Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

Oktober 2016

28.04.2017

Neues aus der Säge- und Holzindustrie

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des DeSH.

Inhalt


Ausstellung "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft" ab 21. Oktober in Berlin

Logo Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft

Nur noch wenige Wochen bis zur Auststellungseröffnung: Ab dem 21. Oktober 2016 wird "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft" im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen sein (Webseite).

Anhand von herausragenden internationalen und nationalen Projekten zeigt die Ausstellung ökologisch-nachhaltige und aktuelle Positionen der Holz-Baukunst und moderner Holzarchitektur. Präsentiert werden spektakuläre Projekte von Toyo Ito, Shigeru Ban und Frei Otto ebenso wie richtungsweisende urbane Holz-Wohnbauten, beispielsweise von Kaden & Klingbeil in Berlin/ Prenzlauer Berg, sowie die neuesten Tendenzen des Bauens mit Holz über der Hochhausgrenze. Großformatige Modelle werden durch Pläne, Texte und Fotografien umfangreich begleitet.

Die Holzwirtschaft fördert die Ausstellung mit zahlreichen starken Partnern, eine Übersicht der Unterstützer finden Sie hier.


Kongress der Säge- und Holzindustrie | Themen und Programmvorschau

Holzbau steht aktuell im Fokus der Öffentlichkeit: Nicht nur das drängende Thema Wohnraumbedarf, sondern auch die Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung rücken das Bauen mit Holz ins Scheinwerferlicht. Neue Entwicklungen eröffnen der Holzindustrie neue Absatzmärkte – doch gefragt sind hier auch technische Innovationen, neue Produkte und umfassendere Dienstleistungen. Welche Lösungen hat die Branche beispielsweise für den rasant steigenden Wohnraumbedarf in Ballungszentren? Wie gelingt es, rechtliche und organisatorische Hürden unter anderem im Mehrfamilien- und Gewerbebau zu überwinden?

Diese und weitere Themen diskutieren die Teilnehmer des internationalen Kongresses der Säge- und Holzindustrie am 12. und 13. Januar 2017 in Berlin.

Vorab-Übersicht Kongressthemen:

Jetzt die Teilnahme buchen. Für Rückfragen steht Ihnen Sabine Thiel, 030 22320490 (sabine.thiel@saegeindustrie.de) gern zur Verfügung.

Hotelkontingente stehen für die Kongressteilnehmer unter diesen Links bereit. 

Hotel MANI oder Hotel AMANO Grand Central


Holzwirtschaft in Baden-Württemberg: Starkes Verbändebündnis im Gespräch mit neuem Minister Hauk

vlnr Lars Schmidt, Michael Nied, Minister Peter Hauk, Steffen Rathke, Christian Keller, Denny Ohnesorge

Am 21.9.2016 begrüßte der neue Landwirtschaftsminister in Baden-Württemberg, Peter Hauk, die Vertreter der Holzwirtschaft von Bundes- und Landesebene in Stuttgart. Neben dem Unionspolitiker nahmen an dem Termin Vertreter des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e. V. (DeSH), von proHolzBW, der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) sowie der Plattform Forst und Holz teil.

Diskutiert wurden Themen wie nachhaltige Waldbewirtschaftung, Potenziale der Holzindustrie besonders im ländlichen Raum, Vermarktungsstrukturen, Nutzungseinschränkungen, die Landesbauordnung sowie die Betreuung des Privatwaldes. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, zum Erhalt unserer Wälder beizutragen, aber gleichzeitig auch die verstärkte Nutzung unserer Holzreserven zu ermöglichen. In diesem Sinne begrüße ich ganz besonders ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen der Holzwirtschaft – auch über Verbandsgrenzen hinweg.“, so Minister Hauk.

