Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

Juni 2015

26.04.2017

Interessante News aus Berlin und Wiesbaden für Freunde und Interessenten

Sehr geehrte Damen und Herren,

lesen Sie die neuesten Informationen des DeSH.

Inhalt


Neue Broschüre des DeSH: Faktenbuch soll neugierig auf die Branche machen

Neue Broschüre der Säge- und Holzindustrie - DeSH will neugierig auf die Branche machen

Die Öffentlichkeit weiß bisweilen wenig über die Säge- und Holzindustrie in Deutschland. Aus diesem Grund hat der DeSH nun eine neue Broschüre veröffentlicht. Das "Faktenbuch der Säge- und Holzindustrie" liefert Zahlen und Hintergründe über den größten Rohholznutzer des Landes.

"Mit der neuen Publikation möchten wir Medien, Politik, Entscheidungsträgern und interessierten Laien einen kompakten und fundierten Überblick über die Branche anbieten", sagt Norbert Buddendick, Geschäftsführer für Markt und Produkte beim DeSH. Dieser Ansatz sei hervorragend für den "Erstkontakt" geeignet und ergänze gezielt die Unterlagen des Verbandes.

Ausgehend von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Rohstoffgewinnung verortet das Faktenbuch die Sägeindustrie prägnant innerhalb der Wertschöpfungskette und verdeutlicht die Funktion als wichtiges Bindeglied zwischen Forst- und Holzwirtschaft. Mit rund 1.900 Betrieben und 19.000 Beschäftigten nimmt die Branche eine Schlüsselrolle im Cluster ein. Ihr Jahresumsatz lag 2014 bei 5,6 Milliarden Euro. Doch die neue Broschüre soll mehr sein als reine Statistik, erklärt Buddendick. Sie soll vor allem neugierig auf die Branche machen und Berührungspunkte schaffen. Dies sei sinnvoll, da die Öffentlichkeit zwar für Wald und Holzprodukte sensibilisiert sei, die bearbeitende Industrie hingegen oftmals aber noch unter dem Radar produziere.

Die Broschüre ist mit zahlreichen erklärenden Grafiken und Bildern zu Holzverwendung, Sägeproduktion, Veredelung oder der Klimaschutzfunktion von Holz gestaltet und soll kontinuierlich aktuell gehalten werden.

Die digitale Erstveröffentlichung kann hier heruntergeladen werden. Die Druckversion folgt in Kürze.


WOODBOX gastiert in Linz

Woobox in Brüssel 2014

Vom 8. bis zum 18. Juni 2015 gastiert die mobile Holzbau-Ausstellung WOODBOX am OK-Platz (Offenes Kulturhaus) in Linz. Die Roadshow präsentiert 50 herausragende Projekte der Holzarchitektur und informiert über die vielseitigen Vorzüge des natürlichen Baustoffes.

Die Wanderausstellung zeigt sowohl die technischen und gestalterischen als auch die ökologischen Potenziale des Bauens mit Holz. Die Entwicklungen der letzten Jahre erlauben völlig neue Bauweisen mit Holz, die gerade den anspruchsvollen Aufgaben im urbanen Bereich gerecht werden: Verdichtung, energetische Sanierung und smarte Wohnraumschaffung. Die ausgestellten Projekte in der WOODBOX zeigen entsprechende ressourcenschonende, nachhaltige und urbane Lösungen in Holz direkt vor Ort in den Zentren europäischer Städte.

Der Großteil der Vorzeigeprojekte stammt aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die WOODBOX stellt neben den architektonischen Qualitäten des Holzbaus auch die ökologischen in den Vordergrund. Holzbauten sind verlängerte Kohlenstoffspeicher aus dem Wald und tragen damit aktiv zum Klimaschutz bei.

Die WOODBOX ist ein mobiler Ableger der Ausstellung "Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft", die 2011/12 in München sowie 2012/13 in Wien gezeigt wurde. Im September wird die WOODBOX in Wien zu sehen sein, für 2016 sind Präsentationen in Florenz, Belgrad und Budapest geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wooddays.eu/de/


Kleinprivatwaldförderung: Neuer Aufsichtsrat der wald-wird-mobil.de gGmbH vereint Interessensgruppen

Kleinprivatwaldförderung: Neuer Aufsichtsrat der wald-wird-mobil gGmbH verient Interessensgruppen

Der Kleinprivatwald ist seit geraumer Zeit das Sorgenkind der deutschen Forstpolitik. Erbteilungen und Urbanisierung erschweren zunehmend die Betreuung und hemmen konkret das Klima- und Naturschutzpotenzial des Waldes. Seit März machen sich Politik, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft daher gemeinsam an die Problemlösung. Wie etwa in der wald-wird-mobil.de gGmbH, die innovative Strategien und Praxisinstrumente entwickelt. Am 28. Mai 2015 traf sich der neu formierte Aufsichtsrat der Initiative zu seiner Auftaktsitzung in Berlin.

