Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
Speedletter ...aus Berlin

09/2009

16.07.2009

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

Neue BSHD-Mitglieder

Mit der Matthäus Sturm GmbH aus Herbrechtingen (Baden-Württemberg) erweitert der BSHD seine Mitgliederbasis. BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt und Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld begrüßten Geschäftsführer Hans-Günter Sturm und zeigten sich erfreut, ein weiteres bedeutendes und traditionelles Sägeunternehmen in den BSHD aufnehmen zu können.

Neue BSHD-Mitglieder

v.l.n.r.: Lars Schmidt, Hans-Günter Sturm, Frank Ahnefeld

Treffen des Juniorenkreises

Das erste Treffen des Juniorenkreises des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) stieß bei den angesprochenen Jungunternehmern auf großes Interesse. So konnte BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt neben dem Nachwuchs aus den eigenen Mitgliedsbetrieben auch externe Jungunternehmer begrüßen. Am ersten Tag des Zusammentreffens wurde den Anwesenden Zielsetzungen und Arbeitsweisen des BSHD vorgestellt, um in der anschließenden Diskussion Themenschwerpunkte für die zukünftige Zusammenarbeit festzulegen. Besonderes Interesse bestand an der Kontaktaufnahme zu Junioren aus den Forstverwaltungen sowie zu politischen Entscheidern. Ebenso will man verstärkt die Diskussion mit der Wissenschaft aufnehmen. "Unser erstes Treffen diente dem Kennenlernen. Die meisten der Jungunternehmer kannten einander nicht. Auf diesem Gebiet wurde in den letzten Jahren einiges verschlafen. Das große Interesse am Juniorenkreis zeigt die Notwendigkeit einer solchen Plattform", so BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt. Am folgen Tag wurde den Teilnehmer eine Besichtigung des Pollmeier Werks am Standort Creuzburg geboten. Der BSHD wird nun in regelmäßigen Abständen zum Juniorenkreis einladen, um die wichtige Vernetzung innerhalb der Branche voranzutreiben. "Wir brauchen die Diskussion miteinander. Die Sägeindustrie steht vor großen Herausforderungen. Nur mit einer generationenübergreifenden Zusammenarbeit lassen sich diese angehen", so Lars Schmidt zum Abschluss des zweitägigen Treffens.

Treffen des Juniorenkreises

v.l.n.r.: S. Zeppenfeld, F. Baur, M. Nied, C. Rettenmeier, K. Schweppe, A. Reitz,
K. Holz, L. Schmidt, J. Rathke, K. Kottwitz, S. März, T.Reitz, C. Doehring

Treffen des Juniorenkreises

v.l.n.r.: A. Reitz, T. Reitz, L. Schmidt, S. Zeppenfeld, C. Doehring, M. Nied

Nachhaltige Rundholzversorgung sichern

In einem Schreiben an den Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) hat sich BSHD-Präsident Dr. Josef Rettenmeier für einen der Nachfrage angepassten nachhaltigen Holzeinschlag ausgesprochen und eingesetzt. Aus dem Kreise der Mitglieder des BSHD wurde verstärkt die Sorge um eine ausreichende Rohholzversorgung laut. Die anziehende Nachfrage nach Schnittholz hat die Rundholzlagerbestände enorm schrumpfen lassen. Um die Aufträge bearbeiten zu können, benötigt die Sägeindustrie aber eine verlässliche Rundholzzufuhr. In der nun anstehenden Diskussion mit dem Waldbesitz wird der BSHD die Interessen seiner Mitglieder deutlich machen.

BSHD stellt "Wahlprüfsteine" für die Branche vor - Umfrage mit allen im Bundestag vertretenden Parteien

Rechtzeitig vor der Bundestagswahl und der Präsentation der Wahlprogramme ist der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) mit einem gezielten Fragenkatalog zur Stellung der deutschen Säge und Holzindustrie in der deutschen Politik an die im Bundestag vertretenen Parteien herangetreten. Alle Parteien, CDU/CSU, SPD, FDP, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, haben sich an den "Wahlprüfsteinen" des BSHD beteiligt und die fünf Fragen beantwortet, so der BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld. "Unser Ziel mit diesen Wahlprüfsteinen ist, für die Säge- und Holzunternehmen einen klaren Überblick und Gegenüberstellung der Parteipositionen für unsere Branche zu erreichen. So können die Unternehmen auch einen Blick auf die verschiedenen Sichtweisen der Parteien bekommen". Ahnefeld betont, dass diese Umfrage in keinster Weise eine Wahlempfehlung darstellt: "Jeder Interessent und Leser kann und soll sich selbst ein Bild machen".

