Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
Speedletter ...aus Berlin

12/2009

22.10.2009

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Gespräch mit dem Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. T. Backhaus

Zu einem Antrittsbesuch traf sich eine BSHD-Delegation (BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld, Geschäftsführer Norbert Buddendick, BSHD-Mitglied Anne Leibold und Kerstin Holz, Assistentin), mit Dr. Till Backhaus, Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, seinem Staatssekretär Dr. Karl Otto Kreer sowie Reinhard Hube, Leiter der Abteilung Nachhaltige Entwicklung und Forsten im Ministerium. Dabei wurde intensiv erörtert, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es zwischen dem Ministerium und dem BSHD zur Förderung des Ländlichen Raumes und damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen, die zur wirtschaftlichen Stärkung des Landes beitragen, gibt. Konkret wurde vereinbart, die Themen Rundholzmobilisierung im Kleinprivatwald und die Steigerung der Nutzung von Holzprodukten aus heimischen Holz in gemeinsame Projekte einzubringen. Gerne nahm Herr Minister Dr. Backhaus auch den Vorschlag von BSHD-Vizepräsidenten Lars Schmidt auf, das vorhandene Potential der Sägeindustrie in der nachhaltigen und umweltfreundlichen Energieerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die in den Sägewerken anfallenden, zur Verbrennung genutzte, Biomasse stärker in die Betrachtungen der Politik aufzunehmen. "Diese klimafreundliche Nutzung von Holzresten wird beispielsweise auch in unserem in Wismar angesiedelte Werk praktiziert", kommentierte Anne Leibold von der Klausner Group diesen Ansatz.

Gespräch mit dem Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. T. Backhaus

v.l.n.r.: A. Leibold, F. Ahnefeld, L. Schmidt, Dr. T. Backhaus

Gespräch mit dem Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. T. Backhaus

v.l.n.r.: N. Buddendick, F. Ahnefeld, A. Leibold, Dr. T. Backhaus, L.Schmidt,
R. Hube, Dr. K.O. Kreer

NABUTreffen mit dem NABU

Erstmals trafen in der Hauptgeschäftsstelle des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt und Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld mit dem Präsidenten des NABU, Olaf Tschimpke, sowie Gregor Beyer und Johannes Enssle zusammen. Dem BSHD ging es dabei in erster Linie darum, ein objektives und unverzerrtes Bild der Säge- und Holzindustrie aufzuzeigen und die, auch wenn von vielen nicht gesehen, Schnittmengen zwischen Naturschutz und dem BSHD zu verdeutlichen. In diesem sehr offenen und konstruktiven Gespräch wurden auch kritische Punkte wie die Ziele der nationalen Biodiversitätsstrategie sowie die Zertifizierung nach FSC und PEFC diskutiert. Übereinstimmung gab es in den Bereichen Holzmobilisierung im Kleinprivatwald, Kraft-Wärme-Koppelung, Kaskadennutzung und der Notwendigkeit, die gemeinsamen Schnittmengen genauer zu definieren und zu vertiefen. Beide Seiten verabredeten nun konkret die Übereinstimmungen zu definieren und darüber im Dialog zu bleiben.

Treffen mit dem Generalsekretär des Deutschen BauernverbandesTreffen mit dem Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes

Zu einem Antrittsbesuch traf sich BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld mit dem Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes e.V. (DBV), Dr. Helmut Born, in Berlin. Als Interessenvertretung überwiegend ländlicher Wirtschaftszweige haben DBV und BSHD eine Reihe von Schnittmengen und gemeinamer Interessen. Beide Seiten waren sich über die Bedeutung und wichtigen Wertschöpfung des Ländlichen Raums einig. Aus diesem Grund wollen BSHD und DBV gemeinsame Synergien stärker nutzen. In einem Spitzengespräch der Präsidien beider Verbände noch in diesem Jahr sollen konkrete Initiativen und Themen besprochen und auf den Weg gebracht werden.

