Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
Speedletter ...aus Berlin

08/2009

10.06.2009

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten,

BSHD auf der LIGNA

Erstmals war mit dem BSHD ein Sägeverband auf der Weltmesse für die Forst- und Holzwirtschaft LIGNA in Hannover vertreten. Der BSHD lud während der gesamten Messedauer zum Branchentreff auf seinen Stand ein. Neben den Mitarbeitern des BSHD war der Vorstand ebenfalls vor Ort, um mit interessierten Unternehmen über die Arbeit und Ziele des Verbandes zu sprechen. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, Repräsentanten der Holzbranche, Politiker und Medienvertreter nutzten die Gelegenheit zum Gespräch. Vizepräsident Lars Schmidt zog ein positives Fazit des BSHD-Messeauftritts: "Mit dieser Präsenz haben wir die Philosophie unseres Verbandes noch einmal deutlich gemacht. Wir sind nah dran an den Branchenunternehmen und suchen den intensiven Dialog".

BSHD auf der LIGNABSHD auf der LIGNABSHD auf der LIGNABSHD auf der LIGNA

10-Punkte-Programm - Diskussionspapier des BSHD

In einem 10-Punkte-Programm hat der BSHD die Aufgaben, Ziele und Perspektiven der Säge- und Holzindustrie für die nächsten Jahre formuliert. Dieses Programm soll Richtschnur und Wegweiser für die Verbandsarbeit auf Kommunaler-, Landes-, Bundes- und Europaebene sein:

  1. Rohstoffsicherung und -mobilisierung
  2. Naturschutz/Nachhaltigkeit
  3. Forschung und Entwicklung
  4. Regelsetzung und Normung
  5. Kooperation national und international mit Wirtschaft und Verbänden
  6. Marktentwicklung
  7. Steigerung der Holzverwendung
  8. Exportförderung
  9. Professionelles Lobbying
  10. Fortbildung/Schulung/Veranstaltungsmanagement

Das vollständige 10-Punkte-Programm finden Sie auch auf unser Homepage unter www.bshd.eu, Rubrik Themen-Positionen.

Zusammenarbeit BSHD-VDS

Dem ausdrücklichen Wunsch der BSHD-Mitglieder und vieler Branchenunternehmen folgend, den fachlichen Austausch mit dem VDS zu suchen, hat der BSHD dem VDS in der Normungsarbeit eine Kooperation angeboten. Aus der Sicht des BSHD ist es sinnvoll, die Expertise aus beiden Verbänden zu bündeln, da die Interessen beider Sägewerksverbände in der Normung identisch sind. Bei der Werkseingangsvermessung hält es der BSHD für richtig, sich vor den Diskussionen mit den Vertretern der Forstwirtschaft auf eine gemeinsame Position und Vorgehensweise zu einigen. Hierzu wurde dem VDS vom BSHD ein Gesprächsangebot unterbreitet.

BSHD unterstützt Initiative von Staatspräsident Sarkozy

Anlässlich des Besuchs eines französischen Sägewerks hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy die ökonomischen und ökologischen Potentiale der Holzwirtschaft gewürdigt. Im Rahmen eines Aktionsplanes "Holz" gab er das Ziel aus, den Holzeinsatz im französischen Bauwesen verzehnfachen zu wollen. Dies soll unter anderem mit einem Branchenfonds gelingen: "Wir werden auch einen Restrukturierungsfonds für die Branche auflegen, um dabei zu helfen, die verschiedenen Marktteilnehmer zusammenzuführen, damit sie nicht, jeder in seiner Ecke, zu klein sind" so der französische Staatschef. Präsident Sarkozy initiiert damit für Frankreich eine Institution, die das gleiche Ziel wie der deutsche Holzabsatzfonds verfolgt: Die Förderung der Verwendung von Holz. Der BSHD stellt sich damit erneut eindeutig auf die Seite eines Fonds, der den Nachteil der kleinbetrieblichen Strukturen ausgleicht und so für das notwendige Gewicht der Branche gegenüber Politik und konkurrierenden Branchen beiträgt.

Charta für Holz

In einem Schreiben und einer Anfrage an die Bundesregierung hat der BSHD die Initiative "Charta für Holz" der Bundesregierung aus dem Jahr 2002 in Erinnerung gerufen. Danach sollte der Verbrauch von einheimischem Holz in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent gesteigert werden. Es ist an der Zeit, so der BSHD, hier mal eine erste Bilanz zu ziehen und zu überprüfen, wie nahe man in diesem Ziel gekommen ist. Der BSHD kritisierte, dass die groß angekündigte Charta der Bundesregierung längst in einen politischen Dämmerschlaf ohne konkrete Initiativen und Maßnahmen verfallen ist. Für den BSHD ist es an der Zeit, diese Charta für Holz mit neuem Leben und Inhalten zu füllen.

