Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

07/2011

20. Dezember 2011

Interessante News aus Berlin
für Mitglieder, Freunde und Interessenten

Neue BSHD-Mitglieder

Wir begrüßen im Kreise des BSHD das neue Fördermitglied:

  • GFA Consulting Group GmbH
    GFA Consulting Group GmbH
  • Thüringer Holzindustrie übergibt Holzbank und Kampagnenwürfel

    Thüringer Holzindustrie übergibt Holzbank und Kampagnenwürfel

    v.l.n.r.: Gerhard Günter (wirtschaftspolitischer Sprecher CDU-Fraktion), Lars Schmidt (BSHD), Rolf Wunsch (Klausner-Gruppe), Leonhard Nossol (Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal, ZPR), Birgit Diezel (Landtagspräsidentin), Wolfgang Beck (Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal, ZPR), Egon Primas (forstpolitischer Sprecher CDU-Fraktion), Malte Meyer (Rettenmeier AG),
    Sarina Zipf (Pollmeier Massivholz)

    Im Rahmen der bundesweiten Initiative HolzProKlima spendeten Thüringer Unternehmen und der Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) dem Thüringer Landtag eine Holzbank, um auf die Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für Thüringen aufmerksam
    zu machen. Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) nahm Holzbank und Würfel gemeinsam mit dem forstpolitischen Sprecher Egon Primas (ebenfalls CDU), sowie dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion Gerhard Günther in Empfang.

    „Die vom BSHD gestiftete Holzbank erinnert uns Abgeordnete an den Waldreichtum Thüringens“, so die Landtagspräsidentin in Erfurt. „Mit einem Waldanteil von rund 33 Prozent an der Landesfläche gehört der Freistaat zu den waldreichsten Bundesländern der Republik. Als Arbeitgeber für rund 40.000 Bürgerinnen und Bürger ist die Forst- und Holzwirtschaft ein bedeutender Industriezweig für Thüringen und erzielt einen Umsatz von über 2 Mrd. Euro. Zugleich ist der Rohstofflieferant ‚Wald’ ein Hort der biologischen Vielfalt, ein Erholungsraum für Naturliebhaber und nicht zuletzt ein identitätsstiftendes Merkmal für viele Thüringerinnen und Thüringer. Vor diesem Hintergrund ist es an uns allen, das ökologische Erbe zu pflegen und zu erhalten.“

    Die Thüringer Holzindustrie beheimatet einige der leistungsfähigsten deutschen holzverarbeitenden Unternehmen, darunter das Laubholzsägewerk Pollmeier, Nadelholzsägewerke der Firmen Rettenmeier und Klausner sowie die Zellstofffabrik Rosenthal, die jeweils durch leitende Mitarbeiter vertreten waren.

    Neben der wirtschaftlichen Wichtigkeit betonte die Holzindustrie auch die klimapolitische Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung: 105 Mio. to klimaschädliches Kohlendioxid werden jährlich bundesweit durch die Verwendung von Holzprodukten eingespart, immerhin 13% der deutschen Treibhausgasemissionen. Daher hat sich der Freistaat Thüringen zum Ziel gesetzt, mindestens eine Million Bäume neu zu pflanzen. Auch soll das Mobilisierungsprojekt „Privatwaldförderung Thüringen“ weitergeführt werden, um die noch ungenutzten Potenziale im Kleinprivatwald dauerhaft verfügbar zu machen.

    Die Holzbank steht in unmittelbarer Nähe zum Plenarsaal im Innenhof des Thüringer Landtags. Auf der Sitzfläche finden sich griffig formuliert die wesentlichen Aussagen zur wirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, aber auch klima- und umweltpolitischen Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für Thüringen: „So können sich die Abgeordneten im wahrsten Sinne des Wortes ‚in aller Ruhe’ mit dem Cluster Forst & Holz im Freistaat beschäftigen“ beschreibt Lars Schmidt, geschäftsführender Vorstand im BSHD, die Intention der Aktion.

    Zum Ausklang des „Internationalen Jahrs der Wälder 2011“ soll im Rahmen der von verschiedenen Verbänden und Unternehmen getragenen Initiative „HolzProKlima“ der Wald, aber auch die nachhaltige Verwendung von Holz stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und auch Politik gerückt werden: „Leider dreht sich die Diskussion in vielen Bundesländern mittlerweile nur noch um weitere Großschutzgebiete und flächigen Nutzungsverzicht. Mit der Initiative wollen wir vor allem auch wieder die positiven Aspekte des nachwachsenden Werkstoffs und Bioenergieträgers ‚Holz’ in den Mittelpunkt rücken“, so Schmidt weiter.

    Die gelungene Aktion soll nun laut Schmidt in weiteren Bundesländern umgesetzt werden: „Genügend Platz für weitere Holzbänke mit entsprechender Beschriftung bieten sowohl der Bundestag und auch die Landtage sicherlich.“

    Zwölf Flächen, eine Botschaft: Mehr Holz verwenden!

    Zwölf Flächen, eine Botschaft: Mehr Holz verwenden!

    v.l.n.r.: Dr. Denny Ohnesorge, Petra Crone MdB, Lars Schmidt, Kay Schweppe

    Unter diesem Motto übergaben Lars Schmidt, Dr. Denny Ohnesorge und Kay Schweppe der forstpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Crone MdB, die beiden Holzwürfel der Initiative „HolzProKlima“ und erläuterten Sinn und Zweck der von der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR), dem Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) und dem Verband der Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) entwickelten Imagekampagne.

    Frau Crone, welche die forstpolitischen Leitlinien der Sozialdemokraten maßgeblich mitbestimmt, zeigte sich von der Kampagne und den Würfeln als „Botschafter“ der Branche begeistert. „Jeder Wirtschaftszweig brauch Aussagen die bei Politik und Öffentlichkeit im Gedächtnis bleiben. Diese Kampagne hat das Zeug dazu“,
    war sich Crone sicher.

    Vor allem von der klimapolitischen Botschaft zeigte sich die engagierte Forstpolitikerin beeindruckt: Jedes Jahr werden in Deutschland durch die Nutzung von Holz etwa 105 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid eingespart. Das sind 13% der bundesweiten CO2-Emissionen.
    Weiterführende Informationen dazu unter www.holzproklima.de

    Auftaktgespräch mit PSt. Bleser im BMELV

    Auftaktgespräch mit PSt. Bleser im BMELV

    v.l.n.r.: Dr. Klaus Böltz, PSt. Peter Bleser MdB, Lars Schmidt

    Zu einem Gespräch mit dem neuen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser MdB, trafen sich die BSHD Vertreter Dr. Klaus Böltz, Lars Schmidt und Kay Schweppe.

    Den Branchenvertretern ging es vor allen Dingen um die Themen Vorstellung der Kampagne „HolzProKlima“, Waldzertifizierung und dem WTO-Beitritt Russlands im Jahr 2012. BSHD-Präsident Böltz sprach beim Thema Zertifizierung die unterschiedlichen europaweiten Standards der Zertifizierungssysteme an.
    Die Branche befürchtet durch niedrigere Standards in anderen europäischen Ländern, wie es z.B. bei FSC der Fall ist, in einen ungleichen Wettbewerb gedrängt zu werden. Auf einem mehr und mehr internationalisierten Schnittholzmarkt sind unterschiedliche Standards in der Zertifizierung des Ausgangsproduktes Rundholz ein echter Wettbewerbsnachteil.

    Das BMELV informierte die anwesenden Branchenvertreter zur Frage des WTO- Beitritts Russlands und möglichen Auswirkungen auf die Rundholzexporte aus der Region. Derzeit steht allerdings nur fest, dass die Exportzölle auf Rundholz Teil der Verhandlungsmasse mit der WTO und mit einer vollkommenen Abschaffung dieser Restriktionen nicht zu rechnen ist. Das BMELV geht aber von einer Abschmelzung der Zölle aus. Das Frühjahr 2012 wird dazu mehr Klarheit bringen.

    Finanzpolitiker informiert sich vor Ort über Nationalpark-Risiken

    Finanzpolitiker informiert sich vor Ort über Nationalpark-Risiken

    v.l.n.r.: Kay Schweppe, Stephan Fischer, Daniel Sieveke MdL

    Zu einem Gespräch über die negativen Folgen eines möglichen Nationalparks Teutoburger Wald/Eggegebirge empfingen Inhaber und Geschäftsführer Stephan Fischer und Kay Schweppe vom Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) den CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke im Unternehmen Holter Sägewerk Fischer e.K.

    Ziel war es aber insbesondere auch, dem engagierten Politiker die positiven Aspekte einer gesteigerten Holzverwendung zu verdeutlichen.

    Daniel Sieveke kennt als Abgeordneter aus dem Kreis Paderborn und Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses im Landtag NRW die Debatte in der Region Lippe seit langem. In mehreren Anträgen hat er die Landesregierung wiederholt kritisch dazu aufgefordert, Stellung zu den Nationalparkplanungen zu nehmen. „Die rot/grüne Landesregierung lässt jedoch aus umweltpolitischer Sicht nach wie vor zu viele Fragen offen: Wie kann die Landesregierung Maßnahmen zum Klimaschutz ankündigen und gleichzeitig den umwelt- und klimafreundlichen Werkstoff „Holz“ im Wald verrotten lassen? Wie passen die eingeleitete Energiewende, bei der auch der nachwachsende Bioenergieträger Holz ein wesentliche Rolle spielt und der geplante Nutzungsverzicht in den bislang naturverträglich bewirtschafteten Wäldern zusammen? Wie kann die erwartete Versorgungslücke von rund 90.000 Kubikmeter Holz pro Jahr in der Region ausgeglichen werden?“ Das sind Fragen, mit denen sich ein verantwortungsvoller Politiker beschäftigen sollte - und deswegen bin ich heute hier“, fasst Sieveke die Intention seines Besuchs zusammen.

    Nach einleitenden Worten zur derzeitigen Situation in der Holzindustrie durch Fischer und Schweppe besichtigte der Landtagsabgeordnete den Familienbetrieb:
    „Wir sind ein traditionelles, mittelständiges Unternehmen der Holzindustrie und sind auf die Rohstoffversorgung aus der Region angewiesen. Jeder Kubikmeter, der von weiter her per LKW geliefert werden muss, kostet uns Geld durch erhöhte Frachtkosten und schadet zudem der Umwelt. Zumal künftig Holz generell zunehmend ‚knapp’ werden wird und ein Ausweichen in andere Einkaufsgebiete daher kaum möglich ist“, erklärt Fischer die Problematik für seinen Betrieb und die Branche insgesamt.

    Schweppe und Sieveke waren sich einig, dass es an der Zeit ist, die Diskussion über Pro und Contra eines Nationalparks endlich offen zu führen und auch intelligente Alternativen aufzuzeigen. Sieveke: „Die Verlegung der Abstimmung zum Nationalpark im Kreishaus Lippe vor einer Woche hat klar gezeigt, das selbst Nationalparkbefürworter mittlerweile verunsichert sind. Zu lange hat die Spitze des Hauses versucht, die Debatte hinter dem Rücken der Betroffenen zu führen und nur die Pro-Argumente in der Öffentlichkeit verbreitet. Doch weder das Berger-Gutachten noch öffentliche Diskussionsveranstaltungen konnten die Fragen und der Betroffenen vor Ort ausräumen“.

    Zum Abschluss erhielt Daniel Sieveke von Fischer und Schweppe die beiden symbolischen Holzwürfel der Kampagne „HolzProKlima“. Ziel der Kampagne ist es,
    die positiven Aspekte einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung ins Bewusstsein der Menschen und der politischen Entscheidungsträger zu rücken. Schweppe wies in diesem Zusammenhang vor allem nochmal auf die klimapolitische Bedeutung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung hin:
    „Jedes Jahr werden in Deutschland durch die Nutzung von Holz etwa 105 Millionen Tonnen CO2 eingespart, immerhin 13% der bundesdeutschen Treibhausgasemissionen.“

    „rot-grüne“ Würfel treffen auch in NRWs Regierungskoalition auf Zustimmung

    „rot-grüne“ Würfel treffen auch in NRWs Regierungskoalition auf Zustimmung

    v.l.n.r.: Norwich Rüßen MdL, André Stinka MdL, Lars Schmidt

    „Die Farbwahl hat aber ausdrücklich keinen politischen Hintergrund“ erläuterte Lars Schmidt im Gespräch mit André Stinka MdL, Klima- und Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sowie Norwich Rüße MdL, Sprecher für Landwirtschaft, Naturschutz und Nahrungsmittelsicherheit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag in Düsseldorf die Zielsetzung der Kampagne HolzProKlima. „Vielmehr geht es darum, die Säge- und Holzindustrie in einem völlig anderen Licht darzustellen und vor allem die Potentiale der Branche für den aktiven Klimaschutz aufzuzeigen. Derzeit werden wir aber insbesondere in der Politik als ‚Blockierer’ der Nationalparke wahrgenommen, weniger mit unseren positiven Leistungen und Aspekten einer gesteigerten Holzverwendung“ so Schmidt weiter.

