Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

August 2017

11.12.2017

Neues aus der Säge- und Holzindustrie

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes (DeSH).

Inhalt


"Der Holzweg immer der Richtige" - Tag der offenen Tür bei den Gebrüdern Hosenfeld

Nachdem das Sägewerk Hosenfeld im Juli 2015 nahezu komplett durch ein Feuer zerstört wurde, feierten die Familie Hosenfeld, die Belegschaft sowie mehr als 5000 Gäste vom 18. bis 20. August 2017 die Wiedereröffnung eines der modernsten Sägewerke Europas mit einem Tag der offenen Tür.

[...] Gangolf Hosenfeld nutzte die Gelegenheit, sich bei seiner Familie, der Belegschaft, Lieferanten und den umliegenden Sägewerkskollegen für die Unterstützung in der Wiederaufbauphase zu bedanken und betonte, dass "der Holzweg für die Hosenfelds immer der Richtige ist".

Den Besuchern wurde an diesen beiden Tagen mit Unterstützung der Vereine ein vielfältiges Programm mit Helikopter-Rundflügen, Live-Musik und Kinderbetreuung geboten. Mit vor Ort war auch der DeSH-Timber-Trainer.

Viele Besucher berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Sägewerk und der Familie und machten deutlich, wie eng der Betrieb und Region miteinander verbunden sind.

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Luftbild des neu aufgebauten Werks


Besucher im Sägewerk 


Das DeSH-Ausbildungsmobil "Timber-Trainer" in Hosenfeld


Charta für Holz 2.0: Arbeitsgruppen konstituieren sich in Berlin

Vom 27. bis 29. Juni 2017 sind die Experten der sechs Arbeitsgruppen der Charta für Holz 2.0 zu ihren konstituierenden Sitzungen in Berlin zusammengetroffen.

Die Arbeitsgruppen sind den Handlungsfeldern der Charta für Holz 2.0 zugeordnet [...]. Während der ersten Sitzung haben die Experten die in der Charta formulierten Schwerpunkte und wichtigen Ziele konkretisiert und priorisiert. Um Ziele messbar zu machen, wurde zudem über geeignete Indikatoren beraten. Themen-Teams werden auf dieser Grundlage bis zur nächsten Sitzung konkrete Fragestellungen in den einzelnen Handlungsfeldern und erste Umsetzungsvorschläge erarbeiten. In den konstituierenden Sitzungen wurden aus der Mitte der Arbeitsgruppen jeweils die/der Vorsitzende und Stellvertretung gewählt.

Einen Überblick über die personelle Besetzung der Arbeitsgruppen sowie der Steuerungsgruppe finden Sie auf der Charta für Holz 2.0 Webseite

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.


Bundestagsabgeordneter Jung zu Gast im Sägewerk Rettenmeier in Ramstein-Miesenbach

Xaver Jung (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages, besuchte am 3. Juli 2017 das Rettenmeier-Werk in Ramstein-Mießenbach. Jung zeigte sich beeindruckt vom größten Sägewerksunternehmen in Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit dem CEO der Rettenmeier-Gruppe, Dr. Stephan Lang, und dem Werksleiter Horst Gindorf diskutierte er die Problemfelder und aktuellen Herausforderungen der deutschen Sägeindustrie.

Weiter informierte er sich umfassend über die Wettbewerbssituation im Vergleich zum europäischen und internationalen Umfeld und mögliche Handlungsfelder der Politik. Lang betonte hierbei die Notwendigkeit, die bauliche Nutzung des klimafreundlichen und energieeffizienten Baustoffs Holz in Deutschland deutlich zu erhöhen und hierfür die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. 

Die Rettenmeier-Gruppe gehört zu den größten europäischen Sägewerkskonzernen mit 7 Betrieben in Deutschland, Lettland und der Slowakei und insgesamt 1500 Mitarbeitern. Am Standort in Ramstein sind ca. 220 Mitarbeiter beschäftigt.


vlnr: Dr. Stephan Lang, MdB Xaver Jung, Horst Gindorf


DeSH unterzeichnet gemeinsames Positionspapier „Wälder für Niedersachsen“

Am 29. Juni 2017 haben insgesamt fast 40 Verbände und Institutionen das Positionspapier „Wälder für Niedersachsen" im  Landwirtschaftsministerium in Hannover unterzeichnet, darunter auch der DeSH.

