Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

März 2017

26.04.2017

Neues aus der Säge- und Holzindustrie

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des DeSH.

Inhalt


"Der Rohstoff Holz hat Rückenwind" - DeSH-Präsident Carsten Doehring im Interview

Carsten Doehring, DeSH Präsident

Über 300 Teilnehmer diskutierten beim Sägewerkskongress 2017 zwei Tage lang die aktuellen Themen und künftigen Trends der Branche. Wir haben einige Teilnehmer nach ihren Eindrücken gefragt – auch Carsten Doehring, DeSH-Präsident und Geschäftsführer von Ilim Timber.

Sollte das Video bei Ihnen nicht richtig angezeigt werden, gelangen Sie hier direkt zu YouTube.


Sägewerker Fehrensen im Gespräch mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Lies

vlnr: Ronald Schminke, Julia Möbus, Wolf-Georg Fehrensen, Olaf Lies

Gefragt ist Ressourceneffizienz – dem stimmte auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) zu. Am 3. März 2017 diskutierte der Spitzenpolitiker mit Sägewerksbesitzer Wolf-Georg Fehrensen unter anderem die Bedrohung der ressourceneffizienten Produktionsweise der Holzwirtschaft durch die TA Luft.

Gerade in der Sägeindustrie besteht ein vorbildlicher Produktionskreislauf: Anfallende Sägenebenprodukte können direkt zur Erzeugung von Wärme und Energie für die Trocknung genutzt werden. Der aktuelle Entwurf zur Novellierung der ersten Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetzes (TA Luft) setzt jedoch die auf EU-Ebene vorgesehenen Vorgaben zum Luftschutz unverhältnismäßig streng um. „Deutsche Anlagenbetreiber müssten mit deutlichen Nachteilen im europäischen Wettbewerb rechnen“, so Fehrensen. Praktisch wäre dies das Ende vieler Feuerungsanlagen, wie sie überwiegend in mittelständischen Unternehmen zur Strom- und Wärmegewinnung betrieben werden. 

Julia Möbus vom Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband unterstrich, dass der Verband das Ziel der Politik unterstütze, auch die CO2-arme und damit klimapolitisch sinnvolle Verbrennung von Biomasse an ambitionierten und zeitgemäßen Umweltstandards zu orientieren.  Eine nahezu übergangslose nationale Verschärfung der EU-Emissionsgrenzwerte konterkariere jedoch die angestrebte Harmonisierung der Standards auf europäischer Ebene und führe zur Verzerrung des europäischen Wettbewerbs. 

„Ich kann nur bekräftigen, dass ein so wichtiger und nachhaltiger Sektor wie die Holzwirtschaft als Motor regionaler Wertschöpfung nicht einseitig beschränkt werden darf“, so Lies.


DeSH-Umfrage zeigt unveränderte Geschäftslage für Nadelholzbetriebe

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) gelangt in der Marktumfrage unter 72 Mitgliedsunternehmen zur Geschäftslage für Nadelholzbetriebe im Quartal 4/2016 zu einem befriedigenden Ergebnis, da die Ziele und Erwartungen erreicht worden sind. 55 % der befragten Betriebe aus allen Größenklassen teilten diese Einschätzung.

Die DeSH-Umfrage kommt damit zu einem anderen Ergebnis als die ifo-Umfrage zur Marktsituation der Nadelholzsäger im Januar 2017, welche die Lage und den Ausblick nach Erkenntnissen des DeSH zu positiv bewertet. Die Versorgungslage hat sich laut der vom DeSH befragten Nadelholzbetriebe kaum verändert: 78 % nannten sie gut und befriedigend. Der positive Trend hält seit dem 3. Quartal 2015 mit einer leichten Eintrübung an.

Der DeSH bemerkt beim Nadelholz einen deutlichen Rückgang im Absatz ab Mitte November 2016, was zu einer vorzeitigen Rücknahme der Produktionsleistungen führte. Aufgrund der Wetterlage im Januar und Februar 2017 ist sowohl die Einschlagsaison sowie auch die Bautätigkeit später gestartet. Die Margensituation verschlechtert sich somit kurzfristig im 1. Quartal und wird voraussichtlich auch im 2. Quartal 2017 unter Druck sein.

Den Ausblick für der Nadelholzbetriebe in den nächsten sechs Monaten schätzt der Verband aufgrund der erwartet hohen Bautätigkeit jedoch wieder optimistischer ein.

Die Laubholzsäger konstatierten im Rahmen der DeSH-Umfrage eine leichte Eintrübung ihrer Geschäftslage im 4. Quartal 2016. Die Gesamtsituation beurteilen die Betriebe dennoch positiv (23 % gut, 58 % befriedigend) und sehen sich in der Regel gut versorgt. Der Ausblick für die nächsten sechs Monate ist aus Sicht der Laubholzsäger neutral.

Im Bereich Restholz sieht der DeSH Erfolge insbesondere bei Spänen, vor allem aufgrund der positiven Pelletsbedarfsentwicklung.