    Und so war man sich über die Botschaften des grünen und auch roten Kampagnenwürfels weitgehend einig, lediglich hinsichtlich des geplanten Nationalparks im Teutoburger Wald konnte man im Gespräch keinen Konsens erzielen.

    André Stinka hob vor allem auf die volkswirtschaftliche Bedeutung des Cluster Forst & Holz ab: „Die Zahlen sind beeindruckend, Holz ist auch ein ‚Jobmotor’, das wird aber so insbesondere in der Wirtschaftspolitik noch nicht ausreichend wahrgenommen. Hier sind Sie mit der Kampagne auf dem richtigen Weg“. Ein Anliegen von Norwich Rüße ist der sorgsame Umgang mit allen Ressourcen: „Da gehört auch ausdrücklich die effiziente Verwendung von Holz dazu.“

    Man vereinbarte zum Abschluss den Austausch fortzusetzen. Lars Schmidt lud die beiden interessierten und fachkundigen Abgeordneten zu einem Werksbesuch ein,
    um insbesondere auch über die Möglichkeiten aber auch Hemmnisse des modernen Holzbaus zu sprechen.

    Erstes „Koalitionsgespräch Holzindustrie“

    Erstes „Koalitionsgespräch Holzindustrie“

    v.l.n.r.: Ludwig Lehner, Lars Schmidt, Dr. Christel Happach-Kasan MdB, Alois Gerig MdB,
    Dr. Klaus Böltz, Dr. Denny Ohnesorge

    Vertreter des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) und der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) trafen sich im Berliner Reichstagsgebäude mit den Abgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan MdB (FDP) und Alois Gerig MdB (CDU) zum deutschlandweit ersten „Koalitionsgespräch Holzindustrie“.

    Auf Einladung der beiden Verbände nutze man einen gemeinsamen Abend um die dringendsten Fragen der Branche zu diskutieren. BSHD-Präsident Dr. Klaus Böltz und AGR-Vorsitzender Ludwig Lehner beleuchteten zum Einstieg die derzeitige wirtschaftliche Lage der Holzindustrie vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten in Deutschland und einem mehr und mehr internationalisierten Absatzmarkt. Ein weiteres wichtiges Thema war die für Deutschland weiterhin unbefriedigende Holzbauquote. Hier sprachen sich Böltz und Lehner für eine stärkere Vorbildfunktion des öffentlichen Sektors aus. Nach Meinung der beiden Branchenvertreter sei es durchaus möglich, die Holzbauquote bei Gebäuden des Bundes zu erhöhen.

    Aber nicht nur Forderungen von Seiten der Branche wurden erhoben. Zum Ende des Jahres war es auch an der Zeit, den beiden Abgeordneten für die gute Zusammenarbeit zu danken. „Im Jahr 2011 haben wir uns viel mit der Waldstrategie 2020 oder der Novellierung des EEG beschäftigt. Frau Dr. Happach-Kasan und Herr Gerig waren dabei immer sachkundige Ansprechpartner und hatten stets ein offenes Ohr für die Argumente, aber auch die Bedenken der Branche“, waren sich Böltz und Lehner einig.

    Auch in Hessen sind die Würfel "gefallen"

    Auch in Hessen sind die Würfel gefallen

    v.l.n.r.: Lars Schmidt, PSt. Mark Weinmeister MdL

    Und zwar in die Hände des parlamentarischen Staatssekretärs Mark Weinmeister
    aus dem hessischen Umweltministeriums.

    Bei der Übergabe der Kampagnenwürfel der Holzindustrie an Weinmeister war Schwerpunktthema vor allem "Bauen mit Holz", sowohl hinsichtlich der Möglichkeiten und Potentiale, die der nachwachsende Werkstoff und Energieträger "Holz" bietet,
    als auch die "Hemmschuhe", die einer sinnvollen Steigerung der Holzverwendung entgegen stehen, von baurechtlichen Einschränkungen, über die Ausbildung der Architekten und Bauingenieure am und mit dem nachwachsenden Rohstoff, bis hin zu der zunehmenden Deckungslücke zwischen waldseitigem Angebot und Nachfrage im Bereich der stofflichen, energetischen und chemischen Verwendung.