Im Positionspapier wurden fünf Handlungsfelder definiert: 

  1. Bewirtschaftung und Jagd
  2. Schutz, Biodiversität und Klima
  3. Arbeit und Einkommen
  4. Rohstoffe und Ressourcen
  5. Bildung, Erholung und Tourismus

Neu im aktuellen Wald-Papier ist die Aufnahme der Strategie für biologische Vielfalt. Das Land wird sich demnach in seinen Landeswäldern mit zehn Prozent an der Entwicklung von Naturwäldern beteiligen. Der Privatwald ist davon ausgenommen. 

Zu den Unterzeichnern des Positionspapiers, das eine  Fortschreibung eines Strategiepapiers aus dem Jahre 2010 ist, gehören auch die Umwelt- und Naturschutzverbände NABU und BUND. Beim ersten Papier im Jahr 2010 hatten die Umweltverbände ihre Unterschriften wegen zu geringer Berücksichtigung des Naturschutzes noch verweigert.


DeSH-Präsident Carsten Doehring als Vorstandsmitglied des europäischen Dachverbandes EOS bestätigt

Auf der Generalversammlung des Europäischen Verbands der Sägeindustrie (European Organisation of the Sawmill Industry (EOS)) am 21. Juni 2017 in Wien wurde Sampsa Auvinen von der lettischen Norvik Timber Industry (NTI) für zwei weitere Jahre als Präsident bestätigt. Ernest Schilliger von der Schweizer Schilliger Holz und Joël Lefebvre von der französischen Groupe Lefebvre sind als Vizepräsidenten für Nadelschnittholz bzw. für Laubschnittholz ebenfalls wieder gewählt worden. Hans-Michael Offner (Johann Offner Holzindustrie/Österreich) gehört dem Präsidium als Ehrenmitglied an.

Die bisherigen Mitglieder des EOS-Vorstandes Carsten Doehring (Ilim Timber Europe und Präsident des DeSH), Kai Merivuori (Geschäftsführer des finnischen Sägewerksverbandes Sahateollisuus) und Arion Constantin (Forestfalt/Rumänien) sind in ihren Ämtern bestätigt worden. Neu in den Vorstand wurden Mikael Eliasson (Skogsindustrierna/Schweden), Marc Sève (Monnet-Sève/Frankreich) und Thomas Siat (Siat Braun/Frankreich) gewählt.

www.eos-oes.eu


Nachhaltige Wertschöpfung im „grünen Herz Deutschlands“ in Gefahr

Anlässlich des Jahresempfangs der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringischen Landtag am 24. August 2017 appellieren die Verbände der holzverarbeitenden Unternehmen an die Abgeordneten, den Dialog zwischen Politik und der holzbasierten Industrie in Thüringen zu intensivieren, um auch weiterhin gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung im Freistaat beitragen zu können.

[...] „Forstwirtschaftliche Nutzungseinschränkungen führen weder zu einer Erhöhung der Artenvielfalt noch dienen sie dem Klimaschutz. Denn das Holz muss aus Teilen der Welt importiert werden, in denen keine derart vorbildliche Waldbewirtschaftung stattfindet wie hier. Hinzu kommen die dazugehörigen Transportemissionen und der Energiebedarf. Regionale Produktionskreisläufe, Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung wären die Verlierer einer solchen Entwicklung,“ so Ralf Pollmeier, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG in Creuzburg.

Es ist deshalb dringend geboten, den Dialog zwischen Politik und der holzbasierten Industrie in Thüringen aufzunehmen, um mittelfristig wieder einen Ausgleich der verschiedenen Interessen herbeizuführen.

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Holzpellets unverzichtbar für die Wärmewende in Rheinland-Pfalz

Am 9. August 2017 besuchte die rheinland-pfälzische Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) die MANN Naturenergie GmbH & CO. KG in Langenbach sowie das Werk der Westerwälder Holzpellets GmbH, um sich vor Ort über die Potenziale von Strom und Wärme aus Holz für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung zu informieren.

