Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
Speedletter ...aus Berlin

13/2009

26.11.2009

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Neues Mitglied

Das Sägewerk Hartmann GmbH aus Eiterfeld ist neues Mitglied im BSHD. Mit Geschäftsführer Uwe Hartmann begrüßt der BSHD ein weiteres Mitglied in seinen Reihen.

Sägewerk Hartmann GmbH

Sägewerk Hartmann GmbH aus Eiterfeld

Carsten Doehring neuer Sprecher des AK Kraft-Wärme-Koppelung

Carsten DoehringDie Energieversorgung ist für die Unternehmen der Sägeindustrie ein essentieller Bestandteil der Wertschöpfung. Aus diesem Grunde hat sich der BSHD dieses Themas mit der Gründung eines Arbeitskreises Kraft-Wärme-Kopplung (AK KWK) angenommen. Auf einer gemeinsamen Sitzung kamen die technische Experten und Juristen aus den Unternehmen und dem BSHD zusammen, um die aktuelle Situation zu erörtern und nach Wegen zu suchen, wie die Rechtssicherheit im Rahmen des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) verbessert werden kann. Um zukünftig bei Gesprächen mit der Politik und den regelsetzenden Gremien als Einheit wahrgenommen zu werden, wurde Carsten Doehring von der Klausner Holz Thüringen GmbH zum Sprecher des AK KWK gewählt. Der BSHD wird nun mit konkreten Vorschlägen und Initiativen auf die Politik zugehen.

BSHD stellt Branche auf Logistikkongress in Potsdam vor

Auf einem Kongress über Logistikkonzepte im Verkehrskorridor Ostsee-Adria stellte der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) seine Branche den anwesenden Experten vor. Ein Schwerpunktthema des Kongresses beschäftigte sich mit Logistikproblemen der Holzindustrie. BSHD-Forstreferent Kay Schweppe stellte den Anwesenden in seinem Vortrag Eckdaten wie Wirtschaftskraft der Holzindustrie, Unternehmen der Branche sowie Logistikkonzepte der Holzindustrie vor. Kay Schweppe brachte die Probleme mit der 40 Tonnen Regelung sowie Ladungssicherungsmaßnahmen ins Gespräch. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Logistikexperten und dem BSHD vereinbart.

BSHD stellt Branche auf Logistikkongress in Potsdam vor

Kay Schweppe referiert auf dem Logistikkongress in Potsdam

Treffen mit MdB Dr. Patrick Sensburg

Im jüngst gewählten 17. Deutschen Bundestag sitzen mit Überhang- und Ausgleichsmandaten 622 Abgeordnete, darunter über 200 Neu-MdBs, die erstmals in den Bundestag einzogen. Mit Dr. Patrick Sensburg, direkt gewählter Abgeordneter des Hochsauerlandkreises (früherer Wahlkreis von Friedrich Merz) trafen sich BSHD-Hauptgeschäfsführer Frank Ahnefeld und Kerstin Holz, BSHD-Assistentin, zu einem ersten Gespräch und Kennenlernen. Dr. Sensburg erwies sich als Kenner der Anliegen und Herausforderungen der deutschen Säge- und Holzindustrie. In seinem Wahlkreis sind zahlreiche Unternehmen der unterschiedlichsten Größenordnung angesiedelt. Der Abgeordnete bot sich als Anlaufstelle und Ansprechpartner für den BSHD an. Geplant wurde im Frühjahr nächsten Jahres eine gemeinsame Gesprächs- und Besuchsreihe mit den Unternehmen im Hochsauerlandkreis durchzuführen.

Hardwood Conference 2009 in Wien

Auf der Hardwood Konferenz 2009 in Wien war der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschlands e.V. (BSHD) mit zwei Repräsentanten vertreten: Vizepräsident Lars Schmidt und Vorstandsmitglied Steffen Rathke. Die Konferenz stand im Zeichen der allgegenwärtigen Wirtschafskrise. "Gerade die Laubholzsäger stehen vor großen Herausforderungen. Nicht nur die wirtschaftliche Situation, sondern auch Diskussionen über Flächenstilllegungen und verschärfte Zertifizierungsregeln spielen dabei eine Rolle. Zusätzlich ist ein Trend weg von Laubmassivholz hin zu Holzwerkstoffen zu beobachten. Alle diese Punkte setzen die Branche enorm unter Druck", so Schmidt. Die beiden BSHD-Vorstandsmitglieder, die mit zwei Vorträgen zum Konferenzprogramm beigetragen haben, machten zum Schluss deutlich, dass diese Veranstaltung in der derzeitigen Situation enorm an Relevanz gewonnen hat.

