Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

April 2016

31.03.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor ...

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundes- und Landesebene sowie in europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der DeSH vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext.


Einladung zur Woche der Umwelt 7.-8. Juni 2016 - Anmeldefrist 2. Mai

(c) Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Im Rahmen der Woche der Umwelt stellen sich am 7. und 8. Juni 2016 im Park von Schloss Bellevue zukunftsweisende Umweltprojekte vor. Die von einer Fachjury ausgewählten Projekte informieren über Themen wie Klimaschutz, Energie, Ressourcen, Boden und Biodiversität, Mobilität und Verkehr, Bauen und Wohnen. Mit dabei: der DeSH mit einem Gemeinschaftsstand der Initiative HolzProKlima zum Thema Holzbau.

Wir würden uns sehr freuen, Sie an unserem Stand 91 begrüßen zu können. Darüber hinaus laden wir Sie am 8. Juni von 12-13 Uhr herzlich ein zum  Fachforum „Urbaner Holzbau – Baukultur und Klimaschutz“. Der Besuch der Woche der Umwelt ist nur auf Einladung und mit rechtzeitiger Anmeldung möglich:

Anmelde-Formular der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

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Lesetipp SPIEGEL ONLINE: Über allen Gipfeln ist Schmuh

(c) Malene Thyssen, http://commons.wikimedia.org/wiki/Use... CC BY-SA 3.0

Der Artikel geht der Grundsatzfrage nach, wie wir mit den Naturflächen in Deutschland umgehen wollen. Anlass ist das Zuständigkeits-Gerangel zwischen Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium.

Eine Umfrage des Umweltministeriums offenbart das widersprüchliche „Doppelleben der Wohlstandsgesellschaft“, wie der Autor schreibt. Zwar erwarten die Menschen hochwertige und zugleich günstige Naturerzeugnisse, aber Wiesen und Wälder in Deutschland dürfen ausschließlich der Erholung dienen.

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Landesnaturschutzgesetz: NRW schafft nachhaltiges Wirtschaften ab

Das geplante Landesnaturschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen stößt auch nach seiner Überarbeitung auf heftige Kritik bei der Holzindustrie. Der Gesetzesentwurf klammert die regionale Wirtschaft weiterhin komplett aus.

Vor dem Hintergrund des derzeitigen Gesetzgebungsverfahrens zum Landesnaturschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen hat der DeSH gemeinsam mit der Initiative Holz und Arbeit NRW nochmals Stellung bezogen. Vorangegangen war ein konstruktives Gespräch mit der SPD-Landtagsfraktion, in dem die Vertreter der Säge- und Holzindustrie auf die mangelnde Berücksichtigung ihrer Kritikpunkte in dem neuen Referentenentwurf verwiesen.

Darüber hinaus findet am 30. Mai 2016 im Landtag in Düsseldorf eine Öffentliche Anhörung zu dem Gesetzentwurf statt, bei der der DeSH ebenfalls noch seine Kritikpunkte bündeln und vorbringen wird.

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Netzwerktreffen: Rück- und Ausblick

Am 6. April 2016 fand das regelmäßige Netzwerktreffen des DeSH und der AGR in Berlin statt. In der gemeinsamen Geschäftsstelle der beiden Verbände lauschten Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten, aus Ministerien und Verbänden dem Vortrag von Lars Schmidt, DeSH-Hauptgeschäftsführer, und Lukas Freise, Referent Projektmanagement bei der AGR, zum Thema „Bauen mit Holz“.

Das kommende Netzwerktreffen wird im Rahmen der Architektur-Ausstellung "Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft" im Herbst 2016 im Martin-Gropius-Bau stattfinden.

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Reform des EEG bedroht hocheffiziente Biomassekraftwerke

Mit der derzeitigen Novelle des EEG verfolgt die Bundesregierung das Ziel den Ausbau der erneuerbaren Energien kosteneffizienter und marktfähiger zu gestalten. Dazu ist geplant, auch die Stromerzeugung aus fester Biomasse auf ein wettbewerbliches Ausschreibungsmodell umzustellen.

Grundsätzlich begrüßt der DeSH diese Entwicklung, um den bestehenden ressourcen- und kosteneffizienten Anlagen der Säge- und Holzindustrie eine wirtschaftliche Anschlussperspektive nach dem Auslaufen der klassischen EEG-Förderung zu ermöglichen.

Allerdings wird der aktuelle Referentenentwurf diesem Ziel aus unserer Sicht nicht gerecht, sondern bedroht die wichtige industrie- und strukturpolitische Rolle der Unternehmen des Clusters Forst- und Holz, die mit rund 1,3 Mio. Beschäftigten in rund 185 000 Betrieben jährlich einen Gesamtumsatz von 180 Mrd. Euro erwirtschaften.