Gespräch mit BDI-Hauptgeschäftsführung

Zur Vorstellung der Arbeit des BSHD, insbesondere auch die Bedeutung des Clusters Forst und Holz, traf sich BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld mit Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung und Matthias Krämer vom BDI-Stab Strategie und Koordinierung. Dabei verdeutlichte Frank Ahnefeld die Wertschöpfungskette und umfangreichen Interessenfelder des BSHD in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Energie und Landwirtschaft. Der BSHD unterstrich dabei sein Interesse an einer aktiven Mitgliedschaft in Deutschlands wichtigsten und einflussreichsten Industriedachverband. Ziel ist es dem Cluster Forst und Holz den Stellenwert in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu verschaffen, der ihm durch seine Beschäftigungs- und Umsatzzahlen und der Wichtigkeit für die deutsche Volkswirtschaft zusteht. Dieter Schweer erläuterte Strukturen und Positionen des BDI sowie die formalen Kriterien für eine Mitgliedschaft des BSHD im BDI. Die Gespräche darüber werden fortgesetzt.

Gespräch mit BDI-Hauptgeschäftsführung

v.l.n.r.: F. Ahnefeld, D. Schweer, M. Krämer

Arbeitskreis Kraft-Wärme-Koppelung des BSHD

Erstmals traf sich der BSHD-Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung (AK KWK) in Friesau bei der Firma Klausner Holz Thüringen. Teilnehmer waren Mitglieder des BSHD, Gäste aus der Sägeindustrie und der Energiebranche. Das neue Biomasseheizkraftwerk von Klausner wurde mit viel Interesse besichtigt. Mit einer Kesselleistung von 49,5 MW, davon 13 MW elektrisch, gehört es zu den großen Biomasseheizkraftwerken in Deutschland. Die Kapazitäten an Kraft-Wärme-Kopplung in der deutschen Sägeindustrie belaufen sich auf über 600 MW Gesamtleistung und 140 MW elektrischer Leistung und damit auf einen Anteil von über 10% an der Stromerzeugung durch feste Biomasse in Deutschland (1200 MW elektrisch). Das ist das Ergebnis einer Umfrage und den Gesprächen des BSHD-Regionalleiters Klaus Kottwitz bei den Unternehmen der Branche. Seit März dieses Jahres wurden 170 Sägewerke besucht. Beachtlich ist das Potential für Kraft-Wärme-Kopplung in der Sägeindustrie: über 200 Unternehmen betreiben Heizwerke mit Biomasse für die technische Trocknung ihrer Produkte. Hier schlummert ein Potential für Kraft-Wärme-Kopplung in ähnlicher Größenordnung wie die bestehenden Kapazitäten, das nicht ausgeschöpft wird, aufgrund der eingeschränkten Förderung der Sägeindustrie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Betroffen sind hauptsächlich kleinere und mittelgroße Unternehmen mit Anlagen in einer Größenordnung von 1 bis 3 MW Leistung. Wolfgang Kuß von der Ingenieurgesellschaft Meinhardt Fulst stellte deshalb eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für eine ORC-Anlage mit einer Kapazität von 4 MW vor. Ohne den KWK-Bonus und den Nawaro-Bonus ist die Rentabilität der Investition unsicher und hängt von den Erwartungen an die Nutzungsdauer und den Brennstoffpreis ab. Der Arbeitskreis musste in der Diskussion aber feststellen, dass es in Bezug auf diese Boni erhebliche Rechtsunsicherheiten im EEG gibt, sodass sie nur eingeschränkt als Kalkulationsgrundlage dienen können. Hackschnitzel und Sägespäne die in der Sägeindustrie anfallen, sind ohnehin von einer Förderung durch den Nawaro-Bonus ausgeschlossen. Der Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung wird in den nächsten Monaten eine juristische Klärung der offenen Fragen im EEG vornehmen lassen. Für die Forderung nach dem Nawaro-Bonus auf alle Sägenebenprodukte gibt es mit dem BBE (Bundesverband BioEnergie) mittlerweile einen potenten Mitstreiter. Eine Neuauflage des EEG ist in den nächsten Jahren aber unwahrscheinlich, sodass es jetzt nur um Verbesserungen im Rahmen der derzeitigen Gesetzeslage gehen kann. Der AK KWK sieht hier aber durchaus Möglichkeiten für spürbare Verbesserungen für die Sägeindustrie. Unterstützung für dieses Vorhaben wurde auch von Janet Witt, Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ), signalisiert, die über die Bedeutung der Säge- und Holzindustrie bei Biomasseheizkraftwerken in Deutschland referierte. Frau Witt war über die Probleme der Sägeindustrie mit dem EEG überrascht. In der Säge- und Hobelindustrie gibt es 38 Anlagen mit einer Leistung von 140 MW elektrisch und in der sonstigen Holzindustrie einschließlich der Pelletwerke gibt es 42 Anlagen und eine Leistung von 180 MW elektrisch. Es gibt mit dem EEG 2009 einen deutlichen Trend zu neuen Technologien (ORC-Prozess, Vergasung), zu einem hohen Anteil an Wärmeauskopplung mit KWK, zur erhöhten Nutzung von Waldrestholz und Landschaftspflegeholz und zu kleineren Anlagengrößen. Ohne eine zügige Entwicklung bei Kurzumtriebsplantagen dürfte es in absehbarer Zeit zu Engpässen auf dem Markt für biogene Festbrennstoffe kommen. Giorgio Za stellte abschließend die Firma Turboden vor, die seit 2001 eine beachtliche Entwicklung mit Ihren ORC-Anlagen genommen hat. Mittlerweile gibt es in Deutschland 60 Anlagen, das Wachstum ist ungebrochen.

