Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

06/2010

14. Juli 2010

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Decker Holz GmbH
Karl Nied GmbH
Koppe Timber Trading GmbH

Neue BSHD-Mitglieder

Wir begrüßen im Kreise des BSHD die neuen Mitgliedsfirmen

  • Decker Holz GmbH
  • Karl Nied GmbH
  • Koppe Timber Trading GmbH

  • Stetiger Mitgliederzuwachs im BSHD

    Stetiger Mitgliederzuwachs im BSHD

    Mitgliederzuwachs

    Der BSHD verzeichnet seit der Gründung im November 2008 einen stetigen Mitgliederzuwachs auf aktuell 37 Mitglieder, Sponsoren und Partner. Die kontinuierliche Arbeit in Berlin und die Sachthemen überzeugen zunehmend Unternehmer, sich dem neuen Verband anzuschließen. Im Februar 2010 gelang es, die Fachgruppe Thermoholz zu gründen. Thermoholz passt als Tropenholzersatz aus einheimischen Hölzern sehr gut in die politischen Aktivitäten des BSHD. Die Hersteller der Fachgruppe aus Deutschland und Österreich wollen sich in der Qualitätssicherung engagieren. Beachtung in der Sägeindustrie finden auch die Aktivitäten zum EEG und zur Kraft-Wärme-Kopplung. Die Frage nach dem Nawaro-Bonus auf Rinde soll demnächst von der Clearingstelle geklärt werden, der Arbeitskreis KWK hatte Ende 2009 eine entsprechende Anfrage initiiert. Aus der Branche gibt es zunehmend postives Feedback zu den Aktivitäten des BSHD, mit dem regelmäßigen Speedletter werden mehr als 2500 Abonnenten über die Aktivitäten informiert.

    BSHD übernimmt politische Interessenvertretung für Forstunternehmer

    BSHD übernimmt politische Interessenvertretung für Forstunternehmer

    v.l.n.r.: Schweppe, Narjes, Schmidt

    Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) und der Deutsche Forstunternehmerverband e.V. (DFUV) haben vereinbart, künftig zusammenzuarbeiten.

    Aus diesem Grund übernimmt der BSHD mit seiner Geschäftsstelle in Berlin ab sofort die politische Interessenvertretung: BSHD-Politikreferent Kay Schweppe wird neben seiner Tätigkeit im Sägerverband auch die Interessen der deutschen Forstunternehmer vor der Landes- und Bundespolitik sowie den zuständigen Ministerien vertreten.

    "Diese enge Kooperation ist eine echte Win-Win-Situation für beide Seiten, da die Verbände weiterhin fachlich eigenständig und interessenscharf agieren können, aber trotzdem so einer weiteren Zersplitterung der Verbändelandschaft in Deutschland entgegengewirkt werden kann. Zudem können wir die Lobbyarbeit in Berlin durch die Kooperation kosteneffizienter - und vor allem aber wirksamer ausgestalten. Viele Themenfelder werden gemeinsam vertreten, ob es beispielsweise um die öffentlichkeitswirksame Darstellung unserer Branche in Politik und Gesellschaft geht - oder um überzogene Auflagen bei der Waldbewirtschaftung, die letztendlich die Rohstoffgrundlage der gesamten Wertschöpfungskette gefährden." so Lars Schmidt, Vizepräsident des BSHD.

    Im Rahmen der Interforst in München werden nun Hans-Jürgen Narjes (Vorsitzender des DFUV) und Lars Schmidt (Vizepräsident des BSHD) die Zusammenarbeit offiziell besiegeln.