Die Wahlprüfsteine finden Sie im Internet www.bshd.eu, Rubrik: News.

"Schwarze Liste" des BSHD

Erstmals hat der Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) eine Übersicht ("Schwarze Liste") zu Umwelt- und Naturschutzgesetzgebungen auf Europa-, Bundes- und Länderebene veröffentlicht, die unmittelbar bereits jetzt, oder in Zukunft negative Auswirkungen auf die Rohstoffversorgung der Sägeindustrie haben. Diese Gesetzgebungsinitiativen nehmen damit direkten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Branche, so der BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld. "Einige der Vorhaben befinden sich bereits in der Umsetzung. Oft wurde über Jahre hinweg versäumt, rechtzeitig Einfluss zu nehmen. Bei anderen Vorhaben gibt es möglicherweise noch Gestaltungsspielraum. Hier wird der BSHD frühzeitig mit allen beteiligten Entscheidungsträgern in Kontakt treten, um möglichen Schaden von der Branche abzuwenden. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Damit stellen wir eine permanente Überprüfung der relevanten Bereiche sicher", betont Ahnefeld. Die Liste soll als "Monitoringinstrument" dienen. Dazu wird der BSHD zukünftige Vorhaben auf ihre "Branchenverträglichkeit" hin überprüfen und die Liste erweitern. Zusätzlich dient diese "Schwarze Liste" als Argumentationshilfe gegenüber den Verantwortlichen in Politik und Ministerium. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass einige der politischen Entscheidungsträger mittlerweile den Überblick verloren haben. So kann der BSHD frühzeitig Einfluss nehmen.

Die "Schwarze Liste" finden Sie im Internet www.bshd.eu, Rubrik: News.

3 Fragen an…. - Dipl.-Ing. Christian Grafmüller,
Geschäftsführer Karl Wöhr GmbH & Co.

  1. Warum sind Sie Mitglied im BSHD geworden?
    Ich war unzufrieden mit der Arbeit des Landesverbandes speziell im Bereich Hartholz - u.a. auch weil keine klaren Beitragsstrukturen vorhanden waren. Die Arbeit des VDS ist in der jetzigen Ausrichtung wenig effizient und aus meiner Sicht nicht zukunftsfähig.
  2. Welche Erwartungen haben Sie an die Verbandsarbeit?
    Ganz Konkret: Einflussnahme auf Politik und Gesetzgebung, Aufbau einer starken Lobby, konstruktive und faire Zusammenarbeit mit den Kollegenverbänden bis hin zur Verschmelzung zu einem großen Verband, Gleichbehandlung aller Mitglieder unabhängig ihrer Größe und die Verwaltung des BSHD soll schlank, überschaubar und effizient bleiben.
  3. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Anliegen der Säge- und Holzindustrie?
    • Rundholzbeschaffung zu wettbewerbsfähigen Preisen
    • Weniger Rundholzexporte, mehr Wertschöpfung imLand
    • Arbeitsplätz sichern
    • Deutliche Senkung der Beiträge an die Holz BG
    • Die Beitragspflicht an IHK und HWK muss weg bzw. muss geändert werden. Diese Beiträge sollten, sofern eine Verbandsmitgliedschaft besteht, direkt an die jeweiligen Fachverbände gehen. Dort könnten sie branchenspezifisch verwendet werden.
Karl Wöhr GmbH & CoKarl Wöhr GmbH & Co

