Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Ausgabe: Oktober 2015

20.02.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor...

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundes- und Landesebene und in den europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der DeSH vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext. Die Spannweite reicht von der Beobachtung und Mitgestaltung des legislativen und administrativen Tätigkeitsumfeldes bis zur Beteiligung an Kampagnen und kontroversen Debatten.


Der DeSH informiert über...


Branchenrelevante Gesetzesvorlagen, Beschlüsse und Anfragen

Land
Gesetz zum Schutz eines nachhaltigen Baumbestandes im Freistaat Sachsen (Sächsisches Baumschutzgesetz) 

Bund
Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kraft-Wärme- Kopplungsgesetzes, Drucksache 441/15 




 


Presseinformation der Säge- und Holzindustrie

Berlin, 24.09.2015

DeSH-Säger bei Ministergespräch in Hannover

Niedersächsische Sägewerker im Gespräch mit Landwirtschaftsminister Christian Meyer

Der Nordniedersächsische Nadelholzsäger Reinhard Hagenah und der südniedersächsische Laubholzsäger Wolf-Georg Fehrensen waren als Delegation des Deutschen Sägewerksverbandes DeSH am Dienstag, den 22.09.2015 zu Gast beim Landwirtschaftsminister Christian Meyer.

Die Vertreter der Sägeindustrie äußerten gegenüber dem Minister ihre Sorgen bezüglich der zukünftigen Rohholzversorgung ihrer Werke im Zuge der Nutzungsbeschränkungen im Wald durch die Biodiversitätsstrategie und der anstehenden Schutzgebietsverordnung. Laut Minister Meyer fehlen noch 1,8 % der Landeswaldfläche bis zur Erreichung des 10% Zieles. Die letzten Flächen sollen nach einer öffentlichen Konsultation unter Beteiligung aller betroffenen Kreise 2016 festgelegt werden. Die Sägewerksvertreter baten den Minister bei der Ausweisung der Flächen den Rohstoffbedarf der Industrie, die überwiegend im ländlichen Raum angesiedelt sind, nicht zu vernachlässigen. Im weiteren Verlauf des Gespräches wurden die anstehende neue Landesbauordnung und die Phytosanitären Kontrollen von Rund- und Schnittholz angesprochen. Der Minister kündigte an, diesbezüglich Gespräche mit dem Pflanzenschutzamt zu veranlassen. Bei der Landesbauordnung baten die Industrievertreter den Minister, sich für eine Holzbau fördernde Gestaltung des Regelwerks einzusetzen. Der Minister sprach sich für vermehrte Holznutzung im Bau aus.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte per Mail an
info@saegeindustrie.de
 

​Holzwirtschaft kritisiert Naturschutzgesetz in NRW: "Über die Köpfe der Bürger hinweg" 07.09.2015

Der Landesnaturschutz in Nordrhein-Westfalen ist unübersichtlich geworden, seit das Bundesnaturschutzgesetz 2010 in Kraft trat und sich Richtlinien überlagern. Die im Juni vorgelegte Novelle des Landesgesetzes sollte Abhilfe schaffen. Das Ergebnis stößt bei der Holzwirtschaft jedoch auf große Unzufriedenheit. Der Gesetzesentwurf klammere die Bürger vor Ort aus und diskreditiere den freiwilligen Naturschutz privater Waldeigentümer.

"Der Gesetzgeber übergeht die Bürger in Sachen Naturschutz immer mehr", sagt Lars Schmidt, Generalsekretär des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH), mit Blick auf den Entwurf des neuen Naturschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen. So behalte sich das Land vor, Referenzflächen per Grundbucheintrag zu fixieren, einseitige Vorkaufsrechte zu implementieren sowie bei Gebietsausweisungen ohne verlässliche Entschädigungsregelungen zu agieren und Betretungsrechte eigenmächtig zu regeln. "Hierdurch werden ohne Anhörung der Betroffenen Tatsachen geschaffen, die nur schwer rückgängig gemacht werden können", erklärt Schmidt. Einwänden seien indes hohe Hürden gesetzt worden: "Bürokratieabbau fand leider nur dort statt, wo es für die Naturschutzbehörden dienlich war." Beschwerden gegen Landschaftspläne sollen künftig erst ab einer kritischen Masse von 50 Personen gewürdigt werden. "Das verkennt die Bedeutung der Bürgerbeteiligung vor Ort vollkommen", kritisiert Schmidt mit Verweis auf die heftigen Diskussionen um die Nationalparke im Nordschwarzwald und "Hohen Buchenen Wald" in Oberfranken.