    BSHD-Wahlkreistouren 2010 gestartet: Auftakt mit Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB

    BSHD-Wahlkreistouren 2010 gestartet: Auftakt mit Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB

    Besichtigung im Ante Werk

    Bundestagsabgeordneter Prof. Dr. Patrick Sensburg aus dem Wahlkreis Hochsauerland besuchte am 21.06.2010 die Sägewerke Ante in Bromskirchen Somplar und Egger in Brilon. Sensburg ist Mitglied des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Unterausschusses Europarecht des Deutschen Bundestages. Er zeigte sich als kompetenter Gesprächspartner in forstlichen Belangen und Kenner der Säge- und Holzindustrie, die in seinem Wahlkreis eine bedeutende wirtschaftliche Rolle spielt. Als früherer stellvertrender Bürgermeister der Stadt Brilon, dem größten kommunalen Waldbesitzer Deutschlands, hatte er bereits intensive Kontakte zu der Branche Forst und Holz und kennt auch deren Probleme. Jürgen Ante ließ es sich nicht nehmen, dem Gast aus Berlin sein Sägewerk in Bromskirchen-Somplar zu zeigen. Ein modernes Nadelholzsägewerk mit einem hohen Anteil an Weiterverarbeitung und einem breiten Produktspektrum. In Brilon wurde Patrick Sensburg von Philipp Sprockhoff und Andreas Reiterer durch das Werk geführt, das sich durch die Kombination eines MDF- und Spanplattenwerkes mit einem Sägewerk an einem Standort auszeichnet. Von Seiten des BSHD nahmen Vizepräsident Lars Schmidt und Regionalleiter Klaus Kottwitz an dem Gespräch teil.

    BSHD Wahlkreistour 2010: Fortsetzung mit Carola Stauche MdB

    BSHD Wahlkreistour 2010: Fortsetzung mit Carola Stauche MdB

    Werksbesichtigung Rettenmeier Hirschberg

    Im Rahmen der Wahlkreistour 2010 besuchte die Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Frau Carola Stauche den Thüringer Standort der Rettenmeier Holding AG, die Rettenmeier Holzindustrie Hirschberg GmbH & Co. KG. Bei einer Führung durch die Anlagen zur Herstellung von modernen Konstruktionshölzern und einer daran anschließenden Diskussion verschaffte sich die Abgeordnete Stauche einen Eindruck über die Innvationstiefe und Leistungsfähigkeit von Produktion und Produkten der Holzwirtschaft moderner Prägung.

    Ferner erläuterte der Geschäftsführer, Herr Jürgen Köstens, die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Säge- und Holzindustrie für ein so waldreiches Bundesland wie den Freistaat Thüringen. Frau Stauche, selbst Thüringer Waldbesitzerin und Mitglied des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeigte sich außerordentlich sensibilisiert für die Wichtigkeit der künftigen Verfügbarkeit des Roh- Bau- und Werkstoffes Holz sowie die damit verbundenen möglichen Potentiale für die Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen und nicht zuletzt die Gemeinden im ländlichen Raum.

    Einmal mehr war man sich einig - nur mit einer intensiven aber unbedingt nachhaltigen Nutzung lassen sich die hohen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwerte im Cluster Forst & Holz auch weiterhin gewinnbringend für alle "Stakeholder" an unserem Wald und dem modernen, nachwachsenden Rohstoff Holz generieren.

    BSHD zu Gast im "Forstministerium" Rheinland-Pfalz

    BSHD zu Gast im

    Gespräch im Ministerium

    "Das Rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz dürfte mittlerweile eines der wenigen Fachministerium auf Landes- und Bundesebene sein, in dem unsere Branche tatsächlich noch namentlich vorkommt", stellten die Beteiligten zu Beginn des Gesprächs fest.

    In Mainzer "Forstministerium" trafen sich Vertreter des BSHD mit Dr. Jens Jacob (Leiter Abteilung Forsten), Hans-Dietrich Hoffmann (Leiter Referat Unternehmenskommunikation), Dr. Norbert Heidingsfeld (Leiter Vertrieb Landesbetrieb) sowie Fritz Speer (Unternehmenskommunikation und forstliche Umweltbildung) zum Meinungsaustausch. Im Laufe des Gesprächs identifizierte man zahlreiche Handlungsfelder und gemeinsame Interessenschnittmengen.

