Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

August 2016

17.10.2017

News aus Berlin und Wiesbaden für Freunde und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des DeSH.

Inhalt


DeSH Marktbericht: Erstes Halbjahr 2016 mit positivem Trend, Sägenebenprodukte bereiten Sorgen

Die Sägeindustrie schließt das erste Halbjahr 2016 mit einer insgesamt positiven Bilanz ab. Stark nachgebende Restholzerlöse belasten jedoch erneut die Ertragslage. 

Die deutsche Sägeindustrie kann zur Jahresmitte eine größtenteils positive Halbjahresbilanz vorweisen. Die Betriebe waren mit verhaltenem Optimismus in das Jahr 2016 gestartet, nach einem zum Teil schwachen Jahr 2015 mit einer nachgebenden Inlandsproduktion und stark rückläufigen Exporten bestand wenig Aussicht auf eine durchgreifende Besserung in 2016.

Produktion wieder im Plus

Die Daten für das erste Halbjahr 2016 zeigen, dass sich die Lage der Sägewerke allmählich bessert. Die Nadelschnittholzerzeugung konnte in den ersten drei Monaten um 3,0 % wieder leicht gesteigert werden. Auch im zweiten Quartal setzte sich die leichte Besserung weiter fort, der Produktionsindex liegt in den ersten 5 Monaten um 2,9 % über Vorjahr, allein im Mai um 9,5 %. Der Produktionsrückgang des Vorjahres von -1,6 % konnte demzufolge wieder ausgeglichen werden.

Abbildung 1: Produktionsindex der deutschen Sägeindustrie, Vgl. 2014-2016

Export mit turnaround

Erfreulich ist der Umschwung im Export von Nadelschnittholz. Die Ausfuhrdaten für die ersten 4 Monate bestätigen die wieder positive Entwicklung mit einer Zunahme der Nadelschnittholzausfuhr um 7,2 % bzw. 155 Tsd. m³ auf 2,3 Mio. m³. Der rückläufige Trend des Vorjahres konnte damit in den ersten Monaten umgekehrt und der Rückstand zum Teil wieder aufgeholt werden. Auf wichtigen Auslandsmärkte – insbesondere innerhalb Europas, aber auch im Fernabsatz – sind deutlich veränderte Warenströme zu verzeichnen.

Abbildung 2: Ausfuhr von Nadelschnittholz

Wohnungsbaugenehmigungen mit kräftigem Aufwind

Die weiter kräftig ansteigenden Genehmigungen im Wohnungsbau lassen erwarten, dass aus dem Baubereich mit einer zunehmenden Nachfrage zu rechnen sein wird. Die Genehmigungen im 1- und 2-Familienhausbau sind in den ersten 4 Monaten um 19,7 % angestiegen, im Mehrfamilienhausbau um 27,7 %. Ein Anstieg der Genehmigungen war schon 2015 zu verzeichnen, dies hatte im vergangenen Jahr jedoch noch nicht zu einer durchgreifenden Verbesserung der Nachfrage von Seiten des Bausektors geführt.

Sägeindustrie bedeutendster Abnehmer der Sturmholzmengen aus dem Sturmtief Niklas

Auf der Rohstoffseite war das letzte Jahr durch die durch das Sturmtief Niklas angefallenen Sturm- und Käferholzmengen von insgesamt mehr als 11,8 Mio. Festmeter Nadelholz. geprägt. Die Sägeindustrie konnte durch die Aufnahme 

großer Teile des Schadholzes den Hauptbeitrag zur Bewältigung der Sturmfolgen beitragen -trotz wenig aufnahmefähigem Inlandsmarkt und rückläufigen Exporten.

Deutsche Nadelstammholz-Preise 30 % über internationalem Niveau

Abbildung 3: Vergleich der Nadelstammholzpreise: Fichte B – Global Conifer Sawlog Price

Wie der Wood Resource Quarterly (WRQ), ein US-amerikanischer Holzmarktdienst, berichtet, ist der Global Sawlog Price Index weltweit seit mehreren Quartalen rückläufig. Auch der vom Wood Resource Quarterly für Europa ermittelte Europäische Preisindex für Sägerundholz ist seit dem ersten Quartal 2014 rückläufig und liegt zwischenzeitlich um 9 % niedriger. Die Zeitschrift konstatiert für Deutschland trotz dieser Preisrückgänge noch immer ein höheres Rundholzpreisniveau als die konkurrierenden Schnittholzproduzenten in Nord- und Osteuropa. Trotz der nach dem Sturmtief vor allem auch qualitätsbedingt ermäßigten Rundholzpreise liegt dieser für das Leitsortiment Fichte/Tanne in Deutschland aktuell noch immer um über 30 % über dem internationalen Niveau.

Dramatisch fallende Sägenebenprodukt-Erlöse zwingen Sägeindustrie zu Alternativen

Die im Hinblick auf Inlandsnachfrage und Export, welcher größtenteils das Ventil für den Absatz der qualitativ preiswerteren Sortimente darstellt,  insgesamt positive Stimmung wird durch die Entwicklung bei den Erlösen für Sägenebenprodukte (SNP) kräftig gestört. So sind seit Frühjahr die Erlöse für Sägenebenprodukte (Holzhackschnitzel und Sägespäne) erneut dramatisch im Fallen, seit dem 2. Quartal 2014 in der Spitze um rund 40 %. Da die Erlöse für SNP einen wichtigen Faktor in der Kostenrechnung der Sägewerke darstellen, ist die Ertragslage der Betriebe akut belastet. Wenn auf Dauer die traditionellen Abnehmer für SNP und die Pelletswerke bzw. die energetische Verwertung die bereitgestellten Mengen nicht abnehmen können, muss die Sägeindustrie erneut alternative Absatzmöglichkeiten erschließen.

Abbildung 4: Vergleich der Preisindizes von Fichten-/Tannenschnittholz, Holzhackschnitzeln, Holzverpackungen und Papier/Pappe 

Alle Abbildungen finden Sie zum Download hier:

Abbildung 1: Produktionsindex der deutschen Sägeindustrie, Vgl. 2014-2016

Abbildung 2: Ausfuhr von Nadelschnittholz

Abbildung 3: Vergleich der Nadelstammholzpreise: Fichte B – Global Conifer Sawlog Price

Abbildung 4: Vergleich der Preisindizes von Fichten-/Tannenschnittholz, Holzhackschnitzeln, Holzverpackungen und Papier/Pappe

Pressekontakt

Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.
Lars Schmidt
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin
Tel.: +49 30 223204-90
Fax: +49 30 223204-89
E-Mail: presse@saegeindustrie.de
Internet: www.saegeindustrie.de


Auch zweiter Termin des DeSH-Seminars „Mit Spartenrechnung und Kennzahlensystemen zum Erfolg“ ausgebucht

Das sehr anspruchsvolle Seminar befaßte sich mit den Themen Kostenrechnung/Spartenrechung und betriebliche Kennzahlen/internes und externes Reporting und zeigte unvermutete Rentabilitätsfallen auf.

Auch beim zweiten DeSH-Seminar „Mit Spartenrechnung und Kennzahlensystemen zum Erfolg“ am 26.7.2016 in Wiesbaden konnte den Teilnehmern wieder ein umfangreiches Wissen zur Kostenrechnung und den Kennzahlen im Betrieb vermittelt werden. Nach dem ersten Seminar am 19.7.2016 in Fürth war auch das thematisch identische zweite Seminar in Wiesbaden wieder ausgebucht. Die Referenten, Manfred Schwärzer und Ulf Weber von der UB Schwärzer & Partner, München, gingen auf die beiden Themenbereiche Kostenrechnung/Spartenrechnung und betriebliche Kennzahlen/Reporting intensiv ein und konnten aus ihrer langjährigen Tätigkeit als in der Branche engagierte Unternehmensberater auch Branchenwissen mit einbringen und so die Themen greifbar machen.

