Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Ausgabe: November 2014

16.08.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor...

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundes- und Landesebene und in den europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der DeSH vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext. Die Spannweite reicht von der Beobachtung und Mitgestaltung des legislativen und administrativen Tätigkeitsumfeldes bis zur Beteiligung an Kampagnen und kontroversen Debatten.


Der DeSH informiert über...


Branchenrelevante Gesetzesvorlagen, Beschlüsse und Anfragen

Waldpolitik_DeSH_Philipp_Polosek

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestages, Drs. 18/2876

Nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherstellen – Kooperative Holzvermarktung ermöglichen

"Wälder sind bedeutende großflächige Ökosysteme, die durch geeignete Bewirtschaftungsmaßnahmen in allen ihren Funktionen zu erhalten, weiterzuentwickeln und zu
schützen sind. Wälder haben eine besondere Bedeutung für das Klima, für die Speicherung von
Wasser sowie für die Erhaltung der Artenvielfalt. Wälder haben darüber hinaus wichtige Schutzfunktionen z. B. gegen Erosion und sie bieten einen hohen Erholungswert für jedermann. Deshalb zählen gerade der Schutz und die Erhaltung von Wäldern zu den klassischen Aufgaben staatlicher Daseinsvorsorge.

Nicht zuletzt aufgrund der großen naturräumlichen und kulturhistorischen Vielfalt haben sich in Deutschland unterschiedliche und z.T. länderspezifische Strukturen zur Unterstützung von Forstbetrieben unterschiedlicher Waldbesitzarten entwickelt und über Jahrzehnte bewährt. Sie bieten insbesondere bei kleinteiliger Besitzartenzersplitterung regional angepasste Lösungsansätze für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und genießen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und bei den Marktakteuren aus Wald- und Holzwirtschaft."

Stichworte: 

Die Drucksache können Sie hier herunterladen.


Bund: Positionspapier zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

EEG_DeSH_Norbert_Burkart

Der DeSH hat zur Novellierung des EEG Stellung genommen. 

Der DeSH nimmt die aktuelle Debatte anlässlich der Novellierung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) in mehrfacher Hinsicht mit großer Sorge zur Kenntnis.

Mit Blick auf die zurzeit diskutierten Papiere (Eckpunkte, Arbeits- und Referentenentwurf) zur Novelle des EEG entsteht der Eindruck, dass die deutsche Säge- und Holzindustrie, die aufgrund ihrer zahlreichen Biomasseheizkraftwerke einen bedeutenden Baustein innerhalb der Energiewende darstellt, zukünftig nicht nur als „EEG-Anlagenbetreiber“ massive, teilweise bestandsschutzgefährdende Einschnitte hinnehmen soll, sondern auch ein weiterer Ausbau dieser effizienten und grundlastfähigen Anlagen gefährdet ist.

Den Kabinettsbeschluss finden Sie hier.

Die Stellungnahme kann hier abgerufen werden. 


Land: Positionspapier zur Biodiversitätsstrategie NRW

Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen_2014

Der DeSH hat gemeinsam mit sechs weiteren Verbänden

eine Stellungnahme zur Biodiversitätsstrategie NRW eingereicht. Die Verbände wünschen sich seitens der Politik eine transparente und vereinfachte Handlungsempfehlung statt fortwährender Reglementierungen, welche die nachhaltige und multifunktionale Bewirtschaftung der Wälder unnötig erschweren. Konkret fordern die Verbände folgende Anpassungen in der Biodiversitätsstrategie in NRW:

Die Verbände sehen ihre Stellungnahme als notwendige Reaktion, um der einseitig geführten politischen Diskussion über die Grundsätze der Waldbewirtschaftung und des Naturschutzes entgegenzuwirken.

Die Stellungnahme können Sie hier abrufen. 


Land: Positionspapier zu FFH-Gebieten in Niedersachsen

Flächenstillegung_DeSH

Stellungnahme der Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) und der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR)

Der DeSH und die AGR haben gem. RdErl. d. ML und d. MU v. 27.2.2013 "Schutz, Pflege und Entwicklung von Natura 2000-Gebieten im Landeswald" eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben. 

