Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

Januar 2016

24.03.2017

News aus Berlin und Wiesbaden für Freunde und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren, 

lesen Sie untenstehend die aktuellen Nachrichten des DeSH.

Inhalt


Sägewerksbranche trifft sich am 10. und 11. Februar in Würzburg

Interessante Themen? Dann nehmen Sie am größten Branchentreffen in Würzburg teil und verschaffen Sie sich einen Überblick zu den Veränderungen in der Branche, sammeln Sie Eindrücke in unserer angeschlossenen großen Ausstellung oder fachsimpeln Sie mit Kolleginnen und Kollegen.

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Ausblick Sägewerkskongress: Feuerversicherung in Zukunft nur mit Sprinkleranlage? - Faktencheck des AK Brandschutz

Katrin Büscher und Klaus Kottwitz

Klaus Kottwitz und Katrin Büscher betreuen bei der Deutschen Säge- und Holzindustrie – Bundesverband e. V. (DeSH) den Arbeitskreis Brandschutz. Beim 11. Internationalen Kongress der Säge- und Holzindustrie berichten sie im Faktencheck „Bestandsaufnahme Feuerversicherung und Brandschutz“ über die aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema.

DeSH: Herr Kottwitz, warum wird das Thema Feuerversicherung gerade so intensiv in der Branche diskutiert?

Klaus Kottzwitz: Unsere Betriebe gelten bei den Versicherern als sogenannte feuergefährdende Betriebsstätten. Das bedeutet, die betriebsbedingte Brandlast durch die vorhandenen brennbaren Rohstoffe, Fertigungs- und Nebenprodukte ist besonders groß. Diese Einschätzung führt in den letzten Jahren zu einem Rückzug einzelner Vertreter der Versicherungsbranche aus dem Geschäft mit der Sägeindustrie. Konkret bedeutet dies die Kündigung bestehender Feuerversicherungen bzw. eine extreme Anhebung der Versicherungsprämien. 

DeSH: In welchem Ausmaß betrifft das die Mitgliedsbetriebe?

Klaus Kottwitz: Laut der aktuellen Umfrage des DeSH sind von dieser Geschäftspolitik der Versicherer 14 % der Unternehmen aus der Sägeindustrie betroffen. Diesen Betriebe haben de facto nach der Kündigung der Versicherungen durch die Anbieter in diesem Jahr keine Feuerversicherung.

DeSH: Was fordert die Versicherungswirtschaft konkret?

Katrin Büscher: In den zurückliegenden Arbeitskreisen erklärten die Versicherungsgesellschaften (u. a. Württembergische, Isselhoster, Hübener), dass Neuverträge in der Feuerversicherung nur angeboten werden, wenn Sprinkleranlagen vorhanden sind oder die Betriebe deutlich höhere Prämien und Selbstbeteiligungen zahlen.

Diese Regelung betrifft nicht alle Betriebsgrößen gleichermaßen: Bei größeren Versicherungsgesellschaften werden bestehende Verträge für kleine und mittlere Unternehmen bis zu einer Versicherungssumme von 5 Millionen Euro in der Regel auch ohne Sprinklerung aufrecht erhalten. Neue Verträge sind jedoch auch in diesem Bereich schwierig.

DeSH: Frau Büscher, wie setzt sich der DeSH ein, um hier Lösungen zu entwickeln?

Katrin Büscher: Zum einen engagiert sich der DeSH intensiv im Arbeitskreis Brandschutz – in einer internen Zusammensetzung nur mit den Mitgliedsunternehmen sowie in einer offenen Variante gemeinsam mit den Versicherungsgesellschaften und -maklern. Zum anderen haben wir gemeinsam mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV e. V.) die Projektgruppe Holz ins Leben gerufen, um auch hier gemeinsam Lösungen für die Unternehmer zu entwickeln. Das bedeutet vor allem, dass wir an Alternativen zur Sprinkleranlage arbeiten. Die Versicherung muss für beide Seiten auch ohne Sprinklerung attraktiv bleiben. 

