Deutsche Säge- und Holzindustrie
Speedletter

Mai 2015

31.03.2017

Holzmarkt Baden-Württemberg

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Einschlagsstopp in Baden-Württemberg haben wir den Landesforstpräsidenten angeschrieben, nachdem wir die Lage über eine Umfrage recherchiert haben. Das Schreiben und die Ergebnisse der Umfrage finden Sie in diesem Speedletter. Der DeSH ist mit 60% Einschnittskapazität die stärkste Interessenvertretung der Sägeindustrie in Baden-Württemberg. Dennoch legen wir Wert auf eine ausgewogene Meinungsbildung und haben in der Umfrage auch Unternehmen angeschrieben, die nicht im DeSH organisiert sind. Unser Ziel ist es, mit solchen Umfragen für die gesamte Branche mehr Gehör und Durchsetzungpotential bei der Politik und den Lieferanten zu erreichen. Daher bitten wir auch in Zukunft um Unterstützung.

Weiterhin senden wir Ihnen die Stellungnahme unserer Anwaltskanzlei Commeo zum aktuellen Entscheidungsentwurf des Kartellamts zur gebündelten Stammholzvermarktung in Baden-Württemberg. Mit Blick auf den weiteren Verfahrensgang durch eine Klage des Landes, hat der DeSH sich nur in sehr kurzer Form zu dem Beschlussentwurf geäußert.

Inhalt


Fast 62% der befragten Betriebe sind vom Einschlagsstopp betroffen

Einschlagsstopp

Am 23.04.2015 wurden 281 Sägewerke in Baden-Württemberg mit der Umfrage „Rohholzversorgung in Baden-Württemberg“ von uns angeschrieben. Grund der Umfrage war zum einen der Beschlusses des Bundeskartellamtes bei dem die Kreisforstämter ihre bisherigen Vermarktungsstrukturen verändern müssen. Zum anderen gab es anscheinend mehr Schadholz durch Orkan „Niklas“ Ende März als bisher gemeldet.

Zwischenzeitlich wurde im Landeswald ein Einschlagstopp verhängt, der nach Angaben von ForstBW teilweise wieder zurückgenommen wurde, je nachdem wie das Kreisforstamt von dem Windwurf betroffen ist. Hingegen melden Sägewerke, die keine zentralen Verträge abgeschlossen haben, keine klaren  Zuständigkeiten für den Holzverkauf in den Kreisforstämtern. 

Die Umfrage sollte kurzfristig und unbürokratisch die IST-Situation analysieren, um ForstBW konkrete Ansatzpunkte zu geben, die aktuellen Fehlentwicklungen im Sinne der Forst- und Holzwirtschaft in Baden-Württemberg schnellstmöglich zu beheben. Das Schreiben finden Sie im Anhang.


Kartellamt verkennt die tatsächlichen Marktverhältnisse

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Auch der dritte Entscheidungsentwurf des Bundeskartellamts zur gebündelten Stammholzvermarktung in Baden-Württemberg wird aus Sicht des DeSH den forstwirtschaftlichen Anforderungen an eine effiziente und wirtschaftliche Stammholzbereitstellung, insbesondere mit Blick auf den Kleinprivatwald, nicht gerecht. Hier finden Sie die ausführliche Stellungnahme zum Download.

Mit besten Grüßen

Lars Schmitdt

Lars Schmidt
Generalsekretär des Vorstands und Hauptgeschäftsführer

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.saegeindustrie.de
sowie bei den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter.