Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

03/2012

14. Mai 2012

Interessante News aus Berlin
für Mitglieder, Freunde und Interessenten

Neuer Vorstand gewählt: Rathke folgt Böltz

Neuer Vorstand gewählt

v.l.n.r.: Oliver Mühmel, Dr. Stephan Lang, Steffen Rathke, Dr. Klaus Böltz, Michael Decker
(nicht auf dem Bild, Rainer Buchman)

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbands Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) am 11.05.2012 in Berlin wurde turnusgemäß auch der neue Vorstand gewählt. Auf Präsident Dr. Klaus Böltz folgt nun Steffen Rathke. Auch im weiteren Vorstand und der Geschäftsführung gab es maßgebliche Veränderungen. Böltz zog ein positives Fazit der vergangene zwei Jahre. Präsident Rathke versprach, Schlagzahl und Intensität der Arbeit des BSHD auch künftig fortzusetzen und sich insbesondere der Weiterentwicklung der Verbandsstrukturen auf Bundesebene zu widmen.

Am Tag nach dem bereits traditionellen parlamentarischen Abend des BSHD im Deutschen Bundestag trafen sich Mitglieder, Vorstand und Mitarbeiter des BSHD zur
4. ordentlichen Mitgliederversammlung des BSHD in den „Reinhardtstraßenhöfen“ in Berlin. Auf der Agenda standen turnusgemäß auch die Neuwahl des Vorstands sowie eine Satzungsänderung zur Weiterentwicklung der Strukturen in der Geschäftsführung.

Auf Präsident Böltz folgt nun nach zweijähriger Amtszeit mit einstimmigem Ergebnis Steffen Rathke, engagiertes Gründungsmitglied des BSHD und bereits seit Jahrzehnten in der Verbandsarbeit aktiv. Der Unternehmer Rathke führt den Laubholzbetrieb Holzwerk Keck GmbH (Baden-Württemberg) - und soll künftig insbesondere "neutral" vermitteln zwischen den Nadelholzbetrieben der unterschiedlichen Größenklassen sowie bereits im BSHD organisierten und nicht organisierten Betrieben.

Neue Position in der Geschäftsführung

Nach der Causa „Ahnefeld“ wurde der ehrenamtlich tätige Vizepräsident Lars Schmidt zeitlich befristet in die Funktion des hauptamtlichen, geschäftsführenden Vorstands berufen. In seiner Doppelfunktion unterstützte Schmidt den Vorstand und trug gemeinsam mit den Fachgeschäftsführern die Verantwortung in der Geschäftsstelle. Zunächst als Notlösung gedacht, hat sich dieses Konstrukt schnell als sehr sinnvoll erwiesen: Die zahlreichen Termine, beispielsweise im politischen Raum, sind von den ehrenamtlich tätigen Unternehmern im Vorstand zeitlich kaum zu bewältigen. Schmidt repräsentierte daher den Verband als Vertreter des Vorstands auch nach außen.

Die Position eines hauptamtlichen Vorstandsmitglieds wird nun in Form einer neuen Position und Struktur in der Geschäftsführung dauerhaft eingerichtet. Dies bestätigte die Mitgliederversammlung mit einem entsprechenden Votum zur Satzungsänderung.

Vizepräsident Lars Schmidt verlässt daher nun nach 4 Jahren den ehrenamtlichen Vorstand des BSHD – und wird künftig in Doppelfunktion als Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer tätig sein.

Weitere Vorstandsmitglieder werden bestätigt

Dr. Klaus Böltz übergab die Präsidentschaft an seinen Nachfolger Rathke, wird aber weiterhin als Vizepräsident die Sägeindustrie insbesondere im politischen Raum vertreten und sorgt in der Vorstandsspitze zudem für eine entsprechende Kontinuität nach seiner zweijährigen Amtszeit als Präsident.

Sprecher Nadelholz war bislang Philipp Sprockhoff. Sprockhoff ist im Unternehmen EGGER nicht mehr zuständig für den Bereich "Sägewerk" und gibt daher auf eigenen Wunsch das Amt ab. Oliver Mühmel, geschäftsführender Gesellschafter vom Sägewerk van Roje GmbH & Co. KG (Rheinland-Pfalz) und BSHD-Gründungsmitglied, wird nun als Nachfolger insbesondere die Interessen der kleinen und mittelgroßen Nadelholzbetriebe im BSHD vertreten.

Sprecher Laubholz im Vorstand war bislang Steffen Rathke. Als Nachfolger wurde von nun Michael Decker von der Mitgliederversammlung gewählt. Decker ist geschäftsführender Gesellschafter der Holz Decker GmbH (Hessen) und hat bereits Erfahrungen in der Vorstandsarbeit sammeln können.

Neuer Schatzmeister des BSHD ist Dr. Stephan Lang. Er folgt Oliver Mühmel.Lang ist Vorstandsmitglied der Rettenmeier AG. Von der "Ausbildung" her Jurist, soll Lang den Vorstand des BSHD mit entsprechendem Know-How bereichern. Zudem steht er für die junge Generation von Unternehmensvertretern in der Sägeindustrie. Ziel des BSHD ist es, möglichst frühzeitig junge Führungspersönlichkeiten an die Verbandsarbeit heran zu führen.

Rainer Buchmann von der Menz Holz GmbH wurde erneut zum Sprecher der Fachgruppe TMT gewählt. Buchmann ist auch Vorsitzender des Gütevereins TMT e.V. Die Menz Holz GmbH produziert u.a. Thermoholz am Standort im hessischen Reulbach.

Fazit und Ausblick

Klaus Böltz zog in seinem Eingangsstatement gegenüber den Mitgliedern ein positives Fazit aus seiner zweijährigen Amtszeit und hob insbesondere die Kampagne HolzProKlima, mit den Würfelübergaben im Europäischen Parlament sowie die Mitwirkung im Deutschen Bundestag zur Waldstrategie 2020 hervor.

Das Schlusswort hatte der neue Präsident des BSHD, Steffen Rathke. Rathke versprach, Schlagzahl und Intensität der Arbeit des BSHD auch künftig fortzusetzen: „Das geschlossene Auftreten der deutschen Nadel- und Laubholzindustrie in einer noch zu findenden, neuen Verbändestruktur ist ein Ziel der zukünftigen Verbandsarbeit.“ Die Mitgliederversammlung gab dem neuen Vorstand daher die Aufgabe, die bereits angelaufenen Gespräche mit dem VDS fortzuführen. Einen weiteren Schwerpunkt sieht Rathke in einer vertrauensvollen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzer und Sägeindustrie.

3. Parlamentarischer Abend des BSHD:
Auch Banken sehen Nationalpark als Standortfrage!

3. Parlamentarischer Abend des BSHD

Dr. Klaus Böltz bei der Begrüßungsrede

3. Parlamentarischer Abend des BSHD

Politik hört zu: Cajus Caesar MdB, Helmut Brandt MdB, Patrick Schnieder MdB,
Willi Zylajew MdB und Hans-Werner Kammer MdB

3. Parlamentarischer Abend des BSHD

Cajus Caesar MdB und Dr. Klaus Böltz. Im Hintergrund Dr. Stephan Lang mit Ralf Pollmeier.

3. Parlamentarischer Abend des BSHD

In großer Gesprächsrunde: Martin Klenk, Jürgen Ante, Christian Hirte MdB,
Sabine Merkle und Norbert Burke

3. Parlamentarischer Abend des BSHD

Klaus-Peter Flosbach MdB im Gespräch mit Stephan und Gerd Zeppenfeld

3. Parlamentarischer Abend des BSHD

v.l.n.r.: Dr. Klaus Böltz, Andreas Krautscheid, Klaus-Peter Flosbach MdB, Lars Schmidt

Auch der dritte Parlamentarische Abend des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) stieß bei Abgeordneten, Verbandsvertretern und Unternehmern auf große Resonanz. Rund 50 Teilnehmer (davon 15 Bundestagsabgeordnete) trafen sich unter dem Motto „Banken in der Krise – Weiterhin Partner der Wirtschaft?“ in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin.