DeSH: Welche Aufgaben hat der Arbeitskreis Brandschutz noch – abgesehen von der Abstimmung mit der Versicherungswirtschaft?

Katrin Büscher: Gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen haben wir in einem Leitfaden zur Brandvermeidung entwickelt. Dazu gehört, neben dem technischen Brandschutz, auch die Stärkung des Bewusstseins für Schadensrisiken. Darüber hinaus hat der Arbeitskreis Brandschutz-Regeln für die Betriebe aufgestellt. Beide Dokumente stehen auf der Homepage des DeSH zum Download bereit.

DeSH: Wozu dienen diese Publikationen?

Klaus Kottwitz: Wir setzen uns dafür ein, das Brandrisiko in der Branche insgesamt zu senken und zwar sowohl im Hinblick auf organisatorischen, also auch baulichen und technischen Brandschutz. Auf diese Weise möchten wir die Betriebe aus Sicht der Versicherer als Kunde wieder attraktiv machen.

Mehr rund um das Thema Brandschutz am 10. und 11. Februar 2016 auf dem Sägewerkskongress in Würzburg: www.saegewerkskongress.de


Ausblick Sägewerkskongress: "In der Fabrik 4.0 kann man das Licht ausmachen und die Produktion läuft trotzdem weiter"

Friedhelm Rücker

Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ rufen Wirtschaftsexperten und Politiker seit einigen Jahren die vierte industrielle Revolution aus. Nach Dampfmaschine, Fließband und Computertechnik soll nun die digitale Vernetzung ein neues Produktionszeitalter einläuten: hochflexibel, kostengünstig und von großer Fertigungsqualität. Aber lassen sich diese Prinzipien auch auf die Holzindustrie übertragen? Dieser Frage gehen Experten beim diesjährigen Sägewerkskongress am 10./11. Februar in Würzburg nach. Vorab stellen wir einige Referenten und Diskutanten im Kurzinterview vor.

Friedhelm Rücker, IT-Leiter bei der Friedhelm Loh Group mit Sitz in Haiger, Hessen.

Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe gehören zu den weltweit führenden Systemanbietern für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur und Software sowie Entwicklern und Dienstleistern im Bereich Engineering. Die Dienstleistungsgesellschaft Loh Services bündelt die zentralen Unternehmensleistungen der Gruppe. Mit 18 Produktionsstätten und 78 internationalen Tochtergesellschaften ist die Friedhelm Loh Group weltweit präsent. Die Unternehmensgruppe beschäftigt über 11.500 Mitarbeiter und wurde 2015 zum siebten Mal in Folge als Top-Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet.

Rücker spricht im Rahmen eines Experteninterviews am 10. Februar 2016 ab 16:15 Uhr auf dem Sägewerkskongress in Würzburg.

DeSH: Herr Rücker, Datenfluss und Vernetzung sind die Prämissen der sogenannten „Industrie 4.0“. Halten Sie diese für eine Modewelle oder tatsächlich für eine Revolution?

Rücker: Der Hype um Industrie 4.0 ist derzeit sicher groß und alle wollen mitreden. Konkrete Ergebnisse gibt es bislang aber wenige. Klar ist in jedem Fall, es wird ein Umstellungsprozess in der Produktion stattfinden.

DeSH: Was erwartet die Betriebe konkret?

Rücker: Jahrelang wurden Fabriken unter dem Credo „So wenig IT wie möglich!“ gesteuert, um einfache und für Mitarbeiter leicht durchschaubare Prozesse wie zum Beispiel „Kanban“ zu etablieren. Von dieser Denkweise werden wir uns aber verabschieden müssen. Denn eine weitere Produktivitätssteigerung ist ohne bessere IT nicht mehr vorstellbar.

DeSH: Wo sehen Sie künftig die Stellschrauben für mehr Effizienz?

Rücker: Die Standard-Organisationsverfahren sind mittlerweile ausgereizt und zum Teil bereits kontraproduktiv. Die Aufgabe besteht darin, Produktionsaufträge verlässlich in der richtigen Menge und der richtigen Reihenfolge an die Fertigungsstraße zu bringen ‒ und zwar ohne dass ein Mitarbeiter eingreift.

