Politikbrief
Deutsche Säge- und Holzindustrie

Politikbrief

Informationen der deutschen Holzindustrie für politische Entscheider

Ausgabe: Juli 2015

28.02.2017

Informationsdienst des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH)

Inhalt


Der DeSH stellt sich vor...

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundes- und Landesebene und in den europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der DeSH vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext. Die Spannweite reicht von der Beobachtung und Mitgestaltung des legislativen und administrativen Tätigkeitsumfeldes bis zur Beteiligung an Kampagnen und kontroversen Debatten.


Der DeSH informiert über...


Branchenrelevante Gesetzesvorlagen, Beschlüsse und Anfragen

Land

Bund

G7-Gipfel


Neue Broschüre des DeSH: Faktenbuch soll neugierig auf die Branche machen

Die Öffentlichkeit weiß bisweilen wenig über die Säge- und Holzindustrie in Deutschland. Aus diesem Grund hat der DeSH nun eine neue Broschüre veröffentlicht. Das "Faktenbuch der Säge- und Holzindustrie" liefert Zahlen und Hintergründe über den größten Rohholznutzer des Landes.

"Mit der neuen Publikation möchten wir Medien, Politik, Entscheidungsträgern und interessierten Laien einen kompakten und fundierten Überblick über die Branche anbieten", sagt Norbert Buddendick, Geschäftsführer für Markt und Produkte beim DeSH. Dieser Ansatz sei hervorragend für den "Erstkontakt" geeignet und ergänze gezielt die Unterlagen des Verbandes.

Ausgehend von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Rohstoffgewinnung verortet das Faktenbuch die Sägeindustrie prägnant innerhalb der Wertschöpfungskette und verdeutlicht die Funktion als wichtiges Bindeglied zwischen Forst- und Holzwirtschaft. Mit rund 1.900 Betrieben und 19.000 Beschäftigten nimmt die Branche eine Schlüsselrolle im Cluster ein. Ihr Jahresumsatz lag 2014 bei 5,6 Milliarden Euro. Doch die neue Broschüre soll mehr sein als reine Statistik, erklärt Buddendick. Sie soll vor allem neugierig auf die Branche machen und Berührungspunkte schaffen. Dies sei sinnvoll, da die Öffentlichkeit zwar für Wald und Holzprodukte sensibilisiert sei, die bearbeitende Industrie hingegen oftmals aber noch unter dem Radar produziere.

Die Broschüre ist mit zahlreichen erklärenden Grafiken und Bildern zu Holzverwendung, Sägeproduktion, Veredelung oder der Klimaschutzfunktion von Holz gestaltet und soll kontinuierlich aktuell gehalten werden.

Die digitale Erstveröffentlichung kann hier heruntergeladen werden. Die Druckversion folgt in Kürze.


Veranstaltung: Parlamentarisches Frühstück der Plattform Forst & Holz (10. Juni 2015)

Forst- und Holzwirtschaft stellt Bundestagsabgeordneten ihre Forschungsagenda für die kommenden fünf Jahre vor

"Vertreter des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und Experten des Forschungsnetzwerks „Forst-based Sector Technology Platform“ (FTP) informierten über Chancen für Klimaschutz, Energiewende und eine nachhaltige biobasierte Wirtschaft. Das Ergebnis: Die Branche biete zahlreiche Lösungsansätze, brauche jedoch den politischen Willen, diese auch umzusetzen. Große Potenziale würden insbesondere beim Städtebau mit Holz sowie bei der effizienten Nutzung des Rohstoffs gesehen.

„Die Deutsche Forschungsagenda liefert Politik und Wissenschaft eine klare Vorstellung über die Herausforderungen und Forschungsziele des Sektors“, meinte Professor Konstantin von Teuffel, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und Vorsitzender des Steuerungsgremiums der FTP Deutschland einleitend bei der Vorstellung der Agenda. Professor Dr. Klaus Richter, Leiter der Holzforschung München, ergänzte die Ausführungen durch eine Analyse der aktuellen Forschungssituation innerhalb des Sektors sowie des zukünftigen wissenschaftlichen Bedarfs.

„Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Holzbauweise in Städten weiter voranzutreiben und damit salonfähig zu machen“, fasste DHWR-Präsident Xaver Haas den derzeit wichtigsten Forschungsschwerpunkt des Dachverbandes zusammen. „Ob bei Klimaschutz, Energiewende oder der Umsetzung einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft: Die Branche bietet ein enormes Potenzial zur Lösung aktueller politischer Herausforderungen.“ Um die volle Wirkung des nachwachsenden Rohstoffes entfalten zu können, bedürfe es jedoch weiterer Forschungsanstrengungen insbesondere in den Bereichen Bauen mit Holz, Ressourcen- und Energieeffizienz oder Nutzung von Sekundärrohstoffen.

„Es liegt auf der Hand, dass ein überwiegend klein- und mittelständisch strukturierter Wirtschaftssektor bei gleichzeitig großem Lösungspotenzial in seinen Forschungsanstrengungen nicht allein gelassen werden darf“, stellte Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR, fest. Mehr denn je sollte daher auch seitens der Politik die Möglichkeit einer stärkeren öffentlichen Unterstützung durch Ausweitung gezielter Förderprogramme in Betracht gezogen werden.

Die Deutsche Forschungsagenda wurde in einem mehrmonatigen Beratungs- und Konsultationsprozess mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft unter Koordination und Moderation der FTP Deutschland erarbeitet. Die ausführliche Fassung der Agenda informiert in sieben strategischen Handlungsfeldern über Lösungsperspektiven bezüglich der zentralen gesellschaftlichen Zukunftsfragen. Die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier steht unter nachfolgendem Link zum Download zur Verfügung:

http://www.forestplatform.de/index.php/deutsche-forschungsagenda-forstholzpapier

Zusatzinformationen:

Die Plattform Forst & Holz wurde im Mai 2007 vom Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) ins Leben gerufen und vertritt die gesamte Holzwirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von 181 Mrd. Euro, rund 128.000 Unternehmen und 1,1 Mio. Beschäftigten hat die holzbasierte Wertschöpfung einen hohen Stellenwert für die Wirtschaftskraft und die Beschäftigung in Deutschland und gilt als eine der Schlüsselbranchen insbesondere im ländlichen Raum.

Die FTP Deutschland ist ein Netzwerk von Unternehmen, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen, das der Forschung und Innovation im Sektor ForstHolzPapier gewidmet ist. Sie vertritt die Interessen des Sektors in forschungspolitischen Diskussionen in Deutschland und bildet die deutsche Unterstützungsgruppe der europäischen Technologieplattform für den forstbasierten Sektor (http://www.forestplatform.org/)."

Quelle: PRESSEMITTEILUNG Plattform Forst & Holz / FTP Deutschland 07/2015: Forschung und Innovation - Schlüssel zur Bioökonomie (Stand: 17.6.2015)


Veranstaltung: Bundesministerin Hendricks startet Klimaschutzdialog in Berlin

Am 25. Juni startete Bundesumweltministerin Hendricks den Klimaschutzdialog 2050 in Berlin. Die zweitägige Konferenz zog ein breites Publikum an. Verterter aus Wirtschaft und Politik u.a. folgten ihrer Einladung.  

Vertretern aus Bund, Land, Kommunen, Verbänden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auch interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Bundesumweltministerin zum Klimaschutzdialog 2050 in Berlin. Die zweitägige Konferenz zog ein breites Publikum an und informierte über nicht nur über den zeitlichen, sondern auch über den anstehenden Verfahrensablauf. 

Hintergrund:

"Um die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssen die Industriestaaten ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Um dieses auch für Deutschland geltende Ziel zu erreichen, wird die Bundesregierung 2016 einen nationalen Klimaschutzplan 2050 beschließen."

