Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

04/2010

07. Mai 2010

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Neue BSHD-MitgliederLogo Holz Schiller GmbH

Wir begrüßen im Kreise des BSHD die neuen Mitgliedsfirmen

  • Holz Schiller GmbH
  • Neues Dienstleistungs-MitgliedLogo Kurt Obermeier GmbH & Co. KG

    Die Firma Kurt Obermeier GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes, mittelständisches Industrie- und Handels­unter­nehmen mit Sitz in Bad Berleburg-Raumland in Südwestfalen. Seit mehr als 60 Jahren befasst sich das Unternehmen intensiv mit dem Thema Holzschutz und hat sich, als einer der führenden Holzschutzmittelhersteller Europas, mit KORA®-Holzschutz-Produkten einen Namen gemacht. Das Sortiment umfasst Holzschutzmittel­konzentrate für den Trogtränk- und Kesseldruckbereich, sowie Grundierungen, Farben, Lasuren und Holzöle für dekorative Anwendungen im handwerklichen und industriellen Verfahren.

    Kontakt

    André Braun
    Tel.: 02751/ 524-177
    Fax: 02751/ 524-190
    Email: andre.braun@obermeier.de

    Kurt Obermeier GmbH & Co. KG
    Berghäuser Straße 70
    57319 Bad Berleburg-Raumland
    Homepage: www.kora-holzschutz.de

    Im Gespräch mit Thüringens Landwirtschaftsminister Reinholz

    Im Gespräch mit Thüringens Landwirtschaftsminister Reinholz

    v.l.n.r.: Herr Jürgen Köstens / Geschäftsführer Rettenmeier Hischberg, Herr Michael Funk / Geschäftsführer ZS-Holz und Vorsitzender der AGR, Herr Staatsminister Jürgen Reinholz, Herr Lars Schmidt / Vizepräsident des BSHD, Herr Gottfried Pfister / Leiter Rundholzeinkauf der Klausner Group, Herr Volker Gebhardt / Referatsleiter ThüringenForst

    In der Reihe der Gespräche mit den zuständigen Fachministern auf Landesebene trafen Vertreter des BSHD Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz im Erfurter Landtag. Minister Reinholz, seit der Landtagswahl im August 2009 neu in diesem Ressort, zeigte großes Interesse an den Belangen der Holzindustrie - insbesondere aufgrund seines früheren Amtes als Wirtschaftsminister des Freistaates.

    Zentrales Thema war die Holzversorgung der Betriebe in und um Thüringen: „Auf der einen Seite könnten überzogene Naturschutzmaßnahmen bis hin zu großflächigen Unterschutzstellungen von Waldgebieten das Holzaufkommen erheblich reduzieren, zum anderen sind auch die zukünftigen Strukturen und die personelle Ausstattung von ThüringenForst für die Holzindustrie entscheidend, insbesondere hinsichtlich einer planmäßigen Versorgung mit Rundholz“, fasste Vizepräsident Lars Schmidt die aktuelle Situation in Thüringen zusammen.

    Die Vertreter des BSHD machten nochmals deutlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Holzindustrie und somit auch die immense volkswirtschaftliche Bedeutung vor allem für den ländlichen Raum im Freistaat nur mit einer ausreichenden Rohstoffversorgung aufrecht erhalten – oder sogar ausgebaut werden kann.

    Zudem, so waren sich beide Seiten einig, sollen verstärkt die bislang ungenutzten Potentiale im Kleinstprivatwald ausgeschöpft werden. Hier bietet das PPP-Projekt „Privatwaldförderung Thüringen“ bereits den richtigen Ansatz, um passive Waldbesitzer in Betreuung zu bringen, und so letztendlich das Holz für den Markt verfügbar zu machen. „Allerdings sind für einen nachhaltigen Effekt in der Mobilisierung vor allem auch die Forststrukturen entscheidend: Eine intensive und kontinuierliche Betreuung durch eine ausreichende Anzahl motivierter Revierleiter – sowie professionell und flächendeckend organisierte forstliche Zusammenschlüsse sind der Schlüssel“, so Vizepräsident Lars Schmidt.

