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Warum färbt sich das Laub bunt?

Warum färbt sich das Laub bunt? 
Bäume und Holzernte im Zyklus der Jahreszeiten
 

Jedes Jahr im Herbst bietet der Wald ein beeindruckendes Schauspiel: Die noch grünen Blätter der Laubbäume färben sich leuchtend gelb und rot, bevor der Baum sie schließlich abwirft. Der Grund dafür ist, dass Bäume zum Winter ihre Wasserversorgung umstellen. In der kalten Jahreszeit würden sie sonst austrocknen: Feuchtigkeit, die über die Blätter verdunstet, kann durch die gefrorenen Böden nicht ersetzt werden.

Die biologischen Abläufe dieser Umstellung sind komplex: Es wird weniger grünes Chlorophyll produziert, das normalerweise für die Photosynthese zuständig ist. Die Chlorophyll-Bestandteile speichert der Baum als Vorrat in Ästen, Stamm und Wurzeln. Hat sich das Chlorophyll zurückgezogen, kommen die übrigen Farbpigmente zum Vorschein: Xanthophyl (gelb), Karotine (orange) und Anthozyane (rot). In dieser Übergangszeit leuchtet der Laubwald in aller Pracht. Sind dann die Blätter abgeworfen und die Übergänge von Blattstiel und Ast mit einer Korkschicht bedeckt, ist der Baum auf den Winter vorbereitet. 

Holzernte beginnt im Herbst

Doch während der Wald sich auf eine Ruhephase vorbereitet, beginnt für die Waldarbeiter jetzt erst die Arbeit. Denn wenn die Sicht auf die Baumkronen frei ist, startet im Herbst die Holzernte. Zum einen ist im laubfreien Wald ein sicheres Fällen möglich, zum anderen vertragen gefrorene Waldböden das Befahren mit den Transportfahrzeugen besser als die vom Regen aufgeweichten Wege im Frühjahr oder Sommer.

Pro Jahr werden in Deutschland rund 76 Million Kubikmeter Holz geerntet und der Rohstoff wächst nach: jährlich 122 Millionen Kubikmeter. „Holz ist ein idealer Bau- und Werkstoff – langlebig, klimafreundlich und regional verfügbar”, so Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Säge- und Holzindustrie. „Im Winter haben die Bäume ihre Nährstoffzufuhr heruntergefahren. Holzschädlinge finden daher weniger Nahrung und die niedrigen Temperaturen behindern ihr Wachstum zusätzlich. So können wir die Stämme gut lagern und zu hochwertigen Produkten verarbeiten.“

Achtung: Waldarbeiten – Lebensgefahr

Um die Herbstfärbung unbeschwert genießen zu können, gilt bei Waldarbeiten: Abstand halten! Wenn Bäume gefällt werden, ist der Bereich oft großräumig mit Absperrband und Warnschildern gekennzeichnet. Diese Warnhinweise sollten Waldspaziergänger beachten. Zusätzlich ist es ratsam, auch zu den Holzernte- und Transportmaschinen gebührenden Abstand halten. Die Waldarbeit zählt zu den Berufen mit den häufigsten schweren Unfällen: Nicht nur beim Fällen der Bäume, sondern auch beim Verladen der Stämme kann es bei Missachtung der gebotenen Vorsicht zu Unfällen kommen.

Pressebilder (druckfähig)
Laub auf gefällten Baumstämmen (hier)
Baum mit gelbem Laub (hier)

Pressekontakt
Deutsche Säge- und Holzindustrie
Lars Schmidt
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin

Tel.: +49 30 223204-90
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Internet: www.saegeindustrie.de

Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.