Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

03/2011

30. Mai 2011

Interessante News aus Berlin
für Mitglieder, Freunde und Interessenten

Die LIGNA 2011 hat ihre Pforten geöffnet!

Sie finden uns in Halle 27, Stand D62, sowie in Halle 12, Stand C67
(Gemeinschaftsstand der BSHD-Laubholzsäger).

Die LIGNA 2011 hat ihre Pforten geöffnet!

BSHD-Stand, Halle 27, Stand D62

Die LIGNA 2011 hat ihre Pforten geöffnet!

Gemeinschaftsstand der BSHD-Laubholzsäger, Halle 12, Stand C67

Holzindustrie im Gespräch mit Nordrhein-Westfälischen Umweltminister

NRW-Umweltminister Johannes Remmel

"Wir haben gemeinsame Ziele - aber auch nach wie vor Streitpunkte", fassten die Vertreter von der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) und dem Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) das Ergebnis eines Treffens mit Umweltminister Remmel und Vertretern des Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz im Düsseldorfer Landtag zusammen. Erfreut war man aber vor allem über das offene Gespräch und die Fachkompetenz des Ministers.

Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode in NRW steht die Holzindustrie im Konflikt mit der neuen rot-grünen Landesregierung. Im Wesentlichen sorgen sich die Unternehmen über die im Koalitionsvertrag verankerten Nutzungsbeschränkungen. Die Wildnisgebietsausweisungen befinden sich bereits in der Umsetzung und sind in der Rohstoffbeschaffung der Betriebe schon spürbar. So sollen erhebliche Teile der staatlichen Laubwälder
zu "Wildnisgebieten" erklärt und ein zweiter Nationalpark in der Region Lippe ausgewiesen werden: "Das Einschlagsmoratorium in den Staatswäldern hat deutliche Auswirkungen auf die Betriebe der Laubholzindustrie", so Lars Schmidt.
"Der Schutz von Lebensgemeinschaften, die auf Totholz angewiesen sind, steht außer Frage. Wir kritisieren vor allem den Umfang der geplanten Ausweisungen. Das hat nichts mehr mit zielgerichtetem Artenschutz zu tun."

AGR und BSHD sind der Ansicht, dass dem Naturschutz die eindeutige Zielsetzung fehlt. Was soll eigentlich geschützt werden, die Kulturlandschaft oder die Natur? Biodiversität kann nicht das Argument sein, denn in bewirtschafteten Wäldern ist die Artenvielfalt größer. 
"Der Nutzungsverzicht ist nicht mehr zeitgemäß, holzartige Biomasse ist der Rohstoff der Zukunft und kann viele fosslie Rohstoffe, so auch viele erdölbasierte Produkte, ersetzen.",
so Dr. Denny Ohnesorge.

Aber auch die geplante FSC-Zertifizierung des Staatswaldes sieht man bei AGR und BSHD kritisch. Nicht weil die Unternehmen Probleme haben, ihr nachhaltiges Wirtschaften auch nachzuweisen, sondern aufgrund der Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Länderstandards. Diese sollten zumindest in den europäischen Nachbarländern auch einheitlich sein. Das dürfte auch im Interesse der Landesregierung und der unterstützenden Naturschutzorganisationen sein.

Minister Remmel wollte wissen, welche gemeinsamen Ziele man verfolge. Neben der Förderung des Holzbaus und der Clusterinitiative in NRW sieht man insbesondere ein gemeinsames Interesse am Ausbau der Betreuung durch Forstbetriebsgemeinschaften und staatliche Revierleiter im Kleinprivatwald, um ungenutzte Rundholzpotentiale zu mobilisieren und die Versorgung der Bevölkerung und der Holzindustrie mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz sicher zu stellen. Man vereinbarte, in diesen Fragen zukünftig eng zusammen zu arbeiten.