    So wurde über die zukünftige Rohstoffversorgung der Holzindustrie gesprochen. Während auf der einen Seite überzogene Forderungen nach großflächigem Nutzungsverzicht sowie zahlreiche Gesetze und Verordnungen die Verfügbarkeit von Laubholzsortimenten erheblich einschränken könnten, ist auf der anderen Seite das Nadelholz aufgrund der waldbaulichen Ausrichtung der letzten Jahre auf Laubholz flächenmäßig auf dem Rückzug aus deutschen Wäldern. "Diese Entwicklung ", so Lars Schmidt, Vizepräsident des BSHD "steht im Gegensatz zur zukünftigen Marktentwicklung. Wir brauchen ausreichende Nadelholzanteile in den Wäldern, um diesen Bedarf zu decken. Auch die sogenannten ‚Fremdländer’ wie beispielsweise Douglasie sollten dabei mit Blick auf den Klimawandel Berücksichtigung finden."

    Aber auch marktseitige Themen kamen zur Sprache: So ist der Laubmassivholzverbrauch in Deutschland und Mitteleuropa seit Jahren dramatisch rückläufig. Mit Blick auf die wachsenden Laubstarkholzvorräte sind neue Anwendungsbereiche für Laubmassivholz gefragt, damit Waldbesitz und Forst zukünftig ausreichenden Absatzmöglichkeiten auch im Inland finden. In diesem Zusammen konnte der BSHD auf aktuelle politische und fachliche Aktivitäten zur Steigerung des Holzverbrauchs verweisen – und stellte zudem das innovative Produkt "Thermoholz" vor, nach Ansicht aller Beteiligten sicherlich eine neue Chance für den Laubholzmarkt.

    Weitere Themen waren Zertifizierung, die Mobilisierung von bislang unbewirtschafteten Waldflächen im Kleinprivatwald sowie die aktuelle Entwicklung der HAF-Nachfolge "Zukunft – Holz".

    Dr. Jens Jacob betonte dabei nochmals ausdrücklich, dass die Holzindustrie sich zukünftig in diesen Fragen, insbesondere im Bereich der Rohstoffsicherung, deutlich stärker im politischem Raum engagieren sollte. "Außerdem muss es mit Blick auf die immense volkswirtschaftliche Bedeutung der gesamten Branche gelingen, die gemeinsame Marketingorganisation ‚Zukunft Holz’ auf den Weg zu bringen", so Jacob.

    Man vereinbarte regelmäßig zusammen zu kommen, um sich zu aktuellen Fragen und Entwicklungen auszutauschen.

    Der BSHD wurde vertreten durch Dietmar Tombers (Tombers Hartholz GmbH mit Sitz in Rheinland-Pfalz), Oliver Mühmel (van Roje GmbH & Co. KG, Vorstandsmitglied und ebenfalls mit Unternehmenssitz in Rheinlandpfalz) sowie Vizepräsident Lars Schmidt.

    Strategiegespräch zwischen Holzindustrie und privaten Waldbesitzern

    Strategiegespräch zwischen Holzindustrie und privaten Waldbesitzern

    Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) Phillip Freiherr zu Guttenberg folgte der Einladung von AGR und BSHD zu einem ersten Strategiegespräch zwischen Vertretern der privaten Wirtschaft von Forst und Holz. Die Motivation zu einen gemeinsamen Gespräch war auf beiden Seiten gleichermaßen hoch. Dementsprechend angeregt wurden aktuelle Probleme wie die schleichende Schutzgebietsausweisung und die problematische Rohstoffversorgung der Holzindustrie diskutiert. "Wir müssen die drängenden Fragen unseres Clusters Forst und Holz gemeinsam angehen", so zu Guttenberg. "Dabei geht es uns weniger darum, zukünftig in allen Dingen Konsens zwischen unseren Verbänden herbeizuführen, sondern vielmehr darum die gemeinsamen Interessen herauszustellen und diese abgestimmt der Politik zu vermitteln." bestärkte ihn Lars Schmidt, Vizepräsident des BSHD.

