Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

Sonderausgabe Klimaschutzplan

31.03.2017

Neues aus der Säge- und Holzindustrie

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie anlässlich des kürzlich beschlossenen Klimaschutzplan 2050 untenstehend die aktuellen Nachrichten des DeSH.

Inhalt


DeSH begrüßt Einigung auf Klimaschutzplan 2050 - Intensive Bemühungen des Verbands von Erfolg gekrönt

Die Bundesregierung hat sich am vergangenen Freitag (11.11.2016) auf den Klimaschutzplan 2050 geeinigt. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) ist sehr zufrieden mit dem finalen Entwurf und hat erfolgreich daran mitgewirkt, dass der Plan die Leistungen und Potenziale einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft als wesentlichem Baustein zur Erreichung von Klimaschutzzielen angemessen honoriert.

Der Klimaschutzplan 2050 soll Ziele und Maßnahmen festlegen, mit deren Hilfe Deutschland die im Dezember 2015 auf der internationalen Klimakonferenz in Paris beschlossenen Klimaschutzziele erreichen kann. Der unter Federführung des Umweltministeriums ursprünglich erarbeitete Entwurf berücksichtigte aus Sicht der Holzwirtschaft jedoch zahlreiche Klimaschutzleistungen des Waldes sowie der Holzverwendung nicht und stellte durch nationale Alleingänge wie der Verschärfung von Emissionsgrenzwerten durch die TA-Luft die wichtige klimaschonende und ressourceneffiziente Bedeutung der Säge-und Holzindustrie in Frage.

DeSH macht Einfluss wirkungsvoll geltend

Daher hat sich der DeSH gemeinsam mit weiteren Partnern in zahlreichen Gesprächen mit politisch Verantwortlichen intensiv in die Debatte eingebracht und die notwendige Verankerung der Klimaschutzleistung von nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Holzverwendung statt Nutzungseinschränkungen im Klimaschutzplan angemahnt. „Unsere wirksame Argumentation hatte Erfolg und wird im Klimaschutzplan an konkreten Punkten sichtbar“, erklärt Lars Schmidt, Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer des DeSH.

Zentrale Aspekte erstmals berücksichtigt

Statt der im ursprünglichen Entwurf geplanten Ausweitung nutzungsfreier Waldflächen, die nachweisbar einen negativen Effekt auf den Klimaschutz ausüben, zielt der Klimaschutzplan auf die Erweiterung der Waldfläche und damit auf die Erschließung des CO2-Minderungspotenzials nachhaltiger Waldbewirtschaftung und damit eng verbundener Holzverwendung ab. Damit wird die Klimaschutzleistung einer langfristigen CO2-Bindung des Waldes durch die nachhaltige Holznutzung anerkannt. Ebenso wird im Plan der Multifunktionalität des Waldes Rechnung getragen, indem seine Bedeutung als Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant bei Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt wird.

Der Klimaschutzplan wird darüber hinaus dem Fakt gerecht, dass Holz als einziger Baustoff in der Lage ist, im Gebäudebereich CO2 langfristig speichern und energieintensive Materialien und fossile Energieträger zu ersetzen und formuliert erstmalig das Ziel, baurechtliche Hemmnisse abzubauen, die den Einsatz langlebiger Holzprodukte erschweren. Zudem verspricht der Plan eine Neuauflage der „Charta für Holz“ zur Steigerung nachhaltiger Holzverwendung und Förderung des Holzbaus.

Nach der erfolgreichen Verankerung der genannten Ziele und Maßnahmen im Klimaschutzplan gilt es für den DeSH nun, den Erhalt der äußerst ressourceneffizienten und klimaschonenden Produktionsweise in der Säge- und Holzindustrie mit der Erzeugung von Strom und Prozesswärme sowie ihre wichtige Rolle in ländlichen Regionen weiterhin zu sichern. Es ist uns ein zentrales Anliegen, dass dieser Status quo nicht durch nationale, verschärfte Auflagen konterkariert wird. Im Sinne einer verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Klimapolitik ist es notwendig, diesbezügliche Leistungen und Potenziale der Säge- und Holzindustrie dauerhaft anzuerkennen und politisch mit Hilfe der Agenda des Klimaschutzplanes angemessen zu unterstützen.

