Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

November 2017

11.12.2017

Neues aus der Säge- und Holzindustrie

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes (DeSH).

Inhalt


Klimaschutz wächst nach: Holznutzung als unterschätzer Faktor für das Weltklima

Vom 6. bis zum 17. November 2017 wurden in Bonn auf der 23. Weltklimakonferenz (COP 23) die Klimaziele der Weltgemeinschaft verhandelt. Als Hoffnungsträger zur Erreichung dieser Ziele gilt Holz. Deutschlands wichtigster nachwachsender Rohstoff entzieht der Atmosphäre CO2, ersetzt energieintensive Baustoffe und trägt zum Ausbau der Erneuerbaren Energien bei.

Mit 25.000 Teilnehmenden war die UN-Klimakonferenz COP 23 die bislang größte zwischenstaatliche Konferenz hierzulande. Neben den Verhandlungen über die künftige Klimapolitik hat die Veranstaltung erfolgreiche bestehende Klimaschutzprojekte präsentiert. Zu den Aushängeschildern Deutschlands gehört die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft. Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 bekannte die Weltgemeinschaft, die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen und bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral werden zu wollen. In Bonn werden die Delegierten nun die Details zur Anwendung des Abkommens verhandeln.

Holznutzung entscheidender Faktor für den Klimaschutz

Nachwachsende Bäume entziehen der Atmosphäre nicht nur das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid, sondern binden dieses auch über die komplette Nutzungsdauer. „Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes verbunden mit einer ressourceneffizienten Holzverwendung ist der effektivste Weg, um das Klima dauerhaft zu schützen“, erklärt Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH). Der studierte Forstwirt plädiert seit Jahren dafür, die Potenziale von Holz konsequent auszuschöpfen: „Weltweit wird Deutschland für seine Waldbewirtschaftung als Vorreiter bewundert.“ 

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IHB-Interview mit Julia Möbus: Nationaler Sonderweg bedroht Biomasseanlagen in Deutschland

Die Betreiber von Holzheiz- und KWK-Anlagen in der Holzindustrie müssen sich auf zahlreiche Veränderungen einstellen: Mit dem neuen EEG wurden seit 2017 die bisherigen Festvergütungen auf wettbewerbliche Ausschreibungen umgestellt, u. a. mit dem Ziel, das System marktnäher mit einer Senkung der EEG-Umlage zu gestalten.

Neue Regulierungen sind auch bei den Emissionsgrenzwerten für Biomassefeuerungsanlagen von 1 bis 50 MW geplant. Die geplante deutliche Unterschreitung der europäischen Vorgaben würde jedoch deutsche Betreiber im EU-Vergleich übermäßig belasten - und damit negative Effekte für Klimaschutz, Energiewende und regionale Wertschöpfung bedeuten.

zum Interview (YouTube)


Landnutzung und Forstwirtschaft im EU-Klimaschutzrahmen 2030 - LULUCF: Holzindustrie begrüßt Änderungen an EU-Verordnung

Kürzlich stimmte das Europäische Parlament einer Verordnung zur Integration der Forstwirtschaft in den EU-Klimaschutzrahmen 2030 zu. Nachdem ein früherer Entwurf auf deutliche Kritik gestoßen war, zeigt sich die deutsche Holzindustrie mit der nun verabschiedeten Fassung zufrieden. Zentral ist aus Sicht des DeSH, dass die Bedeutung von Holzprodukten bei der Bewältigung des Klimawandels und bei der CO2-Reduzierung anerkannt wird. „Durch eine verstärkte nachhaltige Nutzung von Holzprodukten [...] können die Emissionen erheblich begrenzt und der Abbau von Treibhausgasen aus der Atmosphäre deutlich verstärkt werden“, heißt es in der Verordnung.

„Das errungene Ergebnis unterstreicht die Bedeutung von starken Interessenvertretungen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene“, sagt Carsten Doehring, DeSH-Präsident und Mitglied des Vorstands der European Organisation of the Sawmill Industry (EOS). Durch aktive Gremienarbeit, insbesondere der EOS, sei es gelungen, die umstrittene Verordnung zur Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (Land Use, Land-Use Change and Forestry; kurz: LULUCF) in eine Chance für die Wertschöpfungskette Holz umzumünzen.

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Weichenstellungen der Branche auf dem Prüfstand - AGR und DeSH laden zu Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress 2018

Kongress Visual

Unter dem Motto „Holzindustrie 2025 – Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum“ findet am 14. und 15. März 2018 in Würzburg der AGR-Rohstoffgipfel sowie der internationale Kongress der Säge- und Holzindustrie statt. Im Fokus stehen konkrete Perspektiven sowie Weichenstellungen für die nächsten Jahre.

Die Zeichen der Branche stehen auf Veränderung. Nach Weltwirtschaftskrise, schwieriger Rohstoffversorgung und angespannter Ertragslage stimmt die aktuelle Marktentwicklung optimistisch und lässt vielfältige Chancen und Potenziale für ein nachhaltiges Wachstum der Holzindustrie in den kommenden Jahren erwarten.

Mit unseren Unternehmen diskutieren wir beim AGR-Rohstoffgipfel und beim Kongress der Säge- und Holzindustrie, wie diese Chancen genutzt und Potentiale erschlossen werden können. Die zentralen Fragen sind dabei: Welche Weichenstellungen gilt es im Hinblick auf Rohstoffbeschaffung, Produktion, Energie und Kommunikation vorzunehmen, um auch künftig den Unternehmenserfolg zu sichern und einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung leisten zu können? Dringlich ist auch ein Austausch darüber, welche Lehren aus der Vergangenheit für die Zukunft gezogen werden können.

