Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

September 2016

26.09.2017

Neues aus der Säge- und Holzindustrie

Inhalt


Bürogebäude aus BauBuche neben UNESCO-Welterbe Fagus-Werk

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Die Architekten BIWERMAU und Wilfried Köhnemann haben im niedersächsischen Alfeld ein Bürogebäude aus Holz errichtet. Das neue Kundenzentrum von Fagus-GreCon bietet auf 1.200 m² Platz für 60 Mitarbeiter des mittelständischen Unternehmens. Das komplette Tragwerk sowie große Teile der Inneneinrichtung wurden mit dem Furnierschichtholz BauBuche realisiert. 

Walter Gropius und Adolf Meyer errichteten hier 1911 das weltbekannte Fabrikgebäude. Es gilt als „Ursprungsbau der Moderne“, das Ensemble in Alfeld steht als UNESCO-Welterbe unter Denkmalschutz. Im historischen Fagus-Werk entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal moderne Industriearbeitsplätze nach den Bedürfnissen der Beschäftigten: sauber, trocken und gut belichtet.

Inzwischen hat sich das Unternehmen Fagus weiterentwickelt und bietet u. a. Messelektronik und Funkenlöschanlagen für die Holzindustrie an. Kontinuierliches Umsatzwachstum sowie die steigende Nachfrage nach Schulungs- und Serviceleistungen machten 2013 den Bau von weiteren Büroflächen erforderlich. Und auch heute setzt das Unternehmen, wie schon während des Kaiserreichs, auf zeitgenössische Architektur und modernste Baustoffe. Passend zu den Schuhleisten aus Buchenholz, die seit über 100 Jahren auf dem Gelände der Fagus-Werke produziert werden, sind auch das Tragwerk und die Innenausstattung des nun fertig gestellten Neubaus mit dem Baustoff BauBuche des Herstellers Pollmeier realisiert. Geplant wurde der Neubau vom Architekturbüro BIWERMAU (Hamburg) zusammen mit Wilfried Köhnemann. Der erfahrene Hamburger Planer berät das Unternehmen seit über 30 Jahren, auch im Zusammenhang mit den Besonderheiten des Weltkulturerbes.

Im Einklang mit dem Denkmalschutz

Für die Architekten galt es, die Belange des Denkmalschutzes, des UNESCO-Welterbes sowie der Stadt Alfeld mit den Anforderungen des Bauherrn in Einklang zu bringen. Der Ende 2015 fertiggestellte Neubau mit Verbindung zu zwei flachen Bestandsgebäuden schließt das Ensemble aus historischen und zeitgenössischen Produktions- und Verwaltungsgebäuden nun zur südöstlich verlaufenden Straße hin städtebaulich ab. Durch die auffällige Holzfassade aus Zedernholz mit den betont vertikalen, über beide Geschosse gezogenen Öffnungen ist das neue Kundenzentrum ebenso wie der markante Schornstein ein Erkennungsmerkmal des Fabrikgeländes.

Das Gebäude beherbergt im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss 60 Büroarbeitsplätze. Die leicht schrägen Grundflächen von 40 x 10 bzw. 12,5 m werden durch einen in Längsrichtung verlaufenden, zentralen Flurbereich erschlossen. Das zweite Obergeschoss ist als zurückgesetztes Staffelgeschoss angelegt, hier befinden sich ein Besprechungsraum und zwei Schulungsräume. Den Nutzern steht darüber hinaus eine umlaufende Dachterrasse zur Verfügung.

