Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

05/2010

15. Juni 2010

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Mitteramskogler GmbH
Huber-Holz GmbH

Neue BSHD-Mitglieder

Wir begrüßen im Kreise des BSHD die neuen Mitgliedsfirmen

  • Mitteramskogler GmbH
  • Huber-Holz GmbH
  • Partnerschaft mit der SÜDVERS Gruppe sichert BSHD-Mitgliedern Know-How im Versicherungsbereich

    Partnerschaft mit der SÜDVERS Gruppe sichert BSHD-Mitgliedern Know-How im Versicherungsbereich

    v.l.n.r.: Lars Schmidt, Norbert Buddendick, Axel Podleschak, Wolfgang Hetze

    Die richtige Absicherung von Risiken im Geschäftsleben kann für die Unternehmen der Säge- und Holzindustrie überlebenswichtig sein. Das Thema "Versicherungen" wird aber zunehmend komplexer, und ist aufgrund ständiger, teils gesetzlicher Neuregelungen und Veränderungen im täglichen Geschäftsleben von den Betrieben kaum noch zu überblicken. Daher wird dieses Thema oftmals "zur Seite geschoben", obwohl damit erhebliche Mehrkosten verbunden sein können - oder im Idealfall Kosteneinsparungen.

    Zu einem Strategiegespräch trafen sich daher die Herren Axel Podleschak und Wolfgang Hetzel von der SÜDVERS-Gruppe mit Lars Schmidt und Norbert Buddendick in der BSHD Geschäftsstelle in Berlin. Ziel der gestarteten Kooperation ist es, die Mitgliedsbetriebe konzentriert über sägewerksspezifische Fragestellungen zur Absicherung von Risiken zu informieren - sowie schnell auf aktuelle Neuregelungen und Entwicklungen aufmerksam zu machen.

    Vizepräsident Lars Schmidt: "Die Kooperation ist eine echte Win-win-Situation für SÜDVERS, den BSHD - und seine Mitgliedsbetriebe: Die renommierten Makler können auf Ihre Fachkompetenz aufmerksam machen, der BSHD sichert sich Know-how und die Mitgliedsunternehmen erhalten gut recherchierte und entsprechend aufbereitete Anregungen zu aktuellen Entwicklungen in Versicherungsfragen."

    Zukünftig wird dem Thema "Versicherungen" eine eigene Rubrik in der Mitgliederinformation eingeräumt, in dem regelmäßig wichtige Themen kompakt und leicht verständlich aufgearbeitet werden.

    Der BSHD freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der SÜDVERS Gruppe.

    BSHD-Datenbank für Mitglieder online

    BSHD-Datenbank für Mitglieder online

    Der neue exklusive Mitgliederbereich der BSHD-Website ist fertig gestellt. Unsere Online-Datenbank liefert aktuelle Informationen und Hintergründe, regelmäßig ergänzt und konzentriert aufbereitet, um einen schnellen und tagesaktuellen Überblick - und bei Bedarf umfassenden Einblick zu den aktuellen Themen zu verschaffen. Keine Papierstapel mehr, die aufwendig gesichtet und gelesen werden müssen, bevor der Nutzer weiss, ob interessante und für ihn wichtige Themen dabei sind.

    Unsere Mitglieder finden hier beispielsweise technische Standards, relevante Gesetze, interessante Unterlagen und Vorträge, sowie Positionspapiere und Hintergrundinformationen aus den Themenfeldern des BSHD - und zu den jeweiligen Fachgruppen.

    Die Startseite im Mitgliederbereich informiert dabei kurz und übersichtlich über die jeweils neuen Einträge in der Datenbank. Mit Hilfe der Kurzbeschreibung erfährt man, ob der neue Eintrag von Relevanz ist - und enscheidet, wie "tief" man in das Thema einsteigt. Bei Fragen kann man sich direkt an den Autor des Beitrags wenden. Die Navigation der Seite ist logisch und einfach aufgebaut, so findet der Benutzer auch ältere Beiträge und Inhalte zu bestimmten Themenfeldern.