    Beide Seiten vereinbarten, zukünftig regelmäßig Gespräche zu aktuellen Themen der Branche zu führen und im Bereich der Holzmobilisierung aktiv zusammen zu arbeiten.

    BSHD zu Gesprächen im Bundesumweltministerium

    BSHD zu Gesprächen im Bundesumweltministerium

    v.l.n.r.: Carsten Doehring, Kay Schweppe, Katherina Reiche, Lars Schmidt

    Zu einem Gespräch mit der Parlamentarischen Staatsekretärin Katherina Reiche MdB, trafen sich Vertreter des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

    Auf der Tagesordnung standen zwei wichtige Themen, die zurzeit die Branche beschäftigen: Die im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) strittigen Punkte, wie beispielsweise der Nawaro-Bonus auf Rinde sowie das Ausschließlichkeitsprinzip - und die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie in ein konkretes Biodiversitätsprogramm, welches im Laufe des Jahres vorliegen soll.

    Die Vertreter des BSHD erläuterten der Spitzenpolitikerin die Probleme, die der Sägeindustrie in der Praxis mit der rechtsunsicheren Auslegung des EEG bezüglich der Rindenverbrennung entstehen. Für die anstehende Novellierung des EEG in 2011 wurde die Aufnahme der Holztrocknug in die Positivliste zum KWK-Bonus und die Aufhebung des Ausschließlichkeitsprinzips angeregt. Die deutschen Sägebetriebe tragen schon heute mit einem Anteil von über 10% an der Gesamtstromerzeugung aus fester Biomasse einen beachtlichen Anteil zur klimafreundlichen Energieversorgung bei. Eine rechtssichere Auslegung und die angeregten neuen Regelungen könnten diesen Anteil sogar noch deutlich steigern und das vor allem in kleineren und mittleren Sägebetrieben. Die Parlamentarische Staatssekretärin versprach sich dieser Problematik anzunehmen, um in Abstimmung mit der EEG-Clearingstelle in der Rindenfrage schnell eine Entscheidung herbeizuführen.

    Bezüglich der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie in ein Biodiversitätsprogramm bemängelte der BSHD, dass Vertreter der Holzindustrie bis dato nicht mit in den Prozess eingebunden wurden. Das führt dazu, dass die Deutungshoheit über „Naturschutz im Wald“ vielfach bei den Naturschutzverbänden liegt und über die Köpfe der betroffenen Bevölkerung und Industrie hinweg entschieden wird. Dieser Zustand ist aufgrund der ohnehin schon angespannten Rohstoffversorgung ein weiterer Risikofaktor bei der Versorgung der Werke in Deutschland. Das zuständige Referat im BMU versprach bei zukünftig anstehenden Verhandlungen den BSHD mit an den Tisch zu holen, um einen breiteren Meinungsaustausch zuzulassen. Der BSHD wird jetzt umgehend da Gespräch mit den Referenten im BMU zu diesem Thema suchen.

    Schreiner und Säger starten Kooperation

    Schreiner und Säger starten Kooperation

    v.l.n.r.: Lars Schmidt, Peter Schreiber, Norbert Buddendick

    Der Hauptgeschäftsführer des Bundesinnungsverbandes der Tischler und Schreiner (BHKH), Peter Schreiber, war Mitte April zu Gast beim Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD), um über Kooperationsmöglichkeiten beider Verbände zu sprechen.

    In einem ersten Schritt will der BSHD einen Sonderpreis „Massivholz“ für Gesellenstücke im Rahmen des renommierten Gestaltungswettbewerbes „Die Gute Form“ des Tischler- und Schreinerhandwerks stiften. Die erstmalige Verleihung dieses Preises soll auf der LIGNA 2011 in Hannover erfolgen. „Langfristig ist es unser Ziel, im Holzhandwerk das Verständnis für Massivholz und unseren gemeinsamen Rohstoff „Holz“ weiter zu stärken“, erläutert Lars Schmidt, Vizepräsident des BSHD, die Initiative der Verbände.