BSHD bedauert Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum HAF

Der BSHD hat die Entscheidung des Bundsverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit der solidarischen Finanzierung der zentralen Holzabsatzförderung mit Bedauern zu Kenntnis genommen. Damit ist dem Holzabsatzfonds in der jetzigen Form die finanzielle Basis genommen. BSHD-Präsident Dr. Josef Rettenmeier: "Der Holzabsatzfonds war und ist für unsere Branche ein wichtiges und entscheidendes Instrument. Hier wurde in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet". Wir brauchen auch in Zukunft und insbesondere in der gegenwärtigen Marktsituation eine Organisation, die sich national wie international für eine verstärkte Holzverwendung und Holznutzung einsetzt. Dafür muss eine tragfähige branchenübergreifende Lösung und Finanzierung sichergestellt werden, so Dr. Rettenmeier. Der BSHD setzt sich dafür ein, dass nun schnell eine neue Organisationsform mit allen Beteiligten gefunden wird, die die Aufgaben und Ziele der Holzabsatzförderung professionell übernimmt. Der BSHD wird dabei an zentraler Stelle konstruktiv mitarbeiten.

Generalversammlung des Europäischen Sägewerksverband (EOS)

Zur Generalversammlung des Europäischen Sägewerksverbandes (EOS) reisten BSHD-Präsident Dr. J. Rettenmeier und Vizepräsident L. Schmidt nach Bukarest in Rumänien. Die europäische Ebene spielt für die Holz- und Sägeindustrie eine immer wichtigere Rolle: fast 2/3 der Gesetze werden inzwischen in Brüssel gemacht. Daher fokusiert der BSHD seine Aktivitäten und Arbeit auf der europapolitischen Bühne. Dabei wird der BSHD zweigleisig fahren - direkt von Berlin aus und mittelfristig auch mit eigener Vertretung in Brüssel - sowie als starkes Mitglied in der EOS. In den nächsten Wochen sollen die Konditionen für den Beitritt geklärt werden. Die EOS erhofft sich durch den Beitritt des BSHD eine Stärkung des "politischen" Gewichts des Europäischen Sägerverbands in Brüssel. Bislang ist Deutschland in der EOS nicht vertreten, obwohl die Deutsche Sägeindustrie im Europäischen Vergleich die größte Einschnittkapazität hat: "Das schwächt uns in Gesprächen, wenn wir Deutschland nicht im Boot haben" so Alfred Jechart, Präsident der EOS. Der BSHD soll dann, laut Beschluss der Generalversammlung, auch im Vorstand der EOS vertreten sein. Zudem wird der BSHD auch die Arbeit in den Nadel- und Laubholzgremien aufnehmen.

Generalversammlung des Europäischen Sägewerksverband (EOS)

Der neue EOS-Vorstand (von links nach rechts):

BSHD beim SPD-Mittelstandstag in Berlin

Auf Einladung der SPD traf der BSHD führende Politiker der SPD-Bundestagsfraktion zum Tag des Mittelstandes im Bundestag. Zusammen mit anderen Wirtschaftsvertretern konnte sich der BSHD einen Einblick in die wirtschaftspolitische Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion verschaffen. Das Eingangsstatement hielt der Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Struck. Er ging auf die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland ein. Reinhard Schultz, Mittelstandsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, erläuterte die Problematik der Kreditvergabepraxis. Er könne die Banken in vielen Punkten nicht verstehen. 80% der Risiken wären den Instituten schon abgenommen worden und man wäre immer noch nicht bereit, Kredite für Investitionen bereitzustellen. Das würde auf Dauer zu Liquiditätsproblemen bei den Unternehmen führen. Hierzu soll es in den nächsten Wochen Lösungsvorschläge von Seiten der großen Koalition geben. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ging auf die steuerpolitischen Erfolge der letzten Jahre ein, auf die verbesserte Erbschaftssteuer für Unternehmen und auf die Probleme der Staatsverschuldung durch die vom Bund aufgelegten Konjunkturprogramme. Auch die Problematik der Kreditvergabepraxis, die der BSHD bereits an die Politik herangetragen hatte, wurde von Peer Steinbrück aufgegriffen. Das Finanzministerium sieht ganz klar eine "mikroökonomische, aber keine makroökonomische Kreditklemme". Ebenfalls ein Problem, sei der hohe Risikoaufschlag, den Banken neuerdings fordern. Am Ende der Veranstaltung blieb Zeit mit den politischen Akteuren ins Gespräch zu kommen, um auch spezielle Probleme der Säge- und Holzindustrie anzusprechen.

BSHD WebseiteRelaunch Internet-Auftritt BSHD

Unter www.bshd.eu ist der BSHD nun mit neuen Seiten im Internet präsent: übersichtlich, einfach in der Navigation, mit mehr Inhalten und Informationen. Schauen Sie mal rein!

Neue BSHD-Mitglieder

Der BSHD begrüßt folgende neue Mitglieder in seinen Reihen:

Mit besten Grüßen

Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
BSHD Bundesverband Säge- und
Holzindustrie Deutschland e.V.
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin
Telefon (0 30) 22 32 04 90
Telefax (0 30) 22 32 04 89
Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
Vizepräsident: Lars Schmidt
Vorstand: Oliver Mühmel
Vorstand: Steffen Rathke
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister-Nummer 28535 B