Tragwerk und Innenausbau mit BauBuche

In Anlehnung an GreCon-Produkte wie Brandschutz- und Messsysteme, die traditionell in enger Verbindung mit dem Werkstoff Holz stehen, wurde der Neubau als Holzkonstruktion errichtet. Für den Bauherren war es ein wichtiges Anliegen, dabei innovative Baumaterialien zu verwenden, die GreCon-Kunden mit den in Alfeld gefertigten Anlagen und Systemen herstellen. "Die Firma Pollmeier ist auch ein Kunde von uns", sagt Jörg Hasener, der das Projekt auf Bauherrenseite begleitete. "Als sie mit dem Produkt BauBuche gerade frisch auf den Markt kamen, haben wir gesagt: Das ist genau der Werkstoff, mit dem wir bauen wollen", erinnert sich der GreCon-Projektleiter an die Planungsphase. 
Das Furnierschichtholz von Pollmeier wurde an verschiedenen Stellen eingesetzt: Das Tragwerk wurde in Skelettbauweise mit Stützen und Trägern aus BauBuche errichtet. Für Thomas Mau war das Projekt "die erste Erfahrung mit BauBuche. Und die war sehr positiv, weil das Material so hochwertig ist", so der Hamburger Architekt. Beim Innenausbau entschieden sich Bauherren und Planer ebenfalls für Einbauten aus BauBuche, die optisch perfekt mit der sichtbaren Holzkonstruktion harmonieren: Die Fensterlaibungen erhielten markante Verkleidungen aus BauBuche. Und auch die Bürotrennwände, die großen Konferenztische sowie verschiedene Schreibtische wurden aus dem stabilen Baustoff gefertigt. 

Architektur: Biwermau + Wilfried Köhnemann, Hamburg
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro für Bauwesen, Freden
Standort: Hannoversche Straße 58, 31061 Alfeld
Bauherr: Fagus-GreCon Greten GmbH & Co.KG
Holzbau: Koch-Bau GmbH, 37574 Einbeck-Rittierode
Fertigstellung: März 2016
Fotos: Carsten Janssen

Quelle: Pollmeier


Hochrangiger Politiker-Besuch im Sägewerk Kirchhoff in Nordrhein-Westfalen

HolzJoki

Vergangene Woche informierten sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet gemeinsam mit dem umweltpolitischen Sprecher Rainer Deppe sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider auf Einladung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung NRW bei einem Waldspaziergang und dem anschließenden Besuchs des Sägewerks Johann Kirchhoff GmbH & Co. KG in Finnentrop-Rönkhausen vor Ort über die aktuellen Herausforderungen, vor denen die Säge- und Holzindustrie derzeit steht.

Ein zentraler Aspekt des Gespräches am 19. August 2016 waren die im Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen sowie im Klimaschutzplan 2050 vorgesehenen weiteren Flächenstilllegungen, die zu einer erheblichen Einschränkung der Holzversorgung der heimischen Betriebe führen würden. Für Jan Kirchhoff sowie die Vertreter der Forstwirtschaftlichen Vereinigung NRW eine absolut unverständliche Entwicklung: „Die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder verbunden mit einer langfristigen Holzverwendung ist einer der effektivsten Möglichkeiten, das Klima zu schützen.“

Im Zuge dessen verwiesen Jan Kirchhoff und die Forstvertreter auf die enormen Potenziale, die das Bauen mit Holz im Hinblick auf den Klimaschutz und die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum entfalten kann. Allerdings wird die Verwendung dieses nachwachsenden Rohstoffes bisher noch in sechs von 16 Bundesländern wegen veralteter Landesbauordnungen benachteiligt. Nordrhein-Westfalen bildet hier sogar das Schlusslicht. Für Jan Kirchhoff eine Situation, die dringend geändert werden muss „Holz bietet optimale technische Möglichkeiten und schont die Ressourcen. Die rechtliche Gleichstellung zu anderen Baumaterialien wie Stahl und Beton ist daher schon lange überfällig.“

Die Potenziale von Holzverwendung werden jedoch durch extrem verschärfte Emissionsgrenzwerte in der aktuellen Überarbeitung der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) konterkariert. Jan Kirchhoff machte dabei deutlich, dass die deutschen Anlagenbetreiber europaweit bereits heute die höchsten Emissionsgrenzwerte einhalten. Die nun geplante, noch weitergehende Verschärfung der Grenzwerte in Deutschland würde die Anlagenbetreiber hierzulande nicht nur unverhältnismäßig benachteiligen, sondern wegen extremer Investitionskosten auch für zahlreiche Betriebe der Säge- und Holzindustrie das wirtschaftliche Aus bedeuten.