    BHKH-Hauptgeschäftsführer Peter Schreiber: „Der Massivholz-Preis des BSHD wertet die „Gute Form“ als Bundespreis für die besten Gesellstücke weiter auf. Junge Tischler und Schreiner können den wertvollen Rohstoff Holz in ihren Gesellenstücken regelrecht veredeln.“

    Hintergrund der Kampagne ist der rückläufige Einsatz von Laubmassivholz in Deutschland. Insbesondere die traditionell Massivholz verarbeitenden Betriebe des Tischler- und Schreinerhandwerks sollen motiviert werden, wieder verstärkt Massivholz einzusetzen.

    BSHD zu Ortstermin mit Martin Bäumer MdL in Hedemünden

    BSHD zu Ortstermin mit Martin Bäumer MdL in Hedemünden

    Martin Bäumer MdL (mit gelber Akte) im Gespräch

    Am 13. April trafen sich Vertreter der Waldbesitzer und Landesforsten Niedersachsen sowie der Sägeindustrie mit dem umweltpolitischen Sprecher der niedersächsischen CDU Landtagsfraktion, Martin Bäumer, zu einem Ortstermin im niedersächsischen Hedemünden bei Göttingen.

    Trotz nachgewiesener positiver Effekte der nachhaltigen Forstwirtschaft auf die biologische Vielfalt plant der Landkreises Göttingen, bereits bestehende FFH-Gebiete im Süden des Kreises in Naturschutzgebiete umzuwandeln. Begründet wird dies Vorhaben mit der vermuteten Gefährdung der bereits jetzt sehr naturnahen Buchenwälder durch Forstwirtschaft. Würden diese Pläne umgesetzt, hätte das dramatische Folgen für die ortsansässige Bevölkerung (Einschränkung des Betretensrechtes und der Brennholznutzung), für die Sägeindustrie (Verlust ortsnah verfügbaren Holzes) und auch für den Naturschutz selbst (Verlust naturschutzfachlich wertvoller Waldstrukturen durch Aufgabe bestimmter Bewirtschaftungsformen).

    Was weder den betroffenen Waldbesitzern noch Bäumer einleuchten wollte, war die Tatsache, dass die heute als schützenswert erachteten Lebensräumen zwar erst durch die nachhaltige Bewirtschaftung über Generationen entstanden sind, das Sicherungskonzept für das FFH-Gebiet aber die Begründung enthält: "Gefährdung durch Forstwirtschaft".

    Der Landtagsabgeordnete Bäumer zeigte sich als interessierter und problemlösungsorientierter Fachmann und versprach, sich für die Belange der ortsansässigen Forst- und Holzwirtschaft einzusetzen.

    Dem Vorortbesuch in den betroffenen Waldflächen ging eine Unternehmensbesichtigung im Sägewerk Fehrensen voraus, bei dem die Vertreter der Holzindustrie dem Fachpolitiker die Branche näher vorstellten.

    Kooperation mit MyHammer gestartetMyHammer Logo

    Umweltverträglichkeit, Herkunft und Verfügbarkeit von Rohstoffen werden immer bedeutender – damit wird Holz als natürlicher Werkstoff wieder wichtiger. MyHammer und der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) arbeiten in diesem Themenbereich ab sofort zusammen. Ziel ist die Bereitstellung von Informationen und Tipps zum Thema Bauen und Wohnen mit dem vielseitigen, nachwachsenden und lokal verfügbaren Rohstoff Holz.

    Gerrit Müller, Vorstandsvorsitzender der MY-HAMMER AG, freut sich über die Erfolge der Tischler und Schreiner: „Holz als Werkstoff erlebt eine Renaissance im Bau- und Modernisierungsbereich sowie in der Inneneinrichtung, seit einiger Zeit sind beispielsweise Massivholz-Terrassen sehr gefragt. Wir freuen uns sehr, unseren Nutzern die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Naturmaterials durch die Unterstützung des BSHD auf unserer Plattform vorzustellen.“