DeSH: Ist eine solche Automatisierung alternativlos?

Rücker: Unter Aspekten der Prozessoptimierung, ja. Der einzelne Mitarbeiter kann die Komplexität und Abhängigkeiten einer IT-gestützten Planung und Steuerung nicht mehr überblicken. Nur IT-gesteuerte Algorithmen sind hier noch effizient.

DeSH: Welche Rolle kommt dann den Mitarbeitern in der Industrie 4.0 zu?

Rücker: In der „Smart Factory“ wird es weniger Personal im Fertigungsprozess geben. Aber nur wenn die Steuerungsregeln korrekt im System abgebildet sind, können Prozesse störungsfrei automatisch laufen. Dafür werden hochqualifizierte Mitarbeiter benötigt, die aus ihrem Prozess-Know-how die entsprechenden Regeln im System aufbauen und pflegen. Läuft alles, kann man in der „Fabrik 4.0“ während der Produktion dann aber das Licht ausmachen. Die steuernden Mitarbeiter können ganz woanders sitzen. Das gibt es in Praxis übrigens heute schon: z .B. in meinem Rechenzentrum und in unseren Automatik-Hochregallagern.

DeSH: Wo steht die deutsche Holzwirtschaft in Sachen digitaler Vernetzung heute schon?

Rücker: Generell sind wir beim Thema „Automatisierung in der Industrie“ in Deutschland ganz vorne. Wir haben die Systeme für Industrie 4.0, verfügen sogar bereits über die nötige Vernetzung und ausreichend Leistung der IT-Systeme. Gerade in der deutschen Holzwirtschaft gibt es schon extrem leistungsfähige moderne Maschinen. Jetzt ist es Zeit, den nächsten Schritt zu tun. Sowohl in der Produktion wie in der Logistik, also in der ganzen Wertschöpfungskette, gilt es die vorhandenen Systeme zu integrieren und ohne Medienbrüche Informationen vom Kunden bis in die Fertigung durchzuschleusen.

DeSH: Der Informationsaustausch mittels Computern und Internet hat bereits enorm zur Beschleunigung der Prozesse beigetragen. Welche Potenziale sind hier noch nicht erschlossen?

Rücker: Zur Veranschaulichung: Eine E-Mail ist zwar schon digital, aber noch lange kein automatisierter Prozess. Hier geht in der manuellen Bearbeitung Zeit, Qualität und Arbeitskapazität unnötig verloren. Informationen müssen in Zukunft direkt zwischen Systemen und auch zwischen vielen Beteiligten durchgeschleust werden. Dazu benötigen wir Standards. Diese Standards zu etablieren ist übergreifend die wichtigste und anspruchsvollste Aufgabe.

DeSH: Was müssen die Betriebe beachten, um die Chancen der Industrie 4.0 zu nutzen?

Rücker: Im Prinzip vier Eckpfeiler: Mitarbeiter für die Bereiche IT und Prozesssteuerung ausbilden, ein zentrales und integriertes Software Planungs- und Steuerungssystem aufbauen, alle Maschinen und Geräte an das IT-Netz anschließen sowie Material und Produkte digital kennzeichnen.

DeSH: In Zeiten einer anhaltenden Ertragskrise klingt das nach großen Herausforderungen für die Branche.

Rücker: Ja, aber eine signifikante Steigerung der Produktivität in Fertigung und Logistik ist in Zukunft eben nur noch mit IT möglich. Das erfordert dauerhafte Investitionen in Software, Hardware und vor allem in die Menschen und ihre Ausbildung. Das wichtigste für den Augenblick ist jedoch, Erfahrungen zu sammeln. Industrie 4.0 ist primär kein technisches Problem, sondern muss zuallererst in den Köpfen stattfinden. Am besten beginnt man da, wo es am nächsten liegt: Bei der neuen Maschine, dem neuen Lager, der Produktkennzeichnung... Letztlich egal wo, Hauptsache man beginnt. Wir müssen erkennen, dass wir an vielen Stellen ohne IT-Programme schlicht nicht mehr besser werden. Sollte es anders sein, dann Finger weg von diesem Prozess! Wollen Sie ihre Abläufe aber optimieren, dann sollten Sie konsequent analysieren wie eine vollständig automatische Logistik und Fertigung aussehen könnte und was dafür zu tun ist.