    Der Zugriff ist exklusiv den Mitarbeitern unserer Mitgliedsfirmen vorbehalten - und daher mit einem Passwort geschützt.

    Laubholzkreis tagt in Kodersdorf

    Laubholzkreis tagt in Kodersdorf

    vordere Reihe v.l.n.r.: Detlef Zemlin, Fa. Firstwood ; Jan Hassan, Fa. Pollmeier ; Wolf-Georg Fehrensen, Fa. Fehrensen ; Christian Koppe, KTT ; Michael Decker, Fa. Decker ; Michael Nied, Fa. Nied ;

    hintere Reihe v.l.n.r.: Markus Treude, Fa. Obermeier ; Steffen Rathke Fa. Keck ; Marc Dörbaum, Fa. BARO ; Carsten Doehring, Fa. Klausner ; Jörg Engelage, Fa. Engelage

    Am 05.05.2010 traf sich der Laubholzkreis der Deutschen Sägeindustrie in Kodersdorf bei Klausner Holz Sachsen. Die Besichtigung eines großen Nadelholzsägewerks war auch für die 15 anwesenden Laubholzsäger von Interesse. Carsten Doehring gewährte einen Einblick in die Exportaktivitäten des Unternehmens und erläuterte das aktuelle Vertriebskonzept für die Auslandsmärkte von Klausner. Der Termin war in Kombination mit dem Thermoholz Workshop des IHD in Dresden vom 06. bis 07. Mai gelegt, so dass die Teilnehmer Gelegenheit hatten, sich über diesen neuen zukunftsfähigen Markt zu informieren.

    Steffen Rathke, Fa. Keck Ehningen, erklärte sich noch bis zum Ende des Jahres bereit diese Gruppe aus Laubholzsägern aller Verbände als Sprecher zu leiten. Der Laubholzschnittholzverbrauch ist seit Jahren rückläufig, die Zahl der Betriebe hat deutlich abgenommen. "Wir haben nur noch knapp 90 Laubholzsäger, die kontinuierlich über 5000 Fm einschneiden. Vor diesem Hintergrund ist besonders für die Laubholzsägeindustrie eine deutschland- bzw. europaweite Zusammenarbeit dringlicher den je." so Rathke zur Perspektive der Verbandsarbeit.

    Klaus Kottwitz berichtete über die aktuelle Arbeit des BSHD. Besonders im Hinblick auf die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung gibt es nach wie vor erheblichen Handlungsbedarf, um weitere Waldflächen von einem Nutzungsverzicht auszunehmen. Zur Steigerung des Laubholzverbrauchs können innovative Holzprodukte, wie das Thermoholz und Laubholzanwendungen im Bauwesen beitragen. Um diesen Prozess zu unterstützen hat der BSHD Anfang des Jahres die Fachgruppe Thermoholz gegründet, die sich am 06.05.2010 in Dresden zum dritten mal getroffen hat. Die Produktion von Strom über Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Chance zur Steigerung der Wertschöpfung im Sägewerk. Der BSHD will durch seine derzeitige Initiative, zur Klärung des Nawaro-Bonus auf Rinde das Investitionsklima in diesem Bereich verbessern.

    Im Herbst will der Laubholzkreis wieder ein Gespräch mit dem Holzmarktausschuss des Deutschen Forstwirtschaftsrates führen. Das letzte Gespräch im Herbst 2009 hatte zu einer Markt beruhigenden Zurückhaltung des Waldbesitzes im Bucheneinschlag geführt und einen weiteren Preisrutsch verhindert, der auch die Sägeindustrie über Lagerentwertung stärker belastet hätte.

    Die Marksituation wurde verhalten optimistisch eingeschätzt. Die Zeit sei wieder reif, die Schnittholzpreise anzuheben, so die mehrheitliche Meinung der Teilnehmer.