Denn die dortigen Regelungen machen den wirtschaftlichen Betrieb der integrierten Anlagen in der Säge- und Holzindustrie nahezu unmöglich. Als  Folge bedeutet dies vermutlich das vorzeitige Aus einer Vielzahl dieser besonders ressourcen- und kosteneffizienten Anlagen, mit entsprechenden negativen Auswirkungen für den Klimaschutz und die Ressourceneffizienz.

Um auf diese enorm negativen Entwicklungen für die Säge- und Holzindustrie aufmerksam zu machen, hat der DeSH die Anliegen seiner Mitglieder in einer Stellungnahme an das Bundeswirtschaftsministerium entsprechend adressiert.

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TA-Luft - Grenzwerte bei Biomasse: Nationaler Sonderweg bedeutet Aus für viele betriebliche Heiz- und Kraftwerke

(c) Pellets_Fotolia_BillionPhotos-com

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie – Bundesverband e. V. (DeSH) hat mit dem Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE) sowie weiteren Vertretern der Holzenergie-Branche auf die geplante Novellierung der TA-Luft mit einer gemeinsamen Stellungnahme reagiert.

Wie in den letzten Politikbriefen bereits ausgeführt, werden durch die weit unter den europäischen Vorgaben normierten Emissionsgrenzwerte des derzeitigen Entwurfs enorme Wettbewerbsverzerrungen geschaffen und damit der wirtschaftliche Betrieb der bestehenden Feuerungsanlagen grundlegend infrage gestellt.

Denn zahlreiche der dadurch notwendigen Maßnahmen sind technisch teilweise gar nicht oder nur durch umfangreiche Nachrüstungen mit enormen Kapitaleinsatz erreichbar. Die geplanten kurzen Übergangsfristen bedeuten dann das Aus vieler Feuerungsanlagen, wie sie überwiegend in mittelständischen Unternehmen zur Strom- und Wärmegewinnung betrieben werden. Daher hat sich der DeSH  für die Etablierung maßvoller Grenzwerte und Übergangsfristen ausgesprochen, die die notwendigen Investitionen nicht im Keim ersticken.

Darüber hinaus hat der DeSH in einer gesonderten Stellungnahme auf die Auswirkungen für die Hersteller von Holzpellets hingewiesen. Um Emissionen durch die Abwehungen von Spänen und Stäuben der Holzhackschnitzel zu vermeiden, sollen Lagerstätten künftig überdacht werden müssen

Da dies für Hersteller einen enormen finanziellen und logistischen Aufwand, bedeutet, der bei feuchten Holzhackschnitzeln aufgrund mangelnder Emissionen ohnehin unnötig ist, hat sich der DeSH für die  Lagerung trockener Holzspäne in geschlossenen Räumen zur Vermeidung von Emissionen ausgesprochen.

Im Zuge der Novellierung wird der neue Verordnungsentwurf für Ende Mai erwartet.

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Stärkung der Holzversorgung in Baden-Württemberg

Nach der Landtagswahl am 13. März 2016 hat der DeSH die Gelegenheit genutzt, die wichtigen Anliegen des Clusters Forst und Holz in die laufenden Koalitionsverhandlungen einzubringen. Das Land Baden-Württemberg nimmt innerhalb dieses Industriezweiges mit einem Jahresumsatz von ca. 30 Mrd. Euro und 200 000 Beschäftigen eine Schlüsselrolle ein.

Neben ihrer wichtigen struktur- und arbeitsmarktpolitischen Bedeutung leisten die Unternehmen der Säge- und Holzindustrie zudem einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende, den es zu erhalten und zu fördern gilt.

Daher hat der DeSH darauf hingewiesen, dass nur durch eine verlässliche und planbare Versorgung mit Laubholz mittels einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung die heimischen Betriebe über ein ausreichendes Maß ihres Rohstoffes als Grundlage für ihren wirtschaftlichen Betrieb verfügen.

Derzeit besteht der Markt jedoch nach wie vor zum überwiegenden Teil aus Nadelholzprodukten. Mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsclusters Forst und Holz in Baden-Württemberg ist aus diesem Grund auch künftig eine stabile regionale Nadelholzversorgun durch die flächendeckende Etablierung stabiler und leistungsfähiger Mischwälder mit den Nadelholzarten Fichte, Tanne und der klimastabilen und leistungsfähigen Douglasie einer einseitigen Verschiebung der Baumartenzusammensetzung hin zu Laubholz unbedingt vorzuziehen.

Abschließend hat der DeSH mit Blick auf die künftigen Herausforderungen, wie dem steigendem Wohnraumbedarf in Ballungszentren, die wichtige Rolle der Fortsetzung der holzbaufördernden Politik des Landes sowie der Verbesserung der strukturellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für den verstärkten Einsatz von Holz im Bauwesen betont.


Ihre Ansprechpartner

  

Lars Schmidt
Hauptgeschäftsführer
lars.schmidt@saegeindustrie.de
 

         

Julia Möbus                                    Melanie Wollenweber
Politische Kommunikation                Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
julia.moebus@saegeindustrie.de      melanie.wollenweber@saegeindustrie.de

 
 

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


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www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.