"Die Herausforderungen im Kleinprivatwald sind gesamtgesellschaftliche und müssen auch entsprechend angegangen werden", sagte Prof. Dr. Max Krott, Leiter des Fachbereichs Forst- und Naturschutzpolitik an der Georg-August-Universität Göttingen, in seiner neuen Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der wald-wird-mobil.de gGmbH (wwm). Was er damit meint, wird mit Blick auf die weiteren Mitglieder im neu installierten Kontrollgremium mehr als deutlich: Mit Cajus Caesar, Mitglied des Bundestages und Diplom-Forstingenieur, Jörg-Andreas Krüger, Leiter des Fachbereichs Biodiversität beim WWF Deutschland, Volker Gebhardt, Vorstand von ThüringenForst, Ralf Pollmeier, Geschäftsführer der Pollmeier Massivholz GmbH & Co.KG in Creuzburg, Thomas Fehr, Vorstand der Raysono AG aus München sowie Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes, setzt die wwm auf interdisziplinäre Kompetenz und einen breiten internen Meinungsaustausch. "Wir wollen Maßnahmen im Sinne der Multifunktionalität. Diese Runde, mit Vertretern vielfältiger Interessensbereiche, steht stellvertretend hierfür", erklärte Krott.

Konkret geht es allen Beteiligten um die Entwicklung langfristiger Betreuungsstrukturen für den Kleinprivatwald. Denn dort, da sind sich die Interessensgruppen einig, liegen Potenziale brach: für die Wirtschaft, für den Klimaschutz, für den Naturschutz, und insbesondere für die Waldeigentümer selbst. Abrufen könne man sie nur gemeinsam. Als unabhängiger und kostenfreier Dienstleister 2006 in Thüringen gestartet verfügt die wwm diesbezüglich über wichtige Erfahrungen aus dem Bereich der Privatwaldförderung nach dem Prinzip der Public-Private-Partnership (PPP). Diese sollen im Rahmen des im März gestarteten, auf drei Jahre angelegten und mit rund drei Millionen Euro durch den auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages errichteten Waldklimafonds des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) geförderten Verbundprojektes "Klimaschutz durch Kleinprivatwald ‒ für Eigentümer und Gesellschaft" (KKEG) nun auch bundesweit nutzbar gemacht werden. Neben der wwm gehört das Hamburger Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie sowie das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz Bühl (ILN) des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg der KKEG-Projektallianz an.

Für das bekleidete Teilprojekt "Entwicklung eigentümerorientierter Maßnahmen für nachhaltiges Wirtschaften im Privatwald" (EMP) forciert die wwm vor allem die Etablierung effizienterer Beratungs- und Betreuungsangebote. "So absurd es für manche klingen mag, aber die Wirtschaftlichkeit im Kleinprivatwald ist auch von entscheidender ökologischer Bedeutung. Die Bereitschaft Natur- und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, hängt stark mit der Erlössituation der Eigentümer zusammen", erklärte Lars Schmidt, der die Initiative einst mitinitiierte und nun von der Geschäftsführung in den Aufsichtsrat wechselte.

Mit dem Projektstart im März haben Markus von Willert und Johanna Reinkemeier die Projektleitung übernommen. Insgesamt sechs neue Stellen werden im ersten Jahr für das EMP-Projekt besetzt, zwei weitere Stellen folgen im zweiten Projektjahr. Der Start sei erfolgreich verlaufen und das bislang fünfköpfige Team arbeite mit Hochdruck an der Entwicklung von innovativen Praxislösungen für den Kleinprivatwald, berichtete die Projektleitung dem Aufsichtstrat.