Für die betroffenen Waldeigentümer gehe der gesetzliche Naturschutz mit unzumutbaren finanziellen Einbußen einher, meint Dr. Denny Ohnesorge von der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR): "In der Novelle werden an allen Stellen offen oder verklausuliert Flächenstilllegungen ohne wissenschaftliche oder fachliche Begründung vorbereitet." Faktisch käme dies einer Enteignung gleich. "Die 150.000 Waldeigentümer in Nordrhein-Westfalen sowie die Beschäftigten der Forst- und Holzwirtschaft sind auch Bürger, deren Belange zwingend Gehör finden müssen." Mit dem vorliegenden Naturschutzgesetz würden diese aber ohne jegliche Handhabe weitestgehend entmündigt. "Die von der Landesregierung vielbeschworene Transparenz und Bürgerbeteiligung sieht anders aus", so Ohnesorge. Der studierte Forstwirt bemängelt insbesondere, dass Alternativen zum flächenbezogenen Nutzungsverzicht überhaupt nicht erst geprüft würden, obwohl aktuelle Studien zeigen, dass naturnah bewirtschaftete Wälder eine höhere Artenzahl aufweisen als Nullnutzungsflächen: "Biodiversität ist mehr als die Anzahl der Quadratmeter unter einer Käseglocke."

Der jahrzehntelangen guten fachlichen Praxis eines integrierten Naturschutzes werde seitens der Politik kaum Anerkennung und Vertrauen entgegengebracht, beklagen die Verbände. "Dabei sind die naturnahen Wälder hierzulande das Ergebnis einer generationenübergreifenden, verantwortungsvollen Waldwirtschaft." In Nordrhein-Westfalen bestünden bereits Nutzungseinschränkungen auf 11 Prozent der Waldfläche. Die im neuen Landesnaturschutzgesetz verankerte exklusive Beteiligung von Naturschutzverbänden sei jedoch der enttäuschende Beweis, dass sich die politische Diskussion einseitig verschoben habe. "Dass in Deutschland aktuell ein Wirtschaftszweig desavouiert wird, ohne den eine nachhaltige, umwelt- und klimafreundliche Entwicklung überhaupt nicht möglich ist, wirkt sehr befremdlich", so Schmidt. Noch habe das Land Zeit, den Gesetzesentwurf unter Berücksichtigung aller Gesellschaftsinteressen nachzubessern. Andernfalls könnten der Volkswirtschaft weitreichende Folgen drohen, mahnen die Vertreter der Holzindustrie. Allein in Nordrhein-Westfalen arbeiten rund 250.000 Menschen entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz.


Presse: Eine interessante Frage: Wie gesund ist Holz?

Seit vielen Jahren steht die Frage nach der Verträglichkeit von Holz, insb. von Holzemissionen auf den menschlichen Organismus im Raum. Ein Interview mit dem Chemiker Dr. Karl Dobianer soll Aufschluss geben. 

Lesen Sie ein interessantes und aufschlussreiches Interview mit dem Chemiker Dr. Karl Dobianer. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der Toxikologie von Baustoffen. 

In dem Interview werden dem bekannten Chemiker Fragen u.a. zur Verträglichkeit von Holz und zu den Auswirkungen von Holzemissionen auf den menschlichen Organismus gestellt. 

