Holzindustrie Deutschland
Speedletter

05/2012

25. Oktober 2012

Interessante News aus Berlin und Wiesbaden für Mitglieder, Freunde und Interessenten
Sie lesen den ersten gemeinsamen Speedletter der Verbände VDS und BSHD

Neue Mitglieder:

Wir begrüßen die neuen Mitglieder im künftigen Branchenverband:

  • Sägewerk Schwaiger GmbH & Co. KG, Hengersberg
    Sägewerk Schwaiger
  • GELO Holzwerke GmbH, Weissenstadt
    Gelo Holzwerke GmbH
  • Ernst Fisch GmbH, Rüthen
    Ernst Fisch
  • Vente-Holz GmbH, Finnentrop - Lenhausen
    Vente Holz
  • RölfsPartner Rölfs RP Management Consultants GmbH, München
    Rölfs Partner
  • Gemeinsame Vorstandssitzung von VDS und BSHD bereitet Fusion vor

    HolzspanBerlin, 19.10.12 - Im Rahmen einer gemeinsamen Vorstandssitzung von VDS und BSHD konnten nun die am 15.11.2012 anstehende außerordentliche Mitgliederversammlung abschließend vorbereitet werden. Man einigte sich auf Satzung und Beitragsordnung des künftigen Bundesverbands. Die Entwürfe werden den Mitgliedern nun die den nächsten Tagen in Vorbereitung auf die Sitzung fristgerecht zugestellt. Außerdem konnten die Vorstände auch bereits die neuen Büroräume des Gemeinschaftsbüros der Holzindustrie besichtigen. Der Umzug ist nun zum 15.12.12 geplant. Neben dem künftigen Bundesverband werden auch der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR), die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR), der Deutsche Forstunternehmerverband e.V. (DFUV) sowie der Qualitätsverein Thermoholz e.V. ihren Sitz in den repräsentativen Räumen in der Dorotheenstraße (Berlin) unweit des Deutschen Bundestages haben.

    Zweiter Parlamentarischer Abend der Plattform Forst & Holz
    im Deutschen Bundestag

    Neuer Vorstand gewählt

    Hubertus Flötotto begrüßt die rund 150 Teilnehmer des Parlamentarischen Abends der Plattform Forst & Holz und eröffnet den Abend mit der Vorstellung des Moderators und der Diskutanten

    Diskussion

    Moderator Christian Eberl, MdB a.D.(2. v. l.) leitete die Diskussion zwischen Prof. Dr. Hermann Spellmann (links im Bild) und Martin Kaiser, Waldexperte und Leiter internationaler Klimapolitik bei Greenpeace (rechts)

    Berlin, 18.10.12 - "Volles Haus" meldeten der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) aus dem gemeinschaftlich veranstalteten zweiten Parlamentarischen Abend der Plattform Forst & Holz. Die etwa 150 Teilnehmer kamen aus Politik, Wirtschaft, Ministerien und Verbänden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema "Klimawandel, Naturschutz und nachhaltige Holznutzung - wird die Forstwirtschaft in Deutschland den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht?". Mit den Referenten Prof. Dr. Hermann Spellmann von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) und Herrn Martin Kaiser von Greenpeace entwickelte sich eine lebhafte Diskussion um das wie und wie viel von Naturschutz im deutschen Wald. Im Anschluss an die Diskussionen konnte mit den anwesenden Parlamentariern aus dem Deutschen Bundestag in angenehmer Atmosphäre und tollem Ambiente die Gespräche vertieft werden.

    Weichen für gebündelte Rohstoffpolitik gestellt

    agr LogoBerlin, 18. Oktober 2012 - Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) am 18. Oktober 2012 in Berlin wurden mit der erfolgten Satzungsänderung die Weichen für eine gebündelte und konzentrierte Rohstoffpolitik gestellt. Neben Unternehmen der Säge- sowie Zellstoff- und Papierindustrie haben nun auch deren Spitzenverbände Stimmrecht in der Mitgliederversammlung erhalten. Mit diesem Schritt wurde die Arbeit der AGR zudem finanziell gestärkt. Ziel ist es, durch die organisatorische Konzentration der Verarbeitungskapazität der Rohholzverbrauchenden Industrien in Deutschland mehr Gewicht auf die politische Bühne zu bringen und die politische Lobbyarbeit im Bereich Wald- und Rohstoff künftig stärker als bisher über die AGR zu koordinieren und voranzutreiben. Eine vordringliche Aufgabe für 2013 wird die engere Einbindung der Holzwerkstoffindustrie in die gemeinschaftliche Ressourcenpolitik der AGR sein.