Kritikpunkte des DeSH:

 Die Stellungnahme kann hier abgerufen werden.


Presse: Ergebnisse der BWI III in Berlin präsentiert

Am 8. Oktober stellte Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, die Zahlen der dritten Bundeswaldinventur (BWI) auf der Bundespressekonferenz vor. Die BWI liefert viele positive Ergebnisse: Die Waldfläche bleibt konstant, die Holzvorräte wachsen, die Wälder werden naturnäher und älter. Sorgen bereitet der Holzwirtschaft jedoch die Bauartenverteilung infolge des Waldumbaus.

Die Bundeswaldinventur hat ergeben, dass in Deutschlands Wälder so viel Holz wie seit Jahrhunderten nicht mehr steht. Der Holzvorrat ist in den vergangenen zehn Jahren um sieben Prozent gestiegen. Deutschland verfügt aktuell über einen Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmetern und steht damit an der Spitze der europäischen Länder - sogar vor den klassischen Waldländern Skandinaviens.

"Nicht nur die Holzvorräte sind auf Rekordniveau – auch die Nachfrage ist rege. Der Bedarf nach umweltverträglich erzeugten Rohstoffen nimmt weltweit zu. Da liegt Holz voll im Trend", erklärte Schmidt. In den Jahren 2002 bis 2012 wurden jährlich rund 76 Millionen Kubikmeter Holz geerntet.

Die Säge- und Holzindustrie blickt jedoch mit Sorge auf die Rohstoffversorgung. "In jüngeren Wäldern wachsen zu wenig Nadelbäume, um den künftigen Bedarf zu decken", erklärt Lars Schmidt, Generalsekretär des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH). Laut BWI ist der Nadelholzanteil in den vergangenen zehn Jahren von 6,1 Millionen Hektar auf 5,9 Millionen Hektar gesunken. Während der Wald systematisch hin zu mehr Laubholz umgebaut wird, fehlt der Bauwirtschaft zunehmend Nadelholz aus heimischen Wäldern.

"Trotz der großen Potentiale, die der Holzbau zur Lösung vielfältiger gesellschaftlicher Probleme beitragen kann, verändert sich die Rohstoffbasis zu Ungunsten dieses Trends", kritisiert Lars Schmidt.

Nähere Informationen können Sie unter www.bundeswaldinventur.de einsehen.

Die Ergebnisse der BWI III finden Sie hier


Veranstaltung: Internationale Nadelschnittholz-Konferenz / International Softwood Conference 2014

Am 16. und 17. Oktober 2014 fand im Steigenberger Hotel am Kanzleramt in Berlin die 9. International Softwood Conference (ISC) statt. Die Nadelschnittholzkonferenz wurde in diesem Jahr vom Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) gemeinsam mit der European Organisation of the Sawmill Industry (EOS) und der European Timber Trade Federation (ETTF) ausgerichtet.

Den Teilnehmern wurde ein breites Tagungs- und Veranstaltungsprogramm geboten und die gegenwärtigen Herausforderungen der Säge- und Holzindustrie in internationalem Kontext diskutiert. In Vorträgen und Live-Diskussionen sind aktuelle Aspekte rund ums Thema Nadelholz umfassend beleuchtet worden. Die Konferenz eröffnete mit einer globalen Marktanalyse aus Sicht hochkarätiger internationaler Referenten. Anschließend konnte in Live-Diskussionen erörtert werden, wie sich die weltweite Rohholzversorgung entwickeln wird und welche Produkte und Dienstleistungen künftig nachgefragt werden.
Im Fokus des zweiten Tages stand insbesondere die europäische Holzindustrie.
Begleitet wurde die ISC von einem vielfältigen Rahmenprogramm. Bereits am Vorabend sind die Teilnehmer zu einem Come-Together über den Dächern von Berlin eingeladen worden. Zu diesem Event waren auch Mitglieder des Deutschen Bundestages und Vertreter aus Wirtschaft und anderen Verbänden eingeladen.

