Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Ausgabe: Februar 2015

31.03.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor...

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundes- und Landesebene und in den europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der DeSH vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext. Die Spannweite reicht von der Beobachtung und Mitgestaltung des legislativen und administrativen Tätigkeitsumfeldes bis zur Beteiligung an Kampagnen und kontroversen Debatten.


Der DeSH informiert über...


Branchenrelevante Gesetzesvorlagen, Beschlüsse und Anfragen

Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Einsatz von Recyclingpapier und Papierverbrauch in Einrichtungen der Bundesregierung und nachgeordneten Behörden in den Jahren 2012 und 2013

Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE: Beitrag der Energiewirtschaft zum Aktionsprogramm Klimaschutz 2020

Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Illegales Holz auf dem deutschen Markt – Nachweis und Kennzeichnung von Legalität und Nachhaltigkeit

Biodiversitätsstratgie NRW 

Nationalpark: Gemachte Versprechungen nicht gehalten, falsche Erwartungen geweckt, neue Probleme verursacht

Amtsblatt der Europäischen Union

Amtsblatt der Europäischen Union


Presse:

"Bekommen die Sägewerke in der Region durch die Einrichtung des Nationalparks Schwarzwald nun weniger Holz geliefert? Ja, sagen sie Sägewerker; nein, sagen Nationalparkteam und das Ministerium für ländlichen Raum".

Quelle: Nationalpark: Bekommen Säger weniger Holz? Sylvia Wiegert, Stand: 13.01.2015. Der ganze Artikel kann hier aufgerufen werden. Der ganze Artikel kann hier abgerufen werden. 
 

"Nichts als natürliches, unbehandeltes Holz, und dennoch so stabil wie ein massiver Baustoff aus Stein: Die sogenannte Massiv-Holz-Mauer schafft es, sehr gute statische Eigenschaften fast ausschließlich mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz zu erzielen." 

Quelle: EIN STATISCH EINWANDFREIES HAUS AUS MASSIVEM HOLZ, 11.1.2015. Der ganze Artikel kann hier abgerufen werden. 

Mit einem feierlichen Gründungsakt wurde am 18. Dezember 2014 im Forum Holzbau in Ostfildern die proHolz Baden-Württemberg GmbH gegründet.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat die nordrhein-westfälische Bidiversitätsstrategie verabschiedet. NRW-Umweltminister Johannes Remmel am 20. Januar nach der Kabinettsitzung:„Mit der Biodiversitätsstrategie NRW setzen wir ein deutliches Zeichen für den Schutz unseres wertvollen Naturerbes, für das wilde NRW. Das zentrale Ziel der Naturschutzpolitik ist, in den nächsten Jahren den weiter fortschreitenden Verlust an Arten- und Lebensräumen zu stoppen und die biologische Vielfalt wieder zu erhöhen.“

Quelle: forstpraxis.de, MKULNV Nordrhein-Westfalen/Red, Stand: 21.01.2015.

Unsere Stellungnahme zur Biodiversitätsstrategie können Sie hier abrufen. 

Der ganze Artikel kann hier abgerufen werden. 

Neue Stellungnahme zum Kartellverfahren

DeSH zeigt sich irritiert über den Sinneswandel des Bundeskartellamtes

Im Verfahren um die waldbesitzartenübergreifende Rundholzvermarktung in Baden-Württemberg zeichnet sich ein Gerichtsstreit zwischen dem Land und dem Bundeskartellamt ab. Die Bonner Behörde hat den ausgehandelten Kompromiss überraschend gekippt. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) zeigt sich irritiert und unterstreicht in einer Stellungnahme die Bedeutung des Einheitsforstamtes.

Anders als in der im Herbst 2014 gemeinsam erarbeiteten Lösung, bewertet das Bundeskartellamt in seinem Anhörungsschreiben nicht mehr nur die Holzvermarktung, sondern auch die forstliche Betreuung in Form von Forsteinrichtung, forsttechnischer Betriebsleitung und Revierdienst als wirtschaftliche Tätigkeit. Deswegen waren die seinerzeit im Rahmen dieser Lösung angebotenen Zusagen für das Land nicht mehr tragbar. Die Strukturreform würde hierdurch eine Dimension annehmen, die weder Land, Kreise und Kommunen akzeptieren wollen. Auch die Sägeindustrie kritisiert den Sinneswandel des Kartellamtes.