Um jedoch die wichtige Rolle der Säge- und Holzindustrie für die regionale Wertschöpfung, Beschäftigung und den Klimaschutz zu erhalten, waren sich alle Anwesenden darin einig, diesen Fehlentwicklungen gegenzusteuern.


Erdbeben in Italien: Holz Chalets geplant

Am Mittwoch den 24. August 2016 gab es um 3:36 Uhr in Italien ein starkes Erdbeben, 10 Kilometer südöstlich von Norcia (in Mittelitalien). Die italienische Agentur für Zivilschutz hat den Tod von 293 Menschen bestätigt, vor allem in den Städten Amatrice, Accumoli und Arquata del Tronto, gelegen in den Bergen des italienischen Apennin.

Am 28. August diskutierte der italienische Premierminister Matteo Renzi den Wiederaufbauplan mit dem Architekten Renzo Piano. Im Mittelpunkt stand die große Herausforderung, den Überlebenden vor dem Winter sichere und warme Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Die italienischen Zeitungen "Corriere della Sera" Zeitung und "La Stampa" berichten, dass kleine Holzhäuser errichtet werden sollen. Diese Holz "Mini-Chalets" sollen innerhalb von drei Monaten gebaut werden. Die Chalets aus Holz haben ein oder zwei Schlafzimmer, eine Küche und ein Bad. Sie sollen 1.400 € pro Quadratmeter kosten. Eine kleine Hütte von 40 qm würde somit ca. € 55.000 kosten, berichtet Corriere della Sera. 

Auf der online Seite von Corriere della Sera wird außerdem ein Video von einem 7-stöckigen Holzhaus (24 Meter hoch) gezeigt, gebaut in den Laboren des Forschungszentrums Ivalsa Cnr von San Michele all'Adige (Trento). Das Haus überstand die Simulation des Erdbebens in Kobe mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala (1995).

Zum Video


Holzwirtschaft heute und morgen - Verbandsübergreifende Publikation "Roadmap Holzwirtschaft 2025"

Cover Roadmap Holzwirtschaft 2025

Eine der zentralen Aufgabe des Bundesverbands der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH) ist das kontinuierliche Monitoring und die Bearbeitung von gesellschaftlich, politisch sowie wirtschaftlich relevanten Entwicklungen. Mit der „Roadmap Holzwirtschaft 2025“ hat der DeSH in enger Zusammenarbeit mit anderen Verbänden der Branche ein schlagkräftiges Strategiepapier mit den Zielen für die kommenden zehn Jahre entwickelt. Explizit werden zehn konkrete Empfehlungen an die Politik gerichtet:

Roadmap Holzwirtschaft 2025

Die Publikation, die der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vor kurzem herausgegeben hat, skizziert globale Megatrends, die sich auch auf die Holzwirtschaft in Deutschland auswirken: Klimawandel, Energieversorgung, Urbanisierung, demographischer Wandel, neue Konsummuster, Globalisierung und Wirtschaft 4.0. Die Verbandsarbeit zielt unter anderem darauf ab, diese Auswirkungen zu antizipieren und frühzeitig auf sich verändernde politische Rahmenbedingungen im nationalen sowie internationalem Umfeld Einfluss zu nehmen.