Lokal verankert, bundesweit vernetzt

Der Termin bot mit Blick auf Hauks erste Amtszeit von 2005 bis 2010 nicht nur Anlass, die Entwicklung der letzten Jahre zu bilanzieren. Die Verbandsvertreter äußerten sich zudem zuversichtlich, die erfolgreiche Kooperation und konstruktive fachliche Begleitung in Zukunft fortsetzen zu können. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind überzeugt, mit unseren starken Partnern hier in Baden-Württemberg die Arbeit des Ministeriums weiterhin kenntnisreich und proaktiv ergänzen zu können“, so Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des DeSH. „Zudem greifen wir bei vielen Themen auf die Erfahrungen des Verbandes in anderen Bundesländern zurück und können so verschiedene Lösungsansätze nutzen.“ Doch nicht nur die Bundesebene gelte es zu berücksichtigen, sondern auch die Schwerpunktsetzung in Brüssel, ergänzte Schmidt. Vorausschauende und langfristig erfolgreiche Arbeit könne der Verband besonders durch die enge Verzahnung auf europäischer, Bundes- und Landesebene leisten. „Regionalität allein reicht nicht aus.“

Nachhaltige Bioökonomie

Bei dem Treffen nahm Steffen Rathke, Sprecher der Plattform Forst und Holz sowie Geschäftsführer des Holzwerks Keck in Ehningen, auch Bezug auf das Thema Bioökonomie. Am Vormittag hatte Rathke bereits an einer Expertenanhörung des Ministers zum Thema biobasierte Wirtschaft teilgenommen. „Die Forst- und Holzwirtschaft ist ein Grundpfeiler der Bioökonomie. Damit sie dieser Rolle gerecht werden kann, erwarten wir von der Politik, auf die Expertise der Förster sowie der Unternehmen zu bauen und nachhaltige Waldnutzung zu ermöglichen. Nur so lassen sich Klimaschutz, Erhalt der Artenvielfalt und Sicherung der Wirtschaftskraft in Baden-Württemberg verbinden“, erläutert Rathke.

Während des Treffens überreichten die Vertreter der Holzwirtschaft Minister Hauk zudem als Ergebnisse des Forschungsprojekts „Optimierung der Holzlogistik in Baden-Württemberg“ eine Studie mit Vorschlägen, wie die CO2-Emissionen im Holztransport deutlich gesenkt werden könnten. Der Minister erhielt ebenfalls ein Exemplar der „Roadmap Holzwirtschaft 2025, dem gemeinsamen Zukunftsprogramm des Dachverbandes DHWR.

Abschließend dankte proHolzBW, vertreten durch Steffen Rathke (Mitgesellschafter) sowie Hagen Maraun (Geschäftsführer), dem Minister für die personelle Unterstützung der proHolzBW. Ihr Dank gilt darüber hinaus ForstBW, vertreten durch Landesforstpräsident Max Reger, für das finanzielle Engagement an der proHolzBW und dem Cluster Forst und Holz in Baden-Württemberg.


Anhörung Aktionsplan Klimaschutz 2050 im BMUB: AGR trägt Statement vor und kritisiert die Einschränkung der Holznutzung

Lukas Freise, Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e. V.

Am 27.09.2016 fand in Berlin die Verbändeanhörung zum BMUB Hausentwurf des Aktionsplans Klimaschutz 2050 statt. Die AGR wurde im Bereich der Land- und Forstwirtschaft als Referent für ein Eingangsstatement ausgelost.

Insgesamt 162 Verbandsvertreter nahmen an der Veranstaltung in Berlin teil. Einen von nur acht ausgelosten Rednerplätzen konnte die AGR gewinnen und so als einziger Verband über das Thema Forstwirtschaft und Waldnutzung referieren. In der nachgelagerten Diskussion stellten sich BMUB Referatsleiter Dr. Sach und Staatssekretär Flasbarth den Fragen von Referenten und Publikum.