"In letzter Konsequenz wäre dies das Ende des Einheitsforstamtes für den Nichtstaatswald", erklärt DeSH-Generalsekretär Lars Schmidt. Die Kommunen kämen bezüglich der Betreuung ins Vergaberecht und wären rechtlich angreifbar, wenn diese wie bislang über den staatlichen Revierdienst liefe. Beharre das Kartellamt auf seiner Position, drohen aus Sicht der Holzindustrie weitreichende Folgen: "Die hohen ökologischen Standards im Wald können ohne die bewährte Betreuung schlicht nicht gehalten werden." Zudem sei für die Holzindustrie kein effizienter und wettbewerbsfähiger Rundholzeinkauf mehr möglich. Gerade Eigentümern kleinerer Flächen sei es aufgrund mangelnder Fachkenntnis ohne Rückgriff auf einen staatlichen Revierdienst nicht möglich, ihren Wald nachhaltig zu bewirtschaften und die Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen.

Um die Anforderungen des Kartellrechts zu erfüllen und gleichzeitig die Qualität der Waldbewirtschaftung zu sichern, sah der ursprüngliche Kompromiss vor, den Staatswald in einem eigenen Betrieb auszugegliedern und in Privat- und Körperschaftswäldern außerhalb der Vermarktung die bewährte Forststruktur mit staatlichen Mitarbeitern aufrechtzuerhalten. Einen Grund, diese Lösung infrage zu stellen, sieht der DeSH nicht. In einem Positionspapier heißt es hierzu, alle Tätigkeiten "vor der Waldstraße" seien hoheitliche Aufgaben, die im Interesse der Allgemeinheit und nicht auf Basis unternehmerischer Entscheidungen ausgeübt würden. Damit stützt die Industrie die Sicht der Landesregierung, die die Waldbewirtschaftung aufgrund ihrer Naturschutz- und Erholungsfunktion nicht dem privatwirtschaftlichen Wettbewerb preisgegeben möchte.

Um Klarheit zu schaffen, forciert der DeSH nun eine Änderung des Bundeswaldgesetzes. "Die hoheitlichen Aufgaben müssen per Gesetz definiert werden, um flächendeckend geordnete und möglichst umfassende Zuständigkeiten zu garantieren", so Schmidt.

Hintergrund

Laut der Beschlussvorlage des Bundeskartellamts vom 17.12.2013 dürfte die Landesforstverwaltung Baden-Württemberg (ForstBW) in Zukunft die Vermarktung von Privat- und Körperschaftswäldern aus Wettbewerbsgründen nicht mehr mit übernehmen.

Die der waldbesitzartübergreifenden Bündelung von Nadelstammholz zugrundeliegenden Verträge des Landes Baden-Württemberg mit privaten und kommunalen Waldbesitzern verstoßen nach Ansicht des Bundeskartellamtes als wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen gegen das Kartellverbot. Hintergrund ist die der Bündelung immanente Vereinheitlichung der Verkaufspreise von zueinander im Wettbewerb stehenden Anbietern von Nadelstammholz.

Das Bundeskartellamt fordert eine strukturelle Trennung der Holzvermarktung zwischen dem Staatswald einerseits und dem Körperschafts- und Privatwald andererseits. Nach intensiven
Verhandlungen hat das Bundeskartellamt dem Land Baden-Württemberg Ende des Jahres 2014 einen Entscheidungsentwurf zur waldbesitzartenübergreifenden Rundholzvermarktung von Nadelstammholz zugestellt. In der rechtlichen Würdigung wird das Verhandlungsergebnis nun grundsätzlich in Frage gestellt.