    Die wichtigsten Themen sind ohne Frage das künftige Rohholzaufkommen in Deutschland und die dem gegenüberstehenden Ansprüche der Gesellschaft. "Vielen Akteuren in der Politik, aber auch in Forst und Holz, ist die Diskrepanz zwischen der Rohholzverfügbarkeit und den auf EU- und Bundesebene formulierten Zielen zur Biomassenutzung nicht bewusst", so Micheal Funk Vorsitzender der AGR. Er präsentierte die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen zum Rohholzaufkommen, die die regional sehr unterschiedliche Nutzungsintensität insbesondere im Privatwald verdeutlichen. "Unabhängig vom tatsächlich mobilisierbarem Potential im Privatwald, wird das Rohholzaufkommen künftig nicht ausreichen, um bei gleichbleibendem Wachstum der Biomassenutzung die Versorgung der Holzindustrie wie bisher zu erfüllen.", so Funk.

    Gleichzeitig werden den privaten Waldbesitzern von Seiten des Naturschutzes immer mehr Restriktionen in der Waldbewirtschaftung auferlegt. Dieser schleichende Vorgang beschneidet ihre unternehmerischen Freiheiten und gefährdet nicht selten die erwerbswirtschaftliche Ausrichtung des Betriebes. "Dabei können unsere Waldbesitzer den durch den Klimawandel notwendigen Waldumbau nur bewältigen, wenn ihnen weiterhin ermöglicht wird Einkünfte aus der Holznutzung zu generieren", so zu Guttenberg. Diese Einkünfte kommen nach wie vor zum überwiegenden Teil aus dem Nadelholz. Die Holzindustrie verfolgt die waldbauliche Ausrichtung vor allem der staatlichen Forstbetriebe auf Laubholzwirtschaft mit großer Sorge. Dies wird schon in absehbarer Zeit durch Engpässe beim Nadelindustrieholz bemerkbar machen. Nadelholz ist für viele Holzprodukte alternativlos. Für Laubholz müssen ohne Frage neue Märkte geschaffen werden – ein Ersatz ist Laubholz für die meisten Nadelholzprodukte jedoch nicht.

    Die Verbände AGDW, AGR und BSHD fordern daher gleichermaßen einen sofortigen Stopp aller Initiativen zur Flächenstilllegung im Wald und die Erstellung eines Status Quo des bisherigen Ausmaßes an Schutzgebietsausweisungen in Deutschland sowie die Aufstellung aller Schutzgebietsüberschneidungen. Die künftige Förderpolitik muss darüber hinaus den Waldbesitzern eine höhere Flexibilität bei der Wahl der Baumarten und zu wesentlichen Anteilen standortsangepasste Nadelholzarten mit einbeziehen. Die Verbände vereinbarten weitere Gespräche auch in Vorbereitung auf das bevorstehende internationale Jahr der Wälder 2011.

    Florian Rentsch will Sägeindustrie kennen lernen

    Florian Rentsch will Sägeindustrie kennen lernen

    Florian Rentsch, Vorsitzender der hessischen FDP Landtagsfraktion, begrüßte BSHD Vizepräsident Lars Schmidt und Regionalleiter Klaus Kottwitz am 10.06. in seinem Büro in Wiesbaden. Er zeigte sich aufgeschlossen gegenüber den vorgetragen Sorgen der Vertreter der Sägeindustrie. Im Fordergrund standen einmal mehr überzogene Forderungen von Naturschutzverbänden zum Nutzungsverzicht in Deutschen Wäldern zugunsten eines segregativen Naturschutzes. "Naturschutz ist auch für uns ein wichtiger Bestandteil moderner Forstwirtschaft, aber nicht als Selbstzweck sondern im Einklang mit einer angemessenen Holznutzung, wir sind für einen integrativen Naturschutz." erläuterte Lars Schmidt den Standpunkt des BSHD. Florian Rentsch betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen und abgestimmten Lobbyarbeit der Säge- und Holzindustrie, wie sie der BSHD betreibt. Rentsch: "Überall dort, wo sich Branchen in internen Streitereien verrennen, bleibt eine gemeinsame Interessenvertretung auf der Strecke. Es gibt viele Beispiele für ein solches Vorgehen, das bei der Politik nur unglaubwürdig ankommt." Zur Vertiefung der Gespräche und um Einblicke in die Branche zu erhalten, will Rentsch im Spätsommer ein oder zwei Sägewerke in Hessen besuchen.