    Die Mitgliederversammlung der AGR verabschiedete zudem Ludwig Lehner als Präsidenten, der nach seinem Ausscheiden beim Forstindustriekonzern UPM im Juni 2012 der AGR nur noch befristet für das Amt zur Verfügung stand. Die Vorstände Dr. Josef Rettenmeier und Martin Stöhr werden die Geschäfte bis zur regulären Neuwahl im April 2013 weiterführen.

    Forst- und Holzwirtschaft liefert hohe Wertschöpfung
    für den ländlichen Raum

    Gruppen Foto

    "Der forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Cajus Caesar zu Gast im Sägewerk Sielemann (Leopoldshöhe)"

    Auf Einladung des lippischen Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar trafen sich Vertreter der Deutschen Forst- und Holzwirtschaft im Sägewerk Fritz Sielemann u. Sohn OHG in Leopoldshöhe. Nach einer Führung durch den Vorzeigebetrieb setzten sich die Experten zu einem Fachgespräch zusammen.
    Das Sägewerk Sielemann bezieht etwa 20.000 m³ Eichen- und Buchenrundholz aus der Region und verarbeitet dies zu Schnittholz. "Hierzu muss man wissen", erklärt Cajus Caesar, "dass 100 m³ verarbeitetes Holz gleichbedeutend sind mit einem Arbeitsplatz in der Wertschöpfungskette. So lässt sich erklären, was für viele erstaunlich ist: Mit 1,3 Millionen beschäftigen bietet der Bereich Forst und Holz mehr Menschen einen Arbeitsplatz, als die Automobilindustrie. Viele dieser Beschäftigungsverhältnisse finden sich außerhalb der städtischen Ballungszentren. Unser Wald bietet vielen Menschen in den ländlichen Regionen ein gesichertes Einkommen."
    Fritz Sielemann berichtete den Anwesenden, dass ein großer Teil Resthölzer aus dem Einschnitt in den Energiekreislauf eingebracht werden. 300.000 Liter Heizöl können dadurch kompensiert werden. Genutzt wird die gewonnene Energie für die Verarbeitung und Trocknung des Holzes. Beim anschließenden Expertengespräch wiesen Beatrix Boekstegers, Vorsitzende des Waldbauernverbandes NRW und Herwart Siebert, Leiter der Bezirksgruppe OWL des Bundes Deutscher Forstleute auf die gute Holzqualität in den lippischen Wäldern hin. Alle beteiligten waren sich einig, dass dies der guten Pflege der Forstleute und Waldbesitzer geschuldet ist.

    "Auch die Versorgungslage ist enorm wichtig", gab Lars Schmidt, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Säge und Holzindustrie, zu bedenken. "Wir müssen unserem Wald helfen, den steigenden Anforderungen begegnen zu können. Prognosen zufolge steht Deutschland für das Jahr 2030 ein Holzfehlbedarf von 30 Mio m³ bevor - in der EU wird diese Zahl noch etwa 12 mal höher sein. Die dauerhafte Bewirtschaftung und Pflege sinnvoller Mischbestände ist ein guter Lösungsansatz."

    Der Waldstrategie 2020, die von Cajus Caesar mit auf den Weg gebracht wurde, stellte die Runde ein positives Zeugnis aus. "Kernpunkt ist hier die nachhaltige, naturnahe Bewirtschaftung", erklärt der forstpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. "Holz ist ein naturnaher Rohstoff - er bringt eine enorme Leistung für unsere Wirtschaft, die Naherholung, vor allem aber für den Schutz unseres Klimas. Das Prinzip der Nachhaltigkeit gilt und muss weiter gelten. Es darf nur so viel Holz genutzt werden, wie wieder nachwächst."

    (Quelle Bild und Text: Cajus J. Caesar, Mitglied des Deutschen Bundestages)

    Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und Elmar Brok zu Besuch
    bei Firma EGGER

    Gruppen Foto

    v.l.n.r.: Andreas Reiterer, Leitung Vertrieb EGGER, Peter Liese, MdEP, Elmar Brok MdEP, Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer BSHD und Bertram Cramer, Leitung Holzeinkauf EGGER sind davon überzeugt, dass Holz ein natürlicher, klimafreundlicher nachwachsender Baustoff und ein wichtiger Umwelt- und Wirtschaftsfaktor für unsere Region Südwestfalen ist.

