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VDS-NEWS - Neue Meldungen rund um die Sägeindustrie


4. August 2010

Klausner-Verträge - VDS fordert Prüfung

 

VDS fordert Prüfung der Klausner-Verträge durch die Bayerische Staatsregierung

„Der Vertrag der Bayerische Staatsforsten mit der Firma Klausner aus dem Jahr 2005 verstößt gegen das Europäische Recht“, das ist die Kernaussage des VDS zu der derzeitig geführten Diskussion um die Übernahme des Vertrages durch das russische Sägewerksunternehmen Ilim Timber.

Die bayerische Sägeindustrie, aber auch eine Vielzahl von Unternehmen aus Baden- Württemberg bzw. sogar dem angrenzenden Österreich werden durch den Vollzug dieser Verträge in ihrer Existenz gefährdet. Der seinerzeit vereinbarte Rundholzpreis mit einer „moderaten“ Preisanhebungsklausel entspricht in keiner Weise den Marktgegebenheiten und führt dazu, dass andere Unternehmen die Möglichkeit genommen wird, als Marktkonkurrenz aufzutreten.

Der VDS betont in seiner Stellungnahme, dass der Vertrag der Bayerischen Staatsforsten zwar bereits Gegenstand der Prüfung der EU-Wettbewerbskommission gewesen ist, seinerzeit aber nur abstrakt die Frage des damaligen Marktpreises und des Grundstückskaufvertrages der Firma Klausner in Landsberg geprüft wurde. Allerdings wurde seinerzeit nicht aufgeklärt, in welchem Zusammenhang der langjährige Liefervertrag mit der geplanten Investition der Firma Klausner in Landsberg stand. Der VDS weist darauf hin, dass das zuständige Forstministerium auf eine Anfrage des CSU-Abgeordneten König ausdrücklich betont habe, dass es Ziel des Vertrages gewesen sei, eine bedeutende Sägewerksinvestition für Bayern zu erreichen.

Dem Vertrag wiederum sei zu entnehmen – so VDS Geschäftsführer Burdack -, dass die Investition der Firma Klausner davon abhängig gemacht wurde, dass eine entsprechende Lieferzusage durch die Bayerische Staatsforsten erfolge. Damit – so der VDS weiter – sei ein Verstoß gegen Artikel 107 des Vertrages über die Europäische Union gegeben, die grundsätzlich staatliche Beihilfen verbiete.

Auch wenn der Vertrag bereits einmal Gegenstand der Prüfung durch die Wettbewerbskommission der EU gewesen sei, so müsse unter diesem Aspekt eine neuerliche Vorlage an die Wettbewerbskommission erfolgen, um den drohenden Schaden, d.h. den Verlust von Arbeitsplätzen und auch der Schließung mehrerer Betriebe, abzuwenden. Weiterhin sei juristisch durch das zuständige Ministerium die Frage zu erörtern, ob überhaupt die russische Firma Ilim ohne Zustimmung der Bayerische Staatsforsten respektive der Bayerischen Landesregierung einseitig als Rechtsnachfolger die Lieferung der vereinbarten Rundholzmenge für sich beanspruchen könne. „Dies liegt nicht nur im Interesse der mittelständischen Sägeindustrie, sondern ist unter fiskalischen Gesichtspunkten dringend erforderlich, da ein Vollzug dieser Verträge allein für das Land Bayern einen jährlichen Verlust von über 20 Mio. € bedeuten würde“, so der Geschäftsführer Burdack mit Blick auf die durch den Vollzug dieser Verträge entstehenden Einnahmeverluste. Der VDS regt derzeit eine Beschwerde bei der Europäischen Wettbewerbskommission an.

