Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Sonderausgabe

24.06.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


!!! AKTUELL !!!

Internetseite "Wohnraum für Flüchtlinge" ist online


Der DeSH stellt sich vor...

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundes- und Landesebene und in den europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der DeSH vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext. Die Spannweite reicht von der Beobachtung und Mitgestaltung des legislativen und administrativen Tätigkeitsumfeldes bis zur Beteiligung an Kampagnen und kontroversen Debatten.


Der DeSH informiert über...


Branchenrelevante Gesetzesvorlagen, Beschlüsse und Anfragen

Bund

Antrag der Fraktion der SPD:

​Antrag der Franktion Bündnis 90/Die Grünen: 


Land

Antrag der CSU Fraktion:


Presseinformation der Säge- und Holzindustrie

Thema Holzverfügbarkeit

Die deutsche Sägeindustrie kann liefern


In der Diskussion um die Unterbringung der Flüchtlinge in Deutschland kommt immer wieder auch die Frage nach der Verfügbarkeit von Schnittholz auf. Die Säge- und Holzindustrie sagt: Es ist ausreichend Schnittholz vorhanden und auch die Kapazitäten für Steigerung stehen bereit. 
 
Inlandsproduktion steigern – Exportmengen umlenken
 
Die aktuelle Inlandsproduktion von Nadelschnittholz mit 20 Mio. Kubikmeter liegt derzeit etwas unter den Mengen der letzten Jahre. Eine Steigerung des Einschnitts um mindestens 10 % ist auf jeden Fall machbar, das wäre ein Plus von 2 Mio. Kubikmeter Nadelschnittholz. 
 
Betrachtet man den Export von Sägerundholz, also den unbearbeiteten Stämmen, so gehen derzeit 1,3 Mio. Fm ins Ausland, vor allem nach Österreich. Diese Exportmenge könnte weitestgehend im Inland aufgenommen werden. Die so gewonnenen Mengen ergeben mindestens 800.000 Kubikmeter Schnittholz. 
 
Der Export des verarbeiteten Nadelschnittholzes hält noch zusätzliche Kapazitäten bereit: Von den derzeit exportierten 6,8 Mio. Kubikmeter Nadelschnittholz gehen 2 bis 3 Mio. Kubikmeter in von der Marge her nicht besonders attraktive Regionen (Österreich/Italien und MENA-Länder). Diese Mengen könnten bei Bedarf auch im Inland verbleiben. Bei den Exportmengen sind es also etwa 2 bis 3 Mio. Kubikmeter Nadelschnittholz, die dem inländischen Markt kurzfristig zur Verfügung stehen. 
 
89.000 neue hochwertige Wohneinheiten
 
Zählt man die gesteigerte Inlandsproduktion und die umgelenkten Exportmengen zusammen, stehen im Ergebnis nach konservativen Schätzungen zusätzlich mindestens 5 Mio. Kubikmeter Nadelschnittholz bereit. Ausgehend von 100 Quadratmeter Fläche für eine hochwertige Wohnung in Holzbauweise und einem entsprechenden Bedarf von 55 Kubikmeter Schnittholz, könnten so 89.000 neue Wohneinheiten kurzfristig mit Schnittware versorgt werden. Bei einer Belegung von fünf Personen wäre dies Wohnraum für 440.000 Menschen. 
 
Fazit
 
Der Blick auf die Zahlen zeigt: An der Schnittholzverfügbarkeit bzw. den Kapazitäten der Sägeindustrie scheitert die schnelle Erstellung von neuem Wohnraum nicht. Die Herausforderungen liegen an anderer Stelle.

Quelle: Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.


Bauen mit Holz: Ministerin Hendricks übernimmt Schirmherrschaft

AKTUELL
Bundesministerin Barbara Hendicks übernimmt die Schirmherrschaft für die Ausstellung Bauen mit Holz

Hintergrund: 

Die erfolgreiche Ausstellung „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ kommt Ende 2016 nach Berlin. Sie präsentiert die architektonische Vielfalt moderner Holzbauweise und veranschaulicht, warum Holz in Deutschland als Baustoff der Zukunft gilt. Neben den Inhalten, die bereits in München und Wien vorgestellt wurden, bietet die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau die neuen Themenschwerpunkte ‚Urbanes Bauen‘ und ‚Modernisierung‘ sowie zusätzliche Exponate.