BSHD-Präsident Dr. Klaus Böltz begrüßte die anwesenden Gäste und stellte die Sicht der Holzindustrie auf die derzeitige europäische Schuldenkrise vor. „Natürlich ist auch die deutsche Holzindustrie Kunde der Kreditwirtschaft. Wir sind ebenso verunsichert was die Zukunft der Branche angeht wie das politische Berlin. Wenn sich die Banken aus der Unternehmensfinanzierung zurückziehen, werden Investitionen und Innovationskraft der Holzindustrie auf der Strecke bleiben. Das wird sich wiederrum auf die volkswirtschaftliche Entwicklung Deutschland auswirken“, zeigt sich Böltz überzeugt.

Im Anschluss stellte Klaus-Peter Flosbach, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, klar, dass die Politik alles unternehmen wird, um die Krise zu bekämpfen und das überschwappen auf die Realwirtschaft zu verhindern. „Seien Sie versichert, dass die Politik das Thema Unternehmensfinanzierung vor dem Hintergrund der Schuldenkrise auf dem Radar hat. Derzeit sehen wir hierbei aber keine akuten Probleme“, so Flosbach.

Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB) und ehemaliger Landesminister in NRW, bekräftige Flosbach in seiner Analyse. „Derzeit sehen wir keine Kreditklemme. Klar ist aber, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung die Banken zukünftig noch genauer prüfen werden wem sie einen Kredit gewähren. Das wird möglicherweise so weit gehen, dass ein Unternehmensrating negativ ausgehen wird, wenn einer Ihrer Betriebe z.B. im Einzugsbereich eines künftigen Nationalparks liegt. Hier sehen die Banken dann eindeutige Risiken für die Entwicklung des Unternehmens“, wagte Krautscheid einen vorsichtigAen Blick in die Zukunft.

Anschließend nutzten Unternehmer, Politiker und Bankenvertreter die Gelegenheit
für intensive Gespräche.

EGGER unterstützt EPF-Initiative für sinnvolle Holznutzung

EGGER unterstützt EPF-Initiative für sinnvolle Holznutzung

v.l.n.r.: PSt. Enak Ferlemann MdB und Philipp Sprockhoff

EGGER unterstützt EPF-Initiative für sinnvolle Holznutzung

v.l.n.r.: Philipp Sprockhoff und Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB

EGGER unterstützt EPF-Initiative für sinnvolle Holznutzung

v.l.n.r.: Philipp Sprockhoff und Dr. Martina Bunge MdB

EGGER unterstützt EPF-Initiative für sinnvolle Holznutzung

v.l.n.r.: Philipp Sprockhoff und Karinz Strenz MdB

Dem Klimawandel durch Holznutzung begegnen – das war eine der zentralen Botschaften des EPF (European Panel Federation) im Rahmen ihres Holz-Aktionstages am 27./28. März 2012. Der europäische Dachverband der Holzwerkstoffindustrie weist damit auf die wichtige Rolle von Holz für den Klimaschutz hin.
Der Tiroler Holzwerkstoffhersteller EGGER unterstützt dieses Anliegen und die Initiativen verschiedener lokaler Verbände in Europa.

Philipp Sprockhoff, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Nord- und West-Europa, informierte im Rahmen des Aktionstages in Berlin Bundestagsabgeordnete der Wahlkreise verschiedener EGGER Standorte in Deutschland über die Kampagne „HolzProKlima“. Mit der Kampagne "HolzProKlima" soll die Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und die Bedeutung von Holzprodukten für den Klimaschutz stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung und der politischen Entscheidungsträger gerückt werden.

Das Symbol der Kampagne sind zwei beschriftete Holzwürfel. Ein grün beschrifteter Würfel nennt die positiven Botschaften einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung. So zum Beispiel "Jobmotor: Holz macht Arbeit" oder "Gut fürs Klima: CO²-Speicher Holz." Die Herausforderungen, vor denen Forst- und Holzwirtschaft stehen, vermittelt ein rot beschrifteter Würfel. Dazu gehören die Forderungen der Verbände an die Politik, die Branche wettbewerbsfähig zu halten und eine klima- und ressourcenschonende Holznutzung zu gewährleisten.

