Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

Mai 2016

20.02.2017

News aus Berlin und Wiesbaden für Freunde und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des DeSH.

Inhalt


Einladung zur Woche der Umwelt 7.-8. Juni 2016 - Anmeldefrist 2. Mai

(c) Deutsche Bundesstiftung Umwelt
(c) Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Im Rahmen der Woche der Umwelt stellen sich am 7. und 8. Juni 2016 im Park von Schloss Bellevue zukunftsweisende Umweltprojekte vor. Die von einer Fachjury ausgewählten Projekte informieren über Themen wie Klimaschutz, Energie, Ressourcen, Boden und Biodiversität, Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen. Mit dabei: der DeSH mit einem Gemeinschaftsstand der Initiative HolzProKlima zum Thema Holzbau.

Wir würden uns sehr freuen, Sie an unserem Stand 91 begrüßen zu können. Darüber hinaus laden wir Sie am 8. Juni von 12-13 Uhr herzlich ein zum  Fachforum „Urbaner Holzbau – Baukultur und Klimaschutz“. Der Besuch der Woche der Umwelt ist nur auf Einladung und mit rechtzeitiger Anmeldung möglich:

Anmelde-Formular der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

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Lesetipp SPIEGEL ONLINE: Über allen Gipfeln ist Schmuh

(c) Malene Thyssen, http://commons.wikimedia.org/wiki/Use... CC BY-SA 3.0
(c) Malene Thyssen, http://commons.wikimedia.org/wiki/Use... CC BY-SA 3.0

Der Artikel geht der Grundsatzfrage nach, wie wir mit den Naturflächen in Deutschland umgehen wollen. Anlass ist das Zuständigkeits-Gerangel zwischen Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium.

Eine Umfrage des Umweltministeriums offenbart das widersprüchliche „Doppelleben der Wohlstandsgesellschaft“, wie der Autor schreibt. Zwar erwarten die Menschen hochwertige und zugleich günstige Naturerzeugnisse, aber Wiesen und Wälder in Deutschland dürfen ausschließlich der Erholung dienen.

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Reform des EEG bedroht hocheffiziente Biomassekraftwerke

Mit der derzeitigen Novelle des EEG verfolgt die Bundesregierung das Ziel den Ausbau der erneuerbaren Energien kosteneffizienter und marktfähiger zu gestalten. Dazu ist geplant, auch die Stromerzeugung aus fester Biomasse auf ein wettbewerbliches Ausschreibungsmodell umzustellen.

Grundsätzlich begrüßt der DeSH diese Entwicklung, um den bestehenden ressourcen- und kosteneffizienten Anlagen der Säge- und Holzindustrie eine wirtschaftliche Anschlussperspektive nach dem Auslaufen der klassischen EEG-Förderung zu ermöglichen.

Allerdings wird der aktuelle Referentenentwurf diesem Ziel aus unserer Sicht nicht gerecht, sondern bedroht die wichtige industrie- und strukturpolitische Rolle der Unternehmen des Clusters Forst- und Holz, die mit rund 1,3 Mio. Beschäftigten in rund 185 000 Betrieben jährlich einen Gesamtumsatz von 180 Mrd. Euro erwirtschaften.

Denn die dortigen Regelungen machen den wirtschaftlichen Betrieb der integrierten Anlagen in der Säge- und Holzindustrie nahezu unmöglich. Als  Folge bedeutet dies vermutlich das vorzeitige Aus einer Vielzahl dieser besonders ressourcen- und kosteneffizienten Anlagen, mit entsprechenden negativen Auswirkungen für den Klimaschutz und die Ressourceneffizienz.

Um auf diese enorm negativen Entwicklungen für die Säge- und Holzindustrie aufmerksam zu machen, hat der DeSH die Anliegen seiner Mitglieder in einer Stellungnahme an das Bundeswirtschaftsministerium entsprechend adressiert.

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TA-Luft - Grenzwerte bei Biomasse: Nationaler Sonderweg bedeutet Aus für viele betriebliche Heiz- und Kraftwerke

(c) Pellets_Fotolia_BillionPhotos-com
(c) Pellets_Fotolia_BillionPhotos-com

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie – Bundesverband e. V. (DeSH) hat mit dem Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE) sowie weiteren Vertretern der Holzenergie-Branche auf die geplante Novellierung der TA-Luft mit einer gemeinsamen Stellungnahme reagiert.