DeSH: Wie kann Ihr Unternehmen Betriebe bei der Umsetzung der „Smart Factory“ unterstützen?

Rücker: Wir in der Friedhelm Loh Group, und bei Rittal im Speziellen, haben dafür eine System-Zielarchitektur erstellt und arbeiten an Punkten wie Variantenkonfiguration, automatische Steuerung, Manufacturing Execution Systeme. Wir haben als Schaltschrankhersteller inzwischen mehr als 1000 Mitarbeiter in der Softwareentwicklung, weil wir unseren Kunden die Integration ihrer Produkte in unsere Produkte möglichst einfach und ohne Reibungsverluste anbieten wollen. Jedes Unternehmen sollte sich fragen: „Wie können wir durch Lieferung von besser vorbereiteten Produkten, von Daten, von Zubehör unserem Kunden einen höheren Mehrwert liefern?“

www.saegewerkskongress.de


Ausblick Sägewerkskongress: "Die Sägeindustrie hat aktuell viel zu viele Insellösungen"

Alexander Neubert

Mit dem Schlagwort Industrie 4.0 wird vielfach die Vision der "Smart Factory", der intelligenten Fabrik, transportiert, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme künftig weitgehend selbst organisieren. Die Produktion soll hierdurch flexibler und effizienter werden. Auch auf dem Weg des Holzes im Werk und bis zum Kunden bieten Digitalisierung und vernetzte Produktionsketten zahlreiche Optimierungsmöglichkeiten. Doch wo steht die Branche aktuell? Und welche Chancen bieten sich? Dieser Frage gehen Experten beim diesjährigen Sägewerkskongress am 10./11. Februar in Würzburg nach. Vorab stellen wir einige Referenten und Diskutanten mit ihren Positionen vor.

Alexander Neubert spricht auf dem Sägewerkskongress zum Thema "Das Sägewerk als ,Smart-Factory, – Fiktion oder realistische Perspektive?" 

Neubert ist Geschäftsführer der novere gmbh. Das Unternehmen mit Standorten in München und Hof berät Unternehmen aus den Bereichen Produktion, Dienstleistung und Handel und bietet integrierte Software- und kreative neue Medienlösungen für alle Phasen des Geschäftsprozesses.

DeSH: Herr Neubert, passen Sägewerk und Smart Factory zusammen?

Neubert: Aus meinem Gesichtspunkt ist es definitiv eine realistische Perspektive, da die Sägewerksindustrie durch ihren sehr hohen Automatisierungsgrad schon den größten Teil des Weges gegangen ist und somit, auch im Hinblick auf anstehende Investitionen, gar nicht mehr vor so einer großen Herausforderung steht, den Kreis zu schließen und die Potenziale aus den Bestandsdaten zu nutzen. Eine aktive Verknüpfung aller potentieller Datenquellen und deren nachhaltige Auswertung und interaktive Rückkopplung untereinander ist definitiv das was in zwei bis drei Jahren Stand des Machbaren sein wird.

DeSH: Wie können die Prozesse im „intelligenten Sägewerk“ der Zukunft aussehen?

Neubert: An vielen Stellen ist dies derzeit schon zu beobachten und wird auch aktiv betrieben: mit Kameras und diversesten Sensoren werden die Produktion gesteuert, die Qualität kontrolliert, Abläufe optimiert und Prozesse selbst gesteuert. Dies geht aber nur soweit es die räumlichen Bedingungen und die externen Einflüsse zulassen. Bestes Beispiel hierfür ist die automatische Stammvermessung inklusive Aufteilung auf Listenauftragspositionen. Dieses Verfahren funktioniert absolut störungsfrei, wenn der Stamm optimal zur Verfügung steht. Doch im Winter passiert es immer wieder, dass durch Eisschichten auf dem Stamm die Messdaten falsch sind und nur durch das Eingreifen eines Mitarbeiters weitere Fehler vermieden werden können.