Vom 21. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 wird die umfangreiche Ausstellung in Berlin zu sehen sein. Ihre vorherigen Stationen waren die Pinakothek der Moderne in München (2011) und das Künstlerhaus in Wien (2012/2013).

Für das Bauen mit Holz sprechen nicht nur ästhetische Gründe. Vorteile sind zudem die positive Ökobilanz und die Möglichkeit, schnell, kostengünstig und dennoch anspruchsvoll zu bauen. Bei energetischer Sanierung und der Nachverdichtung von städtischem Raum, also dem Ergänzen und Aufstocken bestehender Immobilien, hat der Baustoff Holz nicht nur in Deutschland in den letzen Jahren einen Boom erlebt.

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema der Ausstellung: Gezeigt werden nicht nur zahlreiche maßstabsgetreue Architekturmodelle, sondern die verschiedenen Exponate und der Begleitkatalog veranschaulichen auch den Weg des Holzes vom nachhaltig bewirtschafteten Wald bis zum modernen Wohnhaus. Einzigartig für den Rohstoff Holz ist, dass seine Bereitstellung durch nachhaltige Waldwirtschaft auch für künftige Generationen gesichert werden kann.

„Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft" ist eine Ausstellung der Professur für Entwerfen und Holzbau und des Architekturmuseums der Technischen Universität München in Kooperation mit dem DAZ – Deutschen Architektur Zentrum in Berlin, gefördert durch die DBU-Deutsche Bundesstiftung Umwelt, den DHWR- Deutschen Holzwirtschaftsrat, den GdW- Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und proHolz Bayern.

Titel: Bauen mit Holz ‒ Wege in die Zukunft
Termin: 21.10.2016 – 15.1.2017
Ort: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Kurzbeschreibung: Als nachwachsender Rohstoff ist Holz ein Multitalent zwischen Natur und Technik. Die Ausstellung präsentiert die architektonische Vielfalt moderner Holzbauweise und veranschaulicht, warum Holz in Deutschland als Baustoff der Zukunft gilt.


Webseite "Wohnraum für Flüchtlinge" online

Die Internetseite Wohnraum für Flüchtlinge ist in der letzten Woche an den Start gegangen. 

Überblick

Für interessierte Kommunen und Bauherren entwickelte der Dachverband der Deutschen Holzwirtschaft (DHWR – Deutscher Holzwirtschaftsrat) eine Webseite, die schnell und fundiert über die Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge informiert. Die Seite „www.wohnraum-fuer-fluechtlinge.info“ erläutert die Vorteile und Grundzüge der Holzbauweise und ihre Möglichkeiten bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Sie präsentiert zudem beispielhafte Projekte und leitet Interessierte zu regionalen Informationsportalen und Ansprechpartnern.

Viele Gemeinden suchen Lösungen für die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen, müssen dabei aber auch die regionalen Verhältnisse und den langfristigen Wohnungsbedarf vor Ort berücksichtigen. Genau hier bietet der Holzbau mit seiner Flexibilität individuelle Lösungsmöglichkeiten – und unter Einhaltung neuster Energie- und Umweltstandards. Letzteres ist die Vorraussetzung für intellegente Nachnutzungskonzepte für die Kommunen wie beispielsweise als Studenten- oder Seniorenheim.

„Holz ermöglicht schnelles, kosteneffizientes und klimafreundliches Bauen. Der neu zu schaffende Wohnraum muss nicht nur humanitären und sozialen Ansprüchen genügen, sondern sollte auch neusten ökologischen und energetischen Standards wie beispielsweise der Energieeinsparverordnung gerecht werden“, erklärt Xaver Haas, Präsident des DHWR.

Beim Deutschen Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) sammelt ein Koordinierungsstab derzeit die Anfragen zum Thema Flüchtlingswohnraum und definiert unter Beteiligung von Architekten und Bauwerksplanern sowie Brandschutzingenieuren Anforderungen für den Bau von Wohnraum in Holzbauweise. Seine Ergebnisse und Empfehlungen fließen in die neue Webseite mit ein.

www.wohnraum-fuer-fluechtlinge.info


Ihre Ansprechpartner...





 


Lars Schmidt





Lars Schmidt
Hauptgeschäfsführer
Email: lars.schmidt@saegeindustrie.de








 


Katrin Büscher





Katrin Büscher
Public Affairs und Recht
Email: katrin.buescher@saegeindustrie.de



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Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


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