3. August 2010

VDS lehnt Aufnahme sozialer Standards in die PEFC Produktkettenzertifizierung ab

Am 24. Juli 2010 endete der öffentliche Konsultationsprozess von PEFC International zur Aufnahme sozialer Standards in die Produktkettenzertifizierung des Zertifizierungssystems. Seit der Einführung des PEFC-CoC-Zertifikates wird überlegt, soziale Belange und Rechte von Arbeitnehmern zum Inhalt der Regelungen für die PEFC-zertifizierte Verarbeitungskette zu machen.

Der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) hat sich an dem Konsultationsprozess beteiligt und sich in seiner Stellungnahme gegen die beabsichtigte Integration von sozialen Angelegenheiten in die Produktkettenstandards ausgesprochen.

„Ziel der Zertifizierung der Produktkette ist die lückenlose Rückverfolgbarkeit eines Holzproduktes vom Endkunden über das holzverarbeitende Unternehmen bis zum Ort des Holzeinschlages. Dadurch soll eine nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert werden. Die Frage, ob und in welcher Weise die Berücksichtigung von Sozialstandards für Arbeitnehmerrechte in den zertifizierten Betrieben zu diesem Ziel beiträgt und deshalb notwendig sind, muss kritisch hinterfragt werden, so der Vorsitzende des VDS, Reinhard Müller-Gei.“

Der VDS verweist auf eine Gleichbehandlung aller zertifizierten Unternehmen in den Mitgliedsländern, unabhängig vom Sitz des Unternehmens. Zu berücksichtigen sei, so Geschäftsführer Rolf Burdack, außerdem, dass etwa Deutschland bereits alle Anforderungen an Arbeitnehmerrechte gesetzlich verankert hat, wie etwa das Recht auf Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer, das Recht auf Gleichbehandlung und auch das Verbot von Zwangsarbeit.

Nach Meinung des VDS ist eine Gleichbehandlung der Mitarbeiter in den einzelnen Ländern ohnehin fragwürdig und realitätsfremd, da diese über unterschiedliche rechtliche Regelungen, etwa zum Kündigungsschutz, verfügen. Eine Umsetzung dieser Forderung ist deshalb auf absehbare Zeit nicht erfolgversprechend.

Ein weiterer Punkt stellt die Überprüfbarkeit dieser Anforderungen bei den zertifizierten Unternehmen dar. Sollte eine einfache Erklärung der Unternehmen nicht ausreichen, müsste der Auditor weitergehende Nachforschungen anstellen. Für den Unternehmer ergäbe sich die Konsequenz eines nicht unerheblichen bürokratischen Mehraufwandes.

Weiterhin sei sehr fraglich, ob die Auditoren über die erforderliche fachliche Kompetenz für derartige Prüfungen verfügten. Die Aufnahme von Sozialstandards in die PEFC-Statuten sollte abgelehnt werden, da gesetzliche Regelungen zu Arbeitnehmerrechten per se in Deutschland von Arbeitgebern einzuhalten sind und von einer zusätzlichen Arbeitsbelastung zertifizierter Unternehmen auszugehen ist.

24. Juni 2010

Unzureichende Stammholzversorgung limitiert Sägeindustrie

Bundesweit, aber mit Schwerpunkt im Süddeutschen Bereich, klagen die Sägewerke bereits seit Monaten über eine unzureichende Versorgung mit Fichtenstammholz. Inzwischen ist ein Punkt erreicht, dass die Sägewerke nicht nur den Einschnitt drosseln, sondern sogar Kurzarbeit einplanen. Der Vorsitzende des VDS, Reinhard Müller-Gei, berichtet aus vielen Anrufen von Kollegen aus dem Bundesgebiet, dass diese für den Anschluss an die Ferienzeit rohstoffbedingt ihren Mitarbeitern Kurzarbeit angekündigt haben.

Dies ist umso unverständlicher, da sich die Rundholzpreise bereits stark verteuert haben und auf einem inzwischen sehr hohen Niveau tendieren. Der hohe Rundholzpreis sollte ein klares Signal sein, Fichtenstammholz nachfragegerecht den Firmen anzudienen. Die Spekulation auf noch weiter stark steigende Rundholzpreise ist für den einzelnen Waldbesitzer kontraproduktiv, da wegen Rundholzmangel dem Sägewerk entgangene Schnittholzlieferungen endgültig verloren sind und an andere Sägewerke, schlimmstenfalls den Import abwandern oder die Kunden sich gar auf Substitutionswerkstoffe umorientieren. Diese entgangenen Rundholzmengen wird der Waldbesitzer nicht mehr nachliefern können.

Dass auf Seiten des Waldbesitzes in der Vergangenheit evtl. erfolgte Übernutzungen langfristig wieder eingespart werden um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, dafür hat die Sägeindustrie, so Müller-Gei, durchaus Verständnis. Dies dürfte allerdings nur in wenigen Forstämtern tatsächlich der Fall sein. In den beiden letzten Jahren ist der Fichtenstammholzeinschlag in Deutschland krisenbedingt in 2008 um 12 % und 2009 um 26 % hinter dem Durchschnitt der Jahre 2004-2006 zurückgeblieben. Konkret wurden 2008  3 Mio. fm. Fichtenstammholz gegenüber dem Durchschnitt weniger eingeschlagen, in 2009 sogar fast 7 Mio. fm. eingespart. Auch in den südlichen Bundesländern war – auch wenn man das Kyrill-Jahr 2007 außen vor lässt- der Fichteneinschlag in 2008 und 2009 in Bayern und Baden-Württemberg jeweils um ein Viertel oder mehr gegenüber dem Durchschnitt niedriger.

Selbst bei einer deutlichen Erhöhung des Einschlages im laufenden Jahr wird das durchschnittliche Einschlagsniveau bei der Fichte kaum erreicht, es ist also noch genug Potential beim Forst vorhanden.

Müller-Gei weist darauf hin, dass die Sägeindustrie unter dem Zwang steht, die sich im bisherigen Jahresverlauf deutlich gefestigte Nadelschnittholznachfrage zeitnah und zügig zu bedienen. Denn ob die günstige Nachfragesituation weiter anhält oder ob es sich nur um die Abarbeitung eines aufgestauten Bedarfes handelt, ist derzeit noch nicht ausgemacht. Auch wenn die Institute eine kräftige Zunahme des Bruttoinlandsproduktes für 2010 erwarten, so gibt es doch auch Anzeichen, die auf eine künftig verhaltenere Entwicklung der Nachfrage schließen lassen, insbesondere aus dem benachbarten Ausland. Die starke Zunahme der Nadelschnittholzimporte in den ersten Monaten d. J. könnte ein Hinweis sein, dass andere Märkte nicht mehr so aufnahmefähig sind und der Inlandsmarkt unter Importdruck gerät.

 

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30. April 2010

Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes

KrW-/AbfG: VDS begrüßt Regelung für Sägenebenprodukte –
auch weiterhin kein Abfall