DeSH: Es wird also auch in der Smart Factory noch Mitarbeiter in der Fertigungshalle brauchen?

Neubert: Ja, im Sägewerk wird das Konzept ohne Fachkräfte, die das leisten, was aktuell nur der Mensch leisten kann, nämlich die spontane und freie Entscheidungen aufgrund von Erfahrung und Wissen, in den nächsten 10 Jahren definitiv nicht funktionieren. Ich spreche hierbei natürlich von Sägewerken, die sich auf Bauholzlisten und Losgröße 1 fokussieren und nicht von jenen, die hunderttausende Festmeter Standardware produzieren. Bei diesen Sägewerken können natürlich Prozesse mittels künstlicher Intelligenz gesteuert werden, da die Variantenvielfalt deutlich beschränkter ist.

DeSH: Wo steht die deutsche Holzwirtschaft in Sachen digitaler Vernetzung heute schon?

Neubert: Im Vergleich zu anderen Branchen steht die Sägewerksindustrie sehr gut da und kann auf viele tolle und gut durchdachte Lösungen zurückgreifen. Das Problem hierbei ist nur, dass sie derzeit von ein paar großen Anbietern dominiert wird, die meines Erachtens viel zu viele Inseln schaffen anstatt die Systeme offener zu gestalten. Diese Aufgabe müsste die Branche geschlossen angehen. Mit gemeinsamen Standards könnten übergreifende Systemen geschaffen werden, die aus den Erfahrungen der Einzelnen lernen. Das würde die Gemeinschaft gezielt nach vorne bringen. Denn die künstliche Intelligenz lebt von maximalem Input. 

DeSH: Wo sehen Sie für die Betriebe konkreten Handlungsbedarf?

Neubert: Im Ausbau der IT-Infrastruktur, im Schaffen eines aktiven Bewusstseins für das Potenzial und Kapital, das in den Daten liegt und in der entsprechenden Absicherung vor ungewolltem externen Zugriff. Der größte Optimierungsbedarf neben der Abschaffung der Insellösungen liegt in der aktiven Nutzung der bereits zur Verfügung stehenden Daten.

DeSH: Was müssen die Unternehmen beachten, um die Chancen der "Industrie 4.0" für sich zu nutzen?

Neubert: Der Anteil der akademisch ausgebildeten Mitarbeiter muss in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Nur hierdurch kann sich ein Unternehmen auf die Anforderungen der Industrie 4.0 vorbereiten. Denn die Einsparung der Arbeiter in der Produktion kann nur durch qualifiziertes Personal in der Planung und Steuerung kompensiert werden. Aber das Wichtigste überhaupt ist es, das Bewusstsein für die Unternehmensziele zu schärfen. Ansonsten wird man durch die Masse der Daten erschlagen und hat keine Chance, daraus Potenzial zu schlagen. Denn vielen Unternehmen fehlt trotz Datenerhebung ein Mitarbeiter oder ein Berater, der diese analysieren und gezielte  Optimierungsmaßnahmen daraus ableiten kann.

Anmeldung unter www.saegewerkskongress.de


Presse-Einladung AGR-Rohstoffgipfel und Kongress der Säge- und Holzindustrie

Kongress/Gipfel

Liebe Medienvertreterinnen und -vertreter,

ganz herzlich laden wir Sie zum 3. AGR Rohstoffgipfel sowie zum 11. Internationalen Kongress der Säge- und Holzindustrie nach Würzburg ein.