Fachpolitik trifft Branchenvertreter

Fachpolitik trifft Branchenvertreter

v.l.n.r.: Dr. Klaus Böltz, Dr. Michael Sachse, Herbert Körner, Max Lehmer MdB, Cajus Caesar MdB, Franz-Josef Holzenkamp MdB

Zu einer großen Gesprächsrunde mit den Themen Waldstrategie 2020, Rohstoffversorgung, EEG-Novelle sowie forstlicher Mindestlohn trafen sich Vertreter des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) und des Deutschen Forstunternehmerverbandes e.V. (DFUV) mit den Fachpolitikern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Franz-Josef Holzenkamp MdB, Max Lehmer MdB und Cajus Caesar MdB.

Alle drei Abgeordneten sind Mitglied im Agrarausschuss des Deutschen Bundestags und somit federführend zuständig für die angesprochenen Bereiche. Franz-Josef Holzenkamp, agrarpolitischer Sprecher seiner Fraktion, begrüßte die Gesprächsrunde als gute Möglichkeit, Themen zu diskutieren, die das ganze Cluster Forst & Holz berühren. So berichteten die Politiker zum aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Agrar- und Umweltressort zur Waldstrategie 2020 und diesbezüglich aufgekommenen Fragestellungen.
Weiterhin gaben Sie Einblick in den weiteren Verlauf der EEG-Debatte.

Hier sprachen die BSHD-Vertreter, Dr. Klaus Böltz und Kay Schweppe, die im EEG-Referentenentwurf enthaltenen kritischen Punkte an, vor allem aber Dingen die Vergütung der Rinde. Anerkennend lobten sie aber auch den Willen der Politik, im Rahmen des EEGs für Verbesserung zu sorgen.

Die DFUV-Vorstandsmitglieder Dr. Michael Sachse und Herbert Körner stellten die Sichtweise des DFUV zum Thema Branchenmindestlohn und dessen enorme Relevanz für die Forstunternehmer in Deutschland vor. Hier machten die Agrarpolitiker klar, dass es in ihrer Fraktion keinen Widerstand gegen das eingeleitete Verfahren im Bundesarbeitsministerium geben werde.

Der regelmäßige Austausch zu den genannten und weiteren Themengebieten lag beiden Seiten am Herzen und so vereinbarte die Runde, bei aktuellen Themenstellungen wieder zusammenzukommen.

Holzindustrie informiert Thüringer Wirtschaftsminister Machnig

Wirtschaftsminister Matthias Machnig

Zu einem ersten Gespräch trafen Vertreter der Thüringer Holzindustrie Wirtschaftsminister Matthias Machnig in Erfurt. „Unser erklärtes Ziel ist es, auch im Ministerium für Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie die umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffes und Bioenergieträgers Holz stärker zu bewerben“, so Lars Schmidt vom Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD). „Denn unser Wald ist nicht nur das Sinnbild für das grüne Herz Deutschlands, sondern auch wesentlicher Rohstoff- und Energielieferant für Bevölkerung und Industrie in Thüringen“.

Mit Sorge sieht daher die Thüringer Holzindustrie die Bestrebungen der Landesregierung, große Waldgebiete aus der naturverträglichen Bewirtschaftung zu nehmen und so der gesamten Wertschöpfungskette den zunehmend knappen Rohstoff zu entziehen. Der Wirtschaftscluster „Holz“ hat gerade in den ländlichen Regionen des Freistaats eine immense volkswirtschaftliche Bedeutung. Nach Ansicht des BSHD ist weder dem Arten- und Naturschutz, noch dem Tourismus mit überzogenen Nutzungseinschränkungen und der Ausweisung weiterer großflächiger Schutzgebieten geholfen, aber es werden fahrlässig Arbeitsplätze gefährdet.
„In Zeiten des rasch fortschreitenden Klimawandels und der zunehmenden Verknappung fossiler Rohstoffe kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man ohne nachvollziehbaren Grund ausgerechnet auf die Nutzung unserer wertvollsten Ressource verzichten möchte“, bringt Unternehmer Ralf Pollmeier, Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG, seinem Unmut auf den Punkt. Denn Holz und Biomasse sind nur begrenzt verfügbar, haben aber auch mit Blick auf die regenerative Energieversorgung der Zukunft eine enorme Bedeutung: „Wer auf der einen Seite den Ausstieg aus der Atomkraft fordert, kann auf der anderen Seite nicht die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Frage stellen“, so Schmidt weiter in Richtung der Umweltverbände.