BSHD-Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung in Friesau

BSHD-Arbeitskreis Kraft-Wärme-Kopplung in Friesau

My HammerKooperation mit MyHammer

Der BSHD traf in Berlin mit Vertretern der Internetplattform MyHammer zusammen. Bei dem ebenfalls in Berlin ansässigen Unternehmen handelt es sich um eine internetgestützte Plattform, auf der Anbieter und Nachfrager von überwiegend handwerklichen Dienstleistungen in Kommunikation treten können, um abschließend z.B. Aufträge über den Innenausbau der Wohnung oder der Neuerstellung des Wohnzimmerschrankes zu vereinbaren. In dem Treffen ging es darum, die Gemeinsamkeiten des Klientels von MyHammer und dem BSHD, insbesondere das Interesse und den Umgang mit dem Roh-, Bau- und Werkstoff Holz zu unterstreichen und in einer gemeinsamen Aktivität die Attraktivität des "Multitalents" zu fördern sowie die Nutzung von Holz zu intensivieren. BSHD und MyHammer vereinbarten eine Kooperation in verschiedenen Projekten. Der BSHD wird ab dem kommenden Jahr auf der Plattform MyHammer regelmäßig rund um den Werkstoff Holz Informationen und Themen ausführlich aufgreifen und relevante Fragestellungen beantworten.

BSHD-Geschäftsführung besucht Klausner-Gruppe

Im Vorfeld eines Gesprächs mit Dr. Till Backhaus, Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern, besuchten BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld, Geschäftsführer Norbert Buddendick und Kerstin Holz, Assistentin, das BSHD-Mitgliedsunternehmen Klausner Nordic Timber in Wismar. Anne Leibold, zuständig für Marketing und PR bei KNT (Klausner Nordic Timber), informierte die BSHD-Mitarbeiter über die Klausner-Gruppe, deren Entwicklung und Perspektiven. Für den BSHD ist neben der politischen Lobbyarbeit und Interessenvertretung der enge Kontakt und Dialog mit seinen Mitgliedern von besonderer Bedeutung. Bei einer Werksführung konnten die Herren Ahnefeld und Buddendick sowie Frau Holz einen Einblick in die moderne Sägetechnologie mit ihren Arbeitsabläufen gewinnen. Sie bekamen aber auch einen Eindruck von der Fläche, die ein modernes Großsägewerk einnimmt. Die BSHD-Geschäftsführung informierte über die Aktivitäten und Initiativen in der Verbandsarbeit. Frau Anne Leibold würdigte die bisherige Arbeit des BSHD und unterstrich noch einmal die Notwendigkeit dieser professionellen Lobbyarbeit auf Länderebene, Bund und EU.