Das vollständige Dokument finden Sie hier: www.bmub.bund.de/N53483/


Vorlage regionale Pressemitteilung zum Klimaschutz

Die Bundesregierung hat auf der UN Klimakonferenz in Marrakesch den kürzlich beschlossenen Klimaschutzplan 2050 vorgestellt, der in erfreulichem Umfang die Leistungen der Holznutzung berücksichtigt. Nachfolgend finden Sie für Ihre eigene Medienarbeit den Vorschlag eines Pressetextes, den Sie gern an die Pressekontakte in Ihrer Region senden können, um die positiven Klimaeffekte der Branche stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Sollten Sie Unterstützung bei der Medienarbeit benötigen oder Rückfragen von Journalisten erhalten, wenden Sie sich gern an:

Melanie Wollenweber
Mobil +49 175 / 332 62 46
E-Mail melanie.wollenweber@saegeindustrie.de

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NAME BETRIEB: Klimaschutzplan 2050 stärkt Holzverarbeitung in der Region

Am heutigen Freitag (18.11.2017) endet die UN-Klimakonferenz in Marrakesch. Die Bundesregierung hat dort ihren kürzlich beschlossenen Klimaschutzplan 2050 vorgestellt – der ganz konkret die Schutzleistung der Wald- und Holznutzung benennt. Für NAME BETRIEB ist dies nicht nur eine Anerkennung der Leistungen einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft. Sondern Inhaber VORNAME NAME sieht darin auch eine Stärkung seines Betriebes.

„Weil Holz Kohlenstoff langfristig speichert, wird es zu einem wirkungsvollen Mittel beim Kampf gegen CO2 in der Atmosphäre“, so NAME, POSITION des Unternehmens. Doch nicht nur die Klimaschutzleistung von Holz begeistert die Mitarbeiter. NAME ergänzt: „Wir sind stolz, einen natürlichen und nachwachsenden Rohstoff aus der Region zu verarbeiten. Einen Rohstoff, der Dank einer vorbildlichen forstlichen Bewirtschaftung auch noch nachhaltig erzeugt wird.“

Konkret benennt der Klimaschutzplan 2050 verschiedene Aspekte, die sich regional auswirken – auch in ORT, dem Sitz des Betriebs. Zwei Beispiele sind:

  1. die Anerkennung der Bedeutung des Waldes als Lebensraum (...), Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant. Dieser Aspekt kommt immer dann zum Tragen, wenn es um Verzichte auf Holznutzung geht. Wird hier in BUNDESLAND eine Waldfläche aus der Bewirtschaftung genommen, so muss das benötigte Holz aus anderen Ländern importiert werden – zu häufig deutlich schlechteren ökologischen Bedingungen als hier.
  2. der Abbau baurechtlicher Hemmnisse, die den Einsatz von Holzprodukten erschweren. An vielen Stellen ist Holz als Baustoff gegenüber anderen Materialien benachteiligt – häufig müssen für Holz sehr mehr Nachweise erbracht werden als beispielsweise für Beton, während dieser in der Herstellung deutlich mehr Energie verbraucht als Holz.

Etwa die Hälfte der in Deutschland jährlich geernteten 76 Millionen Kubikmeter Holz verarbeiten die Betriebe der Säge- und Holzindustrie direkt zu Bauholz. Mit Blick auf den Klimaschutz könnten es noch deutlich mehr sein. Denn wo Holz verbaut wird, muss nicht auf andere, sehr viel energieintensivere Baustoffe zurückgegriffen werden. Und weniger Energieverbrauch bedeutet weniger CO2-Ausstoß – bei einem vierstöckigen Holzhaus beispielsweise 50 % weniger als wenn dieses Haus aus Beton errichtet würde.

„Aus unserer Sicht“, so NAME, „geht Deutschland weltweit nun mit guten Beispiel voran, um das Potenzial der Holznutzung im gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung zu nutzen.“

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Schützen durch Nützen: Forstpolitischer Sprecher Alois Gerig (CDU) zu Besuch im Sägewerk Nied in Assamstadt

Am Mittwoch, den 16. November 2016 besuchte der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft und forstpolitischer Sprecher der CDU, das Sägewerk Nied im fränkischen Assamstadt.

Themen des Treffens, an dem noch der Assamstadter Bürgermeister Joachim Döffinger und Julia Möbus vom Bundesverband der Säge- und Holzindustrie teilnahmen, waren unter anderem die nachhaltige Waldbewirtschaftung, die Chancen mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg und der Klimaschutz.