Thema: Holzindustrie 4.0 – Vom Wald in die Cloud

Nach den Umwälzungen durch Dampfmaschinen, Fließbandproduktion und Computertechnik erleben wir derzeit eine vierte industrielle Revolution: die intelligente Vernetzung von Daten. Die sogenannte Industrie 4.0 macht auch vor der Forst- und Holzwirtschaft nicht Halt. Doch von einer Holzindustrie 4.0 – so scheint es – sind Forst und Holz noch weit entfernt.

Zu den Themen der beiden Veranstaltungen gehören unter anderem:

Das vollständige Programm finden Sie hier. Aktuelle Interviews mit den Referenten unter www.saegeindustrie.de

Termin: 10.–11. Februar 2016
Ort: Maritim Kongresshotel, Würzburg
Webseite: www.saegewerkskongress.de

Wir würden uns freuen, Sie in Würzburg begrüßen zu dürfen. Anmeldung unter: melanie.wollenweber@saegeindustrie.de

Mit besten Grüßen
Melanie Wollenweber

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Der DeSH unterzeichnet Verbändevereinbarung zur CE-Dachlatte

CE-Dachlatte

Im Dezember 2015 verabschiedete der DeSH gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (DGUV) und den übrigen beteiligten Verbände des Dachdeckerhandwerks, Zimmererhandwerks, der Fertigbauindustrie, des Holzhandels sowie dem VSH und dem Hauptverband der deutschen Holzindustrie die Verbändevereinbarung über Dachlatten mit CE-Zeichen aus Nadelholz. Sie sieht vor, dass die zur Verwendungsstelle gelieferten Dachlatten neben der CE-Kennzeichnung eine leicht erkennbare und in der Praxis bewährte fachliche Kennzeichnung aufweisen. Gekennzeichnet werden daher die Dachlatten stirnseitig mit einer roten Farbmarkierung und der CE-Kennzeichnung. Damit kann der ausführende Handwerker direkt vor Ort erkennen, dass es sich eindeutig um eine Dachlatte handelt. Bei der Festigkeitssortierung von Bauschnitthölzern hat die europäische harmonisierte Norm EN 14081, die Grundlage für die CE-Kennzeichnung ist, das nationale deutsche Ü-Zeichen als Konformitätsnachweis abgelöst.

Anforderungen an den Arbeitsschutz 

Werden gelattete Dachflächen als Arbeitsplätze verwendet, müssen die Dachlatten mindestens der Sortierklasse S 10 TS nach DIN 4074-1 entsprechen. Die  Verpackungseinheit (Bündel mit max. 12 Dachlatten) ist mit dem CE-Zeichen zu versehen. Der Lattenquerschnitt ist in Abhängigkeit von der Stützweite zu wählen. Latten, die eine CE-Kennzeichnung ausschließlich mit der Festigkeitsklasse C 24 nach DIN EN 338 aufweisen, also keinen weiteren Verweis auf die Sortierklasse S 10 trocken sortiert nach DIN 4074-1 haben, dürfen als Dachlatten nicht verwendet werden.

Die Verbändevereinbarung führt damit die Regelungen inhaltlich fort, die bereits seit 2003 für Dachlatten gelten und bisher in der Bauregelliste verbindlich (hier noch mit Ü-Zeichen) geregelt waren. Die jetzt erforderliche CE-Kennzeichnung ist bei Dachlatten nur mit Festigkeitsnachweis möglich. Hierfür stellen wir unseren Mitgliedsfirmen den notwendigen Prüfbericht im Rahmen einer Lizenzierung zur Verfügung. Wichtig: In der Verbändevereinbarung ist nunmehr die Forderung der Sägeindustrie berücksichtigt, dass als Dachlatte mit diesen hohen Qualitätsanforderungen nur die tragende Dachlatte gemeint ist. Damit ist klar, dass für die Konterlatte aus Arbeitsschutzgründen keine S 10 gefordert wird.