Und so präsentieren die Vertreter der Holzindustrie den interessierten Gastgebern im Wirtschaftsministerium e ?Dinen ganz neuen Blickwinkel auf die Branche: „Die Forst- und Holzwirtschaft in Thüringen leistet bereits seit Jahren, was andere versprechen: klimafreundliche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, regenerativer Ökostrom – und Arbeitsplätze im ländlichen Raum.“

Holzindustrie: Wirtschaftspolitisch ein Schwergewicht

Holzindustrie: Wirtschaftspolitisch ein Schwergewicht

v.l.n.r.: Ernst Hinsken MdB, Dr. Klaus Böltz, Kay Schweppe, Cajus Caesar MdB

Um die deutsche Holzindustrie innerhalb der Leitbranchen Deutschlands den wirtschaftspolitisch Verantwortlichen bekannt zu machen, trafen sich Dr. Klaus Böltz und Kay Schweppe vom Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) mit dem Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Deutschen Bundestag, Ernst Hinsken MdB, und dem Umweltpolitiker Cajus Caesar MdB.

BSHD-Präsident Dr. Böltz: „Wir haben das Gespräch mit dem Ausschussvorsitzenden Hinsken gesucht, um auf das Gewicht und die wirtschaftliche Bedeutung der Holzwirtschaft aufmerksam zu machen. Von Seiten der Politik wird die Holzindustrie oftmals als Anhängsel der Forstwirtschaft gesehen und im Kanon der großen Industriezweige in Deutschland nicht genügend wahrgenommen. Allein die beeindruckenden Zahlen der Branche sprechen aber eine andere Sprache". Ernst Hinsken stellte sich jedoch als sachkundiger Gesprächspartner heraus, da in seinem Wahlkreis mehrere Betriebe der Holzindustrie ansässig sind. So z.B. das BSHD-Mitglied Holz Schiller. Weiterhin sprachen Böltz und Schweppe mit den Abgeordneten über die Waldstrategie 2020 und die Problematik der Rohstoffversorgung sowie über die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) und die aus Sicht der Sägeindustrie verbesserungsfähigen Punkte im Referentenentwurf. Dazu sagte Caesar, Mitglied des Umweltausschusses, seine Unterstützung zu.

Über das Ausschusssekretariat wollen Ernst Hinsken und der BSHD zukünftig in Kontakt bleiben und bei verschiedenen Themen den direkten Draht nutzen.

Clustervertreter trifft „Rot/Grün“

Clustervertreter trifft „Rot/Grün“

Cornelia Behm MdB und Kay Schweppe

Petra Crone MdB

Kay Schweppe traf sich für den Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) und den Deutschen Forstunternehmerverband e.V. (DFUV) zu Gesprächen mit Cornelia Behm MdB und Petra Crone MdB.

Cornelia Behm sitzt für die Grünen im Deutschen Bundestag und ist die zuständige Abgeordnete für die Bereiche Forst- und Agrarpolitik ihrer Fraktion im Agrarausschuss. Aus langjähriger Tätigkeit ist sie mit der Branche vertraut und kennt die Herausforderungen dieses Wirtschaftszweiges. Mit ihr sprach Schweppe über die Entwicklung in Sachen „forstlicher Mindestlohn“ sowie über die Problematik der Forstunternehmer geeigneten beruflichen Nachwuchs zu finden.