Hardwood Conference 2009 in Wien

Steffen Rathke

Hardwood Conference 2009 in Wien

Lars Schmidt

Parlamentarischer Abend der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern

Am 28. Oktober 2009 lud das Cluster Forst und Holz in Bayern zum Parlamentarischen Abend in den Hofbräukeller in München ein. Zahlreiche Parlamentarier aus allen Fraktionen waren zu Gast und der Abend zeigte eindrucksvoll, dass das politische Interesse am Cluster Forst und Holz groß ist. Zum Erfolg beigetragen haben aber vor allem die beiden Gastvorträge zum Thema "Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz" von Dagmar Fritz-Kramer (Geschäftsführerin, Bau-Fritz GmbH & Co. KG, Erkheim) und Florian Lichtblau (Lichtblau Architekten, München). Beide Vorträge widmeten sich in voller Gänze dem Thema "Bauen mit Holz". Kernpunkte waren dabei nicht nur die CO2-Speicherung über die Lebensdauer und die Niedrigenergiewerte eines Holzhauses, sondern unüblicher weise auch die Energiebilanz beim Bau eines Hauses, das Thema Wohngesundheit sowie die Entsorgung der Baustoffe am Ende des Lebenszyklus eines Holzhauses. In Anbetracht dessen, dass der Anteil der Altbau-Entsorgung schon heute bei über 50% am gesamten Müllaufkommen liegt, wurde durch die Referenten noch einmal deutlich gemacht, dass sich Holzhäuser, im Gegensatz zu anderen Bauweisen, rückstandslos entsorgen lassen - und das positiv: in CO2-neutrale Energie! Die Einbeziehung dieser gesamten Sichtweise in die Bewertung von Holzhäusern kann nur zu einer Schlussfolgerung führen: Es gibt zu Holz keine Alternative. Die Referenten bemerkten kritisch, dass diese Fakten im Bauwesen, insbesondere der öffentlichen Hand, keine Beachtung finden. Nach wie vor wird ein Haus lediglich am Energieverbrauch im Rahmen der Nutzung gemessen, die ganzheitliche Betrachtung aller Faktoren ist nicht gegeben. Durch den Abend führte Herr Prof. Wegener, Träger des Schweighofer-Preises 2009.

Parlamentarischer Abend der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern

Parlamentarischer Abend der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern

Branchentag Holz 2009 in Köln

Der Branchentreff Holzhandel, Holzimport, Holzindustrie in Köln konnte mit 2700 Besuchern am 10. und 11. November 2009 das Niveau von 2007 halten. Er findet alle zwei Jahre statt und wird vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) veranstaltet, jetzt das zweite Mal in der Messe Köln. Trotz aller Unkenrufe im Vorfeld gab es bei den Austellern einen Zuwachs um 11% auf 168 und bei der Fläche ein Zuwachs von 17%. Der überproportionale Flächenzuwachs resultiert aus der endgültigen Aufgabe des Konzeptes von einheitlichen Standgrößen für alle Aussteller, was auf Kritik stieß. Der Branchentag macht damit einen weiteren Schritt in Richtung Messe, weg von dem ursprünglichen Konzept eines kombinierten Kongress- und Ausstellungsevents. Auch die Vorträge nahmen früher einen größeren Teil ein und wurden zugunsten des Messecharakters reduziert. Der erste Tag war gut bis sehr gut besucht, die Mehrheit der Aussteller war zufrieden. Der Branchenabend mit 1380 Besuchern wurde wieder, ähnlich wie im Wiesbadener Kurhaus, mit mehreren Buffets und viel Platz zum Flanieren im Kongresszentrum der Messe direkt in der Nachbarschaft zur Halle 8 durchgeführt. Traditionsgemäß ist der Branchenabend ein Highlight des Branchentages und er konnte tendenziell an die herausragenden Events in Wiesbaden anschließen. Einen thematischen Schwerpunkt der Messe nahmen die Fußböden ein - Holzwerkstoffe, WPC, Terrassenbeläge und vor allem thermisch modifiziertes Holz für den Außen- und Innenbereich. Gartenholz ist nach wie vor ein interessantes Thema im Vertriebsweg Holzfachhandel, der Trend geht weg vom Tropenholz/Bangkirai. Auch der konstruktive Bereich, BSH, KVH, Duo- und Triobalken sowie Massivholzplatten war sehr gut vertreten. Der Holzfachhandel scheint hier, als Vertriebsweg an Bedeutung zu gewinnen. Unter den Besuchern waren zahlreiche Unternehmen der Sägeindustrie zu beobachten, die diese Entwicklung offensichtlich aufmerksam beobachten. Der Festvortrag am ersten Tag war folgerichtig dem Holzbau gewidmet. Prof. Dr. Natterer stellte eindrucksvoll zahlreiche Holzbauprojekte vor, die den Baustoff Holz in seiner ganzen Vielfallt, Flexibilität und Klimarelevanz zeigten. Seine Botschaft: Wir brauchen noch mehr Pilotprojekte, um den Holzbau weiter voran zu bringen. Einen Schwerpunkt legte er in seinen Beispielen auf den Holzverbund mit Glas und auch Beton. Der Innovationspreis Holz wurde viermal vergeben. Für den Woody "Innovatives Produkt" setzte sich Lebo mit seiner Stil- und Designtür "Alrik" gegen einen Laminatboden im Premiumsegment von Parador und das Paneelsystem SP 300 von Meister durch. Die drei nominierten Produkte bestätigen den Trend zur Innovation über Holzwerkstoffe und weg von massivem Holz in der Innenverwendung. Der zweite Woody ging an die Firma Lüb & Wolters, Borken, für exzellente Warenpräsentation, die auf der Königsallee (Kö) in Düsseldorf mit Ihrer Ausstellung "Stilwerk" Architekten, Bauplanern und privaten Bauherrn exklusive Beispiele für Inneneinrichtungen "ohne Preisschilder" zeigen. Der dritte Woody ging an die Firma Waterkamp, Norwalde, für Ihre CSR-Strategie (Central Social Responsibility), ein umfassendes Konzept für eine Firmenphilosophie unter Einbindung von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Offen blieb dabei die Frage, wie das angesprochene motivationsfördernde W-Spiel funktioniert, das ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes darstellt. Als vierter Preisträger erhielt die Firma Reimann aus Bad Harzburg den Woody für ein vorbildliches Konzept der Neukundengewinnung und Kundenbindung durch ein Holzenergiezentrum. Holz Reimann ist hauptsächlich Rohholzhändler, der mit einer Brennholzproduktion, einem Holzfachmarkt und dem neuen Energieholzzentrum auf Diversifikation setzt.