BSHD-Geschäftsführung besucht Klausner-Gruppe

v.l.n.r.: N. Buddendick, A. Leibold, F. Ahnefeld

Interessen bündeln-wirksam agieren: Angebot an den Nordverband

In Gesprächen innerhalb des BSHD, aber auch in Gesprächen der BSHD-Vertreter mit zahlreichen Unternehmen der Säge- und Holzindustrie, ist der Wunsch nach einer Harmonisierung der Verbändelandschaft immer wieder Thema. Seit Beginn seines Bestehens bemüht sich der BSHD die Branche zu einen, Interessen zu bündeln, um so, wirksamer agieren zu können. Ziel ist es, der Sägebranche einen starken und optimalen Stellenwert in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu verschaffen. Nur gemeinsam sind wir stark. Aus diesem Grund hat der BSHD-Vorstand in einem offenen Brief an den Vorstand und Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Säge- und Holzindustrie Nord anlässlich deren Mitgliederversammlung dieses Thema erneut aufgegriffen und konkrete Vorschläge und Angebote unterbreitet. Der BSHD möchte damit die Sägebranchen stärken und mit der Bündelung der Kräfte Ressourcen, Finanzen und Personal effizient einsetzen.

Bundeswaldinventur: Inventurstudie 2008

Im Jahr 2008 wurden bundesweit Daten auf einer Unterstichprobe der Bundeswaldinventur erhoben (Inventurstudie 2008), die einen Überblick zur Entwicklung der großräumigen Waldverhältnisse seit dem Jahr 2002 ermöglichen. Anlass für diese Erhebungen waren internationale Berichtspflichten Deutschlands zum Kyoto-Protokoll. Die Ergebnisse wurden nun von den beteiligten Wissenschaftlern des Instituts für Waldökologie und Waldinventuren des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) auf einer Tagung erstmals der Öffentlichkeit umfassend vorgestellt. Dabei wurden insbesondere folgende Fragen besprochen:

Fazit:

Der Vorratsanstieg ist gebremst durch weniger Zuwachs und mehr Holznutzung. Die Fichte hat von allen Baumarten am meisten Potential verloren - egal, ob bei der Flächenstruktur oder bei den Holzvorräten pro Hektar. Es gibt weiterhin ungenutzte Rundholzpotentiale im Kleinprivatwald. Diese sind aber geringer als noch bei der BWI II angenommen. Somit stellt sich die Mobilisierung schwieriger dar. Da wir uns bei einem Nutzungsgrad von 90% eingependelt haben, bleiben für eine weitere Erhöhung des Einschlags nur noch 10% übrig. Diese10 % treten aber in Konkurrenz mit den Forderungen des Naturschutzes. Geplante Flächenstilllegungen bzw. Zertifizierungskriterien wie sie FSC fordert, stellen die Branche in diesem Zusammenhang vor noch größere Probleme als bisher angenommen.

Treffen mit dem Deutschen Forstunternehmer Verband

Der Vorsitzende des Deutschen Forstunternehmerverbandes e.V. (DFUV), Hans-Jürgen Narjes, und der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) trafen sich zur Erörterung verschiedener forst- und verbandspolitischer Themen in der Geschäftsstelle des BSHD in Berlin. Auf Seiten des BSHD führten Vizepräsident Lars Schmidt und Forstreferent Kay Schweppe das Gespräch mit dem Forstunternehmer. Gemeinsamkeiten sah man vor allen Dingen in den Bereichen Zertifizierung und Nutzungseinschränkungen durch Pauschalnaturschutz, aber auch in der allgemeinen Forstpolitik. Beide Branchen sind von den Entwicklungen der letzten Jahre gleichermaßen betroffen. Für die Zukunft wurde eine enge Zusammenarbeit vereinbart, die beiden Branchen zu Gute kommen soll.