Petra Crone betreut für die SPD-Fraktion den gleichen Aufgabenbereich
im genannten Ausschuss. Frau Crone kommt aus dem waldreichen Märkischen Kreis und hat in der Familie auch Waldbesitzer. Sie gab sich als kompetente und informierte Gesprächspartnerin zu erkennen. Mit der SPD-Abgeordneten sprach Schweppe ebenfalls über das Thema Mindestlohn, sowie über die Forstpolitik des Landes NRW. „Ich habe Frau Crone eingeladen, einen unserer Mitgliedsbetriebe im Sauerland zu besichtigen, um sich ein eindrückliches Bild der Holzindustrie zu machen“, so Schweppe über die nächsten Schritte.

Privatwald als Partner der Holzindustrie immer wichtiger

Privatwald als Partner der Holzindustrie immer wichtiger

v.l.n.r.: Jörg Görlich, Dr. Denny Ohnesorge, Frank Haufe, Rudolf Alteheld

Zu einem Gespräch trafen sich Rudolf Alteheld und Frank Haufe von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mit den Holzindustrievertretern
Dr. Denny Ohnesorge, Jörg Görlich und Kay Schweppe.

Rudolf Alteheld stellte als neuer „Geschäftsbereichsleiter Forstwirtschaft“ der LWK den Privatwaldbesitz in Niedersachsen vor. Mit 500.000 ha, einem Organisationsgrad von 90 % und 1,8 Millionen Festmeter Einschlag in 2010 ist die LWK ein wichtiger Branchenpartner für die Holzindustrie. Diskutiert wurde, wie sich die LWK als geschätzter Berater des niedersächsischen Privatwaldbesitzes weiterentwickeln könnte. Jörg Görlich als Vertreter der Bentheimer Holz GmbH und niedersächsisches BSHD-Mitglied, zeigte sich mit der bisherigen Arbeit der LWK sehr zufrieden: „Wir arbeiten schon lange vertrauensvoll mit der LWK Niedersachsen zusammen und profitieren von der guten Betreuung der Waldbesitzer. Ich bin überzeugt davon, dass es auch unter dem neuen Führungsteam auf dieser Linie weitergeht“, so Görlich.

Für die Unternehmen der Holzindustrie spielt eine zuverlässige Rohstoffversorgung aus dem Privatwaldbesitz eine immer wichtigere Rolle. Ungenutzte Rohstoffpotenziale als auch die Verringerung von Bewirtschaftungsauflagen sind Themen, die künftig gemeinsam angegangen werden könnten.

BSHD-Veranstaltungskalender

Die LIGNA 2011 in Hannover hat begonnen.
Wir möchten Sie daher nochmals über die Termine der BSHD-Veranstaltungen informieren:

  • Treffen des Club-Timber und "Twittwoch" am Mittwoch, den 01. Juni ab 12.00 Uhr
  • 1. Internationaler Branchenabend am Donnerstag, den 02. Juni ab 16.30 Uhr
  • ordentliche Mitgliederversammlung am Freitag, den 03. Juni um 10.00 Uhr
  • Preisverleihung "Die gute Form", Sonderpreis "Massivholz, am Freitag, den 03. Juni
    um 14.00 Uhr
  • Mit besten Grüßen

    Lars Schmidt - Vizepräsident
    BSHD Bundesverband Säge- und
    Holzindustrie Deutschland e.V.
    Reinhardtstraße 18
    10117 Berlin
    Telefon (0 30) 22 32 04 90
    Telefax (0 30) 22 32 04 89
    Dr. Klaus Böltz (Präsident)
    Lars Schmidt (Vizepräsident)
    Oliver Mühmel (Schatzmeister)
    Steffen Rathke (Vorstand)
    Philipp Sprockhoff (Vorstand)
    Rainer Buchmann (Vorstand)
    Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
    Vereinsregister-Nummer 28535 B


    www.bshd.eu
    info@bshd.eu