Die Praxisentwicklung der Maßnahmen erfolgt im Pilotland Thüringen, wo diese gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), der ThüringenForst AöR sowie der Privatwaldförderung Thüringen (PPP) umgesetzt werden. Die Maßnahmen sollen darüber hinaus zeitnah auch bundesweit Anwendung finden und unter verschiedenen Rahmenbedingungen getestet und optimiert werden. Die Notwendigkeit hierfür betonte Krott: Der passive Kleinprivatwald sei kein regionales Problem. Fast die Hälfte des deutschen Waldes ist in privater Hand. Die große Mehrheit davon sind Flächen unter 20, häufig sogar unter fünf Hektar. Die Zahl der Waldbesitzer wird derzeit auf rund zwei Millionen geschätzt. Den Eigentümern, oft in Großstädten lebend, fehle aber zunehmend der Bezug zum Wald und das Know-how im Umgang. Für die Gesellschaft habe dies weitreichende Folgen: "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist Garant für die Klimaschutzfunktion der Wälder und liefert mit Holz eine umweltfreundliche und universelle Alternative zu Werkstoffen, deren Herstellung äußerst energieintensiv und damit klimaschädlich ist", so Krott. Vor dem Hintergrund der Energiewende müsse das EMP-Projekt daher zwingend über alle Interessensgruppen hinweg Unterstützung finden.

Abschließend berichtete die wwm dem neuen Aufsichtsrat zudem über weitere Projekte im Rahmen der Privatwaldförderung. Aktuell bereite man, in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank und weiteren Sponsoren, die Ausgabe moderner GPS-Technik an fünf Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse vor. Mit dieser könnten Grenzfindungen dann in Eigenregie durchgeführt werden, wodurch die Zusammenschlüsse ihr Dienstleistungsspektrum vor Ort ausweiten und neue Mitglieder gewinnen könnten. Während der Projektlaufzeit werden die teilnehmenden Zusammenschlüsse dabei von der wwm sowie der Privatwaldförderung Thüringen (PPP) fachlich betreut und gezielt in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.
 

Kontakt

wald-wird-mobil.de gGmbH
Markus von Willert / Johanna Reinkemeier

c/o Abt. für Forst und Naturschutzpolitik
Büsgenweg 3
D-37077 Göttingen

Tel. 0172-7599070
Fax 03632 5420011

E-Mail: info@wald-wird-mobil.de


Endspurt beim Kommunalwettbewerb HolzProKlima in Rheinland-Pfalz

Logo_HPK_DeSH

Teilnahme bis 30. Juni möglich / Umweltministerin Ulrike Höfken ehrt am 11. September 2015 die Sieger

Noch bis zum 30. Juni können Städte, Landkreise und Gemeinden aus Rheinland-Pfalz Projekte, Konzepte und Ideen einreichen, die zeigen, wie sich durch vermehrten und verantwortungsvollen kommunalen Holzeinsatz aktiv das Klima schützen lässt. Die Schirmherrschaft hat Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz, übernommen.

27. Mai 2015. Der Kommunalwettbewerb HolzProKlima in Rheinland-Pfalz geht in seine heiße Phase. Noch bis zum 30. Juni 2015 können Städte, Landkreise und Gemeinden in Rheinland-Pfalz ihre Konzepte und Projekte zur Teilnahme einreichen, die vorbildliches kommunales Engagement durch einen verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit dem Wald und dem wertvollen Roh-, Werk- und Baustoff Holz thematisieren. 15 Kommunen haben sich bereits beworben. Projekte wie die Sanierung und Erweiterung der KITA Gusterath (Abb. 1), der Kindergarten Kirchberg (Abb. 2) oder die Tourist-Information Wäller Land in Westerburg (Abb. 3) zeigen, wie vielseitig Holz für den Klimaschutz eingesetzt werden kann. Über 7.000 User haben schon am Online-Voting teilgenommen und die Projekte bewertet (www.holzproklima.de). Gesucht werden in der verbleibenden Zeit weitere umsetzungsreife Ideen und Beispiele für die Holzverwendung in allen kommunalen Bereichen, wie Bauen, Modernisieren, energetische Sanierung, Stadtmöblierung oder Verkehrsraumgestaltung. Um am Wettbewerb teilzunehmen reicht es, eine Kurzbeschreibung des Projektes zusammen mit mindestens drei Fotos via E-Mail an das Wettbewerbsbüro (holzproklima@kollaxo.com) zu senden. Alle Bewerbungsunterlagen gibt es online unter: www.holzproklima.de.