Philipp Sprockhoff übergab je ein Würfelpaar an Karin Strenz MdB (CDU) und Dr. Martina Bunge MdB (LINKE) aus dem Wahlkreis des Werkes Wismar, Prof. Dr. Patrick Sensburg (CDU) aus dem Wahlkreis des Werkes Brilon, sowie an Enak Ferlemann MdB (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium (BMVBS).

Europäischer Aktionstag der Holzindustrie: BSHD-Vorstand in Brüssel

BSHD-Vorstand in Brüssel

Abendessen mit Europaparlamentariern

Den Europäischen Aktionstag der Kampagne "HolzProKlima" nutze der BSHD-Vorstand für erste Gespräche in Brüssel. Neben einem Termin in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland standen vor allem auch Treffen mit Europaparlamentariern auf der Agenda. Die europäischen Dachorganisationen der Holzwirtschaft CEI-Bois, EPF und EOS überreichten am 28.03. die Kampagnenwürfel an über 700 Abgeordnete im Europäischen Parlament.

Zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Papiere auf EU-Ebene beeinflussen zunehmend die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Säge- und Holzindustrie in Deutschland. Daher ist die Intensivierung der Deutschen Interessenvertretung auch auf dieser Ebene vorrangiges Ziel des BSHD. Daher nutze der BSHD-Vorstand den Europäischen Aktionstag der Kampagne "HolzProKlima" für erste Gespräche in Brüssel.

Zunächst stand ein Termin in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland auf dem Programm. Bernd Söntgerath und Gerhard Becker vertreten die Deutschen Interessen in Brüssel im Spiegelreferat Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundesministeriums. Verschiedene branchenrelevante Themen wurden angesprochen und vor allem die Frage der künftigen Rohstoffversorgung der Unternehmen und der „Brüsseler“ Einfluss auf Waldbewirtschaftung sowie Energiepolitik diskutiert.

Mit Giulio Volpi, dem Policy Officer für den Bereich Erneuerbare Energien fand man einen kompetenten Ansprechpartner in der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Energien. Mit Volpi wurden insbesondere die Chancen der energetischen Nutzung von Holz für die Holzwirtschaft, aber auch die Risiken der Überschätzung von verfügbaren Rohstoffpotentialen in Deutschen Wäldern diskutiert. Einig war man sich insbesondere über den Beitrag der Holzwirtschaft für den Klimaschutz – und die Notwendigkeit der kaskadischen Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.

Am Abend kam man dann mit folgenden Europaparlamentariern
zu einem Abendessen zusammen:

  • Markus Ferber, MdEP
    EVP-Fraktion (CSU)
    Stellvertretender Vorsitzender deutsche Gruppe CDU/CSU
    Mitglied des ECON-Ausschuss: Wirtschaft und Währung
  • Dr. Peter Liese, MdEP
    EVP-Fraktion (CDU)
    Mitglied im ENVI-Ausschuss: Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit
  • Michael Theurer, MdEP
    Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten (FDP)
    Vorsitzender des CONT-Ausschusses: Haushaltskontrolle
    stellv. Mitglied des REGI-Ausschusses: Regionale Entwicklung
    Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Bundestages.
  • Die Gespräche drehten sich allgemein um die positiven Aspekte der Holzverwendung (grüner Würfel) sowie um die Herausforderungen und Handlungsfelder für die Rohstoffversorgung der Unternehmen (roter Würfel). Darüber hinaus wurden aber auch branchenrelevante Themen wie beispielweise die Rundholzlogistik (unterschiedliche Transportgewichte), die zunehmende energetische Verwendung von Holz (Nutzungkonkurrenz, Scheitholz), aber vor allem auch das Thema „Rundholzexporte“ sehr intensiv diskutiert und nach Lösungswegen gesucht.