Treffen mit dem Deutschen Forstunternehmer Verband

v.l.n.r.: K. Schweppe, H.-J. Narjes, L. Schmidt

3 Fragen an…-
Stefan Zeppenfeld, Geschäftsführer J. Zeppenfeld GmbH

  1. Stefan ZeppenfeldWarum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
    Wir gehörten bisher keinem Sägewerksverband an. Für den Eintritt in den BSHD haben wir uns aus verschiedenen Gründen entschieden. Aufgrund des stärker werdenden Einflusses der EU auf unsere Gesetzgebung und den Bereich Normung halten wir die Mitarbeit eines Fachverbandes bei der Ausarbeitung der Normen und Gesetze für immens wichtig. Desweiteren halten wir Lobby-Arbeit am Regierungssitz in Berlin für notwendig, damit unsere Branche bekannt ist und von den Entscheidungsträgern gehört wird. Dies möchten wir durch unsere Mitgliedschaft unterstützen.
  2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
    Einflussnahme auf die Gestaltung und Ausarbeitung von nationalen und EU-weiten Vorhaben, die die Rahmenbedingungen der Holzindustrie verändern. Stetige Informationen zu diesen Veränderungen. Unterstützung mit Know-How bei der Umsetzung von Anforderungen, z.B. die CE-Norm 14081 betreffend.
  3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
    Die Sicherung der Rohstoffversorgung zu marktfähigen Preisen. Die notwendige Marktbereinigung muss stattfinden und nicht marktfähige Teilnehmer ausscheiden. Eine künstliche Aufrechterhaltung von Produktionen durch staatliche Beihilfen jedweder Art verhindert das Entstehen eines Marktgleichgewichtes von Angebot und Nachfrage. Auch hier ist Aufklärungsarbeit bei v.a. politischen Entscheidungsträgern durch den Verband nötig.
Sägewerk Josef Zeppenfeld GmbH

Sägewerk Josef Zeppenfeld GmbH

Nutzungseinschränkungen Forstflächen Brandenburg

Die Diskussion über weitreichende Flächenstilllegungen im Bundesland Brandenburg nahmen der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) sowie der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) zum Anlass, um die brandenburgische Landespolitik über die negativen Auswirkungen des Pauschalnaturschutzes auf die örtliche Holzindustrie aufzuklären. In einem Brief an führende Köpfe der Landespolitik, der auch zusätzlich von Einzelunternehmen aus der Region unterschrieben wurde, stellten die Akteure klar, dass man nicht gegen Naturschutz im Wald sei. Radikalnaturschutz, der nur darauf abziele ohne Konzept Flächen aus der Nutzung zu nehmen, könne man aber nicht hinnehmen.

Nationalpark Lippe: Hartnäckigkeit und Fachkompetenz führen zum Ziel

Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) begrüßt das Schreiben des Landtagsabgeordneten und Agrarpolitikers Heinrich Kemper MdL, in dem er die Finanzierung eines Nationalparks im Kreis Lippe durch das Land NRW im Namen des zuständigen Umweltministeriums abschlägig bescheinigt. In Kooperation mit dem Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) hatte der BSHD einen Verbund aus sieben Verbänden der Land- und Forstwirtschaft, des Tourismus und des Naturschutzes angeführt, um Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker sowie die Bevölkerung vor Ort über den Sachverhalt und die Auswirkungen eines Nationalparks auf die Holzindustrie aufzuklären. Zusammen stellen die Unterzeichner Tausende von Arbeitsplätzen aus überwiegend kleinen und mittelständischen Betrieben. "Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der BSHD hat sich von Anfang an um die Nationalparkproblematik gekümmert. In mehreren Stellungnahmen und offenen Briefen sowie persönlichen Gesprächen haben wir über die Nachteile eines Nationalparks aufgeklärt und naturschutzfachliche Alternativen aufgezeigt. Auch unsere guten Kontakte nach Düsseldorf haben hierbei eine große Rolle gespielt. In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Kollegen des VHI für die schnelle und reibungslose Zusammenarbeit danken. Dieses Projekt hat gezeigt, dass die Holzindustrie mit einer Stimme sprechen kann", so BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld. BSHD und VHI hatten sich zusätzlich vergeblich bemüht, die örtliche Interessenvertretung der Möbelindustrie in Ostwestfalen-Lippe mit an der Diskussion zu beteiligen. "Warum der Verband kein Interesse daran hatte sein eigenes Cluster Forst und Holz zu stärken und nicht an der Seite seiner beliefernden Industrie stand, kann nur spekuliert werden. Fest steht in diesem Zusammenhang: Was auf bundespolitischer Ebene schon lange gilt, nämlich die Trennung von politischem Mandat und Lobbytätigkeit, sollte auf kommunaler Ebene im Kreishaus Lippe auch gelten", so Ahnefeld weiter.

Mit besten Grüßen

Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
BSHD Bundesverband Säge- und
Holzindustrie Deutschland e.V.
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin
Telefon (0 30) 22 32 04 90
Telefax (0 30) 22 32 04 89
Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
Vizepräsident: Lars Schmidt
Vorstand: Oliver Mühmel
Vorstand: Steffen Rathke
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister-Nummer 28535 B