    Holz ist ein natürlicher, klimafreundlicher nachwachsender Baustoff und ein wichtiger Umwelt- und Wirtschaftsfaktor für unsere Region Südwestfalen. Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und Elmar Brok zu Besuch bei Firma EGGER im größten Säge- und Spanplattenwerk des Sauerlandes.

    Die heimischen Wälder dienen der Naherholung, sind landschaftsbildend, aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Südwestfalen. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder liefern den Rohstoff für vielfältige Anwendungen beispielsweise im Hausbau und sind Grundlage für mehr als eine Million Arbeitsplätze, überwiegend in ländlichen Regionen. Die Briloner Firma Egger bietet alleine 1000 Menschen einen Arbeitsplatz, davon 150 im Sägewerk.

    Der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese und sein ostwestfälischer Kollege Elmar Brok sind einer Einladung der Bundesverbände der Säge- und Holzindustrie in Deutschland (VDS und BSHD) und der Firma EGGER gefolgt, sich über die nachhaltige Waldwirtschaft und das Produkt Holz zu informieren. Bei dem Gespräch mit Andreas Reiterer, Leitung Vertrieb EGGER, Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer BSHD und Bertram Cramer, Leitung Holzeinkauf EGGER ging es u.a. um die zunehmenden Forderungen nach mehr Großschutzgebieten und somit dem Verzicht auf nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. "CO2-reduzierend und damit umweltschonend sind nur bewirtschaftete Wälder, deren Holz langlebig verarbeitet und am Ende energetisch genutzt wird. Urwälder sind im Wesentlichen CO2-neutral, da verrottendes Holz das CO2 wieder frei gibt, das es beim Wachsen aufnimmt. Durch die Verwendung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz werden so nach Angabe der Initiative HolzProKlima im Durchschnitt pro Jahr rund 105 Millionen Tonnen CO2 eingespart, dies entspricht 13% der gesamten Treibhausgasemissionen" so Schmidt von der Sägeindustrie.

    Sorgen bereitet der Firma, dass sie schon jetzt zu wenige Stämme für ihre Produktion erhalten und dass die Fichte als wichtigste Bauholzart seltener angebaut wird. "Durch ihr höheres Gewicht eignen sich Laubhölzer häufig nicht für die Anwendungen im Baubereich und die Kiefer hat zudem einen hohen Harzanteil, der das Holz vor der Witterung schützt", erläutere Andreas Reiterer, Leitung Vertrieb EGGER.

    "Unsere landschaftsprägenden und artenreichen Mischwälder sind erst durch die nachhaltige Bewirtschaftung zu dem geworden, was sie heute sind. Unsere Wälder sind zudem Lebensgrundlage für viele Waldbauern und Grundlage für den Tourismus. Wenn wir jetzt verstärkt auf Urwälder setzen, fehlt uns in ein paar Jahren der schon jetzt zunehmend knapper werdende Rohstoff Holz. Es ist auch nicht umweltschonend, dass dann für die Verarbeitung benötigte Nadelholz über weite Entfernungen zu transportieren. Unsere heimischen Firmen beziehen jetzt ihr Holz überwiegend aus einem Umkreis von ca. 150 km und liefern weltweit. Es ist wichtig, sich über unseren Wald Gedanken zu machen, Waldschutz und nachhaltige Waldwirtschaft schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Daher müssen wir neben den Naturschutzaspekten auch die Waldbauern und die verarbeitende Industrie berücksichtigen", so die beiden Europaabgeordneten.

    (Medieninformation des Büros: Dr. med. Peter Liese
    MITGLIED DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS)

    Nur noch wenige Kalender auf Lager!

    Kalender

    Die erfolgreiche Plakatserie der Holzindustrie als Wandkalender 2013

    Bereits im November 2011 hat der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) eine Serie von Imageplakaten für die Forst- und Holzwirtschaft entwickelt. Im Vordergrund stehen die zahlreichen positiven "Benefits" des Clusters Forst und Holz für Natur und Umwelt, aber auch für die Gesellschaft. Wie damals angekündigt können die Motive für verschiedene Anwendungen bezogen werden, beispielsweise als Poster oder Kalender.