Zukünftiges Thema: Dachschalung als Einsatzfeld für Bretter und Bohlen

Der DeSH hat mit der BauBG vereinbart, neben der Dachlatte künftig auch die Dachschalung als Durchsturzsicherung heranzuziehen. Für eine durchsturzsichere Dachschalung im Sinne der BG Bau muss unter anderem das Bemessungskonzept zur Durchsturzsicherung neu begerechnet werden. Mit einem solchen Konzept können Mindestanforderungen für eine durchsturzsichere Dachschalung definiert werden. Sind diese Anforderungen durch einen Prüfbericht nachgewiesen, kann dann auch hier ein CE-Kennzeichen vergeben werden. Die Latte, die dann über der Dachschalung eingesetzt wird, wäre funktionell gesehen eine reine Ziegellatte, an die deutlich geringere Anforderungen gestellt werden als an Latten nach DIN 4074-1 S 10.

Die vollständige Vereinbarung können Sie hier abrufbar sein. 


Steffen Rathke ist neuer Sprecher der Plattform Forst & Holz

Georg Schirmbeck (r.) übergibt das Amt des Sprechers der Plattform Forst & Holz an Steffen Rathke (Foto: DFWR)

Berlin 26.01.2016: Bei ihrer Sitzung in Berlin am 13.01.2016 wählten die Mitglieder der Plattform Forst und Holz Herrn Steffen Rathke zu ihrem neuen Sprecher. Rathke, Vizepräsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates e. V. (DHWR) sowie Vizepräsident der Deutschen Säge- und Holzindustrie – Bundesverband e. V. (DeSH), vertritt in der Plattform die Interessen der Holzindustrie. Er löst Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. (DFWR) ab, der als Vertreter der Forstwirtschaft nun turnusgemäß die Funktion des Plattformsprechers an einen Vertreter der Holzwirtschaft übergibt. „Ich freue mich auf die anstehenden Aufgaben und eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Forst- und Holzwirtschaft“, so Rathke nach seiner Wahl.

Mit Blick auf den seit November 2013 erschwerten Buchenholzexport nach Indien ist Rathke zuversichtlich, hier zügig Fortschritte erzielen zu können. Die Plattform setzte sich im letzten Jahr beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dafür ein, in Zusammenarbeit mit den indischen Behörden die Beschränkungen in den Importbestimmungen für Buchenholz aus Deutschland zu beseitigen. Auf Initiative der Branche wurde durch das Julius-Kühn-Institut ein Gutachten zu den phytosanitären Risiken des Exports von Buche nach Indien angefertigt und den indischen Behörden durch das BMEL übermittelt.

Die Plattform Forst und Holz konkretisierte zudem die anstehende Einrichtung einer Geschäftsstelle zur Rundholzrahmenvereinbarung, deren Finanzierung zunächst für zwei Jahre durch die beiden Dachverbände gesichert wird.

Schwerpunkt der Plattform in 2016 ist, den Dialog mit der Politik zu gemeinsamen Themen des Clusters zu intensivieren. Nachdem die Plattform die parlamentarischen Frühstücke als Dialogformat mit der Politik in 2015 erfolgreich testete, soll die Veranstaltungsreihe mit voraussichtlich vier Terminen auch in 2016 fortgeführt werden.

Zusatzinformationen:

Die Plattform Forst & Holz wurde im Mai 2007 vom Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) ins Leben gerufen und vertritt die gesamte Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, rund 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.

Kontakt:

Plattform Forst & Holz
c/o Deutscher Forstwirtschaftsrat e.V.
Geschäftsführer Wolf Ebeling
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030-31904 560
Fax: 030-31904 564
E-Mail: info@dfwr.de


Neues Azubi-Video bei "it wood be good"

Kampagnenlogo "itwoodbegood"

Auf der zentralen Kampagnen-Homepage von "it wood be good" wird detailliert und multimedial über die Branche sowie die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Die Tätigkeiten und Anforderungen der bedeutendsten Sägewerksberufe werden auch per Video praxisnah veranschaulicht und erklärt. Das neueste Video "Ausbildung als Industriekaufmann/-frau im Sägewerk" finden Sie auf www.itwoodbegood.de

Der DeSH ist permanent dabei, die Nachwuchskampagne „it wood be good“ weiterzuentwickeln. Über Feedback und Anregungen sind wir Ihnen sehr dankbar (info@itwoodbegood.de).