    AGR und BSHD begrüßen Änderungen zum Bundeswaldgesetz

    AGR und BSHD begrüßen Änderungen zum Bundeswaldgesetz

    Novellierung Waldgesetz

    Die am Abend des 17. Juni 2010 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Novelle des Bundeswaldgesetzes (BWaldG) werden von der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. und dem Bundesverband Säge- und Holzidustrie begrüßt. In den letzten Jahren haben sich sowohl die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald, die klimatischen Verhältnisse als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Die Nutzung regenerativer Energieträger und damit auch die energetische Nutzung von Holz, erleben einen bemerkenswerten Aufschwung. Dies wurde und wird vom Bund und den Ländern gewünscht, teilweise subventioniert und durch steigende Energiekosten befördert. Die zunehmende Energieholznachfrage und die Nachfrage der Holz verarbeitenden Industrie führten zu einer Rohholzverknappung, die sich in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen wird.

    Die steigende Energieholznachfrage soll u.a. durch den Anbau schnellwachsender Hölzer bedient werden. Bundesweit blieb jedoch die Flächenzunahme von Kurzumtriebsplantagen (KUP) zur Produktion von Energieholz weit unter den Erwartungen. Eigentümer und Bewirtschafter landwirtschaftlicher Flächen verzichten häufig auf die Begründung von KUP‘s wegen des im BWaldG bisher sehr weit gefassten Waldbegriffs. Hiernach wurde eine Bestockung unabhängig vom Bewirtschaftungsziel nur nach dem äußeren Erscheinungsbild als Wald oder Nichtwald beurteilt. Die jetzige Abgrenzung des Waldbegriffs von Kurzumtriebsplantagen sowie agroforstwirtschaftlich genutzten Flächen gibt den Landwirten die notwendige Rechtssicherheit. KUP-Flächen können ohne weitere behördliche Genehmigungsverfahren wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden.

    Obwohl in den letzten Jahren im Privatwald deutlich mehr Holz eingeschlagen wurde, hat die Vergangenheit doch gezeigt, dass der gesetzliche Rahmen nicht ausreichte, um die Rohholzmobilisierung im Klein-Privatwald in allen Regionen hinreichend zu befördern. Gerade vor dem Hintergrund der künftig zu erwartenden Rohholznachfrage erscheint die Mobilisierung regional vorhandener Nutzungsreserven über die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse dringend erforderlich. Die Erweiterung der Befugnisse forstwirtschaftlicher Vereinigungen zur Holzvermarktung verbessert, die Vermarktungsmöglichkeiten im strukturell benachteiligten Klein-Privatwald und trägt somit zur Entlastung der angespannten Rohstoffmärkte bei.

    Weitergehende Änderungen wie von den Bundestagsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE gefordert, hätten die Handlungsfähigkeit und unternehmerische Freiheit der Waldbesitzer eingeschränkt und wurden daher von AGR und BSHD abgelehnt. Sie tragen nicht zur Bewältigung der bevorstehenden Herausforderungen des Klimawandels und einer breiteren Holzverwendung bei.

    AGR und BSHD unterstützen Leitlinien für Wälder in Niedersachsen

    AGR und BSHD unterstützen Leitlinien für Wälder in Niedersachsen

    Teilnehmer Waldgipfel

    Anlässlich des 2. Niedersächsischen Waldgipfels am 14. Juni 2010 in Hannover wurde durch die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Astrid Grotelüschen das Positionspapier "Wälder für Niedersachsen" vorgestellt.

    Das Ziel des vorangegangenen Abstimmungsprozesses mit etwa 40 Institutionen und Verbänden war, eine langfristige Vision und fünf Leitbilder für die Zukunft zu formulieren, an denen sich Niedersachsens Politik und Verwaltung künftig ausrichten will. Für die Holzindustrie haben unter anderem die AGR und der BSHD ihre Erwartungen an die niedersächsischen Wälder von morgen formuliert und an der Ausgestaltung und Zieldefinition mitgewirkt.