Wie in den letzten Politikbriefen bereits ausgeführt, werden durch die weit unter den europäischen Vorgaben normierten Emissionsgrenzwerte des derzeitigen Entwurfs enorme Wettbewerbsverzerrungen geschaffen und damit der wirtschaftliche Betrieb der bestehenden Feuerungsanlagen grundlegend infrage gestellt.

Denn zahlreiche der dadurch notwendigen Maßnahmen sind technisch teilweise gar nicht oder nur durch umfangreiche Nachrüstungen mit enormen Kapitaleinsatz erreichbar. Die geplanten kurzen Übergangsfristen bedeuten dann das Aus vieler Feuerungsanlagen, wie sie überwiegend in mittelständischen Unternehmen zur Strom- und Wärmegewinnung betrieben werden. Daher hat sich der DeSH  für die Etablierung maßvoller Grenzwerte und Übergangsfristen ausgesprochen, die die notwendigen Investitionen nicht im Keim ersticken.

Darüber hinaus hat der DeSH in einer gesonderten Stellungnahme auf die Auswirkungen für die Hersteller von Holzpellets hingewiesen. Um Emissionen durch die Abwehungen von Spänen und Stäuben der Holzhackschnitzel zu vermeiden, sollen Lagerstätten künftig überdacht werden müssen

Da dies für Hersteller einen enormen finanziellen und logistischen Aufwand, bedeutet, der bei feuchten Holzhackschnitzeln aufgrund mangelnder Emissionen ohnehin unnötig ist, hat sich der DeSH für die  Lagerung trockener Holzspäne in geschlossenen Räumen zur Vermeidung von Emissionen ausgesprochen.

Im Zuge der Novellierung wird der neue Verordnungsentwurf für Ende Mai erwartet.

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Holz ersetzt beim Bauen energieintensive Stoffe

Beim Hausbau wird je nach Baustoff unterschiedlich viel Energie verbraucht. Ersetzt man energieintensive Baustoffe durch Holz, wird Energie gespart und der CO2-Ausstoß verringert (Substitutionseffekt).

Substitutionseffekt

Am Beispiel einer vierstöckigen Rohbaukonstruktion wird in Zahlen deutlich,
wie das Bauen mit Holz das Klima schützt: Ist die Konstruktion aus Holz,
müssen 1 100 Giga-Joule Primärenergiei für den Bau aufgewendet werden. Die
gleiche Konstruktion aus Beton benötigt hingegen mehr als das Doppelte an
Primärenergie.

Kohlenstoffspeicher

Kohlenstoffspeicher Holz
Neben der Substitution hat Holz einen weiteren positiven Klimaeffekt: Es
speichert Kohlenstoff und entzieht der Atmosphäre so das klimaschädliche CO2.
Ein Holzhaus bindet das CO2 über seine gesamte Lebensdauer. Holzfasern in
einem Milchkarton werden mehrere Male recycelt und Kohlendioxid bleibt im
Produkt gebunden. Und am Ende ihres Lebenszyklus’ liefern Holzprodukte
durch eine CO2-neutrale Verbrennung klimafreundliche Energie.

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i Verglichen wird hier der Einsatz von Primärenergie, also jener Energiemenge,
die den genutzten natürlichen Quellen entnommen wird. Wandelt man
Primärenergie in Brennstoff wie beispielsweise Pellet um, nennt man die im
Kraftstoff verbleibende Energie Sekundärenergie.

Über die Initiative HolzProKlima
Die Initiative HolzProKlima will die Verwendung von Holzprodukten für den Klimaschutz stärker als bisher in das Bewusstsein der Menschen und der Politik bringen. Sie will ...
… über den positiven Klimabeitrag von Holz aufklären,
… die Holzbereitstellung für klimafreundliche Produkte absichern,
… den Wert von Holzprodukten im Vergleich zu alternativen Produkten aufzeigen und dafür eintreten, Holzprodukte neben dem Wald als Kohlenstoffsenke anzuerkennen. Zu den Initiatoren von HolzProKlima gehören die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR), die Deutsche Säge- und Holzindustrie (DeSH), der Verband der deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI), der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS), die Allianz Landesbeiräte Holz, der Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter (BAV), der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz), Holzbau Deutschland und der Bundesverband ProHolzfenster.
www.holzproklima.de

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.