Eine Fachjury wird im Juli unter allen Einreichungen die Gewinner prämieren. Attraktive Sachpreise im Gesamtwert von 17.500 Euro werden von den holzverarbeitenden Unternehmen Elka, Homanit / Homatherm, Kronospan, Megawood und Mosel Türen zur Verfügung gestellt. Zu gewinnen gibt es Holzprodukte für den kommunalen Einsatz, wie zum Beispiel Gartenbänke aus Holz-Polymer-Werkstoffen oder neue Türenelemente für die örtliche Kita oder Schule. Jeder Teilnehmer erhält außerdem eine Urkunde, die sein Engagement für eine intelligente Holzverwendung und für den Klimaschutz bescheinigt. Die öffentliche Preisverleihung findet, nach Möglichkeit unter Beteiligung der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken, am 11. September 2015 auf der Landesgartenschau in Landau statt.

Rheinland-Pfalz als Gastgeberland

„Rheinland-Pfalz ist eines der waldreichsten Bundesländer. Die Kommunen zählen hier mit ihrem Waldanteil von 47 Prozent zu den größten Waldbesitzern und haben die Möglichkeit, durch den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Holz im öffentlichen Auftrags- und Beschaffungswesen einen besonderen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, unterstreicht Dr. Gerd Loskant, Vorsitzender des Landesbeirats Holz Rheinland-Pfalz und Mitausrichter des Wettbewerbs. Dr. Peter Sauerwein, Mitinitiator der Initiative HolzProKlima weiß: „Durch eine bewusste politische Entscheidung zugunsten einer stärkeren und intelligenten Holzverwendung – erst stofflich, dann energetisch – helfen die Kommunen, die ambitionierten Klimaschutzziele des Landes und des Bundes aktiv voranzutreiben.“ Denn die Klimaschutzleistung von Holz als Baustoff ist enorm. Eine Tonne Holz speichert bzw. substituiert bis zu 5,6 Tonnen klimaschädliches CO2 und ersetzt als natürlich nachwachsender Rohstoff andere, bei der Herstellung energieintensive und klimaschädliche Baumaterialien. „Für Rheinland-Pfalz als waldreiches Bundesland spielt der verantwortungsvolle Umgang mit Holz eine besondere Rolle. Gerne habe ich daher die Schirmherrschaft übernommen, wenn vorbildliche Beispiele für eine gewinnbringende Verknüpfung gesucht werden: Wer den Nachhaltigkeitsrohstoff der Zukunft effizient zum Bauen und Wohnen einzusetzen versteht, erhält nicht nur langlebige Produkte, sondern leistet damit auch einen aktiven und wertvollen Beitrag zum Schutz unseres Klimas“, betont Ministerpräsidentin und Schirmherrin Malu Dreyer.

Mehr Informationen zum Kommunalwettbewerb HolzProKlima in Rheinland-Pfalz finden Sie unter: www.holzproklima.de.

Verantwortlich:

Für die Initiative HolzProKlima
Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI)
Dr. Peter Sauerwein
Ursulum 18, 35396 Gießen
T.: (0641) 97 54 70, F.: (0641) 9 75 47 99
vhimail@vhi.de, www.vhi.de

Redaktionsservice:
KOLLAXO Markt- und Medienkonzepte
Lars Langhans
Berliner Freiheit 26, 53111 Bonn
Fon: (0228) 850 410-58
holzproklima@kollaxo.com, www.kollaxo.com


Die "Gute Form": Schrank aus Weißtanne erhält DeSH-Massivholzpreis

Die "Gute Form": Verleihung des Sonderpreis "Massivholz" (Konrad Steininger, Präsident Tischler Schreiner Deutschland, Michael Nied, Vorstand DeSH, Preisträger Franz Leonard Sommer)

Am 15. Mai 2015 wurden im Rahmen der LIGNA in Hannover die Bundessieger und Sonderpreisträger des Bundeswettbewerbs "Die Gute Form" im Tischler- und Schreinerhandwerk prämiert. Franz Leonard Sommer aus Bayern sicherte sich den Gesamtsieg und erhielt auch den vom Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) gestifteten "Sonderpreis Massivholz".

"Eine souveräne Massivholzkonstruktion, deren traditionelle Elemente im Kontext frisch und zeitgeistig wirken", urteilte die Jury über Sommers Gesellenstück, einen Schrank aus Weißtanne. Seine Intention sei gewesen, einen Schrank zu fertigen, "der den Raum bereichert, aber nicht dominiert", so der Gewinner.