Mit Stand 23. Februar 2010 wurde vom  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Arbeitsentwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts vorgelegt.
Der Arbeitsentwurf nimmt in § 4 erstmals den Begriff „Nebenprodukte“ auf. Für die Säge- und Holzindustrie ist das insofern von Bedeutung, da für Sägenebenprodukte bisher nur über eine Auslegung des Begriffes „Produkte“ und der Tatsache, dass kein Entledigungswille vorliegt und Sägenebenprodukte gezielt nach Vorgaben des Marktes erzeugt werden, die Produkteigenschaft definiert wurde.
Der nunmehr in den Arbeitsentwurf aufgenommene Begriff „Nebenprodukte“ führt in den Fällen der in der Säge- und Holzindustrie üblichen Kuppelproduktion zu einer erfreulichen Klarstellung des Abfallbegriffes.
In der Säge- und Holzindustrie werden produktionsbedingt im Zuge der verbundenen Produktion, der sog. „Kuppelproduktion“ ca. 35-40 % des eingesetzten Rohstoffes als sog. Sägenebenprodukte (Holz-Hackschnitzel, Sägespäne, Kappstücke und Schwarten & Spreißel) erzeugt. Für diese Sägenebenprodukte bestand bereits nach der derzeitigen Fassung des KrW-/AbfG in der Auslegung des Abfallbegriffes keine Abfalleigenschaft.
Der VDS begrüßt nachdrücklich die nun in § 4 vorgesehene Einführung des Begriffes „Nebenprodukte“, der eine Klarstellung des bisherigen Abfallbegriffes in Fällen der Kuppelproduktion bringt.
Der VDS begrüßt ebenso die in § 6 neu definierte grundsätzliche fünfstufige Abfallhierarchie (Vermeidung - Vorbereitung zur Wiederverwendung – Recycling - sonstige/energetische Verwertung - Beseitigung). Diese Hierarchie kann im Hinblick auf die vielfältigen  Ausprägungen des Abfalls wie im Entwurf vorgesehen allerdings nur „grundsätzlich“ vorgegeben werden. Richtigerweise ist auch der Aspekt der Energiegewinnung aus Abfällen zu berücksichtigen, der insoweit die grundsätzliche Abfallhie-rarchie durchbrechen kann.
Das Ziel der Hochwertigkeit der Verwertung wird vom VDS unterstützt. In Verbindung mit der  Getrennthaltung von Abfällen zur Verwertung (Vermischungsverbot) bedeutet dies aber für die Praxis einen hohen Anspruch. Insbesondere bei Altholz werden die Kategorien I-IV oft an der Anfallstelle bereits vermischt. Eine Einhaltung des Vermischungsverbotes würde mehr Altholzmengen der höheren Kategorien, die nur für die stoffliche Verwendung genutzt werden können, der Industrie zuführen.
Der Arbeitsentwurf erlaubt eine energetische Verwertung, wenn der Heizwert mindes-tens 11.000 kJ/kg beträgt. Allerdings wird bei Abfällen aus nachwachsenden Rohstof-fen über eine Ausnahmeregelung auf diesen Mindest-Heizwert verzichtet. Diese Aus-nahmeregelung ist für unsere Branche auch deshalb wichtig, da Rinde häufig mit höherer Feuchte und damit niedrigerem Heizwert energetisch verwertet wird. Über eine spezielle Verbrennungstechnik wird der Tatsache der höheren Feuchte bei der Rinde Rechnung getragen.
Der VDS regt zudem an, dass in die zu erstellenden Abfallvermeidungsprogramme auch aufgenommen wird, dass Abfälle als möglichst hochwertig zu verwertende Abfäl-le anfallen. Das bedeutet auch bereits bei der Herstellung und Verwendung der Pro-dukte darauf zu achten, dass am Ende des Nutzungsprozesses eine möglichst hoch-wertige weitere Verwendung sichergestellt wird.
Begrüßt wird auch, wenn im Rahmen der Ressourceneffizienz für Bau- und Abbruchabfälle eine Recyclingquote von 80 % anstatt von bisher 70 % angestrebt wird. Dies muss, wie vorstehend ausgeführt, mit einer Verpflichtung zu möglichst frühzeitigen und zu möglichst hochwertig verwertbaren Abfalleigenschaften führenden Regelung ver-knüpft werden.

Abwicklung Holzabsatzfondsabgabe

Abwicklung Holzabsatzfondsabgabe: Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt Rechtsauffassung des VDS

paragraph-symbolIn einem aktuellen Beschluss hat das Oberverwaltungsgericht NRW die Berufungen der Bundesanstalt für Ernährung (BLE) gegen Urteile des Verwaltungsgerichtes Köln  in den „CMA-Verfahren“ nicht zugelassen.