Chancen für die Branche

„Die Analyse in der Roadmap ergibt, dass die Holzindustrie einen entscheidenden Beitrag dazu leisten kann, Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu geben: beispielsweise bei der Minderung des CO2-Austoßes, der Energiewende oder dem modernen Städtebau“, so Lars Schmidt, DeSH-Geschäftsführer. Durch die Verwendung eines nachwachsenden Rohstoffes und erhöhter Lebensdauer durch Kaskadennutzung bildet die Holzindustrie einen der Grundpfeiler der deutschen Bioökonomie. Damit eine dauerhafte wirtschaftliche Entwicklung auf Basis nachwachsender Rohstoffe möglich ist, setzt sich der DeSH gemeinsam mit Branchenvertretern für die stärkere Verankerung von Holz in Forschung und Lehre ein. Es gilt die technische Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen zu fördern und die Aufwendungen für holzbezogene Lehre branchenübergreifend zu erhöhen. Der Baustoff Holz muss vor allem im urbanen Bereich durch die Beseitigung regulatorischer Hemmnisse unternehmerisch attraktiv gemacht werden. Aufgrund seines geringen Gewichts, des Bautempos, seiner Kompaktheit und Vielseitigkeit ist der Holzbau im urbanen Umfeld universell einsetzbar – auch auf Dächern und in engen Baulücken. Aktuellen Studien zufolge könnten allein durch Dachaufstockungen 1,5 Millionen zusätzliche Wohnungen entstehen. Angesichts der zunehmenden Wohnungsknappheit in den Städten bietet Holz somit ein enormes Potenzial.

Die Politik hat in den vergangenen Jahren zahlreiche legislative Schritte unternommen und Ziele formuliert, um den Auswirkungen von Klimawandel, Globalisierung, Industrie 4.0 und der Knappheit fossiler Rohstoffe zu begegnen. Zu vielen dieser Ziele kann die Holzwirtschaft aktiv in einem gemeinsamen starken Netzwerk beitragen und von Synergieeffekten profitieren.

Ausführliche Informationen finden Sie in der Roadmap Holzwirtschaft 2025 (PDF).


DeSH und Niedersächsische Unternehmen protestieren gegen geplante Flächenstilllegungen

Die niedersächsische Landesregierung plant bis zum Jahr 2020 10% der landeseigenen Waldfläche Niedersachsens aus der nachhaltigen Bewirtschaftung zu nehmen, mit dem Ziel dadurch einen Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität zu leisten (NWE 10 Konzept).

Bei den derzeitigen Diskussionen um die Auswahl der betreffenden Flächen wurde von Seiten der Landesforstverwaltung der Vorschlag geäußert, die Entwicklungszone Harz in die Berechnung miteinzubeziehen. Der Vorschlag der Naturschutzverbände zielt hingegen darauf ab, Buchenbestände auf weiteren 5000 ha einzuschränken.

Da der Vorschlag der Naturschutzverbände jedoch nicht nur zu einer erheblichen Einschränkung der Holzversorgung mit existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Betriebe in und um Niedersachsen führen würde, sondern damit auch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungsfelder unmöglich macht, ist es aus unserer Sicht geboten, dieser Entwicklung gegenzusteuern.

Daher hat sich der DeSH als Verband gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen vor Ort an Ministerpräsident Weil (SPD) sowie an die Landtagsabgeordneten gewandt, um gegen die weiteren Flächenstilllegungen und damit für den Erhalt der wichtigen industrie- und strukturpolitischen Rolle der Säge- und Holzindustrie in Niedersachsen einzutreten.


Klimaschutzplan 2050 stößt auf massive Kritik in Wirtschaft und Politik

Der aktuelle Stand des von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) im April 2016 vorgestellten Entwurfs des Klimaschutzplans für 2050 ist Thema der in der vergangenen Woche von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestellten Kleinen Anfrage an die Bundesregierung.

Der Entwurf ist bereits kurz nach seiner Veröffentlichung im April 2016 auf massive Kritik der Wirtschaft und anderer Ministerien gestoßen. Auch der DeSH hat sich an dem breiten Konsultationsprozess im letzten Jahr aktiv beteiligt.

Neben dem im Entwurf viel zu niedrig ausgewiesenen CO2-Minderungspotenzial in Wäldern und Holzprodukten, ist die geplante Stilllegung weiterer Waldflächen und die damit verbundene Einschränkung der Holzversorgung ein Hauptkritikpunkt des DeSH. Angesichts der enormen Potenziale von Holz im Hinblick auf Ressourcenschutz und Energieeffizienz zur Erreichung der Klimaschutzziele ist die Beschränkung nachwachsender Rohstoffe allerdings absolut widersprüchlich.


