Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland
Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
Speedletter ...aus Berlin

07/2009

19.05.2009

Neues aus Berlin

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessenten.

Registrierung BSHD beim Deutscher Bundestag und der EU

Der BSHD ist nun auch offiziell als Verband beim Deutschen Bundestag und der Europäischen Union registriert und wird somit in der öffentlichen Liste des Deutschen Bundestages bzw. des EU-Parlaments geführt. Das bedeutet, dass der BSHD zukünftig bei Anhörungen im Zuge von Gesetzgebungsverfahren und Gesetzgebungsinitiativen, die unsere Branche tangieren, eingeladen wird und sich als kompetenter Branchenvertreter äußern kann bzw. Fragen der Abgeordneten und Fraktionen beantworten darf.

Kerstin HolzNeue Assistentin in der BSHD-Hauptgeschäftsstelle Berlin:
Kerstin Holz

Seit 01. Mai 2009 ist Kerstin Holz neue Assistentin der BSHD-Hauptgeschäftsführung in Berlin. Die 30-jährige kann auf langjährige Erfahrungen in der Agentur- und Verbandsarbeit zurückblicken. Bevor sie zum BSHD kam, war sie persönliche Mitarbeiterin des Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Frau Holz kennt das politische und mediale Parkett in Berlin und wird die Geschäftsstelle optimal ergänzen.

Gespräch mit Steffen Kampeter MdB, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Durch die Wirtschaftskrise haben sich die Kreditbedingungen in Deutschland deutlich verändert. Die Hälfte der Banken verschärften im abgelaufenen Quartal noch einmal ihre Standards für die Gewährung von Unternehmenskrediten. Selbst wenn Kredite gewährt würden, wird nur ein Teil der benötigten Kreditsumme vergeben und dieses auch nur bei der Vorlage zusätzlicher Sicherheiten. Besonders Deutschland ist von dieser Problematik betroffen. Seit vielen Jahren ist erstmals der Anteil der Banken, die ihre Kreditvergabe verschärfen, in Deutschland größer als im übrigen Euro-Raum. Nach Einschätzung der Förderbank KfW könnte die Kreditverknappung gravierende Auswirkungen auf die Innovationstätigkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft haben. "Gerade in der mittelständischen Säge- und Holzindustrie sind Finanzierungsschwierigkeiten ein häufiges Hindernis, weshalb die Unternehmen der Branche geplante Investitionen nicht in die Tat umsetzen können. Es muss wieder mehr Schwung in den Kreditmarkt kommen. Ohne ein Entgegenkommen der Banken kann die deutsche Sägeindustrie, die noch immer schwerwiegende Krise auf Dauer nicht meistern", so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD), Frank Ahnefeld. Aus diesem Anlass und zur Sensibilisierung der Belange der deutschen Säge- und Holzindustrie führten BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt und BSHD-Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld ein intensives Gespräch mit dem haushaltspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Kampeter, sowie dem Forstpolitiker, MdB Cajus Caesar. Dabei betonte der BSHD, dass es nicht darum gehe, unwirtschaftliche und nicht marktfähige Unternehmen vor dem Konkurs zu retten. Der BSHD setzt sich dafür ein, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit auch in schwierigen Zeiten möglich zu machen. "Dazu haben wir die Politik auf die spezifischen Probleme der Branche hingewiesen", so Schmidt und Ahnefeld. Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter, zeigte sich sehr aufgeschlossen und interessiert gegenüber den Belangen der Säge- und Holzindustrie. "Die Politik der Bundesregierung zielt darauf ab, insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen, die durch die Finanzkrise in berechtigte Liquiditätsprobleme geraten, zu unterstützen. Es geht dabei nicht um sektorale Unterstützung einzelner Branchen, sondern um gezielte Hilfe in der Kreditvergabe." Er sagte dem BSHD zu, dass er, sollten ihm hier Probleme bekannt gemacht werden, individuell die Initiative und Ansprache der beteiligten Banken suchen wird.

Gespräch mit Steffen Kampeter MdB, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

v.l.n.r.: Lars Schmidt, Steffen Kampeter (MdB), Cajus Caesar (MdB), Frank Ahnefeld

Gespräch mit Dr. Hans-Heinrich Jordan MdB, forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) traf sich zur Erörterung verschiedener forstlicher Fragestellungen mit dem forstpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hans-Heinrich Jordan MdB, in seinem Berliner Büro. Angesprochen wurden die Themen: Naturschutz im Wald, Rohstoffversorgung der Holzindustrie und Umweltgesetzgebung. Dabei machte BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt deutlich, dass gewisse Vorhaben des Naturschutzes der Branche Sorgen bereiten würden und man nur in einem Miteinander von Ökologie und Ökonomie zielführend und umweltfreundlich wirtschaften kann. Die Frage der Rohstoffversorgung spielt hierbei ebenfalls eine wesentliche Rolle. "Wenn Flächen aus der Nutzung genommen werden, verringert sich nicht die Nachfrage, sondern konzentriert sich an anderer Stelle. Somit werden Flächen außerhalb der Schutzgebiete stärker belastet. Zusätzlich entzieht man der Sägeindustrie großflächig die Arbeitsgrundlage", so Schmidt. Dr. Jordan zeigte großes Interesse an der Arbeit des BSHD und freute sich über die Präsenz der Sägeindustrie auf bundespolitischer Ebene. "Herr Dr. Jordan hat einen guten Kontakt zu den Forstverbänden, von der Sägeindustrie hat er aber bis dato nicht viel mitbekommen. Das wollen wir nun ändern und den angefangenen Dialog ausbauen", so Vizepräsident Schmidt.