Mit der doppelten Prämierung ist ihm dies mehr als gelungen. "Massivholz trägt entscheidend zum Charakter eines Möbels bei und Herr Sommer hat dies in ausgezeichneter und einfachster Weise umgesetzt", sagte Norbert Buddendick, Geschäftsführer für Markt und Produkte beim DeSH, anlässlich der Verleihung des mit 500 Euro dotierten Sonderpreis "Massivholz", der alljährlich vom Spitzenverband der Sägeindustrie gestiftet wird.

Mit dem Preis honoriert der Verband den gekonnten und kreativen Umgang mit Massivholz und fördert die Verwendung von Echtholz im Ausbildungsbereich. "Die deutsche Säge- und Holzindustrie ist glücklich, solch hochmotivierte und leistungsbereite Auszubildende in den Betrieben zur Weiterverarbeitung von Massivholz zu wissen", lobte Michael Nied, DeSH-Vorstand und Sprecher für Laubholz, die herausragendenen Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmer, die vom 11.-15. Mai 2015 auf der LIGNA ausgestellt waren.

Einen Überblick über die nominierten und prämierten Gesellenstücke 2015 erhalten Sie im Online-Katalog.


Nationalpark Steigerwald: Bezirksregierung leitet Aufhebungsverfahren ein

Nationalpark Steigerwald: Bezirksregierung leitet Aufhebungsverfahren ein

Die Regierung von Oberfranken hat am 26. Mai 2015 ein Aufhebungsverfahren für den 2014 als Schutzgebiet ausgewiesenen "Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst" im Steigerwald eingeleitet.

"Nach eingehender rechtlicher Überprüfung ist die Regierung von Oberfranken zu dem Ergebnis gekommen, dass von der Rechtswidrigkeit der Verordnung über den geschützten Landschaftsbestandteil (GLB) 'Der Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst' auszugehen ist", heißt es in der Pressemitteilung der Mittelbehörde.

Zur neuerlichen Prüfung des Gebietes kam es, da seit 1. Mai.2015, mit Inkrafttreten der Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes, die Bezirksregierungen und nicht mehr die Landkreise für Rechtsverordnungen über geschützte Landschaftsbestandteile mit einer Größe ab 10 Hektar zuständig sind. Hierunter fällt auch der Hohe Buchene Wald mit seinen knapp 800 Hektar Fläche. Nun beginnt ein Anhörungsverfahren, in dem alle Betroffenen die Möglichkeit zur Stellungnahme haben. Dieses soll bis Ende Juli 2015 abgeschlossen sein.

Das Naturschutzgebiet im Landkreis Bamberg existiert seit 2014. Der damalige Landrat Günther Denzler (CSU) hatte es kurz vor Ende seiner Amtszeit ausgewiesen. Seit der Idee im Jahr 2007 setzen sich Befürworter und Gegner intensiv zum Thema auseinander. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sprach sich in jüngerer Vergangenheit anstelle des Nationalparks für die Bewerbung des Gebietes als UNESCO-Welterbe aus.


LIGNA: DeSH zieht positives Fazit

EOS-Vorstand Carsten Doehring (r.) und DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt bei der Begrüßung im Haus der Nationen LIGNA: Branchenabend im Haus der Nationen LIGNA: Branchenabend im Haus der Nationen LIGNA: Branchenabend im Haus der Nationen LIGNA: Branchenabend im Haus der Nationen

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) zieht ein positives Fazit aus der diesjährigen LIGNA, der führenden Branchenmesse der Forst- und Holzwirtschaft vom 11. bis 15. Mai 2015 in Hannover. Messestand und Branchenabend erfreuten sich großem Zuspruch.

"Mit dem Messestand in der Halle der Handwerker wollten wir in diesem Jahr verstärkt den Holzbau ansprechen und über unsere neuen Dienstleistungen wie das Herstellerverzeichnis für CE-zertifiziertes Bauholz oder die Online-Plattformen www.saegewerke.de und www.german-wood.com informieren. Das ist uns sehr gut gelungen", sagt Norbert Buddendick, Geschäftsführer für Markt und Produkte beim DeSH. Bemerkenswert sei insbesondere das große Interesse internationaler Messebesucher an der deutschen Sägeindustrie. Die englischsprachige Exportbroschüre des Bundesverbandes sei stark nachfragt worden.