Branchentag Holz 2009 in Köln

10. Branchentag Holz 2009 in Köln

Branchentag Holz 2009 in Köln

ante-holz GmbH auf dem 10. Branchentag Holz 2009 in Köln

Branchentag Holz 2009 in Köln

KLENK HOLZ AG auf dem 10. Branchentag Holz 2009 in Köln

3 Fragen anů -
Christian Schmitt, Geschäftsführer Bentheimer-Holz GmbH

  1. Warum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
    Für die Sägeindustrie ist es wichtig, dass Interessen nicht nur, wie jetzt, regional, sondern auch verstärkt überregional und innerhalb von Europa vertreten werden. Für eine enge Sichtweise sehe ich keine Zukunft. Hier muss sich ein Verband stärker engagieren.
  2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
    Nicht die Preise von der Forst oder die Schnittholzpreise der Kollegen sind wichtig (werden sowieso nicht ehrlich angegeben!), sondern wie mobilisiert man zum Beispiel gemeinsam den Rohstoff Holz, wie erschließt man zusammen neu Absatzmärkte für unsere Schnittholzprodukte, wie erschließen wir uns den zukunftsträchtigen Energieholzmarkt?
  3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
    Wir arbeiten mit einem nachwachsenden Rohstoff, bei der Produktion fallen keine "Abfälle an". Holz ist im täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Akzeptanz in Politik und Bevölkerung ist jedoch nicht da. Holz wird nur als billiger Rohstoff oder Werkstoff gesehen. Die Säge- und Holzindustrie muss zukünftig in der Lage sein, dem Waldbesitz auskömmliche Preise zu bezahlen. Das Image vom "billigen" Holz kann nicht nur der Waldbesitzer bezahlen, hier ist die Holzindustrie gefragt.
3 Fragen anů

Christian Schmitt

3 Fragen anů

Bentheimer-Holz GmbH

Gespräch mit dem Leiter der Bayerischen Forstverwaltung, Georg WindischBayerische Forstverwaltung und Wappen Bayern

Zu einem Antrittsbesuch im Bayerischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten trafen sich BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld und BSHD-Mitglied Dr. Carsten Merforth von der Rettenmeier Holding mit dem Leiter der Bayerischen Forstverwaltung, Ministerialdirigent Georg Windisch, und dem Leiter des Referats Forstvermögen, Forstrechte, Holzwirtschaft und Forsttechnik, Ltd. Ministerialrat Hermann Meyer. In dem Gespräch ging es um Themen wie die Biodiversitätsstrategie, Zertifizierung, Naturschutz und Rohstoffverfügbarkeit. Zentrales Gesprächsthema war insbesondere die Zukunft der Holzabsatzförderung. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit einer zentralen und professionell organisierten Holzabsatzförderung in Deutschland. Die Bayerische Forstverwaltung und der BSHD vereinbarten für die Zukunft einen engen Austausch und Dialog in gemeinsamen Themen und Anliegen.

BSHD und Schweizer Waldwirtschaft auf Kooperationskurs

Der Vizepräsident des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD), Lars Schmidt, und der Direktor des Verbandes Waldwirtschaft Schweiz (WVS), Urs Amstutz, trafen sich in der Schweiz zu einem gemeinsamen Gespräch und Gedankenaustausch. Waldwirtschaft Schweiz ist die nationale Dachorganisation der schweizerischen Waldeigentümer und vertritt deren Interessen und Anliegen. Ihre Mitglieder sind kantonale oder regionale Waldwirtschaftsverbände, Kantone sowie verschiedene einzelne Waldbesitzer. Die Verbandsvertreter diskutierten über die derzeitige verbandspolitische Situation in Deutschland sowie in der Schweiz. Weitere Themen waren Rohstofffragen und die Zukunft der Zertifizierung. Hier soll es zukünftig eine verstärkte Zusammenarbeit geben. Beide Akteure sehen vor dem Hintergrund der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Gebiet eine zunehmende Benachteiligung der Betriebe beider Länder. Nach dem Auftakttreffen war man sich einig, dass eine verstärkte, länderübergreifende Zusammenarbeit in den zentralen Fragen der Branche, insbesondere innerhalb des deutschsprachigen Raumes, notwendig sei. Auf der Agenda stehen nun einige konkrete Handlungsfelder, die man gemeinsam aktiv aufgreifen möchte.

BSHD und Schweizer Waldwirtschaft auf Kooperationskurs

v.l.n.r.: Lars Schmidt, Urs Amstutz

EOSEOS

Nun ist es auch formal und offiziell: die Generalversammlung der EOS hat auf seiner Sitzung in Madrid Ende Oktober 2009 der BSHD-Mitgliedschaft in der EOS zugestimmt. Damit ist der BSHD als einziger deutscher Sägerverband im europäischen Verband vertreten.

Mit besten Grüßen

Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
BSHD Bundesverband Säge- und
Holzindustrie Deutschland e.V.
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin
Telefon (0 30) 22 32 04 90
Telefax (0 30) 22 32 04 89
Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
Vizepräsident: Lars Schmidt
Vorstand: Oliver Mühmel
Vorstand: Steffen Rathke
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister-Nummer 28535 B