Aktuelle Nachrichten

15.07.2016Neue Messverfahren sollen in Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel integriert werden

Der Ständige Ausschuss (StA) der Plattform Forst und Holz diskutiert aktuelle Anfragen der Branche zur Umsetzung der Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel (RVR) und gibt Interpretationshilfe. Eine Arbeitsgruppe des StA bereitet die Integration relevanter neuer Messverfahren in die RVR vor.

In der zweiten Sitzung des StA RVR im Jahr 2016 diskutierten die Mitglieder am 07.07.2016 in Kassel erste Zwischenergebnisse der aktuell noch laufenden Befragung zur RVR (Teilnahmemöglichkeit auf www.rvr-deutschland.de). Die Vertreter des StA erhoffen sich davon Hinweise der Praktiker zur Steigerung der Akzeptanz der RVR im Hinblick auf Verständlichkeit, Anwendbarkeit und Aktualität der RVR. Bis zur ersten Überarbeitung der RVR werden Fragen der Branche zur Umsetzung und Interpretation der RVR im StA diskutiert, beantwortet und regelmäßig auf der Website des Ständigen Ausschusses in einem FAQ-Bereich veröffentlicht.

Bereits in der Frühjahrssitzung richtete der StA RVR eine Arbeitsgruppe ein, die eine Integration von relevanten konformitätsbewerteten Messgeräten und Verfahren sowie Anpassungen auf Basis eventueller Änderungen der Rechtslage sicherstellen soll. Als Arbeitsfelder identifizierte der StA RVR die Erarbeitung von Verfahrensbeschreibungen für neue Messverfahren, wie der fotooptischen Vermessung von Holzpolterfrontflächen und der damit verbundenen Ableitung von Raummaßen sowie eine generelle Prüfung der von der Projektgruppe Holzvermessung des Regelermittlungsausschusses (REA) identifizierten Fragen zur Umsetzung der Anforderungen des Mess- und Eichrechts in der RVR. Da bereits mehrere fotooptische Messgeräte der Firma Dralle von der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) konformitätsbewertet wurden, beginnt die Arbeitsgruppe mit der Erarbeitung und Beschreibung eines von der Branche anerkannten Messverfahrens zur Ermittlung des Poltervolumens. Weitere Messverfahren wie beispielsweise die Harvestervermessung sollen in Abhängigkeit des Fortschritts beim REA folgen. Die Arbeitsgruppe fungiert als Schnittstelle zwischen dem StA RVR und der Projektgruppe des REA. Vom StA RVR benannte Mitglieder sind aktuell: Daniel Tränkl (UPM GmbH), Christian von Itzenplitz (Mercer Holz Nord GmbH), Jennifer De Buhr (DeSH), Dr. Udo Sauter (FVA Freiburg), Lutz Freytag (Bundesforst) und Dr. Denny Ohnesorge (AGR).

Kontakt:

Järmo Stablo

E-Mail: sta-rvr@rvr-deutschland.de

Webseite: www.rvr-deutschland.de

Hintergrundinformationen
Zum neuen Mess- und Eichrecht

Für die Ermittlung von Messgrößen zur Verwendung im geschäftlichen Verkehr – also auch für den Handel mit Rohholz in der Forst- und Holzwirtschaft – gelten seit 2015 neue gesetzliche Regelungen. Am 1. Januar 2015 traten das neue Mess- und Eichgesetz (kurz: MessEG) und die Mess- und Eichverordnung (kurz: MessEV) in Kraft. Danach ermittelt ein vom Bundeswirtschaftsministerium bestellter Regelermittlungsausschuss (REA) die auf der Grundlage des Standes der Technik geltenden Regeln, Erkenntnisse und technische Spezifikationen für Messgeräte, für Verfahren der Konformitätsbewertung sowie Anleitungen für Personen, die Messgeräte oder Messwerte verwenden. An diesem Prozess sind die Stakeholder zu beteiligen. Der REA gründete 2015 eine eigene Projektgruppe „Holzvermessung“ aus benannten Experten der PTB, der Forst- und Holzbranche, der Eichbehörden und von Geräteherstellern. Vorsitz und Geschäftsstelle des REA und der Projektgruppe werden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) wahrgenommen. Hersteller müssen sich für die Baugruppen ihrer Messgeräte die Konformität mit den durch den REA ermittelten Anforderungen von Konformitätsbewertungsstellen bestätigen lassen. Anschließend sind die jeweiligen Eichbehörden der Länder zuständig für die Durchführung und Überwachung der Eichung von Messgeräten.

Zum Ständigen Ausschuss und der Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel in Deutschland (RVR)

Die Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel in Deutschland (RVR) ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen den beiden Dachverbänden der Forst- und Holzwirtschaft - dem Deutschen Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) und dem Deutschen Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) - welche zusammen die Plattform Forst und Holz bilden. Die RVR regelt die Sortierung und Vermessung von Rohholz sowie die damit zusammenhängenden Begriffsdefinitionen bundeseinheitlich auf privatrechtlicher Basis. Die Plattform Forst und Holz richtete mit Unterzeichnung der RVR einen Ständigen Ausschuss (StA RVR) ein, der sich paritätisch aus Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft zusammensetzt. Der StA RVR bewertet neue technische Entwicklungen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxiserfahrungen und entwickelt die RVR bei Bedarf kontinuierlich weiter. Die Arbeit des StA RVR wird nachvollziehbar dokumentiert und ist öffentlich einsehbar auf folgender Webseite: www.rvr-deutschland.de

Archiv 2016


04.11.2016Nächste Sitzung des Ständigen Ausschusses zur RVR
15.07.2016Neue Messverfahren sollen in Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel integriert werden
07.07.2016Nehmen Sie bis zum 29.07.2016 an der Umfrage zur Akzeptanz der RVR teil!
05.07.2016Nächste Sitzung des Ständigen Ausschusses zur RVR
10.05.2016RVR: Ständiger Ausschuss veröffentlicht erste FAQ und kündigt Akzeptanzbefragung zur RVR an
13.04.2016Nächste Sitzung des Ständigen Ausschusses
Järmo Stablo
04.03.2016Geschäftsstelle für den Ständigen Ausschuss (StA) zur RVR eingerichtet

Archiv 2015


18.12.2015Schulung zur RVR in NRW
15.12.2015Sitzung des StA RVR am 14.01.2016
Fragen & Antworten (FAQ)

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