Fest etabliert im Messeprogramm hat sich spätestens in seiner dritten Ausgabe der Internationale Branchenabend am Vatertag. Über 120 Gäste aus dem In- und Ausland folgten in diesem Jahr der Einladung des DeSH, der European Organisation of the Sawmill Industry (EOS) und des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) ins Haus der Nationen und fanden sich nach der Begrüßung durch DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt und EOS-Vorstand Carsten Doehring in ungezwungener Atmosphäre zusammen. "Eine gute Mischung aus Industrievertretern, Maschinen- und Anlagenproduzenten und Dienstleistern", resümiert Schmidt. Das Feierabendbier und der anschließende Branchenabend boten somit einmal mehr den idealen Rahmen für fruchtbares Netzwerken und fachlichen Austausch auf der LIGNA.


Studie: Holzbau muss nicht teurer sein

Studie: Holzbau muss nicht teurer sein

Der Architekt und Software-Entwickler Holger König stellte in einer öffentlich geförderten Studie die Baukosten und die CO2-Bilanz von fünf öffentlichen und privaten Holzgebäuden den Kosten gegenüber, die durch eine konventionelle Bauweise entstanden wären. Das Ergebnis: Vier von fünf Gebäuden in Holzbauweise kosteten weniger oder gleich viel im Vergleich zur Standardbauweise. Die CO2-Bilanz fiel bei der Holzbauweise deutlich besser aus. Zwei der Holzgebäude erreichten in der Herstellung sogar eine negative CO2-Bilanz.

Experten erklären das Ergebnis mit den technologischen Fortschritten und Innovationen, die der Holzbau in den vergangenen Jahren erzielt hat. Dr. Denny Ohnesorge von der Initiative HolzProKlima bestätigt: "Der hohe Vorfertigungsgrad im Holzbau verringert die Bauzeiten ganz erheblich und ermöglicht im Vergleich zu anderen Bauweisen witterungsunabhängigeres Arbeiten auf der Baustelle. Das spart Baukosten und reduziert Störungen durch Baumaßnahmen im öffentlichen Raum." Hinzu kommen technologische Weiterentwicklung zum Beispiel bei Verbindungsmitteln sowie die Standardisierung: "Neue Verankerungs- und Klebesysteme haben den Markt revolutioniert und ermöglichen sogar den Bau von Hochhäusern aus Holz, wie Beispiele aus Schweden und Österreich zeigen", so Ohnesorge.

Die Beispielrechnungen zeigen, dass die Baukosten beim Bauen mit Holz mit anderen Bauweisen vergleichbar sind. Was den Architekten und Planern in der Praxis das Leben schwer und die Holzbauweise im Einzelfall teurer machen kann, sind ordnungsrechtliche Hemmnisse und eine überbordende Bürokratie beim Bauen mit Holz.

Die Initiative HolzProKlima fordert die Politik auf, rechtliche Hemmnisse beim Bauen mit Holz abzubauen, damit der Bau- und Werkstoff Holz seine volle Klimaschutzwirkung entfalten kann. Dafür müssten Landesregierungen ihre Landesbauverordnungen und der Bund seine Musterbauordnung novellieren und dem Stand der Technik und Wissenschaft anpassen. Erfolge sind langsam sichtbar: Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg hat zum 1. März 2015 das Bauen mit dem Baustoff Holz deutlich erleichtert.

Für seine Studie modellierte König die Gebäude nach und ersetzte die Holzbauteile durch konventionelle Materialien wie Ziegel oder Kalksandstein, Stahlbeton, Mineralwolle, Polystyrol, Kunststoff oder Aluminium. Anschließend betrachtete er mit der speziellen Bau-Software "Legep" die Herstellungskosten, setzte sie zu den CO2-Einsparungen in Beziehung und kam so auf die sogenannten "CO2-Vermeidungskosten der Holzbauweise". Sind sie negativ, heißt das, der Bauherr hat durch den Holzbau im Vergleich zum Standardbau Geld gespart und das Klima geschont.

Die fünf berechneten Gebäude waren: Lebenshilfe Lindenberg, Finanzamt Garmisch-Partenkirchen, Gemeindezentrum Ludesch, Mehrfamilienhaus Samer Mösl in Salzburg und Campus Kuchl, FH Salzburg.

Die ganze Pressemitteilung der Initiative HolzProKlima können Sie hier nachlesen.

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.