Als beigeladene Partei des Verfahrens warnt der DeSH vor möglichen Konsequenzen einer übereilten Entscheidung. In seiner Argumentation beruft sich der DeSH auf die Ergebnisse einer Marktstudie der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR). In dieser haben rund 120 Unternehmen aus der Forst- und Holzwirtschaft ihre Einschätzung zum Kartellamtsbeschluss kundgetan. Das Ergebnis: Viele Betriebe wünschen sich eine Bündelung des Rohstoffangebots.

Stellungnahme als Download.


Anhörung im Deutschen Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (MELH)

Am Montag, den 26. Januar 2015 fand im Anhörungssaal des Deutschen Bundestages eine öffenltiche Anhörung zum Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie statt.

Inhalt der Teilumsetzung (Kurzfassung):

Artikel 8 Absatz 4 der Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, sicherzustellen, dass Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind, bis zum 5. Dezember 2015 Gegenstand eines Energieaudits werden, das, gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits, mindestens alle vier Jahre in unabhängiger und kostenwirksamer Weise von qualifizierten oder akkreditierten Experten durchgeführt oder nach innerstaatlichem Recht von unabhängigen Behörden durchgeführt und überwacht wird.

Bezug zur Branche:

Ausgangspunkt: Große Unternehmen der Sägeindustrie sind energieintensiv und müssen damit ein Energieaudit durchführen.

Kritik an der neuen Regelung:

Energieintensive Unternehmen wurden im Rahmen der Novellierung des EEG privilegiert. Sie gelten als entsprechend leistungsstarke und damit international wettbewerbsfähige energieintensive Industrien, die zum Wachstum und zur Beschäftigung in Deutschland beitragen. Sie sind regelmäßig der Grund für die Ansiedlung nachgelagerter Produktionsstandorte und damit auch indirekt für die Schaffung und Erhaltung weiterer Arbeitsplätze verantwortlich. Sie sind aber auch eine unverzichtbare Grundlage für die Wertschöpfungsketten, die wir für eine Umstellung unserer Energiewirtschaft brauchen.

Im Rahmen der Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie soll nun ein Energieaudit eingeführt werden. Hierzu verpflichtet werden große Unternehmen. Dabei werden die Energiequellen und der Energieverbrauch eines Unternehmens überprüft und bewertet.

Aus Sicht der Sägeindustrie ist dieses Vorgehen fraglich. Auf der einen Seite werden energieintensive Unternehmen/Industrien privilegiert - auf der anderen Seite werden sie mit der Durchführung der Energieaudits zur Kasse gebeten. Die Auditierungskosten für jeden Filialstandort sind erheblich. Eine Auditierung spart jedoch keine Energie ein, sondern zeigt lediglich Einsparpotenziale auf. Diese Investitionen in die Auditierung fehlen den Unternehmen/Industrien dann für die Umsetzung der eigentlichen Energieeinsparmaßnahmen.
Darüber hinaus ist das Energiemanagmentsystem, welches der Koa-Vertrag, vorgegeben hat, weit umfangreicher als ein Energieaudit. Hier stellt sich die Frage, warum zwei Systeme parallel laufen müssen. Hier wäre es doch besser, das Energieaudit im Managementsystem zu integrieren. In diesem Fall werden nicht nur Kosten gespart, sondern das ganze System wird optimiert. Zum Energiemanagement gehört die Planung und der Betrieb von energietechnischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Ziele sind sowohl die Ressourcenschonung als auch Klimaschutz und Kostensenkungen, bei Sicherstellung des Energiebedarfs der Nutzer. Der Teilbereich Energiecontrolling unterstützt das kosten- und materialeffiziente Energie- und Stoffstrommanagement.