    Den Kalender aus der Serie erhielten bereits viele Politiker und überzeugten damit auch den forstpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Cajus Caesar MdB. "Wir setzen hier bewusst auch auf Provokation, um Aufmerksamkeit für unsere Themen und Argumente zu gewinnen. Lange genug haben wir uns unter Wert verkauft. Wir brauchen heute mehr Öffentlichkeit, um unsere Interessen insbesondere im politischen Raum wirksam durchsetzen zu können. Hierbei kann uns der Kalender behilflich sein" beschreibt Lars Schmidt die Zielsetzung der Imagewerbung.

    Wenn Sie noch Interesse an den Kalendern haben wenden Sie sich an die Geschäftsstelle in Berlin unter 030 / 22 32 04 90 oder per Email: info@bshd.eu

    Oder schicken Sie uns das Bestellformular!

    Forsa-Umfrage: Bayern wollen Wald nachhaltig nutzen

    Pro Holz BayernDrei Viertel der bayerischen Bevölkerung will nicht zugunsten weiterer Naturschutzgebiete auf die Nutzung von einheimischem Holz verzichten. Das ergab eine aktuelle Umfrage, die die Gemeinschaftsinitiative proHolz Bayern in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V. (AGR), den Bundesverbänden der Säge- und Holzindustrie (VDS und BSHD) und dem Verband der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitenden Industrie Bayern-Thüringen e. V. (VHKBT) bei dem unabhängigen Marktforschungsinstitut forsa in Auftrag gegeben hat. Mit der Umfrage wollten die Auftraggeber herausfinden, welchen Rückhalt politische Pläne zur Einrichtung neuer Nationalparks und Forderungen nach Einschlagstopps seitens Umweltorganisationen wie Greenpeace in der Bevölkerung haben. Denn die Stilllegung von weiteren Waldflächen würde die Holzindustrie stark treffen und dem Verbraucher einheimisches Holz vorenthalten.

    Die Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Bayern hinter den Kolleginnen und Kollegen des Clusters Forst und Holz stehen: So meinen 61 Prozent der Befragten, dass Bayern keinen weiteren Nationalpark braucht. Für 63 Prozent ist es wichtig, dass das Holz für Holzprodukte aus Bayern beziehungsweise aus Deutschland stammt. 80 Prozent der Befragten sehen einen wichtigen Aspekt darin, dass Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft kommt. Dagegen sind 31 Prozent der Befragten der Meinung, man bräuchte neben den beiden bereits bestehenden noch einen weiteren Nationalpark in Bayern. Befragt wurden 1.007 Frauen und Männer ab 18 Jahren im Zeitraum Juli/August. "In den Diskussionen zu diesem Thema muss weiterhin viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Nur mit wissenschaftlich fundierten Argumenten kann sich die betroffene Bevölkerung ein klareres Meinungsbild verschaffen", erklärt Jochen Winning von proHolz Bayern. Denn Holznutzung ist nicht per se schlecht für die biologische Vielfalt im Wald. Ganz im Gegenteil: "Die Artenvielfalt kann auch durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung erhalten und gesteigert werden - das ist zwar wissenschaftlich erwiesen, aber den wenigsten bekannt", ergänzt Peter Fickler, Erster Vorsitzender des VHKBT. Die Verbände der Holzindustrie sehen sich durch die Umfrageergebnisse in ihrer Arbeit bestätigt, Themen und Belange der Holzindustrie stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. "Es ist zwar schön, dass Holzprodukte so beliebt sind und dass 75 Prozent der Befragten nicht zugunsten weiterer Naturschutzgebiete auf den einheimischen Rohstoff verzichten wollen. Doch gleichzeitig sprechen sich noch 31 Prozent für einen weiteren Nationalpark aus", sagt Lars Schmidt, Generalsekretär und Hauptgeschäftsführer des BSHD. AGR-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge ergänzt: "Viele Menschen haben zu wenig Hintergrundwissen, um die Wald und Artensterbenskampagnen von Umweltverbänden vollumfänglich werten zu können. Die Ergebnisse der Umfrage sind deshalb auch ein klarer Auftrag an unsere Branche, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

    Bayerische Sägeindustrie unterstützt VDS-BSHD-Fusion

    BayernDeutlicher hätte die Unterstützung für die geplante Fusion der beiden bundesweiten Sägeindustrieverbände (VDS und BSHD) am Freitag (28. September) bei der Mitgliederversammlung des bayerischen Sägeindustrieverband kaum ausfallen können: Außer Ja-Stimmen gab es zwei Enthaltungen und keine Nein-Stimme.