    Als Vertreter von AGR und BSHD unterzeichnete Dr. Helmut Koschel, Geschäftsführer der AGR und für den Bereich Wald/Rohhstoff des BSHD. Obwohl sie von Anfang an intensiv eingebunden waren, verweigerten die Naturschutzverbände als einzige die Mitzeichnung.

    Neue VDI Richtlinie Emissionsminderung in Arbeit

    Neue VDI Richtlinie Emissionsminderung in Arbeit

    Am 14. und 15. Juni nahmen Martin Klenk und Klaus Kottwitz für den BSHD an der 3. Sitzung des Richtlinienausschusses für Blatt 1 der VDI Richtlinie 3462 "Holzbearbeitung und -verarbeitung" in Brilon bei der Firma Egger teil. Die VDI Richtlinie 3462 soll überarbeitet werden und als deutscher Vorschlag für ein europäisches BVT Merkblatt dienen. BVT - Beste verfügbare Techniken Merkblätter basieren auf der europäischen IVU Richtlinie. Die EG-Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung (IVU-Richtlinie) bildet EU-weit die Grundlage für die Genehmigung besonders umweltrelevanter Industrieanlagen. BVT entspricht in Deutschland dem bekannten Prinzip "Stand der Technik", der gesamte Vorgang wird auch "Sevilla-Prozess" genannt. In der Richtlinie soll die Technik der Holzindustrie detailiert beschrieben werden darauf aufbauend sollen Emissionsquellen analysiert und Emissionsminderungverfahren vorgeschlagen werden. In Zusammenarbeit von Umweltschutz, Praktikern und Wissenschaft soll der Stand der Technik zur Emissionsminderung dargestellt werden. Ziel der Mitarbeit des BSHD in dem Ausschuss ist es, die bürokratischen und investiven Belastungen für die Branche auf das notwendige Maß zu beschränken. Die Komplexität der Branche und des Werkstoffes Holz ist in der Öffentlichkeit und bei Behörden leider wenig bekannt. Auch hier zeigt sich wieder, wie notwendig eine aktive Lobbyarbeit ist. In der Richtlinie soll ein "Mustersägewerk" definiert werden, anhand dessen der Stand der Technik zur Emissionsminderung dokumentiert wird. Es gelang auf der Sitzung in Brilon den branchenfremden Teilnehmern deutlich zu machen, dass in der Sägeindustrie zu viele unterschiedliche Unternehmenskonzepte existieren, um dieses Prinzip durchhalten zu können. Die Mitarbeit in dem Ausschuss ist Teil der BSHD Strategie, bei Branchenrelevanten Problemfeldern mit zu arbeiten - also zu agieren - und nicht erst aktiv zu werden, wenn Fakten geschaffen wurden, die negative Auswirkungen auf die Branche haben.

    Bioenergie und Sägeindustrie erörtern gemeinsame Interessen

    Bioenergie und Sägeindustrie erörtern gemeinsame Interessen

    Am 07.06.2010 trafen BSHD Vizepräsident Lars Schmidt und Regionalleiter Klaus Kottwitz den Geschäftsführer des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) Bernd Geisen in Bonn. Die Bionergie ist mit einem Anteil von 70% wichtigste erneuerbare Energie im "Fünfer-Konzert" mit Photovoltaik, Geothermie, Wasserkraft und Windkraft. Mitglieder des BBE und des BSHD sind auf den Rohstoffmärkten zwar Konkurrenten, trotzdem gibt es das gemeinsame Interesse, die Rohstoffgrundlage Holz bzw. Biomasse zu sichern und auszubauen. Für den Rohstoff Holz wird für Deutschland in diversen Studien bis zum Jahr 2020 eine Deckungslücke von 32 Mio cbm/a prognostiziert, das sind fast 50% der derzeitigen Jahresnutzung in den Wäldern und 20% des zu erwartenden Holzbedarfs. Eine zukünftig sichere Rohstoffversorgung ist für alle Holzverbraucher ein zentrales Anliegen, so die gemeinsame Analyse.