Der Geschäftsführer Michael Nied führt das Familienunternehmen mit 30 Mitarbeitern bereits in der dritten Generation. „Nachhaltiges Wirtschaften ist für uns von zentraler Bedeutung. Die Verarbeitung eines natürlichen und nachwachsenden Rohstoffes aus der Region – der Dank einer vorbildlichen forstlichen Bewirtschaftung auch noch nachhaltig erzeugt wird - möchten wir daher weiter vorantreiben“, so Nied.  

Die Sägeindustrie steht jedoch vor einigen Herausforderungen. Zwar bieten holzverarbeitende Betriebe gerade in ländlichen Regionen attraktive Arbeitsplätze und auch im Sägewerk Nied werden regelmäßig junge Leute ausgebildet. Technische Überregulierungen, beispielsweise durch die TA-Luft, oder die Einschränkung der Holznutzung gefährden nicht nur den Betrieb von Michael Nied.

Derartige Nutzungseinschränkungen sieht Alois Gerig kritisch. „Schützen durch Nützen“, so lautet das Credo des Bundestagsabgeordneten mit Blick auf die Frage der Waldbewirtschaftung. Aktuell wird in Berlin noch der Klimaschutzplan diskutiert, aber pauschale Flächenstilllegungen sind, so Gerig, weder für die Erhöhung der Artenvielfalt noch aus Sicht des Klimaschutzes sinnvoll.

Gerade die langfristige Speicherung von Kohlenstoff in Holzprodukten macht den Alleskönner Wald zu einem wahren Schatz beim Kampf gegen CO2 in der Atmosphäre, unterstrich auch Nied. Doch nicht nur durch die Holznutzung, sondern auch bei der Logistik kann die Holzwirtschaft einen Beitrag zur Einsparung von Kohlendioxid leisten. Eine aktuelle Studie hat dies gerade modellhaft für Baden-Württemberg untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass zum Beispiel bei einer Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts von Holztransportern um nur 10 % jährlich landesweit 2,1 Millionen Liter Kraftstoff eingespart werden könnten. „Dieses Projekt bietet einen hervorragenden Optimierungsansatz, der künftig weiterentwickelt werden sollte“, so Gerig abschließend.


Bericht aus der Mitgliederversammlung

Auf der letzten DeSHMitgliederversammlung am 9. November 2016 in Wiesbaden wurde unter anderem die Zukunftsstrategie DeSH 2020 noch einmal skizziert und von den Mitgliedern bestätigt. Die Zukunftsstrategie sieht zunächst die Zusammenführung mit der Sägewerkssparte des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern-Thüringen (VHK BT) vor. Ziel ist die organisatorische und strategische Einheit der Branche, zentral organisiert, lokal umgesetzt (EU, Bund und Länder). Dazu wurde bereits eine Aufteilung des Bundesgebietes in vier Regionen vorgenommen: 

Insgesamt zeichnet sich der Verband durch einen stabilen Etat aus - der Vorstand wurde für das Jahr 2015 entlastet und der Etat 2016 vorgestellt.

Mit Blick auf die weiterhin bestehende Herausforderung der Nachwuchskräftegewinnung hat die Mitgliederversammlung einstimmt die Weiterführung der DeSH-Kampagne "it wood be good" beschlossen. 

Darüber hinaus wurde, auch mit Blick auf die Integration des VHK BT in den DeSH, die Satzung geändert und die Zahl der möglichen Vorstandsmitglieder auf 9 erweitert. Im Zuge der dadurch ermöglichten Vergrößerung des Vorstandes wurde in Wiesbaden Lutz Schällig (Inhaber des Sägewerks Weber im nordrheinwestfälischen Brakel-Gehrden) als zusätzliches Vorstandsmitglied gewählt, um weiterhin die Repräsentanz der Klein- und Mittelbetriebe im Vorstand zu gewährleisten.

Zudem gab Geschäftsführer Lars Schmidt einen Überblick über das breite Themenspektrum, das der Verband aktuell behandelt: vom Klimaschutzplan über die Ausstellung Bauen mit Holz, die TA Luft sowie Normung und Flächenstilllegungen.

In Abwesenheit wurde zudem das Verbandsmitglied Peter Eider für sein langjähriges Engagement geehrt. Die öffentliche Auszeichnung soll nun im Rahmen des Sägewerkskongresses 2017 erfolgen.

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.