    Noch mehr Gewicht bekommt der Beschluss dadurch, dass zur Versammlung rund 120 Personen kamen - so viele wie seit Jahren nicht mehr. In diesem Jahr hatte der Verband das Schwergewicht der Tagung weniger auf Vorträge, sondern auf Diskussion und Aussprache gelegt. Dabei gelang es, die Wertschöpfungskette von Wald über die Sägeindustrie zum Holzbau abzubilden. Nach der Abstimmung im internen Teil kam es danach im öffentlichen Teil der Versammlung zu keiner Diskussion der Fusionspläne.

    Wir stellen vor: Katrin Büscher, Referentin politische Kommunikation

    Katrin BüscherWir freuen uns, Ihnen die Nachfolgerin von Kay Schweppe, der zum August 2012 den BSHD verlassen hat, vorzustellen. Frau Büscher ist Juristin, bildet sich derzeit fort im Bereich "Umweltrecht" - und war bislang als wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Abgeordneten im Deutschen Bundestag tätig. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünsche Frau Büscher alles Gute, viel Erfolg und Spaß bei der neuen Aufgabe.

    ...3 Fragen an:

    Herrn Küspert von GELO Holzwerke GmbH, Weissenstadt:

    Wolf Christian Küspert

    Wolf Christian Küspert am Rundholzplatz

    1. Warum sind Sie Mitglied im gemeinsamen Bundesverband der Säge- und Holzindustrie geworden?

    Endlich hat die Deutsche Säge und Holzindustrie EINEN GEMEINSAMEN Verband. Wir brauchen eine starke Stimme in Deutschland, in den jeweiligen Bundesländern und auch in Europa. Ich glaube, beim Zusammenschluss scheint es zu gelingen, die Stärken der jeweiligen vorangegangenen Verbandsarbeit in einem neuen starken Verband vereinen, und das ist dringend nötig!

    2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?

    Es kann nicht das Ziel von uns allen sein, dass Analysten von Banken mehr verstehen, als der Forst von seinen Kunden. Dazu ist eine objektive und sachliche Darstellung der verschiedenen Themen, z.B. Rundholzvermessung, Transportgewichte im europäischen Vergleich, Markteinschätzungen, etc. dringend nötig - und das muss ein starker Verband leisten! Darüber hinaus ist es entscheidend mit einer schlanken und transparenten Verbandsstruktur in den Entscheidungszentren präsent zu sein und damit auch für alle Mitglieder ein vertrauenswürdiger und gut positionierter Anlaufpunkt zu werden.

    3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?

    Zum einen ist es die korrekte Darstellung der Leistungsfähigkeit unserer Wertschöpfungskette gegenüber anderen starken Branchen wie z.B. der Automobilindustrie. Insbesondere in Zeiten der Metropolisierung sorgt unsere Branche für wertvolle und hochkarätige Arbeitsplätze abseits von München, Frankfurt, etc. Zum anderen müssen wir sachlich darstellen und vielleicht sogar dafür werben, dass wir Kunden des Forstes sind, und das eine vielschichtige Kundenstruktur für jeden Lieferanten die Garantie für langfristigen Erfolg ist. Und wir müssen es schaffen, auch die Politik mitzunehmen, und davon zu überzeugen, dass man mit Holz und artverwandten Produkten nicht auf dem "Holzweg" ist, und dass es wert ist, sich für Betriebe der Holzindustrie zu engagieren. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund der weitreichenden Veränderungen beim Rohstoffaufkommen und vor allem auch bei der Rohstoffverwendung ein entscheidendes Ziel - stoffliche Verwertung muss vor energetischer Verwertung stehen.

    Veranstaltungskalender

    Diese Termine sollten Sie sich vormerken:

    15.11.2012 Mitgliederversammlung BHSD VDS Kloster Eberbach | Eltville
    20.-22.02.2013 internationaler Sägerkongreß Kongress Palais | Kassel
    09.05.2013 internationaler Branchenabend Deutsche Messe | Hannover

    Mit besten Grüßen,

    Schmitdt Unterschrift

    Lars Schmidt
    Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

    Weitere Informationen unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.bshd.eu
    sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.