    Um gegenzusteuern, soll in Zukunft den ausufernden Forderungen nach Nutzungsverzichten durch Naturschutzorganisationen entgegengetreten werden. Man will sich gemeinsam für einen integrativen Naturschutz einsetzen, nach dem Motto "schützen durch nützen".

    Für die Mobilisierung von Holz im Kleinstprivatwald und auf landwirtschaftlichen Kurzumtriebsplantagen (KUP) wurde ein intensiver Informationsaustausch bis hin zur Initiierung der Zusammenarbeit auf Mitgliederebene und ein gemeinsames Vorgehen bei der Novelle des Bundeswaldgesetzes vereinbart.

    Gemeinsame Interessen wurden auch bei der nächsten Novelle des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) identifiziert mit der Forderung nach Abschaffung des Ausschließlichkeitsprinzips für feste Biomasse. Für Biogasanlagen wurde es bereits zur letzten Novelle möglich gemacht, in einer mit Nawaro-Brennstoffen betriebenen Anlage auch nicht mit dem Bonus geförderte Brennstoffe zuzufeuern. Diese Möglichkeit muss es zukünftig auch für Kraftwerke auf Basis fester Biomasse geben, um eine effektive und flexible Biomassenutzung zu ermöglichen. Besonders kleinere Anlagenbetreiber werden durch das Ausschließlichkeitsprinzip bisher unnötig eingeschränkt und dadurch mögliche Investitionen verhindert. Die BSHD Forderung zur Klärung des Nawaro-Bonus auf Rinde soll in den Gremien des BBE geprüft und ggfs. unterstützt werden. Derzeit befindet sich eine diesbezügliche Anfrage vor der Eröffnung eines Verfahrens bei der Clearingstelle.

    Am 07.-08.10.2010 veranstaltet der BBE in Augsburg den 10. Internationalen BBE-Fachkongress für Holzenergie, der begonnene Dialog soll dort fortgesetzt werden und in Zukunft weiter intensiviert werden und in gemeinsamen Aktivitäten münden.

    3 Fragen an... -
    Michael Decker (Decker Holz GmbH)

    1. Decker Holz GmbHWarum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
      Die Gründung einer aktiven Laubholzgruppe hat mich besonders gereizt. Außerdem bin ich von der professionellen Arbeit von Lars Schmidt und seinem Team überzeugt: Die gehen einfach top motiviert an jede Problemstellung heran und haben die richtigen Ideen.
    2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
      Gedankenaustausch mit Kollegen, ein- bis zweimal im Jahr, ist mir wichtig. Eine aktive Mitarbeit im Verband mit klar definierten Ziele und Aufgaben halte ich für selbstverständlich.
      Der Verband soll aktiv helfen, die Rahmenbedingungen für die Branche positiv zu gestalten.
    3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
      Die Darstellung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Branche in Politik und bei der Bevölkerung ist eine existentielle Aufgabe, um so die Rohstoffversorgung zu sichern.
      In den Köpfen muss ankommen, dass Holznutzung und Naturschutz sich nicht gegenseitig ausschließen - sondern gleichberechtigte Ziele sind. Wie können wir es im Jahr 2010 mit Blick auf Klimawandel und Ressourcenverknappung verantworten, auf die naturverträgliche Nutzung unseres wichtigsten Rohstoffs zu verzichten?

    Mit besten Grüßen

    Lars Schmidt - Vizepräsident
    BSHD Bundesverband Säge- und
    Holzindustrie Deutschland e.V.
    Reinhardtstraße 18
    10117 Berlin
    Telefon (0 30) 22 32 04 90
    Telefax (0 30) 22 32 04 89
    Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
    Vizepräsident: Lars Schmidt
    Vorstand: Oliver Mühmel
    Vorstand: Steffen Rathke
    Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
    Vereinsregister-Nummer 28535 B