Durch diesen Beschluss, der gerichtlich nicht mehr anfechtbar ist, hat das OVG auch die vom VDS immer wieder geäußerte Rechtsansicht in vergleichbaren Verfahren zur Abwicklung der Holzabsatzfondsabgabe bestätigt. „Die gründliche Recherche unseres Verbandes hat den Betrieben Geld und viel Ärger erspart“, so der Vorsitzendes des VDS, Reinhard Müller-Gei, Wallenfels.

Der VDS hat im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass die Rechtsmittel-belehrungen in  den Abgabebescheiden des Holzabsatzfonds fehlerhaft sind und daher noch innerhalb eines Jahres (anstelle eines Monates) wirksam Widerspruch erhoben werden konnte.

Viele Unternehmen sind der Empfehlung des VDS gefolgt und können jetzt davon ausgehen, dass sie die für den betreffenden Zeitraum entrichteten Abgaben erstattet erhalten, oder, falls die Zahlung verweigert wurde, nicht mehr entrichten müssen.

Der Vorsitzende betont aber auch, dass er vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtslage von den Unternehmen erwartet, dass sie sich an der Zwischenfi-nanzierung der HAF - Nachfolgeorganisation finanziell angemessen beteiligen. „Es werden Dienstleistungen wie z. B. Holzbaufachberatung oder Marktinforma-tionen geboten, die man nicht zum Nulltarif erhalten kann, daher erwarten wir als VDS, dass jeder sich beteiligt, der Erstattungen von Abgaben erhält; Tritt-brettfahrer lehnen wir ab“, so der VDS-Vorsitzende weiter in seiner aktuellen Stellungnahme. Selbstverständlich, so der VDS weiter, werden die Betriebe der Sägeindustrie angehalten, den Forstanteil der erstatteten Abgaben an den Waldbesitz weiterzuleiten.

Zur Rechtslage erläutert der VDS die für den juristischen Laien etwas undurch-sichtige Situation: „Die CMA-Verfahren betrafen „nur“ die Abgaben der Land-wirtschaft, allerdings ist die Rechtslage identisch. Die BLE hatte auf Vorschlag des VDS dankenswerterweise angekündigt, Entscheidungen in den CMA - Ver-fahren als rechtlich bindend auch für die HAF-Abgaben anzuerkennen“, so der Geschäftsführer des VDS Rolf Burdack, Wiesbaden. Daher sei zu erwarten, dass eine Erstattung der Abgaben auch für den Forstbereich ohne aufwendige Verfahren vor dem Verwaltungsgericht erfolgen würde.

Erste „Stornobescheide“ seien bereits versandt worden, erklärt die VDS-Geschäftsstelle. Daher sei zu erwarten, dass in den nächsten Monaten auch dieses Kapitel des HAF endgültig abgeschlossen werde.

28. April 2010

Mitgliederversammlung des VDS am 28. Mai 2010 in Würzburg

Mitgliederversammlung des VDS am 28. Mai 2010 in Würzburg
Mitglieder der angeschlossenen Verbände haben Stimmrecht

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Zur diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung des VDS am 28. Mai 2010 in Würzburg lädt der Vorsitzende, Reinhard Müller-Gei, die Mitgliedsverbände und Direktmitglieder ein.

 

Müller-Gei macht zudem auf die grundlegende Satzungsänderung aus dem vergangenen Jahr aufmerksam, die die Einflussmöglichkeiten der Firmen stark aufgewertet hat. Nunmehr können auch Firmen, die nicht im VDS, sondern in den regionalen Verbänden Mitglied sind, auch beim VDS ihr Stimmrecht wahrnehmen. Dieses Instrument der direkten und durchgängigen Stimmrechtsausübung auch bei einem Bundesverband dürfte ziemlich einmalig sein in der deutschen Verbändelandschaft.

 

Firmen, die an der Mitgliederversammlung des VDS teilnehmen möchten, können sich an ihren Landesverband wenden und sich dort anmelden. Tagesordnung und Tagungsunterlagen erhalten sie ebenfalls über den Landesverband.