In der Koalitionsvereinbarung ist daher festgelegt worden, in dieser Legislaturperiode einen nationalen Klimaschutzplan 2050 zu verabschieden. Die Bundesregierung hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) damit beauftragt, diesen zu erstellen und mit den Ressorts abzustimmen, damit er 2016 im Bundeskabinett verabschiedet werden kann. 
Im Vorfeld der Veranstaltung wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits ein Impulspapier zur Verfügung gestellt. Mit diesem Impulspapier beschreibt das BMUB die Ausgangslage und die möglichen inhaltlichen Elemente eines ersten Klimaschutzplans und stellt die Konzeption für die Beteiligung an der Erstellung des Klimaschutzplans 2050 vor."

Dieses können Sie hier einsehen. 

Die Pressemitteilung der Ministerin kann hier eingesehen werden. 

Quelle: BMWI 2015 


Presseartikel aus dem Bereich der Holzwirtschaft

Der Kleinprivatwald ist seit geraumer Zeit das Sorgenkind der deutschen Forstpolitik. Erbteilungen und Urbanisierung erschweren zunehmend die Betreuung und hemmen konkret das Klima- und Naturschutzpotenzial des Waldes. Seit März machen sich Politik, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft daher gemeinsam an die Problemlösung. Wie etwa in der wald-wird-mobil.de gGmbH, die innovative Strategien und Praxisinstrumente entwickelt. Am 28. Mai 2015 traf sich der neu formierte Aufsichtsrat der Initiative zu seiner Auftaktsitzung in Berlin.

"Die Herausforderungen im Kleinprivatwald sind gesamtgesellschaftliche und müssen auch entsprechend angegangen werden", sagte Prof. Dr. Max Krott, Leiter des Fachbereichs Forst- und Naturschutzpolitik an der Georg-August-Universität Göttingen, in seiner neuen Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der wald-wird-mobil.de gGmbH (wwm). Was er damit meint, wird mit Blick auf die weiteren Mitglieder im neu installierten Kontrollgremium mehr als deutlich: Mit Cajus Caesar, Mitglied des Bundestages und Diplom-Forstingenieur, Jörg-Andreas Krüger, Leiter des Fachbereichs Biodiversität beim WWF Deutschland, Volker Gebhardt, Vorstand von ThüringenForst, Ralf Pollmeier, Geschäftsführer der Pollmeier Massivholz GmbH & Co.KG in Creuzburg, Thomas Fehr, Vorstand der Raysono AG aus München sowie Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes, setzt die wwm auf interdisziplinäre Kompetenz und einen breiten internen Meinungsaustausch. "Wir wollen Maßnahmen im Sinne der Multifunktionalität. Diese Runde, mit Vertretern vielfältiger Interessensbereiche, steht stellvertretend hierfür", erklärte Krott.

Konkret geht es allen Beteiligten um die Entwicklung langfristiger Betreuungsstrukturen für den Kleinprivatwald. Denn dort, da sind sich die Interessensgruppen einig, liegen Potenziale brach: für die Wirtschaft, für den Klimaschutz, für den Naturschutz, und insbesondere für die Waldeigentümer selbst. Abrufen könne man sie nur gemeinsam. Als unabhängiger und kostenfreier Dienstleister 2006 in Thüringen gestartet verfügt die wwm diesbezüglich über wichtige Erfahrungen aus dem Bereich der Privatwaldförderung nach dem Prinzip der Public-Private-Partnership (PPP). Diese sollen im Rahmen des im März gestarteten, auf drei Jahre angelegten und mit rund drei Millionen Euro durch den auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages errichteten Waldklimafonds des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) geförderten Verbundprojektes "Klimaschutz durch Kleinprivatwald ‒ für Eigentümer und Gesellschaft" (KKEG) nun auch bundesweit nutzbar gemacht werden. Neben der wwm gehört das Hamburger Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie sowie das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz Bühl (ILN) des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg der KKEG-Projektallianz an.

