingebracht hatte, bedeutet der Kabinettsbeschluss nun einen angemessenen Ausgleich zwischen Immissionsschutz und Umsetzbarkeit in der Praxis.

„Der heutige Kabinettsbeschluss bedeutet einen Meilenstein bei der seit mehreren Jahren andauernden Novellierung der TA Luft. Als Verband haben wir uns kontinuierlich in den seit 2016 andauernden Prozess eingebracht, um konstruktiv zu einer Lösung beizutragen, die allen Ansprüchen gerecht wird,“ erläutert DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus. „Wir freuen uns daher, dass bei der Lagerung von Holzhackschnitzeln eine solche Lösung erzielt worden ist, die sowohl den Anforderungen an die Emissionsvermeidung als auch der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit gerecht wird,“ erklärt Möbus weiter.

Regelung wird Materialeigenschaften gerecht

Seit Beginn der Beratungen hielten die Diskussionen um die Lagerung von Holzhackschnitzeln die Branche in Atem. Die ursprünglich vorgesehenen Vorgaben hätten Hersteller von Holzpellets und Betreiber von Holzfeuerungsanlagen vor große logistische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Der DeSH hat das Ziel einer wirksamen Reduzierung von Emissionen stets ausdrücklich unterstützt sowie auf die unterschiedlichen Materialeigenschaften und das daraus resultierende Emissionsverhalten hingewiesen. Die nun erarbeitete Lösung vereint diese beiden Ziele, in dem sie den Feuchtegehalt des Materials berücksichtigt und somit den Betrieben weiterhin einen Ermessensspielraum bei der Emissionsvermeidung lässt.

Holzenergie essenziel für Klimaschutz

„Die Säge- und Holzindustrie produziert durch den Einsatz anfallender Nebenprodukte und Reststoffe äußerst ressourceneffizient erneuerbaren Strom und Wärme und eine integrierte Pelletproduktion leistet einen essenziellen Beitrag zur Wärmewände im Gebäudebereich. Wir freuen uns daher, dass diese Beiträge und Potenziale bei der neuen Ausgestaltung der TA Luft anerkannt wurden,“ kommentiert Möbus die Lösung. „Wollen wir den Klimaschutz konsequent vorantreiben, gilt es, die Holzenergie nicht durch verfehlte Vorgaben zu untergraben, sondern als Schlüssel zu einer nachhaltigen und regionalen Energie- und Wärmewende zu fördern,“ betont Möbus abschließend.

Die Pressemitteilung steht Ihnen hier als pdf-Dokument zur Verfügung.

Pressekontakt:

Deutsche Säge- und Holzindustrie
Julia Möbus
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Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 400 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.