
Säge- und
Holzindustrie
- Die Branche
Die Sägeindustrie ist das wichtige Bindeglied zwischen Forstwirtschaft und Holzwirtschaft.
24 Mio. cbm Nadelschnittholz und 1,1 Mio. Laubschnittholz werden in knapp 2.000 Betrieben produziert. Die 23.000 Beschäftigten in der Sägeindustrie erzielen einen Umsatz von 3.5 Mrd. Euro. Nicht eingerechnet ist die volkswirtschaftliche Wertschöpfung im gesamten Cluster Forst und Holz, in dem die Sägeindustrie ein wichtiges Glied darstellt.
Im Cluster Forst und Holz werden in Deutschland ca. 200.000 Personen beschäftigt mit einem Gesamtumsatz von 100 Mrd. Euro.
Produkte der Sägewerke sind Bauschnittholz (Balken, Kanthölzer, Bretter/Bohlen und Latten), Schnittholz für Verpackungszwecke sowie Schnittware für Möbel, Treppen und Parkett. Zudem liefert sie mit den Co-Produkten wie Sägespäne und Holzhackschnitzel die Rohstoffbasis für die Papier- und Zellstoffindustrie sowie die Holzwerkstoffindustrie. Mit der energetischen Verwertung z.B. als Pellets wurde ein weiterer Abnehmer für diese Co-Produkte erschlossen. Die deutsche Sägeindustrie konnte in den letzten Jahren den Export nach Europa und die USA sowie Fernost deutlich ausweiten, die Exportquote liegt derzeit bei ca.35%.
Die deutsche Sägeindustrie ist breit strukturiert, von familiären Kleinbetrieben bis zu industriell organisierten Großsägewerken. Die Sägeindustrie ist technisch und organisatorisch gut aufgestellt und in Europa führend. Dennoch ist sie rohstoffnah orientiert und im ländlichen Raum ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Als Hauptkunde der Forstwirtschaft erwirtschaftet die Sägeindustrie den Hauptteil der Forsteinnahmen und sichert so die wirtschaftliche Grundlage zur Erhaltung unserer Wälder.
Die Sägeindustrie verwertet den eingesetzten Rohstoff, das Rundholz, für die unterschiedlichen Haupterzeugnisse und die Co-Produkte ohne Abfall. Durch die Bindung des gespeicherten CO2 in den Produkten wird zudem CO2 für den Zeitraum des Produktlebenszyklusses dem Kreislauf entzogen, die Verwendung von Holzprodukten wirkt damit als CO2-Senke.
Selbst nach dem Ende der Verwendung als Holzerzeugnis kann das enthaltene Holz neuen Verwendungszwecken zugeführt werden (stoffliche Verwendung in der Nutzungskaskade) oder noch energetisch genutzt werden.
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