Eröffnet wurde das Karlsson-Event mit einem Grußwort des Fachpolitikers Cajus Caesar, MdB. Auch der forstpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herr Alois Gerig, MdB war an diesem Abend dabei und konnte zur Begeisterung der (internationalen) Gäste zahlreiche Fragen und Antworten in Empfang nehmen und diskutieren.

Herr Caear lobte in seinem Grußwort die sehr gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH), indem er herausstellte, dass die Arbeit mit dem Verband maßgeblich dazu beigetragen habe, dass „wir uns gemeinsam für den umweltfreundlichen Rohstoff Holz und seine Be- und Verarbeitung stark machen konnten“.
Auch machte er deutlich, dass „unsere vorbildliche, nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung den Rohstoff Holz sichere und Arbeitsplätze schaffe.“

Aus aktuellem Anlass bezog sich Herr Caesar in seiner Ansprache auch auf die Bundeswaldinventur III und zeigte auf: „Die 3. Bundeswaldinventur hat es klar formuliert: dem deutschen Wald geht es gut. Waldeigentümer und Förster haben durch kluges waldbauliches Handeln erreicht, dass der Wald wichtiger Rohstofflieferant und zugleich Lebensraum für Tier und Pflanzen ist. Sie haben Wertschöpfung und Umweltschutz unter einen Hut gebracht. Auf 5% der Waldflächen besteht höchste Biodiversität. Weiter 7-8% der Waldfläche werde nicht bewirtschaftet oder sind unzugänglich. Naturnahe Bewirtschaftung garantiert ein Höchstmaß wertvoller Biotope und Arten.
Wegen der Ansprüche an die Holzverwendung ist es notwendig, Mischbestände mit einem entsprechenden Nadelholzanteil entstehen zu lassen. Fichte muss dabei durch Baumarten wie Douglasie und Küstentanne ersetzt werden.“

Am Abend des ersten Konferenztages wartete dann ein Gala-Dinner im Varieté-Theater Chamäleon. Parallel zur Konferenz führte ein Partnerprogramm mitreisende Begleitpersonen durch das historische und kulturelle Leben der deutschen Hauptstadt. Auch eine Führung durch die Kuppel des Reichstages stand auf dem Programm.

Nähere Informationen können Sie unter www.isc2014.de einsehen. 

Cajus Caesar (MdB) und Andreas von Möller (Präsident ETTF)

Mans Johansson (Präsident EOS), Norbert Buddendick (DeSH), Cajus Caesar (MdB), Andreas von Möller (Präsident ETTF), Allois Gerig (MdB)

Allois Gerig (MdB), Norbert Buddendick (DeSH)

Lars Schmidt (HGF DeSH), Cajus Caesar (MdB)

Cajus Caesar (MdB), Mans Johansson (Präsident EOS)


Veranstaltung: Erste Jahreshälfte - Mitarbeiter aus Ministerien und Abgeordnetenbüros zum Frühstück mit der Holzindustrie eingeladen

Mitarbeiterfrühstück_DeSH

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR), der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) und die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) luden am 26.2. zum "Mitarbeiterfrühstück" ein. 

Mitarbeiter aus Ministerien, Abgeordnetenbüros eines weiten Parteienspektrums und von Verbänden waren eingeladen. In lockerer Atmosphäre genoss man ein leckeres Essen und diskutierte über aktuelle Themen der Holzindustrie.

Mit dem "Base-Camp" hatte man eine tolle Location mitten im "politischen" Berlin gefunden, in der sich schließlich 24 Mitarbeiter zum Kennenlernen, Diskutieren und natürlich auch zum Frühstücken trafen.

Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge (AGR, DHWR) stellte währenddessen die Struktur der Verbändelandschaft der Holzindustrie in Deutschland vor und warb auf Basis des politischen Forderungskatalogs der letzten Wahlen für die Interessen der Wirtschaft in den Bereichen Rohstoffversorgung, Klimaschutz und dem Abbau von Hemmnissen beim Holzbau. Ergänzend stellte Frau Katrin Büscher, Referentin für politische Kommunikation beim DeSH, die Positionen der Holzindustrie im wichtigen Segment der EEG-Novelle vor, woraus sich sofort eine angeregte Diskussion entwickelte.