Ergebnis/Zusammenfassung der Anhörung:

Anmerkungen HDE, Stefan Genth:

"Der vorliegende Gesetzentwurf wird im Bereich Handel den Zweck der Energieeffizienzrichtlinie nicht erfüllen. In seiner derzeitigen Ausgestaltung, der verpflichtenden Auditierung jeden Standortes, werden die Kosten der periodischen Auditierung, die Investitionsmöglichkeiten der Unternehmen in Energieeffizienzmaßnahmen in erheblichen Umfang verringern, teilweise sogar übersteigen. Die Auditierungskosten für jeden Filialstandort sind erheblich. Eine Auditierung spart jedoch keine Energie ein, sondern zeigt lediglich Einsparpotenziale auf. Diese Investitionen in die Auditierung fehlen den Handelsunternehmen dann für die Umsetzung der eigentlichen Energieeinsparmaßnahmen." (...)

Anmerkungen des BDI, Dr. Rolle:

Vorschlag zu Änderung/Ergänzung des § 8 Abs. 1 wird ergänzt um die folgende Nr. 3:
„Ein Audit nach Absatz 1 kann bei verbundenen Unternehmen (gemäß der KMU-Definition der EU-Kommission von 2003) auch für mehrere dieser Unternehmen gemeinsam durchgeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass sich insbesondere § 8a Abs. 1 Nr. 5 auf die Gesamtheit der verbundenen Unternehmen erstreckt.“
Begründung: "Aufwand und Nutzen müssen bei der praktischen Ausgestaltung der Ener-gieaudit-Verpflichtung auch volkswirtschaftlich in sinnvollem Verhältnis stehen.
Nach dem Gesetzentwurf wird dabei allerdings nur der Verbrauch innerhalb eines Unternehmens betrachtet, wobei Unternehmen wohl als rechtliche Einheit verstanden wird, wie auch in § 5 EEG 2014 festgelegt.
Bei großen Unternehmen mit vielen (verbundenen) Tochterunternehmen, die z. T. reine Mantelgesellschaften sind mit keinen oder kaum eigenen Energieverbräuchen, läuft die Wesentlichkeitsschwelle dagegen leer. Hier müsste nach dem Gesetzeswortlaut jedes einzelne Unternehmen ein separates Audit erstellen.Die Tatsache, dass solche kleinen, verbundenen Unternehmen in der Regel KMU und damit eigentlich von der Audit-Verpflichtung nicht erfasst sind, führt hier zu keiner Lösung, da nach der Empfehlung der EU-Kommission über die Definition von KMU (EU-Amtsblatt 2003, L 124/36) bei verbundenen Unternehmen (also beherrschendem Einfluss eines Unternehmens) die KMU-Kriterien auf den gesamten Unternehmensverbund anzuwenden sind.Dieser Grundgedanke, dass verbundene Unternehmen „zusammenzuzählen“ sind und daher jedes einzelne Audit-verpflichtet, sollte dringend ergänzt werden durch eine auf den Verbund bezogene Energieverbrauchs-Wesentlichkeitsschwelle." (...)

Anmerkungen DENEFF, Frau Ruhbaum:

"Wir möchten mit dieser Stellungnahme einige Optimierungsempfehlungen in Bezug auf die Einbindung in regionale Netzwerkangebote, die Anforderungen an die Auditoren, das Nachweisverfahren sowie vor dem Hintergrund der späten Umsetzung anbringen.
Während für energieintensive Unternehmen durch die Regelungen bei EEG und Ökosteuer bereits gewisse Anreize für ein Energie-Monitoring gesetzt werden, fehlt ein solcher Anreiz bei nicht-energieintensiven Unternehmen. So haben diese Unternehmen mit meist geringen Energiekostenanteilen häufig kaum Anlass, sich mit Energieeffizienzmaßnahmen zu befassen. In Summe haben die von dem Gesetz betroffenen rund 50 Tsd. großen Unternehmen jedoch einen wichtigen Anteil am gesamten Energieverbrauch. Damit schließt das Gesetz eine wesentliche Politiklücke und setzt Anreize mit Maß.
Gleichzeitig ist ein Energieaudit in einem Unternehmen ein wichtiger erster Schritt, um die Energieeffizienz langfristig zu optimieren." (...)