Lassen Sie sich als "vorbildlichen Ausbildungsbetrieb" auszeichnen...

DeSH-Label "vorbildlicher Ausbildungsbetrieb"

Durch die Nachwuchskampagne „it wood be good“ bewirbt der DeSH intensiv das Ausbildungsangebot der Holzindustrie. Um die Attraktivität unserer „Holz-Jobs“ glaubhaft kommunizieren zu können, muss jedoch insbesondere die Qualität der Ausbildung innerbetrieblich gesichert und ggf. weiterentwickelt werden. Hier sind Sie, die Unternehmen, selbst gefordert!

Vor einigen Wochen haben die Mitgliedsbetriebe vom DeSH ein Starterkit erhalten. Mit der Broschüre wurde die Kampagne „it wood be good“ und die Werbematerialien, welche Sie individualisiert zur Nachwuchsgewinnung bestellen können, vorgestellt. Außerdem befand sich darin eine Checkliste „vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“. Um einheitliche Standards in der Sägeindustrie zu etablieren, können sich die Unternehmen mittels dieser Checkliste selbst einzuschätzen und benannte Punkte in der Ausbildung verankern. Die Kampagne ist nicht zielführend, wenn die Auszubildenden vor Ort eine mindere Ausbildungsqualität vorfinden. Daher soll die Checkliste ein Impuls sein und zunächst einen Diskussionsprozess anzustoßen, um die innerbetriebliche Ausbildung weiterzuentwickeln und eventuelle Defizite auszugleichen.

An dieser Stelle möchten wir Sie noch einmal an die Checkliste „vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ erinnern.

Es handelt sich bei der Checkliste um eine vertrauensbasierte Selbstverpflichtungserklärung des Betriebes gegenüber dem DeSH. Mit Ihrer Unterschrift verpflichten Sie sich gegenüber dem Verband, die Punkte der Checkliste dauerhaft umzusetzen. Sie werden dann als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb auf der Homepage „it wood be good“ besonders gekennzeichnet und steigern somit Ihre Attraktivität als zukünftiger Arbeitgeber. Das Logo „vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ erhalten Sie von uns und bekommen dies zur Verfügung gestellt, um auf Ihrer eigenen Webseite zu werben.

Checkliste "vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" zum Download ,
Bestellformular und Preisübersicht für Werbematerialen


Wechsel in der Politischen Kommunikation bei dem DeSH

Julia Möbus

Seit dem 1. März ist Julia Möbus für die Politische Kommunikation der Deutschen Säge- und Holzindustrie zuständig. Sie folgt auf Katrin Büscher, die sich neuen beruflichen Herausforderungen widmet. In der Geschäftsstelle in Berlin wird sie künftig die bundespolitischen Themen des Verbands verantworten sowie den Kontakt nach Brüssel intensivieren.

Frau Möbus hat umfangreiche Erfahrungen in der Politischen Kommunikation. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Abgeordnetenbüro im Deutschen Bundestag sowie als Referentin des Senior Vice President Government Affairs in der Hauptstadtrepräsentanz der Knauf Gips KG betreute sie vorwiegend umwelt- und energiepolitische Themen und arbeitete dabei mit zahlreichen Politikern, Verbänden und Unternehmen zusammen.

Zuletzt hat Frau Möbus als zertifizierte Projektmanagerin die Kommunikation zwischen der Volkswagen AG und ihren Lieferanten betreut und verbessert.

Frau Möbus stammt aus der Nähe von Helmstedt und hat in Göttingen und Helsinki Politikwissenschaft und Völkerrecht studiert. Ihr Studienschwerpunkt war Internationale Politik.

Beim DeSH wird Frau Möbus künftig vor allem die bundespolitischen Themen im Energie- und Umweltbereich betreuen und den Kontakt nach Brüssel ausbauen.

Für Fragen und Themenvorschläge wenden Sie sich gern an: julia.moebus@saegeindustrie.de

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.