    Fachgruppe Thermoholz beschließt Gütesicherung

    Fachgruppe Thermoholz beschließt Gütesicherung

    Die Fachgruppe Thermoholz tagte am 06. Mai im Vorfeld des Europäischen Thermoholz Workshops des Instituts für Holztechnologie in Dresden. Die nächsten Aktivitäten der Fachgruppe werden sich im Schwerpunkt mit der Qualitätssicherung für Thermoholz befassen. Es muß für Thermoholz klare Standards geben, um dem Kunden ein verlässliches und eindeutig definiertes Produkt an die Hand zu geben. Bisher fehlen Normen, die Qualitäten festlegen.

    BSHD diskutiert mit SPD-Bundestagsfraktion über die zukünftige Ausrichtung der Wirtschaftspolitik

    BSHD diskutiert mit SPD-Bundestagsfraktion über die zukünftige Ausrichtung der Wirtschaftspolitik

    SPD-Fraktionsvorstand mit Wirtschaftsvertretern

    Bei einer Veranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion wurde zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft das Thema "Exportorientierung der deutschen Wirtschaft - Segen oder Fluch?" diskutiert.

    Nach einem Eingangsstatement vom SPD-Fraktionsvorsitzenden und Außenminister a.D., Dr. Frank-Walter Steinmeier, stellten Prof. Dr. Gustav Horn vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sowie Anton Börner, als Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), ihre Sicht auf das Thema vor.

    Für die deutsche Sägeindustrie sind Themen des Außenhandels von enormer Bedeutung. Viele Unternehmen der Branche exportieren ihre Ware ins europäische und außereuropäische Ausland. Der BSHD ist aber auch bemüht den Inlandsverbrauch von Holz zu steigern. Dies könnte z.B. durch die Erhöhung der Holzbauquote geschehen.

    Kommunen sind Rohstofflieferanten und Kunden der Säge- und Holzindustrie zugleich

    Kommunen sind Rohstofflieferanten und Kunden der Säge- und Holzindustrie zugleich

    Die Kommunen in Deutschland sind Waldbesitzer, haben rd. 20% Anteil an der Waldfläche Deutschlands, sind also wichtige Rohstofflieferanten für die Säge- und Holzindustrie. Aber gleichzeitig sind die Kommunen auch Kunden, mit einer großen Bandbreite von Aufträgen der öffentlichen Hand für Holzprodukte, von der Parkbank, über Gebäude im Innenausbau und konstruktiven Bereich - bis hin zu Kindergärten mit Spielgeräten im Außenbereich.

    Unter diesem Aspekt stand das erste Gespräch zwischen Ute Kreienmeier, Referatsleiterin für Kommunalwald, Umwelt und Naturschutz des Deutschen Städte- und Gemeindebundes - und Lars Schmidt, Vizepräsident des BSHD.

    Zentrale Themen waren die Rohstoffsicherung der Säge- und Holzindustrie, insbesondere die Nadelholzanteile in den Kommunalwäldern, Zertifizierung und innovative Produkte aus Holz, wie beispielsweise TMT für den Außenbereich und Folgen des Klimawandels.

    Beide Seiten waren sich einig, zukünftig intensiv zusammen zu arbeiten, da man zahlreiche gemeinsame Interessen verfolgt. So soll nun als erste gemeinsame Aktivität eine Umfrage an die Städte und Gemeinden in Deutschland erfolgen, um die Gründe für die geringe Holzbauquote bei den öffentlichen Ausschreibungen zu identifizieren - und gleichzeitig bei den Verantwortlichen in den Bauverwaltungen für den verstärkten Einsatz von Holzprodukten aus heimischen Wäldern und regionalen Wertschöpfungskette zu werben.

    "Die Deutsche Säge- und Holzindustrie ist in Europa, ja sogar weltweit führend, und fertigt innovative Produkte aus Holz. Ein erheblicher Anteil heimischen Holzes geht allerdings in den Export" so Lars Schmidt. "Die Holzbauquote in Deutschland ist vergleichsweise gering. Wir wollen gemeinsam dazu beitragen, Holz aus Kommunalwäldern in den regionalen Wertschöpfungsketten zu halten - und unsere gemeinsamen Produkte verstärkt im öffentlichen Bereich einzusetzen".