Die beigefügten Info-Grafiken der DeSH-Marktumfrage für das Quartal 4/2016 zeigen die Geschäftslage und den Ausblick der Nadelholz- und Laubholzbetriebe im Überblick. 

Ergebnisse der DeSH-Umfrage 4. Quartal 2016

Geschäftslage Nadelholzbetriebe (Download)

Ausblick Nadelholzbetriebe - kommende 6 Monate (Download)

Geschäftslage Laubholzbetriebe (Download)

Ausblick Laubholzbetriebe - kommende 6 Monate (Download)


Nationalpark nein danke - Holzwirtschaft im Herzen des Spessarts

Nationalpark nein danke - Demonstration am 10.2.2017 in Aschaffenburg

Anlässlich der Demonstration gegen einen Nationalpark am heutigen Freitag in Aschaffenburg rufen der Verband der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen (VHK), die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) und der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) dazu auf, nicht in Schwarz-Weiß-Diskussionen zu verfallen, sondern die Interessen von regionaler Wirtschaft und die Anliegen der Nationalparkbefürworter sachlich zu diskutieren. Die Verbände unterstützen die Initiative von Wir im Spessart e. V., mit der Demonstration auf die Anliegen der Holzwirtschaft im Herzen des Spessarts aufmerksam zu machen. 

Die Forderung nach mehr Wildnis spricht ein tiefgreifendes Bedürfnis der Menschen an. Auch deshalb werden Diskussionen um Flächenstilllegungen immer sehr engagiert geführt. De facto müssen viele Argumente fachlich hinterfragt werden. Artenvielfalt? Ist im nachhaltig bewirtschafteten Wald sogar höher als im stillgelegtem Wald. So attestierte Greenpeace bereits 2012 auch dem Wirtschaftswald Spessart nach einem zweiwöchigem Waldcamp eine hohe Artenvielfalt. Tourismusförderung? Besucher werden von Attraktionen wie Waldbildungsstätten und Baumwipfelpfaden angelockt – nicht von unzugänglichem Wald. Naherholung? Kernzonen von Nationalparken sind für die Öffentlichkeit tabu, Wandern, Reiten und Radfahren ist hier nicht mehr möglich. Wertschöpfung? Viele Familienunternehmen und regionale Mittelständler verlieren ihre Wirtschaftsgrundlage.

„Heute gibt es sinnvollere Konzepte, um die Anforderungen von Mensch und Natur in Einklang zu bringen, beispielsweise Totholzinseln oder gezielte naturpädagogische Angebote“, so Jochen Winning, Geschäftsführer des VHK aus München. Viel Waldfläche wird ohnehin bereits nicht bewirtschaftet, dazu kommen Biotopbäume, die sozusagen von Mini-Nationalparken umgeben sind, also nicht bewirtschaftet werden. „Wir fordern die Landesregierung auf, einen konstruktiven Dialog zu führen: unter Berücksichtigung aller Fakten und offen mit allen beteiligten Akteuren.“ Allein in Bayern erwirtschaften im Cluster Forst und Holz ca. 196.000 Beschäftigte in über 27.000 Unternehmen einen jährlichen Umsatz von 37 Mrd. Euro.

„Holz ist einer der wichtigsten heimischen Rohstoffe“, so Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer der AGR, die Holzverarbeiter vom Sägewerk bis hin zu Zellstoffunternehmen vertritt. „Nachhaltig, nachwachsend und ohne lange Transportwege verfügbar.“ Er verweist auch auf den kürzlich von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzplan 2050. Diese Strategie setzt besonders auch darauf, dass durch die Holzverwendung klimaschädliches CO2 in Holzprodukten gebunden wird.

Spessarteiche – im Nationalpark dem Untergang geweiht

„Gerade der Spessart ist berühmt für seine Eichenbestände – ein Ergebnis jahrhundertelanger Waldbautradition“, so Lars Schmidt, studierter Förster und Geschäftsführer des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes. Eichen sind auf Licht angewiesen und müssen, um 200 oder mehr Jahre alt zu werden, behutsam vor im Umfeld wachsenden Konkurrenten geschützt werden. Überlässt man wie im Nationalpark die Eichenwälder sich selbst, übernehmen andere Baumarten das Ruder. Buchen beispielsweise gedeihen auch im Schatten und würden in nur wenigen Jahrzehnten den Eichen vollständig das Licht nehmen. Die Eiche gibt dem Spessart ihren besonderen Charakter – und zwar nicht obwohl seit Jahrhunderten Holz genutzt wird, sondern gerade aufgrund der nachhaltigen und generationenübergreifenden Bewirtschaftung der Wälder. Zudem sind gerade Eichenwälder, auch wegen der borkigen Rinde, die vielen Lebewesen Raum biete, besonders artenreich. Ein Nationalpark Spessart hätte einen völlig anderen Charakter als der Wald in seiner heutigen Form.