FirmengeländeKarl Wöhr GmbH & Co

64. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins in Potsdam

Am 24. Juni 2009 war der Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) auf Einladung des brandenburgischen Landwirtschaftsministers, Herrn Dr. Dietmar Woidke, zu Gast beim Abendempfang des Deutschen Forstvereins im Schloss "Neue Kammern"/ Park Sanssouci in Potsdam. Dieser Abend war die Auftaktveranstaltung zur 64. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins (DFV), die unter dem Motto: "Wälder schaffen Wachstum" in Potsdam stattfand. Der Deutsche Forstverein ist aus Sicht des BSHD eine wichtige Plattform, um die Belange des Waldes zu thematisieren. Der Forstverein bearbeitet auf Bundes- und Landesebene eine ganze Bandbreite von Themen: über allgemeine Forstpolitik, aktuelle Fragen des Klimawandels - wie jetzt in Potsdam - bis hin zu Aus- und Fortbildung des Forstpersonals. Davon profitiert letztendlich auch die Holzindustrie. Wir brauchen starke Partner auf beiden Seiten. Daher soll nun auch unmittelbar ein erstes Gespräch mit dem neuen Präsidenten des Deutschen Forstvereins, Herrn Carsten Wilke, stattfinden, um den BSHD dem traditionsreichen Forstverein vorzustellen und Schnittmengen der Zusammenarbeit zu finden.

64. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins in Potsdam

Dr. Dietmar Woidke,
Landwirtschaftsminister in Brandenburg

BSHD und Forst Brandenburg im Dialog

Dem Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) sind gute Kontakte zum Waldbesitz sehr wichtig. Um dieses Anliegen zu unterstreichen, traf sich BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt mit dem neuen Leiter des Landesbetriebes Forst Brandenburg, Hubertus Kraut, und seinem Mitarbeiter, Ralf Rüthnick, in Potsdam. Neben der Vorstellung des BSHD, ging es vor allen Dingen um das Thema Rohstoffversorgung und Naturschutz. Der BSHD wird mit den Landesforstverwaltungen und Fachministerien den regelmäßigen Dialog aufnehmen, um nicht (wie bisher) übereinander - sondern miteinander zu sprechen, und gemeinsame Interessen wirksam durchzusetzen.

BSHD auf der Generalversammlung Hessischer Waldbesitzerverband

BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt war zu Gast bei der Generalversammlung Hessischer Waldbesitzerverband e.V. in Neu-Anspach. Hauptthema dabei war die Verkehrssicherungspflicht im Wald und der zunehmende Druck durch Erholungssuchende wie z.B. Spaziergänger, Sportler, neue Trendsportarten bis hin zum Waldkindergarten. Dazu kommen neuerdings erhebliche Anforderungen durch den Naturschutz wie stehendes Totholz, Habitatbäume und Flächenstilllegung. Der BSHD wird den begonnen Dialog mit dem Hessischen Waldbesitzerverband intensiv weiterführen.

Generalversammlung Hessischer Waldbesitzerverband Generalversammlung Hessischer Waldbesitzerverband
Generalversammlung Hessischer Waldbesitzerverband

Prof. Dr. E. Schmidt-Jortzig








Präsident Freiherr von der Tann

Grußwort Bürgermeister Klaus Hoffmann
Podium (v.l.): Geschäftsführer Christian Raupach, Präsident Michael Freiherr von der Tann (stehend), Helga Breloer (Juristin, Sachverständige), Sabine Bresemann (Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft deutscher Waldbesitzerverbände), Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig (Bundesminister der Justiz a.D.) und Michael Gerst (Leiter Landesbetrieb HessenForst)