    Beide Seiten waren sich auch darin einig, dass die Bundesregierung endlich den bereits in 2006 angekündigten "Wald-Klima-Fonds" einrichten muss. Angesichts der Klimaschutzwirkung des Waldes und der Holznutzung sowie seiner Gefährdung durch den Klimawandel ist es längst überfällig, die notwendigen Anpassungsmaßnahmen aus dem Emissionshandel mit zu finanzieren - aus Einnahmen von Verursachern, die für den Anstieg der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind. Zwar haben sich jetzt Ministerin Aigner und Minister Röttgen grundsätzlich auf einen Waldklimafonds in Eckpunkten geeinigt. Nicht akzeptabel ist jedoch dass der Wald-Klimafonds erst in 2013 finanzwirksam werden soll. "Die geplante Ausstattung des Fonds mit nur 50 Millionen Euro jährlich bei geschätzten Gesamteinnahmen von 10 Mrd. Euro aus dem Emissionshandel reicht bei weitem nicht aus, um die Leistungen der Wälder für den Klimaschutz zu verstärken und sie fit für den Klimawandel zu machen", so Kreienmeier.

    Holzindustrie im Dialog mit dem Naturschutz

    Holzindustrie im Dialog mit dem Naturschutz

    Vom 19. bis 21. Mai 2010 veranstaltete das Bundesamt für Naturschutz das erste Dialogforum zur Nationalen Biodiversitätsstrategie (NBS) auf der Insel Vilm. Zum Thema "Öffentlicher Wald und Nationale Biodiversitätsstrategie" wurde diskutiert, wie der Beitrag öffentlicher Wälder zur Umsetzung der NBS ausgestaltet werden kann. Dr. Helmut Koschel, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) und des BSHD im Bereich Wald/Rohstoff, nahm als einziger Vertreter der Holzwirtschaft an dieser Veranstaltung teil.

    Der Dialog mit dem Naturschutz wurde in den letzten Jahren durch die Holzindustrie vernachlässigt. Dabei ist kein anderer Wirtschaftszweig derart von den vielfältigen Nutzungsbeschränkungen im Wald betroffen wie die Forst- und Holzindustrie. Im Jahr der biologischen Vielfalt 2010 werden die Forderungen nach weiteren Flächenstilllegungen und Nutzungseinschränkungen im Wald wieder lauter. In Zeiten zunehmender Rohstoffverknappung, sehen die Unternehmen der Holzindustrie diese umweltpolitischen Entwicklungen inzwischen mit großer Sorge. "Man kann nicht einen Großteil der ausnahmslos nachhaltig bewirtschafteten Wälder Deutschlands aus der Nutzung nehmen und gleichzeitig die Ausweitung der Biomassenutzung forcieren. Dies bedroht die Rohstoffversorgung der deutschen Holzindustrie und verhindert die Ausschöpfung der vollen Klimaleistungen, welche die Waldbewirtschaftung und langfristige Holznutzung bietet.", so Dr. Koschel. "Die Bewirtschaftung von Wald schafft Biodiversität. Daher muss ein Nationales Biodiversitätsprogramm die Waldbewirtschaftung als ein Instrument des Artenschutzes berücksichtigen."

    Brandenburger Branchenkonferenz "Holz" in Wildau

    Brandenburger Branchenkonferenz 'Holz' in Wildau

    Dr. Helmut Koschel im Dialog

    Am 26. Mai 2010 fand an der Fachhochschule Wildau bei Berlin die erste Brandenburger Branchenkonferenz Holz statt, an dem zahlreiche Betriebe der Holz verarbeitenden Industrie, Handwerker und Zimmereien sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft teilnahmen. Zur Podiumsdiskussion wurde als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher und des Bundesverbandes der Säge- und Holzindustrie Deutschlands Dr. Helmut Koschel eingeladen. Über die aktuelle Marktlage und die zukünftigen Herausforderungen der Holzbranche diskutierten mit ihm Herr Hubertus Kraut, Direktor des Landesbetriebes Forst Brandenburg, Herr Prof. Dr. Ullrich Schwarz, FH Eberswalde, Herr Dr. Steffen Tobisch, Institut für Holztechnologie Dresden, der Baruther Bürgermeister Peter Ilk und ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums.