22. April 2010

VDS-Nadelholzforum: Markt und Fachfragen am 27.4.2010 in Würzburg

Am Dienstag, dem 27.4.2010 findet um 14.00 Uhr in Würzburg das VDS-Nadelholzforum statt. Das VDS-Forum lädt seine Mitglieder sowie die Mitglieder der angeschlossenen Landesverbände hierzu herzlich ein. Das Forum steht mittlerweile allen interessierten Mitgliedsbetrieben des VDS und seiner Landesverbände offen. Auf der Tagesordnung des VDS-Forums werden wichtige branchenrelevante Themen  wie z.B. der aktuelle Stand der Überarbeitung der DIN 68800, Bürgschaften für Rundholzeinkäufe, die Zukunft Holz GmbH - Nachfolge HAF, RVR - aktueller Stand der Neuverhandlungen behandelt.

 

Aus aktuellen Gründen wird auch das Thema „Rückerstattung HAF-Beiträge“ zur Sprache kommen. Der VDS wird die aktuelle Entwicklung rund um die anhängigen Widerspruchsverfahren aufzeigen. Aktuelle Urteile der Verwaltungsgerichte geben Anlass hierzu.

 

Interessierte Mitgliedsbetriebe werden gebeten sich entweder
telefonisch 0611-97706-0, per Telefax 0611-97706-22 oder Email
vds@saegeindustrie.de anzumelden.

VDS Arbeitskreis “Faire Wettbewerbsbedingungen”

Der VDS hat seit einigen Monaten den Arbeitskreis „Faire Wettbewerbsbedingungen“ eingerichtet. Dieser Arbeitskreis hat bislang zweimal getagt und branchenwichtige Themen identifiziert. Bei der 3. Zusammenkunft des Arbeitskreises „Faire Wettbewerbsbedingungen“ stehen wichtige Themen wie z.B. Langfristverträge, Naturschutz und Nutzungseinschränkungen, das kommende Internationale Jahr der Wälder sowie das Thema Illegal Logging auf der Agenda. Beginn der Veranstaltung am 27.4.2010 ist um 10.00 Uhr. Der VDS lädt seine Mitglieder sowie die Mitglieder seiner Landesverbände zur Teilnahme am Arbeitskreis ein.

 

 

Interessierte Mitgliedsbetriebe werden gebeten sich entweder
telefonisch 0611-97706-0, per Telefax 0611-97706-22 oder Email
vds@saegeindustrie.de anzumelden.

25. März 2010

Sägewerk sucht Waldbesitzer/in

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Mit einer originellen Aktion machte das Sägewerk Pieper (NRW) in der  Westfalen-Post und dem Sauerlandkurier auf den derzeitigen Stammholzmangel aufmerksam. Mit „Sägewerk sucht Waldbesitzer/in“ hatte die Firma eine Suchanzeige in den regionalen Zeitungen aufgegeben und darin seinensagewerk-sucht-waldbesitzer_1 Holzmangel einmal auf andere Weise publikumswirksam dargestellt. Die Anzeige wurde dann auch in der Sendung Lokalzeit des WDR-Fernsehen am 14. März 2010 als Aufmacher benutzt und so landesweit publik. In NRW sind in der Presse und auch im Fernsehen wiederholt die Klagen der örtlichen Sägewerke auf mangelnde Versorgung mit Stammholz aufgegriffen worden. Die Landesregierung hat jetzt auch zu einem Holzgipfel geladen.

3. März 2010

Sturmtief Xynthia mit Schadensschwerpunkt im Westen

 Rheinland-Pfalz, Hessen und NRW am stärksten betroffen    

Der Schwerpunkt des Sturmtiefs Xynthia am 28.2.2010 lag im Westen Deutschlands und hat dort schwere Schäden angerichtet. Aus Frankreich kommend, war vor allem Rheinland-Pfalz betroffen, daneben aber auch Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die übrigen Bundesländer haben zwar auch Schäden zu verzeichnen, sie liegen aber deutlich unterhalb einer kritischen Schadensmenge.