Unter dem Motto „Energiewende – Gewinn für Umwelt und Region“ stehen bei der diesjährigen Sommertour Unternehmen im Vordergrund, die einen entscheidenden Beitrag zu einer dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung leisten. Rheinland-Pfalz ist beinahe zur Hälfte mit Wald bedeckt – daher spielen Holz und seine Verarbeitung vor Ort nicht nur für die Wertschöpfung in den ländlichen Regionen eine große Rolle. Es trägt als bedeutendster erneuerbarer Rohstoff des Landes auch dazu bei, dass dezentral und wetterunabhängig Energie erzeugt werden kann. Ein Beispiel sind die Sägewerke, in denen anfallende Sägenebenprodukte für die Produktion von Strom und Wärme für die weiteren Produktionsschritte verwendet oder zu Pellets weiterverarbeitet und zum Heizen genutzt werden. Insgesamt basieren in Rheinland-Pfalz 84 Prozent der erneuerbar erzeugten Wärme im Gebäudebereich auf Holzenergie.

„In Kombination mit modernen Einzelfeuerungsanlagen, die hohe Wirkungsgrade aufweisen, ist das Heizen mit Pellets sehr ressourcenschonend und klimafreundlich. Und schafft außerdem Wertschöpfung im ländlichen Raum“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute bei MANN Naturenergie. Das Unternehmen habe jedoch als ein Pionier im Bereich der erneuerbaren Energien noch viel mehr zu bieten: Es leiste mit der Gründung von Naturstrom Rheinland-Pfalz oder dem Aufbau der ersten Stromtankstelle im Westerwald einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in der Region, so Höfken.

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Potenziale von Wald und Holz konsequent ausschöpfen

Am 27. Juli 2017 trafen sich der Abgeordnete des Wahlkreises Märkisch-Oderland-Barnim II und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages Hans-Georg von der Marwitz (CDU) und Julia Möbus, Politische Referentin beim Bundesverband der Säge- und Holzindustrie (DeSH), um bei der Holzernte in Brandenburg über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Forst- und Holzwirtschaft für die ländlichen Regionen zu sprechen.

„Holz ist nicht nur der bedeutendste nachhaltige Rohstoff, sondern auch ein großer Wertschöpfungsfaktor in den ländlichen Regionen. Angefangen vom Wald und Forst über die Sägewerke bis zu den Zimmerern ist diese Branche allein in Brandenburg Arbeitgeber für 27 000 Menschen und bei uns auf dem Land aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken“, stellt von der Marwitz, selbst Land- und Forstwirt, zu Beginn heraus.

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MdB Hans-Georg von der Marwitz (1.von links) bei der Holzernte in Brandenburg


Waldbewirtschaftung sorgt für Brandschutz - Infrastruktur verhindert großflächige Waldbrände

Waldbrand

Sommer, Sonne, Urlaubszeit – was für viele ein Grund zur Freude ist, bedeutet zugleich vielerorts erhöhte Waldbrandgefahr. Ein tagesaktueller Waldbrandgefahrenindex informiert deutschlandweit über die Gefährdungslage

Bundesweit registrierte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 2016 insgesamt 608 Waldbrände, wovon 283 Hektar betroffen waren. Die meisten Waldbrände treten in Brandenburg auf. Auslöser ist häufig fahrlässige Brandstiftung, etwa durch weggeworfene Zigarettenstummel.

Wegenetze leisten Brandschutz

Ausgedehnte Flächenbrände, wie sie regelmäßig im Sommer aus Südeuropa gemeldet werden, sind in Deutschland unwahrscheinlich. Zwar gibt es auch hier große, zusammenhängende Waldflächen, aber Hitze und Trockenheit sind weniger ausgeprägt als in den Mittelmeerstaaten und eine rasante, großflächige Ausbreitung ist dank der Erschließung von Wäldern im Rahmen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung nahezu ausgeschlossen. Denn, so erläutert DeSH-Brandschutz-Experte Klaus Kottwitz: „Umfassende Wegenetze für den Holztransport wirken nicht nur als natürliche Barrieren zwischen Waldflächen, sondern sorgen im Ernstfall auch für eine schnelle Erreichbarkeit der Brandherde durch die Feuerwehr.“

Prävention

In vielen Bundesländern gelten in den trockenen Monaten besondere Vorsichtsmaßnahmen im Wald, bspw. ein generelles Rauchverbot. Hierzu sowie über weitere Regeln zur Prävention von Waldbränden und richtiges Verhalten im Brandfall informieren auch die jeweiligen Landesforstverwaltungen.