    Hier kamen vor allem Holzmarkt-politische Themen und der sich weiter verschärfende Verdrängungswettbewerb zwischen stofflicher und energetischer Nutzung zur Sprache. Eine Vertreterin der Laubholzsägeindustrie machte auf die fortschreitende Flächenstilllegungen und Nutzungsrestriktionen in den Buchenwäldern aufmerksam. Dr. Koschel forderte die anwesenden Vertreter der Holzunternehmen auf, das Internationale Jahr des Waldes 2011 intensiv für die Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache zu nutzen und der Gesellschaft die Vorzüge der Holznutzung näher zu bringen.

    Holztransport mit steigenden Kosten

    Holztransport mit steigenden Kosten

    Auf dem 3. Unternehmertag des Holztransportgewerbes am 29.05.2010 in Hann. Münden referierte Klaus Kottwitz vor 80 Teilnehmern über die aktuelle Arbeit des BSHD und die Situation in der Sägeindustrie. Richard Witte, der Vorsitzende der veranstaltenden Bundesvereinigung des Holztransport-Gewerbes e.V. (BsHG) wies in der anschließenden Diskussion auf die aktuell hohe Kostenbelastung der Holztransporteure durch gestiegene Dieselpreise hin. Die Holzspediteure sind ein wichtiger Partner für die Sägeindustrie, nur ca. 10% eigene Fahrzeuge werden von Sägewerken betrieben. Es bestand Einigkeit darüber, dass der Austausch und der Dialog noch intensiver gestaltet werden müssen, um gemeinsame Interessen zu identifizieren und anschließend im politischen Raum zu vertreten. Ein gemeinsames Interesse ist die Erhöhung der zulässigen Gesamtgewichte für Lkw’s. In Deutschland sind 40 Tonnen zulässig, in Skandinavien dürfen Lkw’s fast das doppelte wiegen und auch in vielen anderen europ. Ländern sind höhere Gesamtgewichte erlaubt. Durch die höhere Transportkostenbelastung ist die deutsche Säge- und Holzindustrie im Wettbewerb mit anderen europäischen Unternehmen benachteiligt. Als weiteres gemeinsames Thema wurden die drohenden Nutzungseinschränkungen im Deutschen Wald diskutiert. Ein niedrigeres Holzaufkommen durch schärfere Naturschutzauflagen würde die Holzproduktion in Deutschland reduzieren und damit auch den Bedarf für Holztransporte reduzieren.

    Sonderpreis Massivholz - "Die gute Form"

    Sonderpreis Massivholz - 'Die gute Form'

    Ein wahrer Preisregen erwartet die Teilnehmer des Bundesentscheids der "Guten Form 2011" im Tischler- und Schreinerhandwerk. Nicht nur die drei Bundessieger und der Publikumssieger werden bei dem renommierten Gestaltungswettbewerb prämiert. Dazu gesellen sich erstmalig auch ein Sonderpreis Beschlag und ein Sonderpreis Massivholz. Den Sonderpreis Massivholz vergibt der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) zusammen mit dem Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD). Er ist mit 500 Euro dotiert.

    "Der Sonderpreis Massivholz wertet unsere ,Gute Form‘ ein gutes Stück weiter auf", erklärt BHKH-Präsident Alfred Jacobi. "Um eine Chance auf diese Auszeichnung zu haben, müssen sich die Auszubildenden der Herausforderung stellen, Vollholz in ihrem Gesellenstück zu verarbeiten. Nur dann kommen sie in die engere Auswahl."