Kernbotschaft der AGR war, dass, anders als im vorgelegten Entwurf, vor allem die Waldnutzung dem Klima hilft. Sie steigert das vom BMUB vorgerechnete Treibhausgas-Reduktions Potenzial von 58 Mio. Tonnen/Jahr durch das Wachstum der Wälder auf 127 Mio. Tonnen durch den Einsatz klimafreundlicher holzbasierter Produkte an Stelle von Produkten aus nicht nachwachsbaren Rohstoffen.

Nimmt man dieses enorme Potenzial ernst, so führen die aktuellen Bestrebungen des Entwurfs, verstärkt auf die Senkefunktion des Waldes zu setzen, die Umtriebszeiten zu verlängern und sogar größere Teile stillzulegen genau in die falsche Richtung. 

Dem Statement vorausgegangen war eine Abstimmung mit anderen Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft. Die AGR gibt gemeinsam mit anderen Verbänden unter dem Dach des Holzwirtschaftsrates DHWR eine entsprechende Stellungnahme an das BMUB ab.

Einen Videoausschnitt des Statements finden Sie über diesen Link


Holz fürs Herz - Die positiven Auswirkungen von Holz auf die Gesundheit

Geführte Waldspaziergänge, Survivaltrainings, Waldkindergärten und sogar Managerseminare: Es hat den Anschein, als würden die Menschen ihren Sehnsuchtsort Wald gerade neu entdecken. Dabei haben Natur und Pflanzen nicht nur emotionale Auswirkungen auf den Menschen sondern beeinflussen nachweisbar Blutdruck, Stresslevel, Herzfrequenz und sogar die Verdauung. Höchste Zeit, diese Vorteile auch dort zu nutzen, wo wir uns die meiste Zeit aufhalten: In Innenräumen.

Weltweit beschäftigen sich Wissenschaftler mit den positiven Auswirkungen, die ein holzreiches Umfeld auf die menschliche Gesundheit hat. Den Grundstein für diese Forschungen legte der Umweltpsychologe Roger Ulrich 1984, als er bewies, dass Heilungsprozesse nach Operationen oder Krankheiten durch Aufenthalte im Grünen beschleunigt werden können. In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Studien durchgeführt, die sich mit Pflanzen und natürlichen Materialien in Innenräumen beschäftigten und erste Zusammenhänge zum Stresslevel feststellen konnten.


2010 wies David Robert Fell an der University of British Columbia nach, dass Holz (und nicht Pflanzen) in Innenräumen unser sogenanntes sympathisches Nervensystem beeinflussen. Der „Sympathikus“ ist ein Teil des vegetativen Nervensystems und ist vor allem für die Leistungssteigerung des Organismus wie beispielsweise bei der Herztätigkeit, dem Blutdruck oder dem Stoffwechsel zuständig. Weitere Studien wie von Stephen Fraser (2011) bestätigen die Korrelation zwischen Holzumgebung und Gesundheit.

Blutdruck, Herzfrequenz und Stresslevel sinken – dafür steigen Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und sogar die Kreativität an. Außerdem werden die Verdauung, die natürliche Reparaturfunktion des Körpers und die Fähigkeit zur Erholung positiv beeinflusst.


Wie schnell diese Effekte zu spüren sind, hat Maximilian Moser vom Human Research Institut aus Klagenfurt mit seinem Schulexperiment gezeigt. Kinder verbringen im Schnitt zwischen 12.000 und 15.000 Stunden in Schulräumen – deswegen wollte Moser die optimalen Bedingungen in den Klassenräumen schaffen und kam auf einen eindeutigen Sieger: Holz. Für sein Experiment stattete er zwei Schulklassen mit herkömmlichen Baumaterialien aus und zwei weitere Klassen mit überwiegend massiven Holzwerkstoffen. Schon kurz nach Beginn des Schuljahres konnten deutliche Unterschiede zwischen den Klassen festgestellt werden: Die Herzfrequenz der Massivholzschüler hatte sich um bis zu sechs Schläge pro Minute reduziert, während der für die Erholung zuständige Vagustonus signifikant gestiegen war. So wurde das Stresslevel stark reduziert und die natürliche Regeneration des Körpers angeregt.

