Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Januar 2017

17.10.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor ...

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.


Wärmewende im Gebäudebereich mit erneuerbaren Energien vorantreiben

Die Säge- und Holzindustrie zeichnet sich nicht nur durch ihre wichtige arbeitsmarkt- und strukturpolitische Rolle aus. Sie leistet darüber hinaus einen unverzichtbaren Beitrag zur Erreichung der Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris und des kürzlich verabschiedeten Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung.

Eine zentrale Rolle spielt die Branche beispielsweise im Hinblick auf die im Koalitionsvertrag festgelegte Senkung des Primärenergiebedarfs im Gebäudebereich um 80 Prozent gegenüber 2008 und die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte auf 14 Prozent. Denn die feste Biomasse ist bereits heute der bedeutendste und vielseitigste regenerative Energieträger im Gebäudebreich: Im Jahr 2015 hatte sie mit 106,8 TW/h einen Anteil von 67 % an der Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien.

Aus Sicht des DeSH bietet daher der Entwurf eines Gebäudeenergiegesetzes die Chance, durch eine substanzielle Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien die Wärmewende im Gebäudebereich konsequent voranzubringen.

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Holz für die Märkte der Zukunft

Bereits zum 12. Mal fand am 12. und 13. Januar 2017 der traditionelle Kongress der Säge- und Holzindustrie unter dem Motto "Ende der Steinzeit - Holz für die Märkte der Zukunft" statt.

Insgesamt diskutierten 324 Teilnehmer und 30 Aussteller in Berlin die künftigen Herausforderungen für die Branche im Hinblick auf die Versorgung mit dem Rohstoff Holz, die Verwendung von Holz im Bauwesen und die Einsatzmöglichkeiten der Sägenebenprodukte. In seinem Grußwort machte Bundesforstminster Christian Schmidt deutlich, dass Klimaschutz durch nur die Waldbewirtschaftung und nicht durch immer größere Nutzungsverzichte erreicht werden kann.

Doch nicht nur zunehmende Nutzungseinschränkungen, sondern auch die deutliche Unterschreitung europäischer Vorgaben, wie beispielsweise durch die TA-Luft, bedrohen die wichtige strukturpolitische Rolle der Säge- und Holzindustrie als zentrales Bindeglied zwischen Wald und Holzverarbeitung sowie Motor für Wertschöpfung in ländlichen Regionen.

Daher waren sich alle Anwesenden darin einig, dass geeignete Rahmenbedinungen geschaffen werden müssen, damit Holz fossile Rohstoffe ersetzen und seine tragende Rolle in der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft einnehmen kann.

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Bundesminister Christian Schmidt und DeSH-Präsident Carsten Doehring eröffnen den Sägewerkskongress.


Aktuelle Gesetze und Initiativen

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Klimaschutz in der Wärmeversorgung sozial gerecht voranbringen – Aktionsplan Faire Wärme starten"

Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur "Umsetzung des Koalitionsvertrags im Agrarbereich."

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu dem "Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen"


Bundesnaturschutzgesetz: Ausgleich der Interessengruppen unerlässlich

Neben dem bereits erwähnten unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und seiner Erholungsfunktion bildet der Wald gleichzeitig die Grundlage für den
wichtigsten regenerativen Rohstoffe des Landes – das Holz und damit für rund 1,3 Mio. Beschäftigten in ca.185 000 Betrieben und einem jährlichen Gesamtumsatz von 180 Mrd. Euro.

Die Verknappung land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen bis zu einem festgelegten Stichtag hat somit massive Auswirkungen auf die Rohholzversorgung der Unternehmen des Clusters Forst und Holz und birgt zudem die Gefahr einer vorschnellen Ausweisung von Gebieten ohne eine gründliche naturschutzfachliche Analyse. Daher hat sich der DeSH in seiner Stellungnahme zu der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes für den Verzicht einer Stichtagsregelung und einen fairen Ausgleich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen ausgesprochen. 

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Ihre Ansprechpartner

 beim Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage
www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.