    "Unser Ziel ist es, das Verständnis für Massivholz schon in der Ausbildung zum Tischler oder Schreiner weiter zu stärken", sagt Lars Schmidt, Vizepräsident des BSHD. "Bei der ,Guten Form‘ hat der Nachwuchs die Chance, diesen natürlichen und zugleich modernen Werkstoff zu perfekter Form und Funktion zu veredeln."

    Im Wettbewerb "Die Gute Form" werden jedes Jahr die Gesellenstücke ausgezeichnet, die unter dem Gesichtspunkt der Gestaltung herausragen.

    Kriterium für die Vergabe des Sonderpreises ist die Einbeziehung von Massivholz in die Gesamtgestaltung des Stückes. Es soll einerseits werkstoffgemäß eingebaut werden, andererseits durch seinen besonderen Charakter einen erkennbaren Beitrag zum Erscheinungsbild des Gesellenstücks leisten. "Das heißt nicht, dass Vollholz das Möbel dominieren muss", erläutert Schmidt. "Auch eine kreative Verwendung in Teilbereichen ist preiswürdig."

    Über die Vergabe des Sonderpreises befindet die unabhängige Experten-Jury, die auch die drei Bundessieger benennt.

    Der nächste Bundesentscheid der "Guten Form" findet vom 30. Mai bis 3. Juni 2011 auf der Messe "Handwerk, Holz und mehr" im Rahmen der internationalen Forst- und Holzwirtschaftsmesse LIGNA in Hannover statt. Der BHKH wird dort mit einem großen Stand präsent sein, auf dem die Stücke des Wettbewerbs in einer Ausstellung zu sehen sind.

    3 Fragen an... -
    Gottfried Pfister, Leitung Rundholzbeschaffung/-einkauf Klausner-Gruppe

    1. Gottfried PfisterWarum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
      Die Klausner-Gruppe ist dem BSHD beigetreten, weil wir uns als Branche insbesondere auf politischer Ebene - national und international - bisher viel zu wenig Gehör verschafft haben. Nur wenn sich die Player einer Branche zu einer gemeinsamen Linie finden, die Kräfte bündeln und auch gemeinsam vorgehen, wird man was bewegen können. Der BSHD ist mit seiner Zielsetzung und Ausrichtung prädestiniert dafür.
    2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
      Wichtig ist, dass der Verband für die Mitglieder da ist und nicht Selbstzweck wird. Die Mitglieder brauchen eine koordinierte Plattform, wo sie sich austauschen sowie neue Ideen zur Vorwärtsentwicklung der Branche bzw. der Märkte initiieren und die Rahmenbedingungen dafür wirksam mitgestalten und beeinflussen können. Dies als vertretende organisatorische Einheit zu initiieren, zu moderieren, in Projekte zu kleiden und voranzutreiben sehe ich als wesentlichen Kern der Verbandsarbeit.
    3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
      Unsere Anliegen sind nach Marktlage und Rahmenbedingungen unterschiedlich und reichen von Rohstoffversorgung über Zertifizierungs- bis hin zu Marketingfragen. Derzeit ist sicherlich die Versorgung der Branche mit dem Rohstoff Holz das Hauptthema. Hier gemeinsam getragene Strategien und Konzepte zur Steigerung des Holzaufkommens, z.B. durch Umbau der Waldbaupläne bzw. Senkung der Umtriebszeiten und der generellen Holzmobilisierung einerseits sowie die Verhinderung, dass Waldflächen außer Betrieb und zwangsökologisiert bzw. -enteignet werden anderseits, zu entwickeln und voranzubringen ist ein wichtiges Anliegen.

    Mit besten Grüßen

    Lars Schmidt - Vizepräsident
    BSHD Bundesverband Säge- und
    Holzindustrie Deutschland e.V.
    Reinhardtstraße 18
    10117 Berlin
    Telefon (0 30) 22 32 04 90
    Telefax (0 30) 22 32 04 89
    Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
    Vizepräsident: Lars Schmidt
    Vorstand: Oliver Mühmel
    Vorstand: Steffen Rathke
    Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
    Vereinsregister-Nummer 28535 B