Nur wie genau kommen diese positiven Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zustande? Finale Antworten vermag (noch) keine dieser Studien geben; aber Moser und seine Kollegen vermuten die Ursachen in der Psychophysiologie – also der Lehre über den Zusammenhang zwischen psychischen Erlebnissen und den daraus resultierenden körperlichen Funktionen.

Holz – so erklären es die Wissenschaftler – strahlt „Wärme“ und „Natürlichkeit“ aus, was ein Gefühl der Geborgenheit und Entspannung erzeugt. Während sich viele Testreihen im Bereich der Innenausstattung mit Faktoren wie dem physikalischen Raumklima, Lärm, Luftqualität, Licht, Farben oder ergonomischen Aspekten beschäftigen, berücksichtigen wenige davon diese psychophysiologischen Auswirkungen – also der Frage: „Wie genau wirkt sich das eigentlich auf die Menschen und ihre Gesundheit aus?“
Dabei steckt in diesem Bereich großes Potential für die Optimierung alle Räume, in denen sich Menschen über einen längeren Zeitraum aufhalten: Wohnhäuser, Schulen, Arbeitsplätze, Hotelzimmer etc. Vor allem, wenn bereits negative Erfahrungen mit sogenannten Wohngiften gemacht wurden: Kopfschmerzen, Müdigkeit und sogar Hautausschläge können durch flüchtige organische Verbindungen (z.B. Lösungsmittel) verursacht werden, die in Kunststoffen, Möbeln, Teppichen, Wandfarben oder Reinigungsmitteln vorkommen.

Durch ein Umdenken in der Ausgestaltung der Innenräume mit natürlichen Materialien können nicht nur gesundheitliche Beschwerden vermieden sondern langfristig positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden eingewirkt werden.

Zwar ist das Potential von Holz und den unterschiedlichen Holzarten noch lange nicht in voller Tiefe erforscht, aber bereits jetzt wird deutlich, dass Holz unseren Alltag positiv verändert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen wächst Holz noch dazu ständig nach und ist somit die Ressource, die uns aufgrund nachhaltiger Bewirtschaftung auch in der Zukunft unbegrenzt zur Verfügung stehen wird.

Quelle: Pollmeier


Ausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker - Florian Fiedler (25) bei den Holzwerken Dold

Holzbearbeitungsmechaniker Florian Fiedler (Mitte) mit seinen Azubi-Kollegen der Dold Holzwerke

Das neue Ausbildungsjahr hat gerade begonnen – für über 40.000 junge Menschen in Baden-Württemberg der Einstieg in einen Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsberuf. Doch auch in diesem Jahr blieben nach Angaben der Arbeitsagenturen wieder 7.000 Plätze im Südwesten unbesetzt. Ein Grund: Viele Ausbildungsberufe sind schlicht nicht bekannt. So wie der Holzbearbeitungsmechaniker. Der 25-jährige Florian Fiedler hat sich vor zwei Jahren für diesen Beruf entschieden – und es nicht bereut. Sein Lehrbetrieb würde gern mehr Azubis anlernen.

Seit über 125 Jahren rattern die Sägen der Dold Holzwerke GmbH in Buchenbach. Längst sind die historischen Gatter am Wagensteigbach aber modernen Maschinen gewichen. Heute, in vierter Generation, werden die Fichten und Tannen, die das Familienunternehmen aus einem Umkreis von 100 Kilometern bezieht, in hocheffizienten Anlagen bearbeitet und getrocknet. Was aus dem heimischen Holz wird? Eine ganze Menge: zum Beispiel Balken und Bretter für die Bauindustrie, Massivholzplatten für Möbelbauer oder Material für Kisten und Palletten, mit deren Hilfe Waren über die ganze Welt transportiert werden können. Und auch was bei der Produktion abfällt, wird noch sinnvoll genutzt. Aus den Holzresten werden Pellets für moderne Heizungsanlagen.