Für das bekleidete Teilprojekt "Entwicklung eigentümerorientierter Maßnahmen für nachhaltiges Wirtschaften im Privatwald" (EMP) forciert die wwm vor allem die Etablierung effizienterer Beratungs- und Betreuungsangebote. "So absurd es für manche klingen mag, aber die Wirtschaftlichkeit im Kleinprivatwald ist auch von entscheidender ökologischer Bedeutung. Die Bereitschaft Natur- und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, hängt stark mit der Erlössituation der Eigentümer zusammen", erklärte Lars Schmidt, der die Initiative einst mitinitiierte und nun von der Geschäftsführung in den Aufsichtsrat wechselte.

Mit dem Projektstart im März haben Markus von Willert und Johanna Reinkemeier die Projektleitung übernommen. Insgesamt sechs neue Stellen werden im ersten Jahr für das EMP-Projekt besetzt, zwei weitere Stellen folgen im zweiten Projektjahr. Der Start sei erfolgreich verlaufen und das bislang fünfköpfige Team arbeite mit Hochdruck an der Entwicklung von innovativen Praxislösungen für den Kleinprivatwald, berichtete die Projektleitung dem Aufsichtstrat.

Die Praxisentwicklung der Maßnahmen erfolgt im Pilotland Thüringen, wo diese gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), der ThüringenForst AöR sowie der Privatwaldförderung Thüringen (PPP) umgesetzt werden. Die Maßnahmen sollen darüber hinaus zeitnah auch bundesweit Anwendung finden und unter verschiedenen Rahmenbedingungen getestet und optimiert werden. Die Notwendigkeit hierfür betonte Krott: Der passive Kleinprivatwald sei kein regionales Problem. Fast die Hälfte des deutschen Waldes ist in privater Hand. Die große Mehrheit davon sind Flächen unter 20, häufig sogar unter fünf Hektar. Die Zahl der Waldbesitzer wird derzeit auf rund zwei Millionen geschätzt. Den Eigentümern, oft in Großstädten lebend, fehle aber zunehmend der Bezug zum Wald und das Know-how im Umgang. Für die Gesellschaft habe dies weitreichende Folgen: "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist Garant für die Klimaschutzfunktion der Wälder und liefert mit Holz eine umweltfreundliche und universelle Alternative zu Werkstoffen, deren Herstellung äußerst energieintensiv und damit klimaschädlich ist", so Krott. Vor dem Hintergrund der Energiewende müsse das EMP-Projekt daher zwingend über alle Interessensgruppen hinweg Unterstützung finden.

Abschließend berichtete die wwm dem neuen Aufsichtsrat zudem über weitere Projekte im Rahmen der Privatwaldförderung. Aktuell bereite man, in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank und weiteren Sponsoren, die Ausgabe moderner GPS-Technik an fünf Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse vor. Mit dieser könnten Grenzfindungen dann in Eigenregie durchgeführt werden, wodurch die Zusammenschlüsse ihr Dienstleistungsspektrum vor Ort ausweiten und neue Mitglieder gewinnen könnten. Während der Projektlaufzeit werden die teilnehmenden Zusammenschlüsse dabei von der wwm sowie der Privatwaldförderung Thüringen (PPP) fachlich betreut und gezielt in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Kontakt

wald-wird-mobil.de gGmbH
Markus von Willert / Johanna Reinkemeier

c/o Abt. für Forst und Naturschutzpolitik
Büsgenweg 3
D-37077 Göttingen

Tel. 0172-7599070
Fax 03632 5420011

E-Mail: info@wald-wird-mobil.de

Sollten Sie kein Interesse an unserem Politikbrief haben, dann schreiben Sie uns bitte eine kurze Email 

Ihre Ansprechpartner:

Lars Schmidt
Hauptgeschäfsführer
Email: lars.schmidt@saegeindustrie.de

Katrin Büscher
Public Affiars und Recht
Email: katrin.buescher@saegeindustrie.de

Mit freundlichen Grüßen

J. Möbus

J. Möbus
Public Affairs

M. Wollenweber

M. Wollenweber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage
www.saegeindustrie.de sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.