Aus Rheinland-Pfalz werden nach ersten Begehungen Schäden im Nordosten von Eifel und Hunsrück, aber auch im Westerwald und Taunus gemeldet. Hier wurden Spitzengeschwindigkeiten bis knapp 200 km/h gemessen bei extrem böigem Wind. Es wird derzeit von einer Schadholzmenge von 1,6 – 1,7 Mio fm ausgegangen, vorwiegend Fichte. Der Jahreseinschlag liegt in Rheinland-Pfalz in Normaljahren bei 1,5 – 1,9 Mio fm Fichtenstammholz. Im Hinblick auf den noch nicht in vollem Umfang angelaufenen Einschlag werden keine Vermarktungsprobleme erwartet. Im Staatswald ist der reguläre Einschlag zugunsten der Aufarbeitung des Sturmholzes eingestellt worden. Im Vergleich zu Kyrill (2 Mio fm) liegt der Schadensumfang nach den bisherigen Angaben leicht niedriger.

In Hessen geht die Leitung des Landesbetriebes derzeit von rund 1,1 Mio. fm Nadelholz und etwa 100.000 fm Laubholz aus. Aufgrund der ohnehin starken Nachfrage kann davon ausgegangen werden, dass diese Mengen vom Markt aufgenommen werden.

In NRW werden nach ersten Schätzungen 400.000 fm Sturmholzanfall erwartet. Die Schadensflächen liegen vorwiegend im südlichen und östlichen Teil (Sauerland, Hocheifel-Börde). Im Gegensatz zu Kyrill sind die Würfe nicht flächig sondern handelt es sich um viele Einzelwürfe. Die Dimensionen von Kyrill wurden aber mit Abstand nicht erreicht.

Niedersachsen geht bisher von einem Schadensumfang von 70.000 fm aus. Die Einzel- und Nesterwürfe konzentrieren sich auf Südniedersachsen. Aus dem Flachland werden keine nennenswerten Schäden gemeldet.

Von Thüringen wird mit einer Menge von bis zu 100.000 fm gerechnet. Eine Häufung der Schäden wird aus den Forstämtern Bad Salzungen und Marksuhl gemeldet.

Baden-Württemberg meldet im wesentlichen nur Einzelwürfe. Nach erster Schätzung wird eine Menge von 100.000 fm genannt, Schadensschwerpunkte Nordschwarzwald und Region Stuttgart.

In Bayern hat eine erste Abschätzung ein Schadenvolumen von 20.000 fm in Nord- und Nordwest Bayern ergeben.

Mit Sturmholz wird auch in Frankreich gerechnet. Allerdings dauert dort die Aufarbeitung der Flutkatastrophe noch an. Einzelmeldungen aus den Departements lassen aber auch hier nur regionale Schadensanfälle in überschaubarer Menge erwarten.

Angesichts des insgesamt doch nur begrenzten Anfalles an Sturmholz, selbst im Schadensschwerpunkt Rheinland-Pfalz von deutlich unter einem Jahreseinschlag, der in weiten Teilen noch laufenden Einschlagssaison und der guten Aufnahmefähigkeit des Fichtenstammholzmarktes wird nicht mit einer Belastung des Holzmarktes gerechnet. Die Sägeindustrie steht zur Aufnahme der Schadholzmengen bereit. Trotz noch immer sehr gedrücktem Schnittholzmarkt dürfte die Sägeindustrie die angefallene Menge problemlos aufnehmen können.

Um die zügige Abfuhr der aufgearbeiteten Mengen und den regionalen Ausgleich zu ermöglichen, werden der VDS und seine Landesverbände unverzüglich Ausnahmegenehmigungen für Rundholztransporte beantragen.

Über die weitere Entwicklung werden wir wieder berichten.