Florian Fiedler (25) – Holzbearbeitungsmechaniker im dritten Lehrjahr

„Das Tolle am Holz ist, dass es so vielseitig einsetzbar ist“, meint auch Florian Fiedler. Und er muss es wissen. Der 25-Jährige ist im dritten Jahr seiner Ausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker und lernt in dieser praktisch alles über die Eigenschaften von Holz und die Prozesse in einem Sägewerk: von der Prüfung, Beurteilung und Sortierung angelieferter Baumstämme auf dem Rundholzplatz über die Steuerung der großer Maschinen in den Hallen, die das Holz entrinden, sägen und hobeln bis zur Endkontrolle und Verladung der fertigen Bretter auf den Lkw.

Vor seiner Lehre war Fiedler einige Zeit bei der Bundeswehr. Der Impuls für die Ausbildung kam dann von einem Familienmitglied. Die Begeisterung für den natürlichen, nachwachsenden Rohstoff hat sich inzwischen vollständig übertragen. „Mitten im Südschwarzwald, wo Bäume und Holz eine große Rolle spielen, macht einen das schon stolz.“ Dass Holz umwelt- und klimafreundlicher als die meisten anderen Werkstoffe sei, gebe einem ein gutes Gefühl bei der Arbeit. Freunde finden Florians „Holzjob“ mittlerweile auch richtig gut. Anfangs hätte er aber vielen erst erklären müssen, was man als Holzbearbeitungsmechaniker so macht. Dabei gehört die Tätigkeit schon lange zu den staatlich anerkannten Ausbildungsberufen. Der Beruf leidet aber wie viele andere unter dem Trend der Akademisierung.

Immer weniger Azubis

Seit 2013 ist die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Deutschland erstmals höher als die der Azubis in dualer Berufsausbildung. Immer weniger Betriebe bilden daraufhin aus, insbesondere die mittleren und kleineren, die im Wettbewerb um die geringer werdende Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern ins Hintertreffen geraten. Hinzu kommt oftmals die Lage im ländlichen Raum. Dabei bietet ein solches Umfeld eine persönliche und individuelle Betreuung, wie sie sich viele Azubis wünschen. Fiedler hat dies im Laufe seiner Ausbildung zu schätzen gelernt.

Zukunftsperspektiven

Auch Personalleiter Jörg Klingele gefällt die Einstellung und Entwicklung seines Mitarbeiters. Läuft es weiter so rund, steht der Übernahme nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung im kommenden Jahr nichts im Wege. Diese sei im 200 Mitarbeiter zählenden Familienbetrieb immer das Ziel der Ausbildung: „Sowohl für die Werkstätten als auch im Bereich Holz bilden wir nur für den Eigenbedarf aus.“ Möglich sei später auch eine Weiterbildung zum Techniker oder Meister, manchmal sogar ein Studium. Aus gutem Grund. Denn in der Holzindustrie sind Fachkräfte äußerst gefragt. Gerne würde das Buchenbacher Unternehmen daher weitere Azubis anlernen. „Wir stellen leider nur fest, dass junge Menschen die Berufe in der Sägeindustrie nicht kennen oder eine überholte Vorstellung von unserer Branche haben.“ So wüssten nur wenige, dass die Betriebe neben holzspezifischen Berufen auch Industriemechaniker/innen oder Elektroniker/innen für Betriebstechnik ausbilden würden.

