Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Speedletter ...aus Berlin

02/2010

03.03.2010

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Neue BSHD-Mitglieder

Wir begrüßen im Kreise des BSHD die neuen Mitgliedsfirmen

  • BikoS GmbH (Mitglied seit 02. Februar 2010)
  • Holzbodenwerk Krottenthaler GmbH & Co.KG (Mitglied seit 01. Februar 2010)
  • Sägewerk Hagensieker GmbH (Mitglied seit 02. Februar 2010)
  • Gebrüder Lüken OHG (Mitglied seit 05. Februar 2010)
  • Fachgruppe Thermoholz im BSHD gegründet

    Fachgruppe Thermoholz im BSHD gegründet

    BSHD-Fachgruppe Thermoholz

    Am 4. Februar 2010 wurde die Fachgruppe Thermoholz im Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) in Hannover gegründet. Sechs Hersteller von Thermoholz waren zuvor dem BSHD beigetreten, um Mitglied in der Fachgruppe werden zu können. Die Gründungsmitglieder der Fachgruppe Thermoholz sind:

  • BikoS TMT GmbH, Lübbenau
  • Firstwood GmbH, Premnitz
  • Holzbodenwerk Krottenthaler GmbH & Co.KG, Michelsneukirchen
  • Menz Holz GmbH & Co. KG, Ehrenberg-Reulbach
  • Sägewerk Hagensieker GmbH, Bad Essen
  • Timura Holzmanufaktur GmbH, Rottleberode
  • Zum Sprecher der neuen BSHD-Fachgruppe wurde Rainer Buchmann (Geschäftsführender Gesellschafter der Menz Holz GmbH & Co. KG) gewählt. Seine Stellvertreter sind Martin Hagensieker (Inhaber Sägewerk Hagensieker GmbH) sowie Detlef Zemlin (Geschäftsführender Gesellschafter der Firstwood GmbH). "Wir wollen gemeinsam die Dauerhaftigkeit und höhere Dimensionsstabilität von Thermoholz gegenüber Tropenholz herausarbeiten und das Thermoholz-Produktspektrum einem breiten Publikum bekannt machen. Desweitern steht die Qualitätssicherung im Vordergrund, damit Verwender und Nutzer die klar definierten Eigenschaften des Produktes auch verlässlich erhalten. Ferner wird sich die Fachgruppe auf die konsequenten Erschließung neuer Einsatzfelder von Thermoholz, wie zum Beispiel im Schiffsbau, in Fenstern und Haustüren oder als Dielenfußböden fokussieren.", so Rainer Buchmann zu den zukünftigen inhaltlichen Schwerpunkten der Fachgruppenarbeit. Unterstützt wird die Arbeit der BSHD-Fachgruppe Thermoholz durch die Experten Prof. Dr. Andreas O. Rapp, Leibnitz Universität Hannover, und Dr. Wolfram Scheiding, Institut für Holztechnologie Dresden (IHD). Die Fachgruppe trifft sich das nächste Mal anlässlich des vom IHD am 6. und 7. Mai 2010 ausgerichteten 6. Europäischen TMT-Workshops in Dresden.

    BSHD diskutiert über Nationalpark im thüringischen Suhl

    BSHD diskutiert über Nationalpark im thüringischen Suhl

    v.l.n.r.: Podium

    Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) nahm anlässlich der Planungen zu einem Nationalpark in Thüringen an einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Naturschutz teil. Den BSHD vertrat Markus Diersch von der Klausner Holz Thüringen GmbH. In der Debatte positionierte sich der BSHD gegen die Ausweisung eines weiteren Nationalparks auf thüringischem Boden. Für die Seite der Holzindustrie stellte man klar, dass eine weitere Verknappung des Rohstoffstoffs den Industriestandort Thüringen enorm schwächen wird und das man durchaus Potentiale für den Waldnaturschutz und die Artenvielfalt jenseits pauschaler Flächenstilllegungen sieht. Mit Bedauern nahm der BSHD zur Kenntnis, dass kein Mitglied der thüringischen Landesregierung sich den Fragen der Betroffenen stellen wollte.

    BSHD zu Gesprächen im Umweltbundesamt

    BSHD zu Gesprächen im Umweltbundesamt

    v.l.n.r.: B. Krause, A. Behnke, Dr. M. Angrick, N. Buddendick, K. Kottwitz

    Bei einem Besuch im Umweltbundesamt (UBA), in Dessau-Roßlau, sprachen BSHD-Geschäftsführer Norbert Buddendick, und BSHD-Regionaleiter Südwest Klaus Kottwitz mit dem Leiter der Abteilung "Nachhaltige Produktion, Ressourcenschonung und Stoffkreiskäufe", Dr. Michael Angrick. Als gemeinsame Themen für eine zu intensivierende Zusammenarbeit zwischen BSHD und UBA wurden die Rohstoffversorgung mit den Fassetten Biodiversität, Waldumbau, Flächenstilllegungen und Waldzertifizierung ausgemacht. Thermoholz als Ersatz für Tropenholz, Wohngesundheit, Nachhaltiges Bauen, die Weiterentwicklung der Energieeinsparungsregelungen mit der Kraft-Wärme-Kopplung und dem EEG sowie die Emissionen aus Energieerzeugungsanlagen und aus chemischen Holzschutzmaßnahmen gehören ebenfalls dazu. Weitere gemeinsame Themen sind die Speicherung von CO2 und die Förderung der Verwendung von natürlich belassenem Vollholz. Im Rahmen des europäischen Sevilla-Prozesses wünscht sich das UBA eine Zusammenarbeit mit der Sägeindustrie, um die Wettbewerbsbedingungen für die produzierenden Unternehmen in Europa im emissionsrechtlichen Bereich anzugleichen. Dr. Angrick bot an, bei Bedarf den doch recht unbekannten Sevilla-Prozess den Mitgliedern vorzustellen und über die Auswirkungen zu referieren. Ein regelmäßiges jährliches Treffen auf Präsidialebene wird von beiden Seiten befürwortet und angestrebt.

    BSHD trifft Henning Heidemanns, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes BrandenburgHenning Heidemanns

    In der Reihe der Gespräche mit den zuständigen Staatsministerien der Bundesländer trafen sich am 24. Februar 2010 BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt, BSHD-Geschäftsführer Norbert Buddendick sowie Vertreter zweier BSHD-Mitgliedsunternehmen Klaus Böltz, Klenk Holz AG, und Detlef Zemlin, firstwod GmbH, mit dem Staatssekretär für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg Henning Heidemanns in Potsdam. Brandenburg ist mit circa eine Million Hektar (37 Prozent des Bundeslandes) eines der waldreichsten Bundesländer Deutschlands und somit stand im Fokus des Gespräches die wirtschaftliche Entwicklung der Sägeindustrie in Brandenburg. Staatssekretär Heidemanns zeigte sich gut informiert über die Situation der Forst- und Holzwirtschaft in seinem Bundesland. Gemeinsame Projekte zur Förderung des Holzabsatzes im Bauwesen sollen auf den Weg gebracht werden. Diesbezüglich will man zusammen mit dem Ministerium das energieeffiziente Bauen, für welches sich der Holzbau anbietet, in den Mittelpunkt rücken. Ebenso sollen bei Bauvorhaben des Landes verstärkt Ausschreibungen so gestaltet werden, dass innovative Produkte, wie z. B. Thermoholz, berücksichtigt werden können.

    Grenzübergreifende Gespräche: BSHD trifft österreichischen Sägerverband

    Grenzübergreifende Gespräche: BSHD trifft  österreichischen Sägerverband

    v.l.n.r.: Dr. S. Pichler, L. Schmidt

    Im Rahmen eines Auftaktgesprächs traf BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt mit Vertretern des Fachverbandes der Holzindustrie Österreich in Wien zusammen. Dr. Claudius Kollmann, Geschäftsführer des Fachverbandes, sowie Dr. Stefan Pichler, Referent mit dem Schwerpunkt Sägeindustrie, zeigten großes Interesse an den Aktivitäten des BSHD in Berlin. Im Vordergrund des Treffens stand zunächst das Kennenlernen der österreichischen Interessenvertretung. Lars Schmidt informierte sich umfassend über den Verband und seine Aktivitäten und Zielsetzungen. In diesem Zusammenhang wurden Themen wie zum Beispiel Zertifizierung, Rundholzversorgung sowie die internationale Holzabsatzwerbung erörtert und gemeinsame Probleme bzw. Schnittmengen herauskristallisiert, welche die österreichische als auch deutsche Sägeindustrie bewegen. Zukünftig sollen regelmäßig Gespräche zwischen den nationalen Verbänden geführt und gemeinsame Aktivitäten auf den Weg gebracht werden. Die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum und auf europäischer Ebene wurde von beiden Seiten unterstrichen und soll zeitnah umgesetzt werden.

    3 Fragen an... -
    Rainer Buchmann von der MENZ Holz GmbH

    1. MENZ Holz GmbHWarum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
      Wir sind als MENZ Holz Mitglied geworden in der Fachgruppe Thermoholz, weil wir den BSHD als den geeigneten Verband für unseren Bereich sehen. Er ist nicht durch vorhandene Mitglieder dem Bereich Tropenholz verpflichtet. Er ist ein deutscher Verband, der eine Abgrenzung gegen nicht qualitätsbewusste arbeitende Produzenten aus Billiglohnländern zuläßt und mit einer Vertretung in Berlin und Brüssel eine vorhandene Infrastruktur bietet.
    2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
      Wir haben die Erwartung, daß das Thema Thermoholz den Sägewerkern, der Holzindustrie, der Politik und der Öffentlichkeit auf breiter Ebene bekannt gemacht wird. Sowohl Waldbesitzer als auch Sägewerker können von den hervorragenden Eigenschaften des Thermoholzes für den Außenbereich zusätzlich profitieren. Der Holzfachhandel verfügt damit über ein zusätzliches Angebot für umweltbewußte Käufer.
    3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
      Die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie sind aus meiner Sicht:

      a. Hervorheben der bedeutenden Stellung dieser für Deutschland wichtigen Industrie
      b. Erhalt der "Opinion Leader" Funktion im technologischen Bereich
      c. Vermeidung weiterer Flächenstilllegungen durch den Naturschutz, der die Bedeutung der sinnvollen Bewirtschaftung verkennt
      d. Aufklärung der Politiker in diesen existenziell wichtigen Fragen
      e. Schaffung eines positiven Umfelds in der Öffentlichkeit für den Einsatz von Holz im Bau- und Außenbereich

    BSHD-Termine

    09. März 2010 - Gesprächskreis Nadelholz, in Aschaffenburg

    Mit besten Grüßen

    Norbert Buddendick - Geschäftsführer Produkte/Markt
    BSHD Bundesverband Säge- und
    Holzindustrie Deutschland e.V.
    Reinhardtstraße 18
    10117 Berlin
    Telefon (0 30) 22 32 04 90
    Telefax (0 30) 22 32 04 89
    Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
    Vizepräsident: Lars Schmidt
    Vorstand: Oliver Mühmel
    Vorstand: Steffen Rathke
    Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
    Vereinsregister-Nummer 28535 B