Gespräch mit Hans-Heinrich Jordan MdB, forstpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

v.l.n.r.: Lars Schmidt, Dr. Hans-Heinrich Jordan (MdB)

Laubholzgespräch der Deutschen Sägeindustrie

Steffen RathkeSteffen Rathke von der Firma Keck, Ehningen, Vorstandsmitglied im BSHD hatte am 05. Mai 2009 30 Laubholzsäger nach Frankfurt eingeladen. Als ehemaliger Sprecher der Laubholzsäger im VDS hatte man sich auf ein neutrales Treffen verständigt, um die Positionierung der Deutschen Laubholzsägeindustrie im Verbändemix zu diskutieren. Die Notwendigkeit einer Interessenvertretung in Berlin wurde von allen Teilnehmern bestätigt. Frank Ahnefeld, BSHD-Hauptgeschäftsführer stellte die Aktivitäten und Ziele des Verbandes in Berlin und Brüssel vor. Das Gespräch mit dem DFWR soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Es wurde auf Anfang September terminiert und wird in Frankfurt vom BSHD organisatorisch betreut. Steffen Rathke wird weiter als Sprecher der Deutschen Laubholzsäger auftreten und die Interessen gegenüber dem Waldbesitz artikulieren. Ziel ist es, in diesem Gespräch die gesamte Laubholzsägeindustrie zu vertreten, um verlorenes Gewicht im Interessenausgleich zurück zu gewinnen.

Regionale Zusammenkunft der Nadelholzsäger aus Rheinland Pfalz, Rheinland und Sauerland

Oliver MühmelBSHD-Vorstandsmitglied Oliver Mühmel von der Firma van Roje hatte am 06. Mai 2009 Nadelholzsäger aus den eigenen Reihen und interessierte Firmen nach Bonn eingeladen. Der BSHD wurde von Hauptgeschäftsführer Frank Ahnefeld und dem Regionalbüroleiter Klaus Kottwitz vorgestellt. Im Hinblick auf die Aktivitäten in Berlin gab es auch in Bonn sehr viel Zustimmung. Das Marktgespräch ergab, dass auf den Rohholzmärkten ein Preisdruck zu verzeichnen ist, das Niveau liegt für das Leitsortiment Fi, B, 2b bei rund 60,- Euro. Die Zurückhaltung des Waldbesitzes beim Einschlag konnte die Sägeindustrie in dieser Region durch den Abbau von Wasserlägern und Produktionsrücknahmen ausgleichen. Marktbeeinflussend wird in der nahen Zukunft das Käferholzaufkommen sein, da der warme April die Forstschutzsituation für den Waldbesitz verschärft hat. Des Weiteren sind in den Endprodukten von KVH und KVH Rohware leichte Preissteigerungen zu registrieren, sowie ein Anstieg der Lieferzeiten. Als Fazit ist zu sagen, dass die Restholzmärkte weiterhin unter Druck stehen.

Tag des Deutschen Rohholzhandels in Würzburg

Am 06. und 07. Mai 2009 fand in Würzburg der diesjährige Rohholzhandelstag des GD-Holz statt. Im sachlichen Ambiente des Maritim-Hotels hatte der Veranstalter zu einem interessantes Programm mit hochkarätigen Referenten aus der Branche eingeladen. Dr. Josef Rettenmeier stellte dem Auditorium den BSHD in seiner Struktur und mit seinen Zielen vor. "Ich freue mich auf eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem GD-Holz, insbesondere mit den Vertretern des Rohholzhandels" so Rettenmeier in seinem Statement. Darüber hinaus stellte er sich einer angeregten Diskussion zur aktuellen wirtschaftlichen Situation. Die weiteren Teilnehmer aus der Geschäftsstelle nutzten die zwei Tage, um mit Händlern, Verbändevertretern und Sägeunternehmern Gespräche zu führen. Es konnten einige Vertreter von Mitgliedsunternehmen begrüßt und gute Gespräche mit interessierten Sägewerkern geführt werden.

Marktdaten und Statistiken

Erstmalig haben wir diesem Speedletter ein Dokument zur Preisentwicklung von Schnittholz beigefügt. In den folgenden Ausgaben werden wir diesen Service sukzessive weiterentwickeln. Die Daten vom Statistischen Bundesamt werden von uns für die Bedürfnisse der Mitglieder aufgearbeitet. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen auf, um den Service zu verbessern und den betrieblichen Erfordernissen weiter anzupassen.

Einfuhrpreisindex

Einfuhrpreisindex

Entwicklung der Preise - März

Entwicklung der Preise - März

Mit besten Grüßen

Frank Ahnefeld - Hauptgeschäftsführer
BSHD Bundesverband Säge- und
Holzindustrie Deutschland e.V.
Reinhardtstraße 18
10117 Berlin
Telefon (0 30) 22 32 04 90
Telefax (0 30) 22 32 04 89
Präsident: Dr. Josef Rettenmeier
Vizepräsident: Lars Schmidt
Vorstand: Oliver Mühmel
Vorstand: Steffen Rathke
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister-Nummer 28535 B