Anforderungen an Holzbearbeitungsmechaniker

Die größte Herausforderung bleibt aber der Nachwuchs an Holzbearbeitungsmechaniker/innen. „Dieser Beruf wird oft mit dem Holzbearbeiter verwechselt oder fälschlich als reine Plackerei verstanden“, erklärt Klingele. Zwar müsse man für die Tätigkeit nach wie vor körperlich fit sein, technisches Verständnis und der Spaß am Umgang mit Maschinen seien aber mindestens genauso wichtig. Denn in einem Sägewerk stecke mittlerweile jede Menge High-Tech: „Die Abläufe im Einschnitt sind heute weitgehend automatisiert.“ Ein authentisches Bild von Betrieb und Tätigkeit könnten sich Interessenten am besten durch ein Praktikum verschaffen: „Das ist für beide Seiten eine Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen“, meint Klingele. Passt es, kann sich direkt eine Ausbildung anschließen. Neben dem Durchlauf aller relevanten Einsatzbereiche warten regelmäßige betriebsinterne und externe Fortbildungen auf die Azubis. Für den schulischen Teil der Ausbildung müssen sie dann zweimal jährlich die Reise ins Bildungszentrum für die Säge- und Holzindustrie in Göppingen angetreten. „Eine gute Gelegenheit mal rauszukommen und sich mit Azubis aus anderen Betrieben auszutauschen“, findet Fiedler. Er ist mit seiner Wahl ausgesprochen zufrieden und würde die Ausbildung jedem weiterempfehlen, der Freude am Umgang mit Holz und großen Maschinen hat.

Informationen zu allen gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufen in der Sägeindustrie sowie aktuelle Stellenanzeigen bietet die Internetseite www.itwoodbegood.de des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH).


Wald Wird Mobil startet Umfrage bei Privatwaldbesitzern

Die wald-wird-mobil.de gemeinnützige GmbH möchte Kleinprivatwaldeigentümern Freude an ihrem Waldbesitz vermitteln und Chancen sowie konkrete Handlungsoptionen im Umgang mit dem eigenen Wald aufzeigen.

Deshalb startet jetzt eine Umfrage, um genau deren Bedürfnisse zu erfragen. 

Teilnehmen können sowohl Waldeigentümer, die sich dafür entschieden haben, ihren Wald zu bewirtschaften oder als auch jene, die ihn unbewirtschaftet lassen. wald-wird-mobil.de fragt danach, was die Waldeigentümer zu ihrer Entscheidung bewogen hat und wo ihnen der Schuh drückt.

Unter allen Teilnehmern werden 5 x 30 Euro Einkaufsgutscheine (Amazon, Globetrotter) verlost.

Hier gehts zur Anmeldung!


Waldzustandsbericht 2016 der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen

"Der Waldzustandsbericht 2016 (State of the World's Forests 2016) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten, die aus den komplexen Beziehungen zwischen Wald, Landwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung entstehen. Der Bericht belegt, dass nachhaltige Forst- und Landwirtschaft und deren Integration in Flächennutzungspläne essenziell sind, um die Ziele nachhaltiger Entwicklung zu erreichen, Nahrungssicherheit zu gewährleisten und den Klimawandel zu bekämpfen."

"Der Bericht 2016 zeigt, dass einige Länder es geschafft haben, unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen: Es wurde nicht nur die landwirtschaftliche  Produktivität gesteigert und damit die Nahrungsmittelversorgung sichergestellt, sondern auch die Entwaldung verlangsamt oder gar gestoppt. Der Bericht belegt dies anhand von sieben Ländern, weitere Staaten weisen ähnliche Entwicklungen auf. Die heutige Herausforderung ist es solch positive Trends, besonders in einkommensschwachen Ländern zu stärken, in denen hohe Nahrungsmitteunsicherheit herrscht und weiterhin entwaldet wird.“

Quelle: FAO "State of the World’s Forests 2016"

Video zum State of the World's Forests Bericht 2016:


Jetzt anmelden zum 4. AGR Rohstoffgipfel

Die Themen des 4. Rohstoffgipfels am 12. Januar 2017 sind:

Bioökonomie auf dem Prüfstand - Holz für eine biobasierte Wirtschaft 

Zertifizierung - nachhaltiger Rohstoffe und Produkte in der Forstwirtschaft

Holzbereitstellung - Weiter mit Selbstoptimierung oder gemeinsam zur effizienteren Forst-Holz-Kette?

Den Programmablauf finden Sie hier.

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.