Neue Gebührenordnung für PEFC-zertifizierte Betriebe ab 2017

Logo_PEFCDeutschland

Die PEFC-Gebührenordnung erfährt zum 01.01.2017 bezüglich der Notifizierungsgebühren für Unternehmen, die ein PEFC-Chain-of-Custody-Zertifikat besitzen, eine Anpassung. Die Änderung, die vom Deutschen Forst-Zertifizierungsrat (DFZR) am 30.06.2016 beschlossen wurde, betrifft Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 5 und 50 Mio. Euro und sieht eine feingliedrigere Aufteilung der Gebühren vor (siehe Übersicht unten).

Damit kommt PEFC Deutschland einer zentralen Forderung von Seiten der Holzwirtschaft entgegen. Diese hatte kritisiert, dass gemäß der bestehenden Gebührenordnung aus dem Jahr 2014 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 5 Mio. € mit den gleichen Gebühren wie Unternehmen mit einem Umsatz von 50 Mio. € belastet wären.

Positive Rückmeldungen auf die Anpassung kommen aus dem Bereich der Säge- und Holzindustrie: „Aus unserer Sicht ist die Entscheidung des DFZR ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren Lastenverteilung speziell im Sinne der kleinen und mittleren Betriebe der Sägeindustrie. Hier wurde unsere Kritik ernst genommen“, so Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Säge- und Holzindustrie DeSH.

Um Gruppenzertifizierungen zu fördern, beschloss der DFZR darüber hinaus, Produzentengruppen einen Rabatt in Höhe von 50% auf die Notifizierungsgebühren einzuräumen. Die sogenannte Gruppenzertifizierung stellt für kleinere Betriebe eine Alternative zur Einzelzertifizierung dar, da hierbei der organisatorische und finanzielle Aufwand geringer gehalten wird – das macht sie beispielsweise für kleinere Handwerksbetriebe, die sich an öffentlichen Ausschreibungen mit der Forderung nach dem Einsatz von zertifiziertem Holz beteiligen wollen, interessant. An einer PEFC-Gruppenzertifizierung können deutschlandweit Einzelbetriebe mit maximal 50 Mitarbeitern oder einem Jahresumsatz von max. 7 Mio. € teilnehmen. Vor diesem Hintergrund begrüßte auch Dr. Katharina Gamillscheg, stellv. Geschäftsführerin des GD Holz, der eine Gruppenzertifizierung für Holzhändler anbietet, die vom DFZR beschlossene Änderung: „Der hier getroffene Beschluss ist eine sehr gute Basis für den Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V., gemeinsam mit seinen angeschlossenen Mitgliedsbetrieben im November 2016 in die anstehende Re-Zertifizierung zu gehen. Wir freuen uns sehr darüber!“

Die PEFC-Notifizierungsgebühren in der Übersicht:

Gebührenordnung bis 31.12.2016:

Größe des Betriebs

Umsatz

Gebühr

Klein

≤ 1.000.000 €

60 €

Mittel

1.000.001 – 5.000.000 €

150 €

Groß

5.000.001 – 50.000.000 €

800 €

Sehr groß

> 50.000.000 €

1.500 €

Gebührenordnung ab 01.01.2017:

Größe des Betriebs

Umsatz

Gebühr

Klein

≤ 1.000.000 €

60 €

Mittel

1.000.001 – 5.000.000 €

150 €

Groß I

5.000.001 – 10.000.000 €

600 €

Groß II

10.000.001 – 25.000.000 €

800 €

Groß III

25.000.001 – 50.000.000 €

1.000 €

Sehr groß

> 50.000.000 €

1.500 €

Hintergrundinformationen:

PEFC bietet Unternehmen in der Holzwirtschaft, im Holzhandel und in der Papierindustrie die Möglichkeit, gegenüber Kunden und Abnehmern einen glaubwürdigen Nachweis über die Herkunft des Holzes aus legaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu führen. Als weltweit meistverbreitetes Zertifizierungssystem sichert PEFC durch diese große zertifizierte Fläche eine kontinuierliche Versorgung mit Rohstoffen aus zertifizierter Waldbewirtschaftung. Die Bekanntheit des PEFC-Siegels beim Endverbraucher hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen – dazu haben die Verwendung des Labels durch die zertifizierten Unternehmen und die Öffentlichkeitsarbeit von PEFC Deutschland in großem Maße beigetragen. Zur Finanzierung der vielseitigen Dienstleistung für die zertifizierten Unternehmen, wie etwa Beratung bei Fragen zur Zertifizierung oder Bereitstellung von Informationsbroschüren, sowie für die Kommunikation in Richtung Endverbraucher erhebt PEFC Deutschland Gebühren bei den teilnehmenden Forstbetrieben und bei den Unternehmen, die ein Chain-of-Custody-Zertifikat (CoC) besitzen. Neben den Gebühren für Waldbesitzer tragen die Gebühren der zertifizierten Unternehmen somit unmittelbar zu einer erfolgreichen Bewerbung des PEFC-Systems bei, von der alle zertifizierten Betriebe profitieren.

PEFC

PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Siegel stammen nachweislich aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft.

PEFC Deutschland e.V. wurde 1999 gegründet und entwickelt die Standards und Verfahren der Zertifizierung, stellt der Öffentlichkeit Informationen bereit und vergibt die Rechte am PEFC-Logo in Deutschland. PEFC ist in Deutschland das bedeutendste Waldzertifizierungssystem: Mit 7,3 Millionen Hektar zertifizierter Waldfläche sind bereits rund zwei Drittel der deutschen Wälder PEFC-zertifiziert.

Wir stellen gerne Fotomaterial zur Verfügung, welches in Verbindung mit dem Thema sowie mit dem Nachweis „PEFC Deutschland" honorarfrei ist. Über Belegexemplare oder Hinweise freuen wir uns.

Pressekontakt PEFC:

Catrin Fetz
PEFC Deutschland e.V.
Tübinger Straße 15
70178 Stuttgart
Tel.: 0711 / 24861820
fetz@pefc.de
www.pefc.de


Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress in Berlin 2017 - Jetzt Ausstellungsfläche sichern!

Ausstellerinfo_Titel

Zwei Tage, mehr als 30 Redner und über 300 Teilnehmer – jedes Jahr informieren sich die Entscheider der Branche beim Sägewerkskongress und Rohstoffgipfel über neue Themen, aktuelle Entwicklungen sowie moderne Produkte und Dienstleistungen.
Werden Sie Aussteller beim 12. Internationalen Kongress der Säge- und Holzindustrie und beim 4. AGR Rohstoffgipfel 2017 in Berlin. Mit dem Café Moskau bietet die Veranstaltung eine ganz besondere Location für Ihren Auftritt.

Konzept-Neuerungen

Wie bereits beim Sägewerkskongress im Februar in Würzburg angekündigt, setzt der DeSH ab 2017 einige Neuerungen für Fachaussteller und Sponsoren um. So wird es beim Kongress 2017 in Berlin, auch bedingt durch die räumlichen Gegebenheiten im Café Moskau, zum Beispiel erstmals eine einheitliche Standgestaltung für die Fachaussteller geben.

Für all jene, die zwar ihre Produkte oder Dienstleistungen vorstellen, aber nicht mit einem eigenen Stand vertreten sein möchten, haben wir zudem neue Präsentationsmöglichkeiten geschaffen.

Alle Details finden Sie hier in der Ausstellerinformation (PDF).

Buchung

Die Vergabe der Standflächen richtet sich nach Eingang der Buchung. Für die Koordination und Abwicklung ist Sabine Thiel, Geschäftsstelle Berlin zuständig, die auch für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung steht.

Da in Berlin nur begrenzte Standflächen zur Verfügung stehen, erfolgt die Vergabe nach Eingangsdatum der Buchung. Sponsoren, die den DeSH ganzjährig unterstützten, werden bevorzugt.


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Wenn Sie den Speedletter nicht mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine Email an: klaus.kottwitz@saegeindustrie.de

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.