Für die Teilnehmer weiter interessant war die Lokalisierung von Rentabilitätsfallen bzw. das Finden von Rentabilitätspotentialen. So können bei Nichtkenntnis der Kostenzusammenhänge Rentabilitätsfallen sehr schnell auch bei einzelnen Untersortimenten oder Dimensionen unvermutet auftreten, die die Rentabilität des gesamten Sortiments ins Minus drehen.

Ein Eintages-Seminar kann solch umfangreiche Themen nicht erschöpfend abhandeln. Zur Spartenrechnung wurde aber die Komplexität der Kostenzuordnung in einem heute typischen Sägewerk mit Weiterbearbeitung und vertiefter Wertschöpfung deutlich; sie dennoch wichtig ist um z.B. Kostenfallen aufzudecken und Kuppelprodukte oder weiterverarbeitete Produkte zu kalkulieren. Letztlich werden dadurch auch Investitionsentscheidungen tangiert. Das Thema Kostenrechnung wird weiter verfolgt werden, so ist auch eine auf die speziellen Abläufe in der Sägeindustrie abgestellte Handreichung zur Kostenrechnung/Spartenrechnung in der Überlegung.

Betriebliche Kennzahlen sind für das interne und externe Reporting wichtig. In der Praxis wird dies vor allem auch im Reporting an die Banken von Bedeutung sein. Die Herleitung dieser Kennzahlen und auch die Anforderungen der Banken aus dem erforderlichen Rating der Betriebe wurde ebenso intensiv behandelt.


Rohstoffgipfel und Sägewerkskongress in Berlin 2017 - Jetzt Ausstellungsfläche sichern!

Zwei Tage, mehr als 30 Redner und über 300 Teilnehmer – jedes Jahr informieren sich die Entscheider der Branche beim Sägewerkskongress und Rohstoffgipfel über neue Themen, aktuelle Entwicklungen sowie moderne Produkte und Dienstleistungen.
Werden Sie Aussteller beim 12. Internationalen Kongress der Säge- und Holzindustrie und beim 4. AGR Rohstoffgipfel 2017 in Berlin. Mit dem Café Moskau bietet die Veranstaltung eine ganz besondere Location für Ihren Auftritt.

Konzept-Neuerungen

Wie bereits beim Sägewerkskongress im Februar in Würzburg angekündigt, setzt der DeSH ab 2017 einige Neuerungen für Fachaussteller und Sponsoren um. So wird es beim Kongress 2017 in Berlin, auch bedingt durch die räumlichen Gegebenheiten im Café Moskau, zum Beispiel erstmals eine einheitliche Standgestaltung für die Fachaussteller geben.

Für all jene, die zwar ihre Produkte oder Dienstleistungen vorstellen, aber nicht mit einem eigenen Stand vertreten sein möchten, haben wir zudem neue Präsentationsmöglichkeiten geschaffen.

Alle Details finden Sie hier in der Ausstellerinformation (PDF).

Buchung

Die Vergabe der Standflächen richtet sich nach Eingang der Buchung. Für die Koordination und Abwicklung ist Sabine Thiel, Geschäftsstelle Berlin zuständig, die auch für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung steht.

Da in Berlin nur begrenzte Standflächen zur Verfügung stehen, erfolgt die Vergabe nach Eingangsdatum der Buchung. Sponsoren, die den DeSH ganzjährig unterstützten, werden bevorzugt.


Prototyp der “Stuttgarter Holzbrücke” eingeweiht

Forstminister Peter Hauk MdL, Dr. Simon Aicher, Steffen Rathke, Jürgen Hezel, Hagen Maraun

Forstminister Peter Hauk eröffnete am Mittwoch, 8. Juni 2016, die zweitägige Veranstaltung 4. Internationale Holzbrückentage in Stuttgart und enthüllte ein Forschungsprojekt zu Holzbrücken. Die (Fußgänger-)Brücke aus Massivholz wurde auf dem Gelände der Materialprüfanstalt in Stuttgart-Vaihingen im Hinblick auf nachhaltigen Brückenbau neu entwickelt. An diesem 40 Meter Pilotprojekt wird die neue Generation der Holzbrücken sichtbar. „Das einzigartige Forschungsvorhaben zeigt neue Wege im modernen Ingenieurbau. Ein internationales Expertenkomitee in Stuttgart zu haben, mit dem wir uns austauschen können, ist für den Holzbau und die Forstwirtschaft im Land eine große Bereicherung. Bauen mit Holz wird in der Zukunft an Bedeutung gewinnen und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz,“ sagte Forstminister Peter Hauk. 

Das elegant geschwungene Bauwerk enstand im Rahmen zweier Forschungsprojekte des Clusters Forst und Holz, die von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg sowie mehreren baden-württembergischen Firmen gefördert wurden. Der Leiter der Materialprüfanstalt Stuttgart im Bereich Holzkonstruktionen, Dr. Simon Aicher, erläuterte das Projekt und die Vorzüge des Prototyps vor zahlreich angereisten Vertretern des Holzbau-Clusters. Wesentliche Elemente der Konstruktion sind ein integraler, fugenloser Widerlageranschluss, ein entzerrter Übergang sowie einfach rückbaubare Schraubpfahlfundamente. Die Brückenbelagslösungen, die eine zweite Abdichtungsebene einschließen, garantieren eine dauerhafte und robuste Holzbrücke. Laut Aussage von Aicher ist die Konstruktion mit einer Stahlbetonkonstruktion preislich wettbewerbsfähig. 

Zur Demonstration der Belastbarkeit, die auch an einem Online-Brückenmonitoring abzulesen sein soll, wurden vier Elektro-Smarts auf die Brücke gefahren. „Unsere Mobilität der Zukunft braucht auch nachhaltige Brückenbauwerke, am besten aus Holz, im Verbund mit anderen, geeigneten Werkstoffen“, so der Minister. Hauk kündigte an, dass das Land bei der Ersatzbeschaffung für Brücken nach den Hochwassern dieses Frühsommers den verantwortlichen Stellen den Holzbrückenbau empfehlen wird.

Fortgesetzt und vertieft wurden Themen zu aktuellen Trends und Zukunftsperspektiven im Holzbrückenbau insbesondere Verbundsysteme sowie spezifische Fragen zu Fußgänger- Radweg- und Straßenbrücken beim ganztägigen Seminar der 4. Internationalen Holzbrückentage am Donnerstag, 9. Juni 2016, in der Filharmonie Filderstadt.
 

Quelle:

proHolzBW GmbH, Forum Holzbau, Hellmuth-Hirth-Str.7, 73760 Ostfildern
T   0711 239 96 73 / F   0711 239 96 60 / M  0176 244 32 628
wiest@proholzbw.de / www.proholzbw.de


Bauen mit Holz immer präsenter auf politischer Agenda

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Holz, als der nachhaltige Baustoff schlechthin, bietet aufgrund seiner klimaeffizienten Eigenschaften und technischen Möglichkeiten ideale Lösungen, um innerhalb kürzester Zeit

hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Daher arbeitet der DeSH intensiv daran, den Einsatz von Holz im Baubereich noch erheblich auszubauen: durch die Kampagne und Ausstellung „Bauen mit Holz- Wege in die Zukunft“ sowie durch Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern.

Das die Präsenz des Themas auf der politischen Agenda stetig steigt, zeigt auch die kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen an die Bundesregierung, in der sie sich nach den geplanten Aktivitäten zur Förderung des Holzbaus, dem Marktanteil nachwachsender Rohstoffe im Baubereich, einer möglichen Vereinheitlichung der Länderbauordnungen / Novellierung der Musterbauordnung sowie dem Anteil der öffentlichen Gebäude in Holzbauweise erkundigen. Daran anknüpfend wird der DeSH seine Aktivitäten auch weiterhin aktiv vorantreiben, um Bauen mit Holz zu stärken.


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Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

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sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.