Die Kombination der beiden Veranstaltungen hat sich erfolgreich bewährt. Spannende Impulsvorträge, fundierte Faktenchecks und Experteninterviews stehen ebenso auf dem Programm wie gern genutzte Möglichkeiten zum Netzwerken. Die Veranstalter werden damit den Bedürfnissen der Teilnehmer gerecht, denen neben dem fachlichen Austausch entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz auch der Dialog mit Waldbesitzern und Lieferanten wichtig ist. Würzburg ist dabei ein traditionsreicher, beliebter und gut erreichbarer Treffpunkt für die Akteure der Holz- und Sägeindustrie. 

Einladung
Informationen und Anmeldung: www.saegewerkskongress.de


DeSH sieht in der geplanten Holzbauquote in Freiburg wichtiges Zukunftssignal

Freiburg setzt neue Maßstäbe beim Klimaschutz im Gebäudesektor 

Der DeSH begrüßt das von der Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik (Bündnis 90/Die Grünen) geplante Vorhaben, zur Steigerung des Klimaschutzes in der Stadt eine Holzbauquote einzuführen. Die Stadt erarbeitet derzeit Pläne, deutschlandweit als Vorreiter den Weg des nachhaltigen Bauens zu beschreiten, berichtet die Badische Zeitung.

CO2-Einsparung schon vor dem Erstbezug

Vergleicht man Holzbauten mit Gebäuden aus mineralischen Baustoffen, so lassen sich mit Holz bis zu 56 Prozent Treibhausgasemissionen einsparen. Neben den tragenden Konstruktionn aus dem Naturstoff lassen sich auch durch Wände oder Fassaden aus Holz die CO2-Emissionen um 31 Prozent im Vergleich zu Häusern aus mineralischen Baustoffen wie Ziegeln, Beton oder Stahl reduzieren (siehe „Treibhausgasbilanzierung von Holzgebäuden – Umsetzung neuer Anforderungen an Ökobilanzen und Ermittlung empirischer Substitutionsfaktoren / THG-Holzbau“, Hafner et al. 2017). Die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden sowie die Einbeziehung der „grauen Energie“ für die Herstellung und den Transport von Baumaterialien sollte daher ein Kernelement der künftigen Gebäudeeffizienzpolitik sein.

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RVR: Sägeindustrie kritisiert mangelhafte Umsetzung

RVR_DeSH

Die 2015 eingeführte Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel in Deutschland (RVR) soll als bundeseinheitliche Grundlage für Verträge zwischen Forst- und Holzwirtschaft dienen. Aktuelle Fälle zeigen jedoch Verunsicherung in der praktischen Anwendung. Der DeSH fordert daher eine einheitliche Umsetzung des Regelwerks sowie die Korrektur der fehlerhaften Käferholzregelung.

„Die RVR ist als privatrechtliche Nachfolge der nationalen Forst-Handelsklassensortierung eine wichtige Errungenschaft der Branche. Sie hat zum Ziel, Vermessungsverfahren, Holzmaße und Sortimentsstrukturen zu standardisieren und damit den Rohholzhandel zu erleichtern und transparent zu gestalten“, erklärt DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. „Die RVR wurde zwar als dynamisches Regelwerk entwickelt, um künftigen Entwicklungen Rechnung tragen zu können, die Akzeptanz der RVR auf der Fläche kann jedoch nur bei vollständiger Umsetzung des Verhandlungsergebnisses erreicht werden“, findet Schmidt. Doch gerade der öffentliche Waldbesitz mit seiner Vorbildfunktion würde die RVR häufig nur in Teilen umsetzen, nachteilige Passagen hingegen würden abgeändert. „Die Säge- und Holzindustrie fordert eine einheitliche Anwendung der RVR im Sinne aller Marktpartner.“

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DeSH-Mitgliederversammlung in Würzburg: Kontinuität im Vorstand

Bei der Mitgliederversammlung des DeSH am 23. November 2017 bestätigten die Unternehmen den inhaltlichen Kurs von Vorstand und Geschäftsführung. Präsident Carsten Doehring, Vizepräsident Steffen Rathke sowie der Vorstand wurden in Würzburg einstimmig wiedergewählt. Das fünfjährige Verbandsjubiläum hat der DeSH zum Anlass genommen, sein inhaltliches Profil zu schärfen und eine Weiterentwicklung des Leistungsspektrums im kommenden Jahr anzustoßen.

DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt skizzierte neben einzelnen Fachthemen auch die Entwicklung des Verbandes seit der Gründung Ende 2012. Während zunächst die Rohholzverfügbarkeit im Fokus der Verbandsarbeit stand, habe sich in den letzten fünf Jahren das Themenspektrum deutlich verbreitert – von der Holzverwendung über Energie bis hin zu Aus- und Weiterbildung. Als Dienstleistungsverband stehe die strategische Ausrichtung des DeSH jedoch grundsätzlich auf drei Säulen: Interessenvertretung, Information und Service.

Jochen Winning, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V. (VHK), stellte zudem den Fahrplan für die Fusion der Sägewerkssparte des VHK mit dem DeSH im kommenden Jahr vor. Ziel sei es, so Winning, den Zusammenschluss zum 1. Januar 2019 abgeschlossen zu haben. Auch in der künftigen, gemeinsamen Struktur werden bei der Vorstandszusammensetzung die Aspekte Regionalität und Betriebsgröße berücksichtig werden.

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Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

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