German-wood - positive Entwicklung der Zugriffe

german-wood

Die DeSH Internetplattform für den Export www.german-wood.com entwickelt sich sehr positiv. Jeden Tag gibt es im Durchschnitt 60 Kunden, die sich 3,5 Seiten anschauen. 95 % der Nutzer kommen aus dem Ausland, 50 % davon sprechen Englisch.

25 % der Nutzer stammen aus Spanisch-sprechenden Ländern, nur 3 % sprechen Französisch. German Wood wird in fünf Sprachen präsentiert:

Die meisten Interessenten gelangen derzeit noch über Anzeigen auf die Seite, es erhöhen sich aber kontinuierlich die Zugriffe durch Verweise (Links) oder die organische Suche über den Google-Index. Die Einträge der Unternehmen erfolgen in der jeweilgen Sprachausgabe, wenn die Sprache im Internetauftritt vorhanden ist. Wenigstens eine englische Ausgabe der jeweiligen Webseite ist empfehlenswert, weil diese Sprche international am häufgsten verwendet wird. Bitte prüfen Sie Ihr Eintragungen im Hinblick auf die Sprachausgaben und die Sortimente, wenn Sie über einen Eintrag verfügen.

Hier können Mitglieder einen Eintrag buchen für 15 Euro/Monat.

Die Veränderung der Zugriffzahlen aus den unterschiedlichen Ländern ist interessant. Hier sehen Sie einen Vergleich Januar 2017 mit Januar 2016. Die Zgriffe aus UK liegen mit fast 11 % auf Platz 1, Zuwächse verzeichen auch die Länder Mexiko, Chile, Kolumbien und China. Die Zugriffe aus den USA sind stark eingebrochen. 


DeSH zeichnet Peter Eider mit Goldener Ehrennadel aus

Mit großem Dank und Anerkennung für seine außerordentlichen Verdienste um die deutsche Sägeindustrie hat der DeSH seinem Mitglied Peter Eider (81) kürzlich die Goldene Ehrennadel verliehen.

DeSH-Vizepräsident Steffen Rathke nahm die Ehrung im Rahmen des Sägewerkskongresses 2017 am 12. Januar in Berlin vor. Dabei fand Rathke lobende Worte und ging näher auf die vielfältigen Aktivitäten und Verdienste des Preisträgers und geschäftsführenden Gesellschafters der Peter Eider GmbH in Mainz-Kostheim ein.

Nachdem er bereits in jungen Jahren den elterlichen Betrieb übernommen hatte, spezialisierte sich Peter Eider erfolgreich auf Tropenholz aus Übersee. Neben dessen Lieferung produzierte die Firma bis zuletzt Kisten, Paletten und Industrieverpackungen, stellte den Betrieb jedoch zum Ende des Jahres 2016 ein.

Zahlreiche weitere relevante ehrenamtliche Tätigkeiten haben den Lebenslauf von Peter Eider ebenso geprägt. Von 1964 bis 1998 gehörte er dem Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Sägeindustrie Hessen an, deren Vorsitzender er ab 1984 bis 1997 gewesen ist. Kurz darauf übernahm er das Amt erneut von Siegfried Decker und führte die Vereinigung 1998 in eine Fusion zum damaligen Nordverband.

Darüber hinaus saß Peter Eider ab 1965 im Vorstand der Holzfachschule Bad Wildungen, war von 1965 bis 1994 deren 2. Vorsitzender und vertrat in dem Gremium die Interessen der Sägeindustrie. Seit 1995 ist er aufgrund umfangreicher ehrenamtlicher Verdienste Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

In der Freizeit widmet sich Peter Eider seit frühester Jugend dem Segeln. Lange Zeit war er Präsident der „Segelkameradschaft Ostsee“ in Eltville am Rhein sowie in der Prüfungskommission für See-Segelscheine tätig.

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband fühlt sich Peter Eider und seinem Engagement zu großem Dank verpflichtet und wünscht ihm einen angenehmen und erfüllten Ruhestand!


Das interessierte die Branche 2016

Top Ten

Die zehn am häufigsten gelesenen Beiträge aus dem Mitglieder-Rundschreiben des DeSH sind hier aufgelistet. Für das Aufrufen der Links ist der Login im Mitgliederbereich des DeSH erforderlich. 

  1. Neue Mitglieder und Sponsoren im DeSH 2016
  2. Beschlüsse des Workshop Dachlatte Baulatte und Dachschalung vom 10.03.2016 in München
  3. DeSH-Seminar: Mit Spartenrechnung und Kennzahlensystemen zum Erfolg
  4. Aktuelle Lohn- und Gehaltstabellen für das Bundesland Bayern
  5. Insolvenzversteigerung Sägewerk Lehmann GmbH & Co KG
  6. "Andere gehen ins Spa, ich geh ins Sägewerk"
  7. Das erste Video vom Rohstoffgipfel und Sägerkongress
  8. Brennstoff-Ranking: Hackschnitzel, Brennholz und Pellets sind die günstigsten Brennstoffe
  9. Vom Baum zum Brett
  10. Die Kalkulation der Schnittholzpreise - machen das alle richtig?

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Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

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