AGR-Arbeitskreis: Ladungssicherung bei Hackschnitzeltransporten

Ein Arbeitskreis der AGR (Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher) mit Teilnehmern aus Sägeindustrie, Zellstoffindustrie und Bahn hat sich am 18. Juni 2009 mit dem Thema Ladungssicherung bei Hackschnitzeltransporten auf der Schiene beschäftigt. Eine Arbeitsgruppe des internationalen Eisenbahnverbandes UIC (United Union of Railways) wird im September 2009 eine neue Verladerichtlinie beschließen, in der es für Hackschnitzeltransporte eine entscheidende Änderung geben wird: ab 2011 soll es keinen offenen Transport von Hackschnitzeln in Bahnwaggons mehr geben. Hackschnitzel müssen dann mit Netzen abgedeckt oder in geschlossenen Wagen befördert werden. Praktiker schätzen den Anstieg der Verladekosten auf deutlich über 100%. Bisher können Hackschnitzel offen transportiert werden, wenn die Beladung bis maximal 10 cm unterhalb der Seitenwandhöhe erfolgt. Der Grund für die Änderung der Verladerichtlinie ist ein Vorfall in einem Schweizer Tunnel in 2007 beim Begegnungsverkehr eines Hackschnitzelzuges mit einem Personenzug. Es wurden Hackschnitzel hochgeschleudert und der Personenzug wurde daraufhin abgebremst und konnte nicht mehr anfahren. Insgesamt führte der Vorfall zu einem erheblichen Sachschaden für Reinigung des Tunnels und der Tunnelentwässerung. Dieser Vorfall ist der einzige bekannte mit Hackschnitzeln und führt jetzt zu den für den Verlader "teuren" Konsequenzen in ganz Europa. Die Gefahr des Abhebens von Hackschnitzeln ist in Tunneln deutlich höher als auf freier Strecke, so der Ladungssicherheitsexperte Raubach von der DB und in Deutschland gibt es relativ wenig Tunnel. Trotzdem wird die Richtlinie auch in Deutschland eingeführt. Sie ist eine Verbandsempfehlung und könnte den Status eines "Technischen Standards" erlangen. Ein Appell an die Bahn, im Sinne der Kunden etwas mehr Risikobereitschaft zu zeigen und die Richtlinie nicht umzusetzen, wurde abgewiesen, obwohl Vorfälle auf freier Strecke nicht bekannt sind und auch äußerst unwahrscheinlich sind. Der Arbeitskreis einigte sich mit der Bahn darauf, Probefahrten mit neuen Waggons zu machen, die mittels höherer Stirnwände ein Abheben von Hackschnitzeln im offenen Transport vermeiden. Sollte über diese Versuche ein gefahrloser offener Transport nachweisbar sein, würde sich die DB dafür einsetzen, diese Methode europaweit einzuführen. Die Testfahrten sollen über einen längeren Zeitraum im Spätsommer diesen Jahres durchgeführt werden.

Schweighofer Prize 2009

Am 18. Juni 2009 fand im Wiener Rathaus zum 4. Mal die Verleihung des Schweighofer Prize, des Europäischen Innovationspreises für die Forst- und Holzwirtschaft, statt. 500 Gäste aus über 30 verschiedenen Nationen feierten sieben Gewinnerteams, die sich ein Preisgeld von Euro 300.000 teilen. Der Schweighofer Prize wurde im Jahr 2002 von der Familie Schweighofer, einer bedeutenden Dynastie in der Europäischen Holzindustrie, ins Leben gerufen. Er wird alle 2 Jahre verliehen und legt speziellen Wert auf innovative Lösungen, die ein großes Umsetzungs-Potential haben. Es gibt sowohl einen Hauptpreis (entspricht einem Preis für das Lebenswerk) als auch mehrere Innovationspreise. Diese werden für herausragende innovative Projekte verliehen, die sich in einer frühen Phase der Umsetzung befinden. Mitglied der internationalen Jury ist unter anderem BSHD-Präsident Dr. Josef Rettenmeier. Der Hauptpreisgewinner 2009 ist Prof. Dr. Dr. habil. Drs. h.c. Gerd Wegener aus München. Seine unzähligen innovativen Forschungsansätze haben zu neuen Entwicklungen geführt und Generationen von Wissenschaftlern und Wirtschaftstreibenden in der Forst- und Holzwirtschaft inspiriert. Sechs hervorragende Projekte wurden mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

Die Gewinnerprojekte sind:

Schweighofer Prize 2009Schweighofer Prize 2009

Gerald Schweighofer (links), Dr. Josef Rettenmeier (rechts)Gala im Wiener Rathaus

Mit besten Grüßen

Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
BSHD Bundesverband Säge- und
Holzindustrie Deutschland e.V.
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin
Telefon (0 30) 22 32 04 90
Telefax (0 30) 22 32 04 89
Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
Vizepräsident: Lars Schmidt
Vorstand: Oliver Mühmel
Vorstand: Steffen Rathke
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister-Nummer 28535 B