Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Februar 2017

26.04.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor ...

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht der Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.


Auf Holz bauen ...

Beim Stichwort sozialer Wohnungsbau erwarten viele Besucher erst einmal etwas anderes. Doch die Holzbauten im fränkischen Ansbach überzeugen nicht nur die Bewohner. Das Niedrigenergiegebäude hat 2016 einen Architekturpreis gewonnen und wird in internationalen Ausstellungen gezeigt.

Modernes Wohnen, höchste Energiestandards und die finanziellen Rahmenbedingungen des sozialen Wohnungsbaus sind dabei eine beinahe idealtypische Verbindung eingegangen. Die 37 Wohnungen erfüllen höchste Energiesparanforderungen und der Wohnkomplex erzeugt Heizung, Strom und Warmwasser über eine Pellet-Anlage sowie Photovoltaik auf dem Dach. Die Investitionssumme belief sich auf 6,7 Mio. Euro.

Durch neue Entwicklungen in Technologie und Konstruktion erobert sich der Baustoff Holz derzeit traditionelles Terrain zurück. Im Zusammenspiel auch mit anderen Baustoffen können Holz- und Holzhybridgebäude das gesamte Spektrum der Baumöglichkeiten abdecken: temperaturstabil und energieeffizient, langlebig und kostengünstig, individuell und wohnlich.

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Stromsteuergesetz: Strom aus Biomasse bleibt befreit, Einsatz von Elektromobilität in der industriellen Produktion wird benachteiligt

Am 15. Februar 2017 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Novellierung des Energie- und Stromsteuergesetzes beschlossen. Mithilfe dieses Gesetzes sollen die bisherigen nationalen Regelungen an das europäische Beihilferecht angepasst sowie die unionsrechtlich gebotene Umsetzung der Energiesteuerrichtlinie erreicht werden.

Der DeSH begrüßt ausdrücklich, dass entgegen der urspünglichen Planungen die Steuerbefreiung für Strom aus Biomasse in dem aktuellen Gesetzentwurf erhalten bleibt.

Allerdings erscheint aus Sicht des DeSH nicht nachvollziehbar, dass Strom, der im Rahmen der industriellen Produktion erzeugt und für Elektromobilität bspw. von Werksfahrzeugen verwendet wird, von der Steuerbefreiung explizit ausgeschlossen ist.

Zahlreiche Unternehmen haben vor dem Hintergrund der
politisch gewünschten Reduktion der Treibhausgasemissionen ihre Maschinenflotte in der industriellen Produktion auf elektrifizierte Antriebe umgestellt, was durch die geplante Regelung konterkariert würde.

Die Stellungnahme des DeSH zu dem Gesetzentwurf im Rahmen der Verbändeanhörung in 2016 finden Sie hier.


Aktuelle Gesetze und Initiativen

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Umsetzung des Koalitionsvertrages im Agrarbereich

Antwort des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft auf die kleine Anfrage der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg zu dem Emissionsverhalten von Holzfeuerungen

Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/52/EU
im Städtebaurecht und zur Stärkung des neuen Zusammenlebens
in der Stadt


Beitrag der Säge- und Holzindustrie zum Klimaschutz erhalten

Am 16. Februar 2017 fand in Berlin die Abschlusskonferenz zum Dialogprozess für den Klimaschutzplan 2050 statt. Über mehrere Monate diskutierten Vertreter verschiedenen gesellschaftlicher Gruppen über Ziele und Maßnahmen, um den Klimaschutz in Deutschland zu steigern.

Die Säge- und Holzindustrie nimmt mit Blick auf den Klimaschutz bereits heute eine vorbildliche Rolle ein. Holzverwendung führt nicht nur zum langfristigen Entziehen von CO2 aus der Atmosphäre sowie dazu, dass energieintensive Materialien ersetzt werden. Die Industrie zeichnet sich auch durch besondere Ressourceneffizienz aus: Sie erzeugt und nutzt erneuerbare Wärme und Strom im Produktionsprozess und vermeidet so weitere CO2-Emissionen. Dies gilt es auch künftig u. a. durch eine maßvolle Absenkung von Emissionswerten zu ermöglichen.


Ihre Ansprechpartner

beim Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage
www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.