    Norbert Buddendick, Geschäftsführer des BSHD, sagt: „Die Vorteile von Holz sind unschlagbar. Hausbesitzer ebenso wie Mieter können durch diesen nachwachsenden und lokal verfügbaren Baustoff ihre Wohnqualität deutlich verbessern, Energiekosten sparen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zusammen mit MyHammer bieten wir alle relevanten Informationen zu diesem Thema und erreichen die Zielgruppe unmittelbar und direkt.“

    MyHammer ist mit über 30.000 täglich laufenden Ausschreibungen die Nummer Eins unter den Online-Marktplätzen für Handwerks- und Dienstleistungsaufträge in Deutschland. Das angebotene Spektrum reicht von kompletten Baumaßnahmen über Reparaturen, Wohnungsrenovierungen und Umzüge bis zu Betreuung und Unterricht.

    Diskussion über Energiepolitik der Zukunft

    Diskussion über Energiepolitik der Zukunft

    Bundesumweltminister Norbert Röttgen

    Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) diskutierte mit Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie Vertretern aus der Energiebranche über die Gestaltung der Energiepolitik von morgen.

    In seiner Ansprache stellte der Bundesumweltminister klar, dass die jetzige Regierung den erneuerbaren Energien in Deutschland weiterhin eine Schlüsselrolle zukommen lassen will. Um die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern, sei Deutschland auf diese Techniken angewiesen.

    In diesem Zusammenhang spielt die deutsche Sägeindustrie eine Schlüsselrolle. Schon heute trägt die Branche mit über 10% zur Stromversorgung aus Biomasse bei. Bei den richtigen Weichenstellungen im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG), wie z.B. dem Nawaro-Bonus auf Rinde, könnte diese Leistung leicht verdoppelt werden.

    3 Fragen an... -
    Dr. Klaus Böltz von der Klenk Holz AG

    1. Dr. Klaus BöltzWarum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
      Als Gründungsmitglied stand für uns die Notwendigkeit einer starken Interessenvertretung außer Frage: Die Anliegen der Sägeindustrie müssen zentral gebündelt werden. Es gibt zudem weit mehr Themen, die kleine wie große Betriebe verbinden als trennen. Unsere Branche brauch dazu einen „Verband der Unternehmen“ mit einer direkten Einbindung der Unternehmer - und keinen „Verband der Verbände“.
    2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
      Eine zukunftsfähige Organisation muss schlank aufgestellt sein und effizient arbeiten. Im direkten Dialog mit den Mitgliedern müssen dabei die wichtigen und für die Zukunft der Branche und Betriebe relevanten Themen identifizieren werden. Der Fokus sollte dabei auf Projekten liegen, die den Mitgliedern einen echten Mehrwert bieten. Wir brauchen zudem eine gute Vernetzung zwischen den Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft, aber vor allem im politisch-parlamentarischen Raum - auf Bundes- wie Landesebene. Der Verband muss sich aber noch stärker als Sprachrohr der Branche bemerkbar machen und sich entsprechendes Gehör verschaffen. Wenn wir die Wahrnehmung in den Medien verstärken, erhöhen wir auch unsere politische Wirksamkeit. Wir sind gut gestartet, jetzt gilt es, diese Position auszubauen und weitere Mitglieder zu gewinnen!
    3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
      Das zentrale Thema ist die Sicherstellung der Rohstoffversorgung und die Gewährleistung der Nutzfunktion unserer Wälder. Die Fakten für die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz sprechen für uns. Jetzt gilt es, bei den potenziellen Nachfragern die Vorteile und Vorzüge von Holz gegenüber anderen Bau- und Rohstoffen deutlich zur Geltung zu bringen. Es reicht nicht, wenn wir davon überzeugt sind, wir müssen Gesellschaft und Politik überzeugen - und damit die Holzverwender.

    Mit besten Grüßen

    Lars Schmidt - Vizepräsident
    BSHD Bundesverband Säge- und
    Holzindustrie Deutschland e.V.
    Reinhardtstraße 18
    10117 Berlin
    Telefon (0 30) 22 32 04 90
    Telefax (0 30) 22 32 04 89
    Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
    Vizepräsident: Lars Schmidt
    Vorstand: Oliver Mühmel
    Vorstand: Steffen Rathke
    Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
    Vereinsregister-Nummer 28535 B