Am Ende war es eine gelungene Veranstaltung, bei der sich die Gäste vor allem auch über eine ganze Reihe von "Giveaways" freuen konnten, die eine Reihe von Unternehmen der Zellstoff/Papier und Holzindustrie zur Verfügung gestellt hatten.

Namentlich gilt unser Dank den Firmen UPM (Lineale aus Recyclingmaterial), Zellstoff Stendal/Rosenthal (Schnapparmbänder, Papiertaschen), Lenzing (Erfrischungstücher), Kronotex (Kugelschreiber, Pfefferminze und Untersetzer) und nicht zuletzt der Firma SWAK für die Bereitstellung ihrer innovativen Zahnbürsten mit Holzfaserborsten (http://swak.de).

Die Präsentation zum Mitarbeiterfrühstück kann hier eingesehen werden. 


Veranstaltung/Ankündigung: Mitarbeitertreffen mit dem DHWR/AGR und DeSH am 17.11.2014

Deutscher Bundestag_Katrin_Büscher

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

nach dem ersten erfolgreichen Aufschlag unseres Mitarbeiterfrühstücks Anfang des Jahres möchten wir an dieses Treffen anknüpfen und laden Sie nun ein, zu einem gemeinsamen Mittagessen mit anschließender Diskussionsrunde zu dem aktuellem Thema:

"Nachhaltiges Bauen mit Holz - welche Bedeutung haben die politischen Rahmenbedingungen?"

Die Verwendung von Holz im Bauwesen hat in Deutschland ein erhebliches Wachstumspotential, so eine aktuelle Studie des Thünen-Instituts in Hamburg. Dennoch sehen wir größere Herausforderungen bei den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR), die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft, führte in Kooperation mit der Berner Fachhochschule BFH in Biel eine diesbezügliche Befragung unter den maßgeblichen Akteuren des Bauens mit Holz durch.

Wir möchten mit Ihnen, den Büroleitern, wissenschaftlichen Mitarbeitern der Bundestagsabgeordneten, Referenten der Bundestagsfraktionen, Mitarbeitern der Ministerien und Kollegen anderer Verbände Ergebnisse der Studie vorstellen und mit Ihnen das Thema diskutieren.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie zum

gemeinsamen Mittagessen
am 17. November 2014 von 12:00 bis ca.14:00 Uhr
im Gaffel-Haus Berlin-Mitte, Dorotheenstraße 65, 10117 Berlin

begrüßen dürfen.

Begrenzte Plätze:
Anmeldung ist nur noch bis zum 7. November unter katrin.buescher@saegeindustrie.de oder 030 - 22 32 04 90 möglich.

Sollten Sie kein Interesse an unserem Politikbrief haben, dann schreiben Sie uns bitte eine kurze Email an katrin.buescher@saegeindustrie.de mit Hinweis, dass wir Sie aus dem Verteiler nehmen. Vielen Dank!

 

Ihre Ansprechpartner:

Lars Schmidt
Hauptgeschäfsführer
Email: lars.schmidt@saegeindustrie.de

und

Katrin Büscher
Public Affairs/Recht
Email: katrin.buescher@saegeindustrie.de

Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH)
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin
Tel.: 030-7202043887
Fax: 030-22 32 04 89
Email: info@saegeindustrie.de
Web.: www.saegeindustrie.de

Impressum Politikbrief:

Herausgeber/Verantwortlich:

Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH)
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin
Tel.: 030-7202043887
Fax: 030-22 32 04 89
Email: info@saegeindustrie.de
Web.: www.saegeindustrie.de

Redaktionsleitung: Katrin Büscher

Redaktionelle Mitarbeit: Sebastian Rogalla

Redaktionsschluss: 31. Oktober 2014

Layout: DeSH 

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage
www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.