    Hessens Regierungskoalition nicht auf dem „Holzweg“

    Hessens Regierungskoalition nicht auf dem „Holzweg“

    v.l.n.r.: Lars Schmidt, Peter Stephan MdL, Frank Sürmann MdL, Helmut Schmitt

    Im Hessischen Landtag in Wiesbaden trafen Vertreter der Holzindustrie auf die Abgeordneten Frank Sürmann, Sprecher der FDP-Fraktion für Umwelt, Jagd und Fischerei sowie Peter Stephan, Sprecher für Umwelt und Energie der CDU-Fraktion.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs standen einmal mehr die Würfel der Kampagne HolzProKlima. Anhand des grünen und roten Würfels besprach man sowohl die Vorteile und auch Chancen einer nachhaltigen Verwendung des Werkstoffs und Energieträgers Holz – als auch die Probleme und somit künftigen Handlungsfelder, um insbesondere die Rohstoffversorgung der heimischen Unternehmen sicher zu stellen. Lars Schmidt vom Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) machte in diesem Zusammenhang vor allem auf die enorme Klimaschutzleistung der Holzprodukte aufmerksam: „In 2011 konnten durch die Verwendung von Holz über 105 Mio. to CO² eingespart werden. Das entspricht 13% der bundesdeutschen Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases.
    Welche Branche kann das für sich reklamieren?“

    Abgeordnete wie auch Industrievertreter lobten dabei ausdrücklich die hessische Waldnaturschutzpolitik, die den Arten- und Naturschutz in den Wäldern gezielt fördert und entwickelt, ohne auf der anderen Seite die nachhaltige Waldbewirtschaftung mehr als notwendig durch beispielsweise großflächigen Nutzungsverzicht und überzogene Naturschutzauflagen einschränkt: „Das waldreiche Hessen geht hier mit gutem Beispiel voran.“

    Auch war man sich einig, dass in künftigen Waldgenerationen das Nadelholz mit Blick auf den wachsenden Bedarf insbesondere im konstruktiven Bereich und Holzbau eine tragende Rolle spielen muss. Insbesondere die Douglasie könnte mit Blick auf die zunehmenden Standortveränderungen durch den Klimawandel wesentlich dazu beitragen, die Nadelholzversorgung zu sichern.

    Vor allem aber sehen Stephan und Sürmann die Zukunft des nachwachsenden Rohstoffs Holz sehr positiv: „Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung schafft – gerade im waldreichen Hessen – regionale Wertschöpfung, insbesondere im ländlichen Raum. Die Holzwirtschaft als starker Wirtschaftsfaktor muss auch in Zukunft im Einklang mit Natur- und Artenschutz im Wald verstanden werden.

    Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst, aber auch mit den vielen kommunalen und privaten Waldbesitzern werden wir langfristig Erhalt und Entwicklung unserer Wälder befördern,“ so Stephan. Und der sein Landtagskollege Sürmann ergänzt: „Der Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie kann in der Holzwirtschaft geradezu nur gut gelingen, weshalb wir zusammen mit der Landesregierung dem Erzeugungsprozess eine starke Rolle zukommen lassen, weil Waldbewirtschaftung und Naturschutz, gerade Artenvielfalt, sich nicht widersprechen. Wenig hilfreich sind die jüngsten Kampagnen von Greenpeace gegen die Altholznutzung gerade von Buchen und die Angriffe auf Hessenforst; Ziel ist doch lediglich zu skandalisieren um Spenden einzuwerben, statt die ausgeglichene Bewirtschaftung von Hessenforst zu loben“.

    Ein weiteres Thema aus der Praxis war die Rundholzlogistik. „Ein wichtiger Bereich, der zunehmend auch zum wettbewerbsentscheidenden Faktor für Unternehmen werden kann“, wie Helmut Schmidt von der Holz Schmidt GmbH aus dem hessischen Cölbe berichten konnte. Auf der einen Seite sind die Betriebe der deutschen Holzindustrie im europäischen Vergleich aufgrund des vergleichsweise niedrigen zulässigen Gesamtgewichts für LKWs erheblich benachteiligt. Auf der anderen Seite macht die Konzentration der Verkehrskontrollen auf Rundholztransporte sowohl den Frächtern wie auch den Betrieben zunehmend Probleme. Einige Unternehmen sind zudem auf Sondergenehmigungen für Langholztransporte angewiesen.

    Mit besten Grüßen

    Lars Schmidt - Vizepräsident

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