3. Nationalpark in Bayern: Heimische Sägeindustrie wirtschaftet im Einklang mit der Natur

Die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, die Gebietskulissen Rhön und Donau-Auen für die Konzeptionsphase eines dritten Nationalparks in Betracht zu ziehen, ist für die Betriebe der bayerischen Säge- und Holzindustrie unverständlich. Ein nachhaltig und im Einklang mit der Natur bewirtschafteter Wald ist die Existenzgrundlage dieser oft seit Generationen in der Region ansässigen Unternehmen.

„Holznutzung bedeutet nicht nur Arbeit und Auskommen für viele Familien, sondern ist auch ein Stabilitätsanker in vielen ländlichen Regionen“, so Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e. V. (DeSH). Jochen Winning, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen e. V., ergänzt: „Der bayerische Wald wird vorbildlich gepflegt. Dieser Waldnaturschutz ist die wirtschaftliche Grundlage der bayerischen Sägewerke, denn sie sind auf die Versorgung mit Holz aus dem Umkreis angewiesen.“ 

Intelligentere Lösungen möglich

Das Schwarz-Weiß-Zeichnen bei der Frage umfangreicher Flächenstilllegungen ist aus Sicht der beiden Verbände weder zielführend noch zeitgemäß. Heute gibt es deutlich intelligentere Lösungen als einen Nationalpark, mit denen Wertschöpfung, Tourismus, Naturschutz und die Förderung der Artenvielfalt in Einklang gebracht werden können. Beispiele sind unter anderem die touristisch erfolgreichen Baumwipfelpfade außerhalb von Nationalparken, deren Attraktivität offensichtlich nicht an Flächenstilllegungen geknüpft ist, u. a. der Baumwipfelpfad Hainich. „Touristen kommen in den Wald, wenn es ausreichend interessante Angebote und entspechende Infrastrukturen für sie gibt. Nicht, weil der Wald stillgelegt wurde“, so Schmidt.

„Warum die Staatsregierung gegen den erklärten Willen der Bevölkerung einen Nationalpark ausweisen und damit auf regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Holz aus heimischen Wäldern verzichten will, erschließt sich uns einfach nicht“, bilanziert Jochen Winning. 


Holzabnehmer stellen Nutzen einer zusätzlichen FSC-Zertifizierung in Frage - Säge- und Holzindustrie bekräftigt Einschätzung von Hessen-Forst

Vor Kurzem wurde ein internes Papier von HessenForst bekannt, in dem der Landesbetrieb die Auswirkungen der FSC-Zertifizierung untersucht und zu einem vernichtenden Urteil kommt. Als wichtigster Holzabnehmer teilt die Säge- und Holzindustrie diese Einschätzung – ein „offenes Geheimnis in der Branche“, urteilt DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt.

20,7 Prozent der hessischen Waldfläche sind FSC-zertifiziert (Stand Mai 2016 lt. FSC Deutschland). Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) bekräftigt die in den Medien wiedergegebene Einschätzung von HessenForst, dass eine Zertifizierung des Waldes nach dem FSC-Standard aus ökologischer Sicht keine Verbesserungen für den Wald mit sich bringt, jedoch ökonomisch mittel- bzw. langfristig direkte negative Auswirkungen für HessenForst hat. Damit, so der DeSH, wirkt sich die Zertifizierung auf das gesamte Cluster Forst- und Holz in Hessen aus.