Anmerkungen FÖS, Frau Küchler:

"Für eine wirksame Überwindung der beste-henden Barrieren für Effizienzfortschritte in Unternehmen ist ein ambitionierterer Ansatz wünschenswert. Dieser sollte einen größeren Kreis von Unternehmen ansprechen und höhere Anforderungen an diejenigen Unternehmen stellen, die von Vergünstigungen bei den Energiepreisen profitieren.
Dies würde auch dazu beitragen, weitere Effizienzpotenziale zu realisieren und so die geplanten Energieeinsparungen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) zu ergänzen. Denn die im NAPE geplanten Maßnahmen (ca. 460 PJ bis 2020) bringen weniger als ein Drittel der Energieeinsparungen, die zum Erreichen der Klimaschutzziele bis 2020 notwendig sind (1.500 PJ). Auch vor diesem Hintergrund ist die geplante Maßnahme zur Umsetzung von Energieaudits in Unternehmen ein geeigneter Anknüpfungs-punkt, um den NAPE zu ergänzen und so die Weichen für eine ambitionierte, zielkompatible Effizienzpolitik bis 2020 zu stellen." (...)

Anmerkungen GUTcent, Prof. Lieback:

"Ziel der Richtlinie 2012/27/EU der EU vom 25. Oktober 2012 ist die Steigerung der Energieeffizienz der europäischen Wirtschaft. In der Bundesrepublik Deutschland wurden mit der Umsetzung der Besonderen Ausgleichregelung (BesAR) des EEG und der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) in den letzten Jahren diesbezüglich umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Die anstehende Erweiterung der Pflichten zur Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen in der Wirtschaft zur Umsetzung der EU Richtlinie im Rahmen des EDL-G sollte diese berücksichtigen.
Die Zahl der betroffenen Unternehmen macht es erforderlich, alle in den letzten Jahren aufgebauten Kapazitäten zur Erfassung von Energieeffizienzpotentialen in diesen Prozess einzubinden, um eine wirklich qualifizierte und zugleich wirtschaftlich effiziente Durchführung zu ermöglichen. Aus der Erfahrung dieser Zeit sollten daher folgende Punkte im Rahmen der Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) im EDL-G berücksichtigt werden.
Nach EED Artikel 8 im Zusammenhang mit Anhang VI sind bei „Energieaudits“ Mindestkri-terien zu erfüllen.
Bei einem UMS nach EMAS sollte nochmals genau geprüft werden, ob die geforderten Mindestkriterien der EU im Rahmen der EMAS erfüllt sind.
Folgende Optimierungen schlagen wir daher vor:

Anmerkungen IREES, Herr Mai:

"Die verpflichtende Einführung von Energieaudits mit einem direkten Bezug auf die Anforderungen der DIN 16247-1 definiert für Unternehmen und Energieauditoren die inhaltlichen Anforderungen an ein Energieaudit. Für die Bearbeitung und Prüfung von Energieaudits wird dadurch ein einheitlicher und verbindlicher Qualitätsstandard gesetzt.
Ein abgeschlossenes Energieaudit setzt bei einem allerdings nicht zwangsläufig einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang, um die Energiekosten eines Betriebes zu senken. Evaluationsergebnisse der Förderrichtlinie Energieberatung im Mittelstand, welche das IREES in Zusammenarbeit mit Fraunhofer ISI im Jahr 2014 durchgeführt hat, bestätigten zwar die Durchführung von Maßnahmenempfehlungen nach einer Energieberatung. Die Anzahl der umgesetzten Maßnahmen ist allerdings mit im Mittel drei Maßnahmen je Unternehmen (Betrachtungszeitraum 2009 bis 2013) deutlich niedriger als bei Unternehmen, die an Energieeffizienz-Netzwerken teilnehmen (mit 7 bis 8 Maßnahmen).
Die Änderungsvorschläge beziehen sich auf die §§ 8 und 8a bis 8d und betreffen
folgende Themen:
1. Einführungsfrist
2. Gleichwertigkeit von EMAS/ISO 14001 versus Anforderungen Anhang VI, EED
3. Anerkennung/Gleichwertigkeit der Teilnahme an Energieeffizienz-Netzwerken
4. Verhältnismäßigkeit der Energiedatenerfassung und messtechnischen Erhebung
5. Eingehende Prüfung des Energieverbrauchsprofils
6. Lebenszyklusanalyse anstatt Amortisationszeit
7. Anwendung des Multisite-Verfahrens
8. Weiterbildungsverpflichtung für Energieauditoren
9. Unternehmensinterne Auditoren
10. Kosten für Energieaudits" (...)