    „Hessen ist unter den Bundesländern 'das Land des Holzbaus'. Im Jahr 2010 waren
    20 Prozent der neu gebauten Wohngebäude in Hessen Holzbauten. Im Vergleich dazu lag der Anteil im gesamten Bundesgebiet bei 15 Prozent“, so der Staatsseketär zum Holzbau in Hessen. Denn nicht nur durch die energieeffiziente Bauweise, die mit Holzbau sehr gut realisiert werden kann, sondern auch durch das Baumaterial selbst sind Holzbauten klimafreundlich: Zum einen ist Holz ein CO2-Speicher; zum anderen ist der Holzbau in vielen Fällen weniger energieintensiv als der Einsatz anderer Baustoffe. Vertiefende Informationen dazu unter www.holzproklima.de

    Das Land Hessen unterstützt deshalb den Holzbau als einen wichtigen Einsatzbereich nachwachsender Rohstoffe in besonderer Weise, so beispielsweise auch durch eine hohe Kompetenz an den hessischen Hochschulen und Universitäten in diesem Bereich.

    Zum Jahresende*...

    Die aktuelle Situation in der Deutschen Sägeindustrie, insbesondere in den Nadelholzbetrieben, gibt Anlass zur Sorge – und auch Diskussion. Heute fehlt im "Nadelholz“ der Rohstoff - und das "Laubholz“ kämpft um den Massivholzmarkt.
    Im Ergebnis passen die heimischen Rundholzpreise nicht mehr zu den internationalen Schnittholzpreisen.

    Das Marktverhalten einiger Waldbesitzer ist daher mit Blick auf das anstehende Jubiläum zur Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft im Jahr 2013 derzeit zumindest in der Frage der Preispolitik wenig nachhaltig.

    Die Sägeindustrie hat aber mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt: In den letzten Wochen wurden nicht nur in Deutschland erhebliche Kapazitätsanpassungen vorgenommen, um über die Weihnachtsfeiertage hinaus im kommenden Jahr den Druck auf Rund- und Schnittholzmärkte zu reduzieren. Nach ersten Meldungen konnte bei den Fichtenpreisen zumindest eine Trendwende herbeigeführt werden.

    Eine weitere positive Nachricht ist sicherlich auch, dass wir im Holzbau in Deutschland und Europa nach wie vor noch erhebliches Wachstumspotenzial haben. Eine aktuelle Umfrage unter Architekten ergab, dass man dem Holz vor allem im Wohnungsbau mittelfristig steigende Marktanteile prognostiziert. Als einziger im Wohnbau verwendeter Werkstoff soll Holz bis 2016 um bis zu 9 % zulegen.

    Ein verlässlicher Blick in die Zukunft ist bekanntlich sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Doch vielleicht kann dabei ein Zitat von Willy Brandt weiterhelfen:
    "Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“

    In diesem Sinne wünschen wir, der Vorstand und die Mitarbeiter des BSHD, besinnliche und erholsame Weihnachtstage – und einen erfolgreichen und vor allem gesunden Start in das neue Jahr.

    Dr. Klaus BöltzLars Schmidt

    PräsidentVizepräsident

    (*Der ausführliche Text erscheint in der Jahresabschlussausgabe
    des Holz-Zentralblattes am Freitag, den 23.12.2011)

    Frohe Weihnachten
    BSHD Bundesverband Säge- und
    Holzindustrie Deutschland e.V.
    Reinhardtstraße 18
    10117 Berlin
    Telefon (0 30) 22 32 04 90
    Telefax (0 30) 22 32 04 89
    Dr. Klaus Böltz (Präsident)
    Lars Schmidt (Vizepräsident)
    Oliver Mühmel (Schatzmeister)
    Steffen Rathke (Vorstand)
    Philipp Sprockhoff (Vorstand)
    Rainer Buchmann (Vorstand)
    Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
    Vereinsregister-Nummer 28535 B


    www.bshd.eu
    info@bshd.eu