Wussten Sie, dass der menschliche Körper ebenfalls Formaldehyd produiziert und Leime hinsichtlich ihrer Formaldehydabgabe weit unter dem Safelevel der WHO liegen? 

Diese uns andere Fragen werden in dem folgenden Artikel beantwortet. Wie gesund ist Holz wirklich? Interview mit dem Chemiker Dr. Karl Dobianer, Stand: 16.09.2015.


AKTUELL: Fördermittel für Brandschutzanlagen

Am 29. September 2015 kam in Wiesbaden der Arbeitskreis Brandschutz zusammen. 

Aktuelle Probleme, wie z.B. vermehrte Brände in Sägewerken und geänderten Rahmenbedingungen für die Versicherer (höhere Absicherung der Risiken bei niedrigem Zinsniveau), bereiten nicht nur der Versicherungswirtschaft Kopfzerbrechen, sondern vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese befinden sich derzeit in einer schwierigen Situation, da die Versicherer den Sägern kündigen und eine Neuversicherung nur zu deutlich höheren Prämien möglich ist. 

Viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen daher vor einem großem Problem. Um den Versicherungsschutz zu erhalten, sind Investitionen notwendigt, die kaum ein Unternehmer stemmen kann. 

Finanzielle Unterstützung oder Bürgschaften sind für viele die einzige Möglichkeit, die nötigen Investitionen zu tätigen und den Versicherungsschutz weiter zu gewährleisten. 

Kleine und mittelständische Unternehmen prägen das Cluster Forst und Holz. 

Ihre Unterstützung ist gefragt!

Vorschläge und Ideen zu diesem Thema richten Sie bitte an klaus.kottwitz@saegeindustrie.de oder katrin.buescher@saegeindustrie.de

Vielen Dank.


Wohlfühlen mit Holz

Holzbau HAF-MedienCD kat 2_21
Holzbau HAF-MedienCD kat 2_21

"Holz ist ein hervorragender Baustoff für besonders energieeffiziente Gebäude, da Holz gute Wärmedämmeigenschaften aufweist und der konstruktive Mehraufwand etwa für den Passivhausstandard sehr gering ist", titel die Süddeutsche Zeitung am 1. Oktober. 

Vorzeigeprojekte machen deutlich, was der Rohstoff leisten kann.

Lesen Sie den ganzen Artikel. Sie können Ihn hier abrufen.

Quelle: Wohlfühlen mit Holz von Simone Gröneweg in: Süddeutsche Zeitung vom 1. Oktober 2015, Süddeutsche Zeitung, Stand: 1.10.2015


Stellungnahme zum Landesnaturschutzgesetz NRW

Wappenzeichen Staatskanzlei NRW
Wappenzeichen Staatskanzlei NRW

Seit der letzten größeren Veränderung am Landesnaturschutzgesetz (gegenwärtig noch: Landschaftsgesetz NRW) liegen acht Jahre zurück.

Das Gesetz ist überholt und entspricht nicht einmal den Minimal-Vorgaben von Bundes- und EU-Recht. Nordrhein-Westfalen hinkt beim Naturschutz hinterher.

Umweltminister Remmel willl dies nun ändern und hat ein neues Landesnaturschutzgesetz auf den Weg gebracht. Eine Überarbeitung sehen AGR und DeSH als zwingend notwendig an, sind aber bereits jetzt über die drohende Bürokratie entsetzt. Auch die einseitige Verstärkung der Rechte von Naturschutzverbänden ist nicht akzeptabel und schwächt damit unmittelbar die Position der Land- und Forstwirtschaft. Auch die versteckte Flächenstillegungen sind nicht hinnehmbar und stellen einen enormen Einschnitt dar. 

AGR und DeSH haben sich mit einer gemeinsamen Stellungnahme zu Wort gemeldet. 

 


Ihre Ansprechpartner...

Lars Schmidt
Hauptgeschäfsführer
Email: lars.schmidt@saegeindustrie.de

Katrin Büscher
Public Affairs und Recht
Email: katrin.buescher@saegeindustrie.de

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage
www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.