Anmerkungen HfWU, Prof. Ringel:

"Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung dient im Wesentlichen der Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie der europäischen Union (Richtlinie 2012/27/EU; EER). Neben der Bereinigung des Energiedienstleistungs-Gesetzes (EDL-G) aufgrund abgelaufener Fristen bzw. der Aufhebung der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 2006/32/EG) zielt der Gesetzentwurf auf die Umsetzung von Artikel 8 Absatz 4 bis 7 der EER. Hiernach werden Nicht-KMU verpflichtet, periodische Energieaudits einzuführen.
Nachgebessert werden soll in folgenden Bereichen:
> Energieeffizienz in der Industrie und im Gewerbe
> Verpflichtende Energieaudits für Unternehmen
> Einzelaspekte bei der Umsetzung der Verpflichtung" (näheres siehe Stellungnahme). (...)

Die schriftlichen Stellungnahmen können Sie hier einzeln abrufen:


Veranstaltung/Ankündigung: Parlamentarisches Frühstück am 4. Februar 2015

Einladung zum Parlamentarischen Frühstück der Plattform Forst & Holz

am Mittwoch, dem 04. Februar 2015 um 07:30 Uhr
im Abgeordnetenrestaurant „Käfer“ (Plenarsaalebene)

Thema: Energieeffiziensstrategie Gebäude. Was kann Holz im Baubereich für die CO2-Bilanz leisten?

Den inhaltlichen Rahmen setzen dieses Mal die Anstrengungen Deutschlands, die ambitionierten Ziele zur Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen. Gerne wollen wir mit Ihnen die Möglichkeiten diskutieren, die die Holzwirtschaft in diesem Bereich bietet.

Als Referentin für einen Impulsvortrag konnten wir Frau Prof. Dr. Annette Hafner gewinnen. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls „Ressourceneffizientes Bauen“ an der Ruhr-Universität in Bochum. Ihr Forschungsbereich sind Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeitsbewertung im Bau und speziell die CO2-Bilanzierung von Gebäuden. Nach dem Impulsvortrag wollen wir gemeinsam mit Ihnen über die « Energieeffiziensstrategie Gebäude“ diskutieren.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung. 


Veranstaltung/Ankündigung: Offene Sitzung des AK EEG/KWK in Berlin am 26. Februar 2015

Nächste Sitzung des Arbeitskreies EEG/KWK: Donnerstag, 26. Februar 2015

Start: 14.00 Uhr

Ort: Restaurant Tucher, Pariser Platz 6a, 11011 Berlin

Neu:
Podiumsdiskussion mit MdBs (Eingeladen sind Vertreter aller Parteien!)

Folgende Themen sollen diskutiert werden:

16.00 Uhr: Ausklang bei Kaffee und Kuchen mit den MdBs


Veranstaltung/Ankündigung: 10. internationaler Kongress der Säge- und Holzindustrie 2015 und AGR Rohstoffgipfel.

10. internationaler Kongress der Säge- und Holzindustrie 2015 und AGR Rohstoffgipfel.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Kongresswebsite www.saegewerkskongress.de

 

 

 

Sollten Sie kein Interesse an unserem Politikbrief haben, dann schreiben Sie uns bitte eine kurze Email an katrin.buescher@saegeindustrie.de mit Hinweis, dass wir Sie aus dem Verteiler nehmen. Vielen Dank!

Ihre Ansprechpartner:

Lars Schmidt
Hauptgeschäfsführer
Email: lars.schmidt@saegeindustrie.de

und

Katrin Büscher
Public Affairs/Recht
Email: katrin.buescher@saegeindustrie.de

 

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage
www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.