Weltweit vorbildliche Forstwirtschaft

„Insbesondere der ökologische Nutzen einer zusätzlichen Zertifizierung ist angesichts einer bereits hervorragenden Forstwirtschaft in Hessen sehr fraglich“, so Lars Schmidt, der nach Studium der Forstwirtschaft und Ausbildung bei HessenForst nun Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes sowie Vorsitzender des Landesbeirates Holz in Hessen ist. „Verschiedene Vorgaben im FSC-Waldstandard sind zudem fachlich mit Blick u. a. auf Klimaschutzaspekte sehr umstritten, beispielsweise die Referenzflächen, also unbewirtschaftete Vergleichsflächen, sowie die Reduzierung des Anteils von Nadelbäumen in den Wäldern.

Externes Gutachten sollte die richtigen Themen beleuchten

Das von der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) angekündigte externe Gutachten sehen die wichtigsten Marktpartner von HessenForst, nämlich die Sägewerke, skeptisch. Ein externer Gutachter kann den komplexen Holzmarkt nur mit sehr fundierten Branchenkenntnissen richtig bewerten und sollte bspw. die Auswirkungen auf die CO2-Bilanz, die Ungleichheit der Standards in verschiedenen Ländern, die Wettbewerbsverzerrung, die Holzverfügbarkeit und Effizienzbetrachtungen nicht außer Acht lassen. Dazu erläutert der DeSH-Hauptgeschäftsführer:  

„Die Unternehmer erleben tagtäglich, welche hoher Mehraufwand für die Zertifizierung dem fehlenden Nutzen gegenübersteht – denn am Markt ist die Nachfrage nach FSC-Holz gering und es wird in der Regel kein höherer Preis bezahlt. Der Endkunde ist offensichtlich nicht bereit, den Zertifizierungs-Aufwand zu honorieren.“

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Umweltschutz mit Altholzfurnier

Wer hat eigentlich behauptet, dass nur „lebendes“ Holz, also Holz von extra ausgesuchten Bäumen aus dem Wald, für die Herstellung von attraktivem Furnier taugt? Das dachte sich auch die Hans Hahn GmbH aus Bochum, die jetzt mit umweltfreundlichem Altholzfurnier im hochwertigen Innenausbau für Furore sorgt.

Das für das Altholzfurnier verwendete Holz hat zum Zeitpunkt der Verarbeitung bereits mehrere wunderbare Leben hinter sich: Als Baum im Wald konnte es Jahrzehnte lang Tieren als Lebensraum dienen, die Augen von Naturfreunden erfreuen und die Luft von klimaschädlichem CO2 reinigen. Danach kam das zweite lange und nicht minder attraktive Leben – als tragender Bestandteil alter Bauernhöfe aus dem Allgäu. Und genau dieses Holz wird, wenn es eines Tages aus dem Gehöft entfernt beziehungsweise durch neue Holzbalken ersetzt wird, von Hans Hahn zu wunderbarem Altholzfurnier mit allen Ecken und Kanten eines langen Holzlebens weiterverarbeitet. Das Naturprodukt ziert jetzt in Form von herrlich rustikalem Dickfurnier den Innenbereich moderner oder frisch modernisierter Gebäude wie dem von der Schreinerei Kost aus Witten verkleideten Innenraum des Restaurants „Diergardts Kühler Grund“ in Hattingen. Von einem Lebensende also keine Spur. „Das ist ein tolles Beispiel für echten, gelebten Umweltschutz. Statt das Altholz energetisch zu verheizen, wird daraus ein wunderbares Material für edle Oberflächen zum Beispiel von Tischen und Wandverkleidungen. Nachhaltiger kann das ‚Filet des Baumes‘ nicht verwendet werden“, so die Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur (IFN), Ursula Geismann. IFN/DS

Quelle: Initiative Furnier + Natur (IFN)

Die Initiative Furnier + Natur (IFN) e.V. wurde 1996 von der deutschen Furnierwirtschaft und ihren Partnern gegründet. Ziel des Vereins mit Hauptsitz in Bad Honnef ist die Förderung des Werkstoffes Furnier. Er wird getragen von europäischen Unternehmen aus der Furnierindustrie, dem Handel und der Furnier verarbeitenden Industrie sowie Fachverbänden der Holzwirtschaft. 

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.